Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Fokus der interkulturellen Pädagogik auf Rassismus und stellt dar, inwiefern sich die interkulturelle Pädagogik mit dem Gegenstand des Rassismus befasst. Zunächst wird anhand zwei ausgewählter Songtexte präsentiert, wie sich Rassismus im alltäglichen menschlichen Miteinander bemerkbar macht und unter welchen Formen der Ungleichbehandlung und Herabsetzung Betroffene des Rassismus leiden.
Als einer der wichtigsten US-amerikanischen Rapper gilt 2Pac, der schon in den 1990er Jahren in seinen Liedern die Diskriminierung und ungerechte Behandlung schwarzer Menschen in den USA thematisierte. In seinem Lied ''Changes'' aus dem Jahre 1998 spricht er deutlich all die Erfahrungen, die er selbst als schwarzer US-Amerikaner gemacht hat und all die Geschichten seiner schwarzen Mitmenschen an.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Diskriminierung
2.1 Definition der Diskriminierung
2.2 Formen der Diskriminierung
2.2.1 Individuelle Diskriminierung
2.2.2 Institutionelle Diskriminierung
2.2.3 Direkte Institutionelle Diskriminierung
2.2.4 Indirekte Institutionelle Diskriminierung
3 Rassismus
3.1 Definition des Rassismus
3.2 Rassismus nach Miles
3.3 "Rasse ist eine Konstruktion"
4 Unterschied zwischen Diskriminierung und Rassismus
5 Formen des Rassismus
5.1 Individueller Rassismus
5.2 Kulturrassismus / Neo-Rassismus
5.3 Institutioneller Rassismus / Systemic Racism
6 Fokus der interkulturellen Pädagogik auf Rassismus
6.1 Die akademische Identität der Interkulturellen Pädagogik
6.2 Rassismus als Gegenstand der Interkulturellen Pädagogik
6.3 Rassismuskritische Bildungsarbeit
6.4 Vergleich der interkulturellen Pädagogik und der rassismuskritischen Bildungsarbeit
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Interkulturelle Pädagogik Rassismus als zentralen Gegenstandsbereich adressiert und mit ihm arbeitet. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Analyse, wie Rassismus und Diskriminierung innerhalb der interkulturellen pädagogischen Ansätze konzeptualisiert und praktisch bearbeitet werden, um Diskriminierung im Bildungssektor und der Gesellschaft entgegenzuwirken.
- Grundlagen von Diskriminierung und Rassismus
- Differenzierung individueller und institutioneller Rassismusformen
- Die Rolle der Interkulturellen Pädagogik im antirassistischen Diskurs
- Konzepte der rassismuskritischen Bildungsarbeit
- Vergleich pädagogischer Handlungsansätze gegen gesellschaftliche Exklusion
Auszug aus dem Buch
6.2 Rassismus als Gegenstand der Interkulturellen Pädagogik
„Interkulturell kompetent“ zu handeln [...] heißt fähig zu werden, erlernte und kulturell verankerte rassistische Kategorisierungen und Zuschreibungen zu entschlüsseln, ihre Bedeutung für das eigene Handeln sowie ihre institutionellen und gesellschaftlichen Folgen zu reflektieren“ (Seng 2017: 2).
Auernheimer hebt hervor, dass insbesondere die Fremdheit und das fehlende gegenseitige Verständnis, das sich Individuen in der Gesellschaft untereinander entgegenbringen, in der Pädagogik ein Grundproblem darstellen. Auernheimer erkennt die Notwendigkeit der Pädagogen, sich in der Teildisziplin der interkulturellen Pädagogik den Menschen und ihren sozialen und kulturellen Gruppen zu nähern und sich mit diesen intensiv zu beschäftigen, um die Lebensverhältnisse der verschiedenen Kulturkreise kennenzulernen, was im bestmöglichen Falle eine Annäherung an bestimmte menschliche und kulturelle Gruppen erwirkt und die grundlegende Fremdheit in der Gesellschaft verringern kann. Auernheimer zufolge können durch die Mechanismen, Inhalte und Methoden der interkulturellen Pädagogik anfängliche Berührungsängste und Gefühle der Fremdheit zwischen den Pädagogen und den Adressaten der Maßnahmen abgebaut werden, was folglich zu einem gegenseitigen Verständnis beiträgt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, indem sie anhand von Liedtexten die Relevanz von Rassismus und Diskriminierung im menschlichen Miteinander sowie das Ziel der Arbeit, die Auseinandersetzung der Interkulturellen Pädagogik mit diesen Phänomenen, aufzeigt.
2 Diskriminierung: Dieses Kapitel definiert Diskriminierung als ungleiche Behandlung von Menschen aufgrund bestimmter sozialer Kategorien und differenziert zwischen individuellen Handlungen und institutionellen Strukturen.
3 Rassismus: Hier wird der Begriff Rassismus historisch und theoretisch eingeordnet, wobei insbesondere die Perspektive von Robert Miles und die Auffassung von „Rasse“ als soziale Konstruktion im Zentrum stehen.
4 Unterschied zwischen Diskriminierung und Rassismus: Das Kapitel arbeitet die konzeptionellen Unterschiede heraus, indem es Diskriminierung als breiteren Begriff und Rassismus als spezifische, auf Kategorisierung basierende Form der Ungleichbehandlung abgrenzt.
5 Formen des Rassismus: Es werden verschiedene Ausprägungen, namentlich individueller Rassismus, Kultur- bzw. Neo-Rassismus sowie institutioneller Rassismus, systematisch vorgestellt.
6 Fokus der interkulturellen Pädagogik auf Rassismus: Dieser Hauptteil analysiert die Rolle der interkulturellen Pädagogik, die Konzepte der rassismuskritischen Bildungsarbeit und vergleicht beide Ansätze hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und methodischen Ansätze.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass sowohl die interkulturelle Pädagogik als auch die rassismuskritische Bildungsarbeit das Ziel verfolgen, gesellschaftliche Exklusion zu beenden und ein respektvolles Miteinander durch Reflexion und Veränderung rassistischer Strukturen zu fördern.
Schlüsselwörter
Rassismus, Diskriminierung, Interkulturelle Pädagogik, Institutioneller Rassismus, Kulturrassismus, Rassismuskritische Bildungsarbeit, Soziale Konstruktion, Fremdheit, Antirassismus, Diskriminierungsschutz, Bildungssektor, Machtverhältnisse, Identität, Reflexion, Ausgrenzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Interkulturellen Pädagogik in Bezug auf die Thematisierung und Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Rassismus und Diskriminierung, die Analyse verschiedener Rassismusformen sowie der pädagogische Umgang mit diesen Phänomenen in der Bildungsarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Interkulturelle Pädagogik den Gegenstand Rassismus bearbeitet und durch welche Konzepte sie zur Förderung eines respektvollen Miteinanders und zum Abbau von Ungleichbehandlung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Herangehensweise, bei der wissenschaftliche Literatur und Konzepte zur Diskriminierungs- und Rassismusforschung ausgewertet werden, um die Ansätze der Interkulturellen Pädagogik zu reflektieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Diskriminierung und Rassismus, die Differenzierung ihrer Formen sowie eine detaillierte Analyse der Interkulturellen Pädagogik und der rassismuskritischen Bildungsarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rassismus, Institutioneller Rassismus, Interkulturelle Pädagogik, Diskriminierung, Soziale Konstruktion, Reflexion und Antirassismus.
Was unterscheidet den Kulturrassismus vom klassischen biologischen Rassismus?
Während der klassische Rassismus auf vermeintlich biologische Merkmale und Gene setzt, argumentiert der Kulturrassismus über kulturelle Unterschiede, Traditionen und Lebensweisen, um Ausgrenzung zu rechtfertigen.
Warum ist die Selbstreflexion für Pädagogen laut der Arbeit so wichtig?
Selbstreflexion ist entscheidend, um eigene rassistische Denkmuster und Vorurteile zu erkennen und zu dekonstruieren, was als Grundvoraussetzung gilt, um in der pädagogischen Arbeit nicht selbst zu diskriminierenden Akteuren zu werden.
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- Anonym (Author), 2020, Rassismus als Gegenstand der interkulturellen Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006182