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Die Gemeinschaft der Freundinnen und Freunde Jesu. Kirche im Johannesevangelium

Título: Die Gemeinschaft der Freundinnen und Freunde Jesu. Kirche im Johannesevangelium

Elaboración , 2021 , 12 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Tobias Isaak (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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In dieser Ausarbeitung soll es im speziellen um das Profil von Kirche im Johannesevangelium gehen. Dazu gibt es zunächst eine Begriffsbestimmung von Kirche und eine Einleitung in das vierte Evangelium. Darauf folgt dann der Versuch einer groben Darstellung wichtiger Untersuchungen und Erkenntnisse zur johanneischen Ekklesiologie. Abschließend werden die herausgearbeiteten Erkenntnisse in einem persönlichen Fazit reflektiert.

„Jesus kündigte das Reich Gottes an und gekommen ist die Kirche.“ (Alfred Loisy)
Diese vielzitierte und kirchenkritische Aussage darf auch in dieser Untersuchung nicht fehlen. Sie drückt sehr treffend das Bedauern darüber aus, was aus der revolutionären Verkündigung des Wanderpredigers Jesus von Nazareth geworden ist. Kirche ist in Teilen zu einer komplexen und weltweit mächtigen Institution geworden. Die Diskrepanz zur eschatologischen Verkündigung von der Königsherrschaft Gottes ist offensichtlich. Die zum Teil konservative und auf den Machterhalt zielende Politik ist leider kein Relikt der Kirchengeschichte, sondern in verschiedenen Konfessionen in unterschiedlichem Maße hochaktuell. Die Initiative Maria 2.0 ​ in der römisch-katholischen Kirche z.B. zeigt deutlich, dass sich gewisse Strukturen von Kirche im Hinblick auf das Neue Testament nicht mehr vor ihren Gläubigen rechtfertigen lassen. Im Zuge des Seminars “Kirche im Neuen Testament” nahmen wir die Kirche als ein wesentliches Thema des Neuen Testaments in den Blick. Anhand ausgewählter Schriften entdeckten wir ein vielgestaltiges Bild dieser gemeinschaftlichen Form des Lebens des christlichen Glaubens. Durch verschiedene Bezeichnungen, Begriffe und Konzepte, entwerfen die neutestamentlichen Autoren ganz eigene Vorstellungen von Gemeinde, die einiges gemein haben, durchaus aber auch differieren. Die verschiedenen Ekklesiologien des Neuen Testament machen verschiedene Gemeindekonzepte erklärbar und können somit auch die heutige Diversität der christlichen Kirchenlandschaft teilweise nachvollziehbar machen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung

2 Kirche und andere Selbstbezeichnungen für Gemeinde im Neuen Testament

3 Das vierte Evangelium

4 Kirche im Johannesevangelium

4.1 Der Paraklet

4.2 Der Jünger, den Jesus liebte

4.3 Die Jüngerinnen und Jünger

4.4 Die Sakramente

5 Persönliches Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Kirchenverständnis (Ekklesiologie) im Johannesevangelium. Ziel ist es, durch eine Analyse zentraler theologischer Eckpunkte und Selbstbezeichnungen der johanneischen Gemeinschaft ein Profil der dort entworfenen Gemeindeform zu erstellen und deren Struktur kritisch zu reflektieren.

  • Kritische Einordnung des Begriffs "Kirche" im biblischen Kontext
  • Analyse der Rolle des Parakleten als Bindeglied zur johanneischen Gemeinde
  • Untersuchung der Funktion der Figur des Lieblingsjüngers als Modell-Jünger
  • Bedeutung der Sakramente für das johanneische Verständnis von Gemeinschaft
  • Reflektion über horizontale Hierarchien und frühchristliche Gemeindestrukturen

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Paraklet

In den Abschiedsreden verheißt Jesus seinen Jünger:innen das die anstehende Entfernung zu ihnen durch sein Weggehen überwunden werden. Das geschehe zum einen durch seines eigenen Wiederkommens und zum anderen durch das Kommen des Parakleten.17 Der Paraklet schafft wie der sogenannte Lieblingsjünger eine historische Kontinuität, indem er das ursprüngliche Christusgeschehen mit der Jetztzeit der johanneischen Gemeinde verbindet.18 Denn so wie der Sohn, also Jesus Christus, vom Vater in die Welt gesendet wurde, senden nach der johanneischen Vorstellung auch der Sohn und der Vater den Geist zu den Jünger:innen. So wie Christus den Geist empfängt, so empfangen auch seine Jünger:innen den Geist, der im Gegensatz zu Christus bis in Ewigkeit bei ihnen ist.19 Durch den Parakleten weiß sich die johanneische Gemeinde in der Gegenwart durch den Vater und den Sohn bestimmt. So wie der Sohn mit dem Vater aufs Innigste verbunden ist, weiß sich auch die Gemeinde durch den Geist in einer vollkommenen Liebesgemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn verbunden.20 Besonders ist dabei der Anspruch und das Selbstverständnis der johanneischen Gemeinde. Jene Anhänger:innen verstehen sich als Geistträger, die sich auch zwischen Ostern und der Parusie Jesu mit Gott verbunden wissen.21 Der Paraklet hat nach der johanneischen Vorstellung gleich mehrere Funktionen: Zum Einen ist er Garant der Traditionskontinuität der Worte Jesu, indem er die Jünger:innen nach Ostern lehrt und sie an alles erinnert, was Jesus gesagt hat. Außerdem ist er Zeuge des Selbstzeugnisses Jesu. Für die nachösterliche Kirche ist er des weiteren der Wegführer, da in ihm die ganze Wahrheit der Worte offenbar sind. Eine weitere Funktion hat der Paraklet darin Jesus in der irdischen Gemeinde seiner Jünger zu verherrlichen, indem er alle Inhalte seines Zeugnisses aus der Selbstoffenbarung des verherrlichten Sohnes nimmt und ihn verkündigt. Zuletzt ist der Paraklet auch Zeuge gegenüber der antichristlichen Welt. Durch seine Verkündigung setzt er Jesus ins Recht und die ungläubige Welt ins Unrecht.22 Durch das Wirken des Parakleten verschmelzen die Zeithorizonte zu einer Einheit und die johanneische Gemeinde weiß sich sowohl in der Gegenwart, als auch in der Zukunft auf besondere Weise mit Jesus verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der ursprünglichen Verkündigung Jesu vom Reich Gottes und der Entwicklung zur institutionellen Kirche.

2 Kirche und andere Selbstbezeichnungen für Gemeinde im Neuen Testament: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Ekklesia" historisch und theologisch als von Gott gesammeltes Aufgebot im jüdischen Kontext.

3 Das vierte Evangelium: Hier wird der Hintergrund des Johannesevangeliums beleuchtet, einschließlich seiner Entstehungszeit, der vermuteten Leserschaft und der Gliederung des Werkes.

4 Kirche im Johannesevangelium: Der Hauptteil untersucht die indirekte Ekklesiologie durch zentrale Motive wie den Parakleten, den Lieblingsjünger, die Jüngerschaft und die Sakramente.

4.1 Der Paraklet: Das Kapitel analysiert die Funktion des Parakleten als Garant für die Traditionskontinuität und als Wegweiser in der Liebesgemeinschaft mit Gott.

4.2 Der Jünger, den Jesus liebte: Hier wird die Rolle der namenlosen Figur als Modell-Jünger und Repräsentant der nachösterlichen Jüngerschaft herausgearbeitet.

4.3 Die Jüngerinnen und Jünger: Dieser Abschnitt thematisiert das Bekenntnis als Grundlage der Nachfolge und die Identitätsfindung der Jünger als Freunde Jesu.

4.4 Die Sakramente: Es wird erläutert, wie Taufe und Eucharistie die Verbindung der Gemeinde zum erhöhten Jesus Christus konkret erfahrbar machen.

5 Persönliches Fazit: Der Autor reflektiert die Ergebnisse und betont das Potenzial der johanneischen Ekklesiologie als Inspiration für flache Hierarchien in der heutigen Kirche.

Schlüsselwörter

Johannesevangelium, Ekklesiologie, Kirche, Paraklet, Lieblingsjünger, Jüngerschaft, Sakramente, Taufe, Eucharistie, Liebesgemeinschaft, Urchristentum, neutestamentliche Forschung, Nachfolge, Christologie, Gemeindestruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Verständnis von Kirche, also der Ekklesiologie, wie sie spezifisch im Johannesevangelium entfaltet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den theologischen Eckpunkten wie dem Parakleten, der Rolle des Lieblingsjüngers, dem Verständnis der Jünger als Freunde sowie der Bedeutung von Taufe und Eucharistie.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, das "Profil der Kirche" im Johannesevangelium herauszuarbeiten und zu zeigen, welche gemeinschaftlichen Konzepte und Strukturen sich daraus für die christliche Gemeinde ableiten lassen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die exegetische Auswertung fachwissenschaftlicher Literatur und biblischer Texte, um das johanneische Kirchenverständnis zu rekonstruieren.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine einführende Betrachtung des Evangeliums und eine detaillierte Analyse der vier zentralen Themen: Paraklet, Lieblingsjünger, Jüngerschaft und Sakramente.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Ekklesiologie, johanneische Schule, historische Kontinuität, horizontale Hierarchie und die spezifische Figur des "Jüngers, den Jesus liebte".

Warum spielt die Unterscheidung zwischen vorösterlicher und nachösterlicher Jüngerschaft eine Rolle?

Sie ist für das Kirchenverständnis relevant, da der "Lieblingsjünger" als idealer Zeuge die Verbindung zwischen der historischen Zeit Jesu und der nachösterlichen Gemeindeebene herstellt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für heutige Gemeindestrukturen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Johannesevangelium ein erfrischend wenig hierarchisches Bild der Gemeinde zeichnet, das als Inspiration für modernere, weniger autoritäre Kirchenstrukturen dienen kann.

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Detalles

Título
Die Gemeinschaft der Freundinnen und Freunde Jesu. Kirche im Johannesevangelium
Universidad
University of Münster  (Evangelisch Theologisches Seminar)
Curso
Kirche im Neuen Testament
Calificación
2,0
Autor
Tobias Isaak (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
12
No. de catálogo
V1004534
ISBN (Ebook)
9783346387233
ISBN (Libro)
9783346387240
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kirche Johannes Johannesevangelium Ekklesiologie Gemeinde Freunde JohEv Neues Testament
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Isaak (Autor), 2021, Die Gemeinschaft der Freundinnen und Freunde Jesu. Kirche im Johannesevangelium, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1004534
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