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Die US-amerikanische Renaissance der Tätowierung und der Second-Wave Feminism der 1960er und 1970er Jahre. Historische Körper

Titre: Die US-amerikanische Renaissance der Tätowierung und der Second-Wave Feminism der 1960er und 1970er Jahre. Historische Körper

Thèse de Bachelor , 2020 , 45 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marcus Schäfer (Auteur)

Histoire - Amérique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im dieser Arbeit wird aus einer körper- bzw. kulturgeschichtlichen Perspektive heraus das Zustandekommen der Renaissance mithilfe der gesellschaftlichen Umbrüche untersucht, welche durch die counterculture forciert wurden.

Es soll beispielhaft verdeutlicht werden, dass die Emanzipation des Körpers ein Kernelement der dezentralen und vielfältig ausgerichteten „68er Bewegung“ war, aber vor allem soll die Entstehung der Renaissance erklärt werden. Diese Arbeit fügt den komplexen gesellschaftlichen Wandlungsmechanismen jener Jahre neue Facetten hinzu und wirft ein Licht auf die Korrelation genannter historischen Phänomene.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erlosch in den USA die goldene Ära der Tätowierung, eine historische Periode, in welcher sich der Hautstich vergleichsweise hoher Popularität und Akzeptanz erfreute. Doch bereits in den 1960er Jahren setzte eine Renaissance der Tätowierung ein, welche die Kunstform vor der kulturellen Bedeutungslosigkeit bewahrte.

Sie steht in direktem Zusammenhang mit der Jugend- und Protestkultur dieser Ära, der counterculture, welche Rechte und Gerechtigkeit für ihre Zeit einforderte und im Zuge dessen die Tätowierung „wiederentdeckte". Diese Beobachtung erklärt aber keineswegs, warum sich diese Generation der unpopulären Kulturtechnik annahm. Folgende Untersuchung wird sich mit ebendieser Ausgangsfrage beschäftigen und hierbei konkret Emanzipationsbestrebungen im Zuge einer zweiten Welle der Frauenbewegung als Teil dieser Gegenkultur betrachten. Wie lässt sich also die Re-Popularisierung der Tätowierung mit Blick auf den sozialen Wandel, welchen die Frau für sich erstritt, erklären? Welcher Zusammenhang ergibt sich zwischen diesen Historien?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1.1 Fragestellung und Relevanz

1.2 Methodik, theoretische Aspekte und Grundlagen

1.2.1 Methodisches Vorgehen

1.2.2 Einführende Worte zur Kultur- und Körpergeschichte

1.2.3 Eine anthropologisch-ethnologische Definition und Funktionen der Tätowierung

1.2.4 Literatur und Forschungsstand

1.2.4.1 Die Counterculture und die zweite Welle der Frauenbewegung

1.2.4.2 Die Frau und die moderne Tätowierung

II. Hauptteil

2.1 Einleitung des Hauptteils

2.2 Historischer Kontext und Verortung

2.2.1 Soziale Umbrüche in den 1960er und 1970er Jahren

2.2.1.1 Die US-amerikanische Counterculture

2.2.1.2 Starker Wellengang - Die Emanzipation der US-amerikanischen Frau

2.2.2 Der Beinahe-Tod der Tätowierung nach dem 2. Weltkrieg und ihre Renaissance

2.3 Zusammenführung zweier historischer Prozesse - Eine Diskussion

2.3.1 Körper zurückgewinnen - Der Einzug der Frau in die Kultur der Tätowierung

2.3.2 Auswertung der Expertinnen- und Zeitzeuginneninterviews

2.3.2.1 Mary Jane Haake

2.3.2.2 Vyvyn Lazonga

III. Fazit und Ausblick

IV. Literatur- und Quellenverzeichnis

4.1 Literaturverzeichnis

4.2 Primärquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die historische Korrelation zwischen der US-amerikanischen Renaissance der Tätowierung in den 1960er und 1970er Jahren und der zeitgleichen zweiten Welle der Frauenbewegung. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie der soziale Wandel und die damit einhergehenden Emanzipationsbestrebungen der Frau die Wiederbelebung und Neupositionierung der Tätowierung als Ausdrucksmittel für Individualität und Selbstbestimmung beeinflusst haben.

  • Historische Analyse der US-amerikanischen Counterculture und deren Einfluss auf den Körperbegriff.
  • Untersuchung der Rolle der Frau in der Tattoo-Kultur und der Aufbruch aus traditionellen Rollenbildern.
  • Evaluation von Expertinnen- und Zeitzeuginneninterviews (Mary Jane Haake, Vyvyn Lazonga).
  • Diskussion der Tätowierung als körperpolitisches Instrument und Mittel zur Rückgewinnung des Körpers.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Der Beinahe-Tod der Tätowierung nach dem 2. Weltkrieg und ihre Renaissance

Für die historische Einbettung der US-amerikanischen Tätowierung bietet sich der Zeitabschnitt zwischen dem Ende des 2. Weltkrieges und dem Aufkommen der Protest- und Jugendkultur an, welche die westliche Renaissance der Tätowierung maßgeblich beeinflusste. Einleitend muss erwähnt werden, dass die Renaissance selbst per Definition nicht ausschließlich die für diese Arbeit relevante Re-Popularisierung der Tätowierung beschreibt, sondern weitere verschiedene und ineinandergreifende Entwicklungen zusammenfasst. Nach Juliet Fleming müssen auch signifikante künstlerische, technische und industrielle Zäsuren genannt werden, aber eben auch der Einzug eines neuen Typus des Tätowierenden, der eine professionelle Ausbildung im Kunstsektor vorweisen konnte. Die westliche Tätowierung wurde verstärkt als Kunst neben anderen, gesellschaftlich etablierten Künsten verstanden, beispielsweise der Bildhauerei. Alan Govenar verortet den Beginn dieser Renaissance in den 1960er Jahren. Wenige Jahre zuvor deutete jedoch noch nichts auf diesen Umschwung hin.

DeMello bezeichnet den Zeitraum zwischen den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts als Golden Age of Tattooing, in dem der US-amerikanische Hautstich relativ populär und sozial anerkannt war. Die Tätowierung war im Militär und der Seefahrt seit jeher stark vertreten, also zwei Professionen, welche in einer Ära, die durch einen stark patriotischen bzw. nationalistischen Zeitgeist geprägt war, hochangesehen und auch der Tätowierung unter Militärs und Nicht-Militärs eine zunehmende Popularität beschert sowie zu vielen entsprechenden Tätowierungen geführt habe. Nun argumentiert Pascal Honisch, dass die gesellschaftliche Rezeption der Tätowierung als „Gegenstand der Zuschreibung und Interpretation“ einem dauerhaften Wandel unterworfen sei. Diese Rezeption sei „von der vorherrschenden ästhetischen Norm abhängig“, wobei er ausdrücklich betont, dass hierbei nicht zwangsläufig eine absolute Wahrnehmungs-Homogenität auf der Ebene von Einzelindividuen gegeben sein müsse. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wird solch ein gesellschaftlicher Wandel in der Akzeptanz, Popularität und Verbreitung der Tätowierung deutlich. Dies hing laut DeMello u. a. mit verschärften staatlichen Alters- und Gesundheitsverordnungen und dem Verbot der Tätowierung in zahlreichen Bundesstaaten wie beispielsweise New York zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, die sich mit der Verbindung zwischen der US-amerikanischen Renaissance der Tätowierung und der zweiten Welle der Frauenbewegung beschäftigt, und legt die methodischen Grundlagen der kulturgeschichtlichen Untersuchung dar.

II. Hauptteil: Der Hauptteil kontextualisiert die sozialen Umbrüche der 1960er und 1970er Jahre, analysiert den Niedergang und die anschließende Renaissance der Tätowierung und wertet Experteninterviews aus, um die Rolle der Frau als tätowierte Akteurin zu beleuchten.

III. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die enge Verflechtung der betrachteten Phänomene und weist auf den bleibenden Status der Tätowierung als Indikator für sozialen Wandel hin, während weitere Forschungsansätze aufgezeigt werden.

IV. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dieses Kapitel listet die wissenschaftliche Literatur sowie die verwendeten Primärquellen auf, die zur fundierten Analyse der Arbeit herangezogen wurden.

V. Anhang - Qualitative Expertinnen- und Zeitzeuginneninterviews: Der Anhang enthält die wörtlichen schriftlichen Interviewprotokolle der befragten Pioniere der modernen Tätowierung, Mary Jane Haake und Vyvyn Lazonga.

Schlüsselwörter

Tätowierung, Renaissance der Tätowierung, Counterculture, zweite Welle der Frauenbewegung, Körpergeschichte, Körperpolitik, Emanzipation, US-amerikanische Geschichte, Frauenstudien, Identitätsbildung, soziale Umbrüche, Subkultur, Körpermodifikation, Geschlechterrollen, Zeitzeuginneninterviews.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Verbindung zwischen der Wiederbelebung der Tätowierung in den USA der 1960er/70er Jahre und den zeitgleichen Bestrebungen der zweiten Welle der Frauenbewegung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die soziale Transformation durch die US-amerikanische Counterculture, die Geschichte der Tätowierung und der Prozess der weiblichen Emanzipation.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist zu erklären, wie die Re-Popularisierung der Tätowierung mit dem sozialen Wandel und dem Kampf der Frau für Autonomie über den eigenen Körper korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine interdisziplinäre Arbeit, die kulturgeschichtliche und soziologische Literatur auswertet und durch qualitative Interviews mit Zeitzeuginnen ergänzt.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil beleuchtet den historischen Kontext der Gegenkultur, den Niedergang und Wiederaufstieg des Hautstichs sowie die gezielte Analyse von Experteninterviews zur Rolle der Frau in dieser Entwicklung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Körperpolitik, Renaissance der Tätowierung, Feminismus, Counterculture und Selbstbestimmung sind zentrale Begriffe der Analyse.

Inwiefern spielten Männer eine Rolle bei der Tätowierung von Frauen?

Die Arbeit zeigt, dass die Tattoo-Kultur lange männerdominiert war und Frauen sich oft gegen patriarchale Strukturen oder gar als "Besitz" markieren lassen mussten, bevor eine eigenständige, emanzipierte Nutzung zunahm.

Welche Bedeutung hatten die Interviews mit Mary Jane Haake und Vyvyn Lazonga?

Die Interviews fungieren als wertvolle Primärquellen, die aus erster Hand Einblicke in die stigmatisierte Welt der frühen tätowierten Frauen und die persönlichen Motive der Pioniere der Szene geben.

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Résumé des informations

Titre
Die US-amerikanische Renaissance der Tätowierung und der Second-Wave Feminism der 1960er und 1970er Jahre. Historische Körper
Université
Free University of Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Note
1,0
Auteur
Marcus Schäfer (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
45
N° de catalogue
V1002950
ISBN (ebook)
9783346381354
ISBN (Livre)
9783346381361
Langue
allemand
mots-clé
Tätowierung Frauenbewegung Feminismus second-wave feminism Körpergeschichte Kulturgeschichte Tattoo Körper 1960er 1970er USA Zweite Welle Emanzipation Zeitzeugen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcus Schäfer (Auteur), 2020, Die US-amerikanische Renaissance der Tätowierung und der Second-Wave Feminism der 1960er und 1970er Jahre. Historische Körper, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002950
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Extrait de  45  pages
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