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Anamnetische Vorgeschichte und Fördervorschläge für ein Grundschulkind mit ADHS. Ein Fallbeispiel

Titre: Anamnetische Vorgeschichte und Fördervorschläge für ein Grundschulkind mit ADHS. Ein Fallbeispiel

Dossier / Travail , 2015 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Josephine Finckh (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Die Hausarbeit beschreibt einen Zugang zum Thema ADHS als Fallbeispiel (Pflegekind im Grundschulalter). Die anamnetische Vorgeschichte des Kindes wird ganzheitlich beschrieben. Inhalt der Arbeit ist außerdem die kritische Einordnung der Störung in das Feld der Störungen im Kindes- und Jugendalter. Ein Schwerpunkt liegt auf der Einbeziehung der Bindungstheorie nach John Bolwby in die Erklärungsansätze der Thematik. Abschließend werden ressourcenorientierte pädgogische und sonderpädagogische Fördervorschläge ausformuliert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Anamnetische Vorgeschichte

2. Erscheinungsbild

3. Definition einer Störung der sozialen und emotionalen Entwicklung

4. Erklärungsansätze

4.1. Medizinische Aspekte

4.2. Bindungstheoretische Aspekte

5. Fördermaßnahmen und deren Kontext

5.1. Schule

5.2. Familie und Freizeit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse einer spezifischen Fallstudie eines Kindes mit diagnostiziertem ADHS unter Berücksichtigung bindungstheoretischer Aspekte. Das primäre Ziel ist es, das gezeigte Verhalten zu verstehen und auf Basis der theoretischen Einordnung fundierte, pädagogische Fördermaßnahmen für den schulischen und familiären Kontext abzuleiten.

  • Anamnese und Entwicklungsgeschichte eines Kindes in Dauerpflege
  • Erscheinungsbild und Symptomatik von ADHS im Schul- und Familienalltag
  • Konstruktive Definition von Verhaltensstörungen
  • Medizinische und bindungstheoretische Erklärungsansätze für ADHS
  • Pädagogische Interventionsstrategien zur Förderung der Bindungsfähigkeit und Selbstregulation

Auszug aus dem Buch

4.2. Bindungstheoretische Aspekte

Die "psychosoziale[n] Faktoren"20, die die Autoren für die Entwicklung der ADHS in verschiedene Richtungen mitverantwortlich machen, sind in L.s Fall besonders zu berücksichtigen. Es ist zwar anzunehmen, dass L. schon vor und während ihrer Geburt durch den Alkohol- und Tabakkonsum der Mutter und durch die Frühgeburt verschiedenen Risikofaktoren ausgesetzt war. Schwerer wiegt jedoch das Trauma, das L. nach ihrer Geburt durch die frühe Trennung von der Mutter und durch die Vernachlässigung im Mutter-Kind-Heim erfuhr. Deshalb soll im Folgenden dargestellt werden, inwieweit L.s ADHS mit einer Bindungsstörung erklären lässt.

Anfangs soll eine kurze Erläuterung der Bindungstheorie nach John Bowlby stehen. Bowlby geht von zwei grundlegenden Bedürfnissen aus, die jeder Mensch hat. Einerseits das Bedürfnis nach Nähe, Sicherheit und Bindung, andererseits das Verlangen nach der Entdeckung von Neuem, Unbekanntem. Diesen Bedürfnissen werden Verhaltensweisen zugeordnet, auf der einen Seite sogenannte "Signalverhaltensweisen", auf der anderen "Explorationsverhaltensweisen". 21 Bei einer sicheren Bindung stehen diese beiden Verhaltensweisen in einem ausgeglichenen Verhältnis. Eine sichere Bindung kann aber nur entstehen, wenn die erste enge Bezugsperson des Kindes (in vielen Fällen die Mutter) angemessen auf diese beiden Grundbedürfnisse reagieren kann, d.h., wenn sie "feinfühlig"22 auf das Kind eingeht und dessen Bedürfnisse nach Nahrung und Zärtlichkeit möglichst schnell und routiniert (also für das Kind vorhersehbar) befriedigt23. Geschieht dies, kann das Kind sein Explorationsbedürfnis ungehindert ausleben und seine Umgebung entdecken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Anamnetische Vorgeschichte: Detaillierte Darstellung der Lebensgeschichte des Kindes L., inklusive ihrer frühen traumatischen Erfahrungen und der aktuellen Pflegesituation.

2. Erscheinungsbild: Analyse der konkreten Verhaltensauffälligkeiten in der Schule und zu Hause, insbesondere im Hinblick auf Konzentrationsmängel, Impulsivität und soziale Interaktionen.

3. Definition einer Störung der sozialen und emotionalen Entwicklung: Theoretische Herleitung des Begriffs der Verhaltensstörung als soziales Konstrukt und Abgrenzung von medizinischen Definitionen.

4. Erklärungsansätze: Zusammenführung medizinischer Hypothesen und bindungstheoretischer Erkenntnisse, um das ADHS-Störungsbild im Einzelfall besser zu verstehen.

5. Fördermaßnahmen und deren Kontext: Ableitung praktischer Strategien für Schule und Familie, um durch Beziehungsarbeit und Strukturierung das Kind nachhaltig zu unterstützen.

Schlüsselwörter

ADHS, Bindungstheorie, Verhaltensstörung, Pädagogik, emotionale Entwicklung, soziale Entwicklung, Frühkindliche Erfahrungen, Fördermaßnahmen, Selbstregulation, Bindungsstörung, Erziehungsmaßnahmen, Schulerfolg, emotionale Gesundheit, Interventionsstrategien, Fallstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht anhand einer Fallstudie, wie sich die Diagnose ADHS bei einem Kind in Dauerpflege manifestiert und welche pädagogischen Maßnahmen sinnvoll sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bindungstheorie, der ADHS-Diagnostik, dem sozialen und emotionalen Verhalten sowie konkreten Förderansätzen im schulischen und familiären Umfeld.

Was ist die Forschungsfrage oder das Ziel?

Das Ziel ist es, das Verhalten des Kindes L. durch eine Verknüpfung von medizinischen und bindungstheoretischen Aspekten zu erklären und darauf aufbauend Unterstützungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Fallstudienanalyse, die auf Literaturarbeit und theoretischen Konzepten der Sonderpädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Verhaltensanalyse, die Definition von Störungsbegriffen, die Diskussion medizinischer sowie bindungstheoretischer Erklärungsmodelle und die Entwicklung pädagogischer Fördermaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Bindungstheorie, ADHS, Verhaltensstörung, Pädagogik und Fördermaßnahmen geprägt.

Warum ist das Bindungsverhalten des Kindes für die Analyse so wichtig?

Die Autorin argumentiert, dass das ADHS-Symptombild des Kindes stark durch traumatische frühe Bindungserfahrungen beeinflusst ist, weshalb eine reine medikamentöse oder rein lerntheoretische Betrachtung zu kurz greifen würde.

Welche Rolle spielt die Schule für das Kind?

Die Schule wird einerseits als Ort der Belastung durch Leistungsdruck beschrieben, andererseits als zentraler Raum, in dem durch Struktur und Beziehungsarbeit notwendige Sicherheitserfahrungen ermöglicht werden können.

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Résumé des informations

Titre
Anamnetische Vorgeschichte und Fördervorschläge für ein Grundschulkind mit ADHS. Ein Fallbeispiel
Université
University of Leipzig  (Förderpädagogik)
Note
2,0
Auteur
Josephine Finckh (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
19
N° de catalogue
V1003656
ISBN (ebook)
9783346383655
ISBN (Livre)
9783346383662
Langue
allemand
mots-clé
ADHS Fallbeispiel Fördervorschläge Bindungstheorie Sonderpädagogik Pflegekinder
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Josephine Finckh (Auteur), 2015, Anamnetische Vorgeschichte und Fördervorschläge für ein Grundschulkind mit ADHS. Ein Fallbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1003656
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