In dieser Einsendeaufgabe werden verschiedene Aspekte des Controllings sowie das Kano-Modell und das DuPont-Schema thematisiert.
Der Begriff "Controlling" stammt von dem englischen Verb "to control" und hat mehrere Bedeutungen, wie bspw. leiten, beherrschen, steuern, prüfen, regeln etc. Hieraus ist abzuleiten, dass keine einheitliche Definition des Controlling-Begriffs besteht. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Preisslers Definition des Controllings lautet wie folgt: "Controlling ist ein funktionsübergreifendes Steuerungsinstrument, das den unternehmerischen Entscheidungs- und Steuerungsprozess durch zielgerichtete Informationser- und -verarbeitung unterstützt." Horváth definiert Controlling als "Subsystem der Führung, das Planung und Kontrolle sowie Informationsversorgung systembildend und systemkoppelnd koordiniert und auf diese Weise die Adaption und Koordination des Gesamtsystems unterstützt."
Inhaltsverzeichnis
1 Bedeutung des Controllings als Management- und Führungsfunktion
2 Operative Steuerungsgrößen im Controlling
3 „DuPont“-Schema
3.1 Vor- und Nachteile
4 Kano-Modell
5 Total Quality Management
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung des Controllings als Management- und Führungsfunktion zu beleuchten und zentrale Instrumente zur Steuerung und Qualitätsoptimierung in Unternehmen zu analysieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie methodische Ansätze wie das „DuPont“-Schema, das Kano-Modell und das Total Quality Management zur langfristigen Erfolgsicherung und Kundenzufriedenheit beitragen können.
- Bedeutung des Controllings als Führungsfunktion
- Operative Steuerungsgrößen und Unternehmenserfolg
- Analyse und Anwendung des „DuPont“-Schemas
- Kundenorientierung durch das Kano-Modell
- Qualitätsoptimierung mittels Total Quality Management
Auszug aus dem Buch
3 „DuPont“-Schema
Das „DuPont“-Schema ist ein sehr bekanntes Kennzahlensystem, welches vom amerikanischen Chemie-Konzern „DuPont“ im Jahr 1919 entwickelt wurde. Mittlerweile wurde es ständig überarbeitet, verbessert und dient den Unternehmen als wichtige Ergänzung von Prognosen und Berichtswesen. Es ähnelt einem Baumdiagramm, da es über mehrere Stufen verzweigt ist. Diese Zweige zeigen Punkte zur Rentabilitätsverbesserung auf.
Die Abbildung zeigt das „DuPont“-Schema. Das Schema geht von der Rentabilitätskennzahl Return on Investment aus. Der ROI ist eine Kennzahl, welche den Gewinn am eingesetzten Kapital aufzeigt. Diese wird aufgeteilt in zwei Kategorien: Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag. Die Umsatzrentabilität beschreibt das Verhältnis des Gewinns zum Umsatz und zeigt die Kosteneinflussfaktoren auf. Der Kapitalumschlag drückt das Verhältnis des Umsatzes zum eingesetzten Kapital aus. Er informiert über das Anlage- und Umlaufvermögen. Die weiteren Bausteine der Abbildung zeigen Maßnahmen auf, wie ein Unternehmen eine Rentabilitätsverbesserung einleiten und umsetzen kann.
Die Hauptaufgabe des Kennzahlensystems besteht darin, dass es als Steuerungsinstrument dienen soll. Das Unternehmensergebnis soll auf Einflussfaktoren und Schwachstellen geprüft werden, um Maßnahmen zur Rentabilitätsverbesserung ergreifen zu können. Ebenso wirkt es unterstützend als Planungs- und Kontrollinstrument. Dabei werden drei Typen von Kennzahlen ermittelt: Ist-Kennzahlen der Gegenwart, Ist-Kennzahlen der letzten fünf Jahre und Soll-Kennzahlen aus dem Budget.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bedeutung des Controllings als Management- und Führungsfunktion: Dieses Kapitel definiert Controlling als wesentliches Steuerungsinstrument der Führung, welches Planung, Kontrolle und Informationsversorgung koordiniert.
2 Operative Steuerungsgrößen im Controlling: Hier werden die Zieldimensionen Gewinn und finanzielles Gleichgewicht erläutert sowie die Steuerungsgrößen Liquidität, Rentabilität und Wirtschaftlichkeit in ihren Zusammenhängen dargestellt.
3 „DuPont“-Schema: Dieses Kapitel erläutert das auf dem ROI basierende Kennzahlensystem als Instrument zur Rentabilitätsanalyse und Unternehmenssteuerung.
3.1 Vor- und Nachteile: Hier werden die Stärken des Systems, wie die Steuerungs- und Kontrollfunktion, den Schwächen, wie der einseitigen Konzentration auf monetäre Ziele, gegenübergestellt.
4 Kano-Modell: Das Modell wird als Instrument zur Analyse von Kundenanforderungen eingeführt, wobei zwischen Basis-, Leistungs- und Begeisterungsfaktoren unterschieden wird.
5 Total Quality Management: Dieses Kapitel beschreibt TQM als umfassendes Qualitätsmanagement-Konzept, das auf der Mitwirkung aller Mitglieder einer Organisation basiert, um langfristigen Erfolg zu sichern.
Schlüsselwörter
Controlling, Management, Führungsfunktion, Steuerungsgrößen, DuPont-Schema, Rentabilität, Liquidität, Wirtschaftlichkeit, Kano-Modell, Kundenzufriedenheit, Total Quality Management, TQM, Qualitätssicherung, Unternehmenssteuerung, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Modellen und Instrumenten des modernen Controllings und Qualitätsmanagements, die Unternehmen bei der zielgerichteten Steuerung unterstützen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Rolle des Controllings als Führungsfunktion, die operative Unternehmenssteuerung durch Kennzahlen sowie Methoden zur Steigerung der Kundenorientierung und Prozessqualität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den Einsatz spezifischer Management-Modelle ein langfristiger Unternehmenserfolg gesichert und Prozesse kontinuierlich optimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung bestehender Fachliteratur sowie der Veranschaulichung komplexer Zusammenhänge durch Modelle und Schaubilder.
Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Controlling-Grundlagen, die Darstellung des DuPont-Schemas, die Analyse des Kano-Modells zur Kundenzufriedenheit sowie das Total Quality Management.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe sind Controlling, Rentabilität, Kundenzufriedenheit, TQM, Prozessoptimierung und Unternehmenssteuerung.
Welchen Nachteil weist das „DuPont“-Schema primär auf?
Ein wesentlicher Nachteil ist der starke Fokus auf kurzfristige monetäre Ziele und die Rentabilität, wodurch langfristige Investitionen und nicht-monetäre Faktoren vernachlässigt werden können.
Wie unterscheidet das Kano-Modell Faktoren der Kundenzufriedenheit?
Das Modell unterteilt Anforderungen in Basisfaktoren (selbstverständlich), Leistungsfaktoren (erwartet) und Begeisterungsfaktoren (nicht explizit erwartet, aber positiv überraschend).
Warum ist das TQM-Konzept als ganzheitlich zu bezeichnen?
Es ist ganzheitlich, da es alle Mitarbeiter, Prozesse sowie Kunden und Lieferanten einbezieht und Qualität nicht nur als Produktmerkmal, sondern als umfassende Führungsaufgabe begreift.
- Arbeit zitieren
- Johannes Kölmel (Autor:in), 2020, Controlling und Top Quality Management. DuPont-Schema und Kano-Modell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005542