Welche kommunikationspolitischen Marketingstrategien sind für Independent Labels sinnvoll?


Hausarbeit, 2021

11 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marketing und Kommunikationspolitik
2.1 Werbung
2.2 Verkaufsförderung
2.3 Öffentlichkeitsarbeit

3. Social Media Plattformen

4. Independent Labels

5. Analyse

6. Handlungsempfehlungen

7. Diskussion

8. Resümee

III. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Jahr 2019 nutzten 48 der deutschen Unternehmen Social-Media-Plattformen für Information und Kommunikation (Destatis, 2020). Die meisten Nutzer sind auf: Facebook (94%), Instagram (76%) und LinkedIn (59%) vorzufinden (Statista, 2020). Nach dem Regional Report 2019 nutzen sind 38 Millionen aktive Social Media Nutzer. Dies sind 46% der deutschen Bevölkerung (We are Social, 2020). Betrachtet man die Internetnutzung global, so nutzten 62% der Weltbevölkerung das Internet im Jahr 2019. Umgerechnet entspricht das 4,13 Milliarden Menschen. Davon sind 3,81 Milliarden Menschen monatlich auf Social Media Plattformen aktiv (Statista, 2019). Diese Veranschaulichung zeigt wie viele Menschen über das Internet und Social-Media-Kanäle erreicht werden können.

Betrachtet man auf der anderen Seite Independent Labels im Musikmarkt. So zeigt sich das diese im Wandel der Zeit hin vom analogen zum digitalen immer weniger Profit machen. Bereits fertige Produkte wie Schallplatten werden nicht mehr verkauft (Wischmeyer, 2018).

Hier stellt sich die Frage, ob das Betreiben von Marketing auf Social Media Kanälen eine sinnvolle Strategie für Independent Labels ist. Hieraus leitet sich folgende Forschungsfrage für diese Arbeit ab: „Welche kommunikationspolitischen Marketingstrategien sind für Independent Labels auf Social Media Kanälen sinnvoll?“

Das Ziel dieser Arbeit soll eine Übersicht der Kommunikationspolitischen Marketingstrategien sein sowie die sinnvolle Einsetzung dieser, auf Social-Media Plattformen. Das Endprodukt soll neuen oder jungen Independent Labels Aufschluss darüber geben für welche Maßnahmen sie sich auf Social-Media Plattformen entscheiden sollten. Um dies zu ermöglichen werden am Ende dieser Arbeit Handlungsempfehlungen gegeben, die aus wissenschaftlicher Sich sinnvoll erscheinen.

Im ersten Teil der Arbeit werden die relevanten Begriffe und Themenfelder dargestellt und erläutert. Hierunter fallen die Begriffe Marketing sowie Kommunikationspolitik. Bei der Kommunikationspolitik werden die Instrumente aufgezählt und abgegrenzt. Hier handelt es sich Werbung, Verkaufsförderung und Öffentlichkeitsarbeit. Im Anschluss werden Independent Labels betrachtet und definiert. Das Ende des Theoretisches Teils bildet eine Darstellung des Themenfeldes Social-Media. Um die Forschungsfrage zu beantworten wurde die Methode der Literaturanalyse gewählt. Hierzu wurden unter Punkt 4, Eckdaten der Theoretischen Themenfelder erstellt anhand welcher im Anschluss Handlungsempfehlungen gegeben werden. Das Ende der Arbeit bildet eine Diskussion sowie ein Resümee.

2. Marketing und Kommunikationspolitik

Bei den Begriffen Marketing und Kommunikationspolitik handelt es sich um Fachtermini aus der Betriebswirtschaft. Der Begriff Marketing ist von verschiedenen Autoren und Institutionen unterschiedlich definiert. Die Definition der American Marketing Association lautet: „[ ...] the activity, set of institutions, and processes for creating, communicating, delivering, and exchanging offerings that have value for customers, clients, partners, and society at large.” (AMA, 2020) . Zu erkennen ist der Mehrwert für die verschiedenen beteiligten am Marketingprozess. Nicht nur das Unternehmen profitiert vom Marketing. Nach dieser Definition sind Kunden ebenso gewinntragende. Die Instrumente, die dafür zum Einsatz kommen, sind nach Bruhn (2010): Die Preis-, Produkt-, Kommunikation- sowie Vertriebspolitik.

Die Kommunikationspolitik als Teil des Marketing-Mix kann als Mittel verstanden werden, dass durch zielorientiertes und geplantes handeln, Entscheidungen durchsetzt und oder zur Schaffung oder Erhaltung von Normen im Bereich der Kommunikation beiträgt (Tonemacher, 2003). Diese Darstellung kann durch die Definition von Bruhn (2008, S. 65) spezifiziert werden. Er beschreibt den Prozess der Kommunikationsmaßnahmen als Instrumente, die eingesetzt werden, um das Unternehmen und seine Leistungen den relevanten Zielgruppen näher zu bringen. Anhand dieser Definitionen lässt sich als Basis die Kommunikation zwischen dem Kunden und dem Unternehmen festhalten, welche zielorientiert und basierend auf Normen, Leistungen vermitteln soll. Die Instrumente sind: Werbung, Verkaufsförderung sowie Öffentlichkeitsarbeit. Diese verschiedenen Instrumente können in der folgenden Grafik in der Zeitlichen Reihenfolge ihrer Einsatzschwerpunkte gesehen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zeitliche Einsatzschwerpunkte der Kommunikationsinstrumente im Entscheidungsprozess (Fuchs & Unger, 1999, S. 5)

Wie in der Abbildung zusehen ist steht die Public Relations ganz am Anfang im Entscheidungsprozess. Die Klassische Werbung folgt als zweites. Verkaufsfördernde Maßnahmen stehen auf gleicher Höhe wie der Persönliche Verkauf und sind somit direkt vor der Kauf-Entscheidung des Kunden im Entscheidungsprozess.

2.1 Werbung

Werbung ist eine Form der unpersönlichen Kommunikation. Die Informationen werden durch ein Werbemittel sowie einem Werbeträger vermittelt. Der Empfänger ist der Konsument, der eine Werbebotschaft erhält. Die Werbebotschaft kann indirekt (z.B. Massenmedium) oder direkt (z.B. Werbebrief) empfangen werden (Altobelli, 2013, S. 243).

Im Normalfall wird der Werbeträger mit einem leistungsbezogenen Entgelt zur Erreichung der Werbeziele entlohnt (Berndt, 1992, S. 224). Werbemaßnahmen werden eingesetzt, um eine Umsatzsteigerung zu erzielen. Bei einer Fehlkalkulation kann es passieren, dass die Werbekosten die Umsatzsteigerung übersteigen und somit nicht rentabel sind (Wilhelm, 1961, S. 146). Darüber hinaus ist nicht jeder Kunde von Werbemaßnahmen überzeugt. In der Öffentlichkeit wird der Werbung teils unmoralische, unsittliches oder unästhetisches Verhalten vorgeworfen (Wilhelm, 1961, S. 18 ff.). Manche Unternehmen provozieren bewusst und nehmen Abmahnungen und Strafen billigend in Kauf, um nicht als langweilig zu gelten (Böhringer, Bühler, & Schlaich, 2011).

2.2 Verkaufsförderung

Die Verkaufsförderung oder „Sales Promotion“ ist in der Fachliteratur in verschiedenen Definitionen vorzufinden (Blattberg & Neslin, 1990). Sie kann im Marketing-Mix neben der Kommunikationspolitik auch in der Preis-, Distributions- sowie in der Produktpolitik zum Einsatz kommen. Als Beispiele in der Kommunikationspolitik können Werbekostenzuschüsse, Beilagen sowie Inserate genannt werden. In der Preispolitik sind Verkaufsfördernde Maßnahmen z.B. Rabatte oder Sonderangebote. In der Distributionspolitik können Werbedisplays und in der Produktpolitik Produktzugaben oder Aktionsverpackungen als Beispiele genannt werden. Die Verkaufsförderung liefert im Gegensatz zur Werbung keinen Kaufgrund, sondern lediglich einen Anreiz

2.3 Öffentlichkeitsarbeit

Im Lexikon der Public Relations findet sich für den Begriff Öffentlichkeitsarbeit oder PR folgende Definition: „Im deutschen wird als Öffentlichkeitsarbeit allgemein die Pflege der Beziehungen zwischen einem Auftraggeber und einer spezifischen Öffentlichkeit bezeichnet“. Für ein genaueres Verständniss kann die simple Definition von Oeckl aus dem Jahr 1964 dienen: “Öffentlichkeitsarbeit = Information + Anpassung + Integration“ (Oeckl, 1964, S. 25 ff.). Hier geht Oeckl schemenhaft auf den Prozess ein und gibt mit Information, Anpassung und Integration drei Gebiete, in denen Öffentlichkeitsarbeit aus seiner Sicht tätig werden muss. Im Mittelpunkt der PR steht der Mensch sowie die Kommunikation zwischen den Menschen. In Hinsicht der Unternehmen spielt für sie hier vor allem die Außenwirkung von Erscheinungsbild und Produktqualität eine Rolle (Schieferdecker, 2006, S. 22).

3. Social Media Plattformen

Aus soziologischer Sicht setzten sich Soziale Netzwerke aus Relationen zusammen deren Herkunft verschieden sein kann. Die Sozialen Netzwerke eines Menschen setzten sich aus verwandtschaftlichen Beziehungen sowie einer Reihe von frei wählbaren Beziehungen zusammen (Schenk, 1995, S. 120). Durch die Möglichkeit der digitalen Kommunikation werden Beziehungen neu definiert. Personen werden auf Onlineplattformen schneller als Freund bezeichnet und sollte die Plattform kommerziell genutzt werden so wird aus Freunden Follower (Bleiber, 2020, S. 4.2). Im Folgenden ist die Teilnahme an sozialen Netzwerken im Internet in Relation zum Alter zu sehen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Teilnahme an sozialen Netzwerken nach Alter (Statistisches Bundesamt, 2020)

4. Independent Labels

Unter einem Independent Label versteht man ein Label, das nicht Teil der Majors ist (Kneif, 1978, S. 99). Der Name ist jedoch irreführend, da die Labels durch ihre Größe nur bedingt über eigene Vertriebsnetzte verfügen und somit doch von den Major Labels abhängig sind (Wicke, Ziegenrücker, & Ziegenrücker, 2007, S. 338). In der globalen Musikindustrie hat sich eine Dichotomie von Major Label und Independent Label entwickelt.

Für die Industrie geht es hierbei vordergründig um ein Angebot, dass auf die verschiedenen Zielgruppen ausgerichtet ist. Demzufolge werden bestimmte Musik-formen, Stile und Genres gebündelt. Durch dieses Vorgehen kann das Label als Marke agieren. Der Kunde verbindet mit dem Label so ein bestimmtes Genre (Sjurts, 2011). Dieses Vorgehen ist typisch für Independent Labels. Da sie nicht den Mainstream Markt bedienen spezifizieren sie sich auf eine oder wenige Musikstile. Durch diese Tatsache können Independent Labels oft über ihren Musikstil hinaus positionieren. Durch diese entstandene Identität wird nicht nur ein Musik- sondern auch ein gewisser Lebensstil vermittelt. Dieses Identitätsgefühl kann durch verschiedene Produkte wie z.B. ästhetische Plattencover oder T-Shirts verstärkt werden (Sperlich, 2005, S. 148).

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Welche kommunikationspolitischen Marketingstrategien sind für Independent Labels sinnvoll?
Hochschule
Macromedia Fachhochschule der Medien München
Note
1,7
Autor
Jahr
2021
Seiten
11
Katalognummer
V1006645
ISBN (eBook)
9783346389992
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welche, marketingstrategien, independent, labels
Arbeit zitieren
Adrian Brück (Autor:in), 2021, Welche kommunikationspolitischen Marketingstrategien sind für Independent Labels sinnvoll?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006645

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