Diese Arbeit stellt die empirischen Forschungsmethoden sowie, die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Arbeit „Making Low Probabilites Useful“ von Kunreuther, Novemsky und Kahneman vor und analysiert diese.
Sie beginnt mit den verwendeten Methoden der empirischen Sozialforschung. Dann wird auf die 5 Experimente genauer eingegangen, mit welchen Kunreuther u.a. die Hypothese der Arbeit getestet haben und die Ergebnisse werden eingeordnet.
Desweiteren beschäftigt sie sich mit der Frage "Kann man Menschen Informationen zu der Wahrscheinlichkeit eines fatalen Chemieunfalls so präsentieren, dass Sie die relative Sicherheit von einer Chemiefabrik beurteilen können?"
Die Validität der verwendeten Wahrscheinlichkeiten wird in dieser Fragestellung nicht berücksichtigt. Von Interesse ist erstmals nur ob Unterschiede in geringen Wahrscheinlichkeiten so präsentiert werden können, damit Menschen zwischen den ausgehenden Risiken differenzieren können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Hypothese der Forschungsarbeit „Making Low Probabilities Useful”
1.2 Empirische Forschung
2. Datenerhebung
2.1 Latente Variablen
2.2 Fragebogen
3. Analyse
3.1 Objektivität
3.2 Reliabilität (Zuverlässigkeit)
3.3 Validität (Gültigkeit)
4. Experimente und Erkenntnisse
4.1 Experiment 1:
4.2 Experiment 2-3
4.3 Experiment 4
4.4 Experiment 5
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die empirische Forschungsarbeit „Making Low Probabilities Useful“ von Kunreuther, Novemsky und Kahneman, mit dem Ziel zu untersuchen, ob und wie Informationen über geringe Eintrittswahrscheinlichkeiten katastrophaler Ereignisse so präsentiert werden können, dass Menschen die damit verbundenen Risiken korrekt einschätzen und zwischen verschiedenen Gefahrenstufen differenzieren können.
- Methodische Grundlagen der empirischen Sozialforschung
- Anwendung latenter Variablen zur Messung von Risikowahrnehmung
- Testung der „evaluability“-Hypothese in verschiedenen Szenarien
- Einfluss von Vergleichswerten auf die intuitive Risikobewertung
- Statistische Validierung mittels Varianzanalyse (ANOVA)
Auszug aus dem Buch
1.1 Hypothese der Forschungsarbeit „Making Low Probabilities Useful”
Kann man Menschen Informationen zu der Wahrscheinlichkeit eines fatalen Chemieunfalls so präsentieren, dass Sie die relative Sicherheit von einer Chemiefabrik beurteilen können?
(Kunreuther et al. 2001, S. 103–105)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der theoretischen Grundlage der „evaluability“-Hypothese von Hsee im Kontext der Risikowahrnehmung.
2. Datenerhebung: Erläuterung des empirischen Vorgehens, insbesondere der Nutzung standardisierter Fragebögen zur Messung latenter Variablen und der Definition der Stichprobe.
3. Analyse: Darstellung der Gütekriterien wissenschaftlicher Forschung (Objektivität, Reliabilität, Validität) und der statistischen Anwendung der Varianzanalyse zur Hypothesenprüfung.
4. Experimente und Erkenntnisse: Detaillierte Auswertung der fünf Experimente und Nachweis, dass der Kontext von Vergleichsszenarien entscheidend für die differenzierte Risikowahrnehmung ist.
Schlüsselwörter
Risikowahrnehmung, Wahrscheinlichkeit, Schadenskonsequenz, Evaluability-Theorie, empirische Forschung, Datenerhebung, latente Variablen, Fragebogen, Reliabilität, Validität, Varianzanalyse, Chemieunfall, Vergleichsszenario, Entscheidungsverhalten, Risikomanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie Menschen Informationen über geringe Eintrittswahrscheinlichkeiten und hohe Schadensausmaße verarbeiten und ob sie in der Lage sind, basierend auf diesen Daten die Sicherheit technischer Anlagen, wie etwa Chemiefabriken, korrekt einzuschätzen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Risikowahrnehmung, die methodische Vorgehensweise in der empirischen Sozialforschung, statistische Testverfahren sowie psychologische Konzepte zur Interpretation von Wahrscheinlichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es zu klären, unter welchen Darstellungsbedingungen Menschen in der Lage sind, Informationen über Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit sinnvoll in ihre Urteilsbildung einzubeziehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, die auf der Analyse von Primärdaten basiert. Zur Auswertung der Experimente wird die einfaktorielle Varianzanalyse (One-way ANOVA) genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Methodik (Datenerhebung und -analyse) sowie der detaillierten Beschreibung und Auswertung von fünf Experimenten, die den Einfluss von Vergleichswerten auf die Risikowahrnehmung prüfen.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Risikowahrnehmung, evaluability-Hypothese, latente Variablen, Reliabilität, Validität und Varianzanalyse charakterisiert.
Warum ist das Vergleichsszenario in Experiment 4 so wichtig?
Experiment 4 zeigt, dass eine bloße numerische Angabe oft nicht ausreicht. Erst durch die qualitative Beschreibung eines bekannten Vergleichsszenarios können die Probanden ein angemessenes Risikogefühl für die Chemiefabrik entwickeln.
Warum scheiterten Experiment 1 und 2 bei der Differenzierung?
In diesen ersten Experimenten fehlte ein ausreichend bedeutungsvolles oder qualitativ beschriebenes Vergleichsszenario, weshalb die Probanden die numerischen Wahrscheinlichkeiten nicht korrekt einordnen konnten.
- Arbeit zitieren
- Kevin Kistermann (Autor:in), 2021, Die experimentelle Untersuchung in „Making Low Probabilites Useful“. Eine Darstellung der Forschungsmethoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1004222