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Pädophilie und Soziale Arbeit. Welche Formen der Unterstützung bietet die Soziale Arbeit?

Titel: Pädophilie und Soziale Arbeit. Welche Formen der Unterstützung bietet die Soziale Arbeit?

Bachelorarbeit , 2020 , 134 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit, die aus einem theoretischen und einem empirischen Teil besteht, wird der Blick auf die Unterstützungsformen der Sozialen Arbeit für pädophile und pädosexuelle Männer gerichtet. Hierzu wird zu Beginn der Arbeit in das Thema eingeleitet, indem alle wichtigen Begriffsdefinitionen erläutert werden. Diese sind erforderlich, um den weiteren Verlauf der Arbeit problemlos folgen zu können. Daraufhin folgen unterschiedliche Erklärungsansätze für Pädophilie beziehungsweise für Pädosexualität, diese gehen einher mit dem darauffolgenden Teil, in dem unterschiedliche Tätertypen von sexuellem Missbrauch an Kindern erläutert werden. In diesem Kapitel ergibt sich die Frage, ob Sexualstraftäter immer eine psychische Störung haben oder ob die Tat nicht auch Motive haben kann, die nicht mit einer psychischen Störung in Verbindung stehen.

Nachdem die Täter ausführlich betrachtet wurden folgt der Blick auf die Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch. Hierzu wird anhand einer Studie erörtert, welche Kinder in welchem Alter besonders gefährdet sind. Ebenso werden in diesem Kontext Präventionskonzepte vorgestellt, die als Ziel haben, die Tatbegehung zu verhindern.

Anschließen werden zwei Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit im Kontext von Sexualstraftätern vorgestellt. Abgeschlossen wird der theoretische Teil der Arbeit mit der Erklärung eines Konzept zur Rückfallprävention von Sexualstraftätern des Landes Nordrhein-Westfalen. Der empirische Teil der Arbeit wird eingeleitet, indem zu Beginn das Ziel der Forschung, grundlegende Informationen über die Forschung und objektive Daten über die interviewten Personen erörtert werden. Daraufhin folgt die Erhebungs- und die Auswertungsmethode, sowie die Vorstellung des Kategoriensystems. Um die Forschungsfrage beantworten zu können wird darauffolgend die Auswertung und die Interpretation des erhobenen Materials durchgeführt, um mit einer kritischen Reflexion der Forschung und einem Fazit bzw. einer Handlungsempfehlung aus der Forschung zu enden.
Abschließend wird ein Fazit in Hinblick auf die Fragestellung der Bachelorarbeit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexualpräferenzen: Pädophilie, Hebephilie & Paraphilie – Begriffsdefinitionen

3. Erklärungsansätze für Pädosexualität/Pädophilie

4. Tätertypen & psychische Störungen bei Sexualstraftätern

4.1 Beurteilungsbogen für jugendliche Sexualstraftäter

5. Wer sind die Opfer von pädosexuellem Missbrauch?

5.1 Präventionsprogramme

6. Wie kann die Soziale Arbeit in diesem Handlungsfeld agieren?

6.1 Soziale Arbeit und Pädosexualität in der Praxis

7. Empirie

7.1 Das Kategoriensystem

8. Auswertung und Interpretation des erhobenen Materials

9. kritische Reflexion und Fazit/Handlungsempfehlung aus der Forschung

9.1 Kritische Reflexion der durchgeführten Forschung

9.2 Fazit & Handlungsempfehlung aus der Forschung

10. Fazit der Bachelorarbeit

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung bereits straffällig gewordener pädophiler und pädosexueller Männer zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie soziale Dienste innerhalb eines durch Justiz und Führungsaufsicht geprägten Zwangskontexts effektiv agieren und den Rehabilitationsprozess begleiten können, um Rückfälle zu verhindern.

  • Analyse theoretischer Erklärungsansätze für pädosexuelles Verhalten und Tätertypologien
  • Untersuchung der psychischen Störungen und Risikofaktoren bei Sexualstraftätern
  • Evaluation von Präventionsprogrammen und deren Rolle in der Rückfallprävention
  • Betrachtung der methodischen Vorgehensweise in der professionellen Fallarbeit
  • Empirische Untersuchung der Unterstützungsbedarfe und institutionellen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der emeritierte Hochschulprofessor Prof. Dr. med. habil. Volkmar Sigusch des Instituts für Sexualwissenschaft im Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt äußert sich zu dem Thema sexueller Kindesmissbrauch und im Besonderen zu den Tätern in einem Artikel im Ärzteblatt wie folgt:

Das Verhalten pädophiler und pädosexueller Männer ist sehr different. Es reicht von der sexuellen Abstinenz über die ungenitale Liebe und Fürsorge, die einem Kind guttut, bis hin zur Fetischisierung des kindlichen Körpers ohne weitere Ansprüche an die kindliche Person und, wenngleich sehr selten, bis hin zur Vergewaltigung eines wehrlosen Kindes. Ein Mensch, der pädophile Neigungen hat, kann so wenig dafür, wie der, der erwachsene Frauen begehrt. Außerdem hat sein Begehren die seelische Funktion, einen unbewussten Konflikt einzudämmen oder abzuwehren, der den Zusammenhalt seiner Person bedroht, beispielsweise durch schwere Depressionen. In einer wirklich liberalen Gesellschaft könnte auch der Pädophile offen zu seinem Begehren stehen; es auszuleben, könnte aber selbst dann nicht toleriert werden. Erkannt würde jedoch die Tragik dieser Menschen, die ein Leben lang trotz greifbarer Nähe auf das verzichten müssen, was ihnen im Leben am liebsten ist. Pädophilie heißt ja, dieser Mensch fühlt sich nur wohl, fühlt sich nur geborgen, wenn seine mehr oder weniger unbewusste Sehnsucht nach der eigenen als verloren erlebten Kindheit durch das kindliche Leben mit Kindern erfüllt wird (Sigusch 2011, S.3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Unterstützungsmöglichkeiten für straffällig gewordene Pädophile durch die Soziale Arbeit.

2. Sexualpräferenzen: Pädophilie, Hebephilie & Paraphilie – Begriffsdefinitionen: Klärung der fachwissenschaftlichen Begriffe und Differenzierung zwischen den verschiedenen sexuellen Neigungen und Störungen.

3. Erklärungsansätze für Pädosexualität/Pädophilie: Darstellung aktueller psychologischer und soziologischer Ansätze zur Ursachenforschung pädosexueller Verhaltensweisen.

4. Tätertypen & psychische Störungen bei Sexualstraftätern: Analyse verschiedener Profile von Sexualstraftätern und deren Verbindung zu psychischen Auffälligkeiten.

5. Wer sind die Opfer von pädosexuellem Missbrauch?: Auseinandersetzung mit der Täter-Opfer-Dynamik und Vorstellung präventiver Ansätze zum Schutz potenziell Betroffener.

6. Wie kann die Soziale Arbeit in diesem Handlungsfeld agieren?: Diskussion der professionellen Rolle der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld zwischen Hilfe, Kontrolle und Menschenrechten.

7. Empirie: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Experteninterviews und der methodischen Datenauswertung.

8. Auswertung und Interpretation des erhobenen Materials: Systematische Analyse und Interpretation der Interviewergebnisse in Bezug auf Unterstützungsformen und Bedarfe.

9. kritische Reflexion und Fazit/Handlungsempfehlung aus der Forschung: Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vorgehensweise und Ableitung konkreter Empfehlungen für die Praxis.

10. Fazit der Bachelorarbeit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf notwendige strukturelle Verbesserungen.

Schlüsselwörter

Pädosexualität, Pädophilie, Soziale Arbeit, Sexualstraftäter, Rückfallprävention, Führungsaufsicht, KURS NRW, Stigmatisierung, Opferarbeit, Diagnostik, Resozialisierung, Paraphilie, Tätertypologie, Fallarbeit, Jugendhilfe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Betreuung und Unterstützung von straffällig gewordenen pädophilen und pädosexuellen Männern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Sexualpräferenzen, die Ursachenforschung, die Typisierung von Tätern, Konzepte zur Rückfallprävention sowie die praktische Arbeit in der Führungsaufsicht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche konkreten Formen der Unterstützung die Soziale Arbeit bereits straffällig gewordenen Pädophilen bietet, um Resozialisierung und Rückfallprävention zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus leitfadengestützten Experteninterviews, die nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp A. E. Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Part zu Erklärungsansätzen und Tätertypen sowie einen empirischen Part, in dem die Erfahrungen von Experten aus Polizei, Therapie und Jugendhilfe ausgewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pädosexualität, Rückfallprävention, Führungsaufsicht, Sozialkontrolle und professionelle Fallarbeit geprägt.

Was bedeutet das "Crossing von Paraphilien"?

Das Crossing beschreibt das Auftreten mehrerer unterschiedlicher paraphiler Neigungen oder Verhaltensweisen bei derselben Person, wie etwa die Überschneidung von pädophilen Neigungen mit Inzest.

Welche Rolle spielt das KURS NRW Konzept?

KURS NRW ist ein interdisziplinäres System zur Überwachung und Unterstützung von rückfallgefährdeten Sexualstraftätern, welches eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justizvollzug, Forensik und Sozialen Diensten koordiniert.

Ende der Leseprobe aus 134 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pädophilie und Soziale Arbeit. Welche Formen der Unterstützung bietet die Soziale Arbeit?
Hochschule
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
134
Katalognummer
V1003225
ISBN (eBook)
9783346380296
ISBN (Buch)
9783346380302
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pädophilie soziale arbeit welche formen unterstützung pädophilen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Pädophilie und Soziale Arbeit. Welche Formen der Unterstützung bietet die Soziale Arbeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1003225
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Leseprobe aus  134  Seiten
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