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Auseinandersetzung mit dem Bösen anhand ausgewählter theologisch-ethischer Theorien und dessen Thematisierung im Kinderbuch "An der Arche um Acht"

Title: Auseinandersetzung mit dem Bösen anhand ausgewählter theologisch-ethischer Theorien und dessen Thematisierung im Kinderbuch "An der Arche um Acht"

Master's Thesis , 2019 , 72 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Theology - Practical Theology
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Summary Excerpt Details

Basierend auf dem Begriff "das Böse" wird in dieser Masterarbeit eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Übel erstellt, sowie im Folgenden ein Vergleich zwischen den verschiedenen Grundsätzen des Bösen durchgeführt. Das Böse wird in der religiösen Kinderliteratur unterschiedlich vermittelt, beispielsweise mittels Geschichten über Lügen oder den Tod. Das Böse kann auf vielschichtige Weise interpretiert werden. Die Abstraktheit des Begriffes spielt eine bedeutende Rolle, da das Böse ein subjektiver Begriff ist und sich auf verschiedenen Auslegungen und Wahrnehmung desselben begründet.

Der vorliegenden Arbeit liegt der kritische Gedanke über die Selbstdarstellung in sozialen Medien zugrunde: Die Menschen leben aktuell in einer Welt, in der viele nach Genuss und Glück streben und von dem Gedanken das bestmögliche Positive zu erreichen, angetrieben werden. Insbesondere in den sozialen Medien werden lauter Fotos von glücklichen Menschen gepostet, sodass die Menschen ständigem Druck ausgesetzt sind, sich selbst als scheinbar glücklich darzustellen. Sie versuchen immer wieder, nach Mehr zu streben.

Zudem wurde in den Vorlesungen in dem Fach der katholischen Theologie das Thema ‚Umgang mit Leid in der Welt und Fragen an Gott‘ im Rahmen der Theodizee Problematik behandelt, die mich besonders angesprochen hat. Ein Grund dafür ist, dass ich mit vielen verschiedenen Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenarbeite und mich diese Erfahrung mit den erlebten Lebensumständen dazu bewegt hat, mich mit Fragen über Gott zu beschäftigen. Im Rahmen der Theodizee wird unter anderem die Frage behandelt, wie das Böse und vor allem das Leid in die Welt gekommen ist und warum Gott das Böse auf der Welt zulässt. Des Weiteren wird hierbei thematisiert, wie das Leid und Gott miteinander verbunden werden können oder wie sie im absoluten Gegensatz zueinanderstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Begriffsdefinition des Bösen

2.1. Metaphysisches Übel

2.2. Sozialstrukturelles Übel

2.3. Moralisches Übel

2.4. Theologische Begriffsbestimmung

2.4.1. Altes Testament

2.4.2. Neues Testament

3. Kinder- und Jugendliteratur

4. Kinderbuch: „An der Arche um Acht“

4.1. Analyse des Inhaltes

4.2. Analyse der Struktur

4.3. Analyse der Bilder

5. Dimensionen des Bösen in dem Kinderbuch: „An der Arche um Acht“

5.1. Metaphysisches Übel

5.2. Sozialstrukturelles Übel

5.3. Moralisches Übel

5.3.1. Erniedrigung durch Machtverhältnisse

5.3.2. Egoismus

5.3.3. Neid

5.3.4. Die Schadenfreude

5.3.5. Die Sogkraft des Bösen

6. Gewissensbildung, um das Übel zu überwinden

7. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Phänomen des Bösen, indem sie ausgewählte theologisch-ethische Theorien auf das Kinderbuch „An der Arche um Acht“ von Ulrich Hub anwendet, um dessen Darstellung, Ursprung und Wirkung in kindgerechter Literatur zu analysieren.

  • Klassifizierung des Bösen in metaphysisches, sozialstrukturelles und moralisches Übel.
  • Analyse der narrativen und visuellen Gestaltung des Bösen in „An der Arche um Acht“.
  • Untersuchung von Identifikationsmöglichkeiten für Kinder mit den Protagonisten in Konfliktsituationen.
  • Verbindung von Theodizee-Problematik und christlicher Nächstenliebe im kindlichen Kontext.
  • Reflexion über die pädagogische Relevanz der Thematisierung von Leid und Schuld im Religionsunterricht.

Auszug aus dem Buch

2.1. Metaphysisches Übel

„Das metaphysische Übel besagt eine Unvollkommenheit, wie sie der geschöpflichen Begrenztheit eines bestimmten Wesens zu eigen [ist].“ Alle geschaffenen Wesen sind aufgrund des Geschaffen Seins unvollkommen. Diese Übel werden als ‚metaphysisches Übel‘ bezeichnet und bestehen, nach Leibniz in der Sinnlosigkeit und Absurdität der weltlichen Endlichkeit.

Als Gott die Welt geschaffen hat, gab er dem unvermeidlichen Bösen weder Sinn noch Zweckhaftigkeit. Die zugrunde liegende Intention Leibniz in seinem Werk über die Theodizee „ergibt sich aus dem Widerspruch zwischen dem in jeder Hinsicht vollkommenen Bild von Gott als Schöpfer und der in vieler Hinsicht höchst unvollkommenen geschöpflichen Welt.“

Gottfried Wilhelm Leibniz setzt sich in seiner Theodizee mit den Unterschieden in der Wahrnehmung der Problematik des Bösen auseinander. Die Metaphysik, ein Teilbereich der Theodizee nach Leibniz, lässt sich als eine bestimmte Vorstellung von einer ersten Wissenschaft über das Übel verstehen. Diese Metaphysik ist nicht nur als die Grundlage aller anderen Wissenschaften, wie unter anderem der Theorie der ersten Ursachen und Prinzipien, zu verstehen, sondern auch als eine generisch geltende Beschreibung allen Seins. Die Wissenschaft der Metaphysik, ausgehend von Aristoteles, wird in diesem Zusammenhang nicht hauptsächlicher Bestandteil dieser Arbeit sein. „Jedes geschaffene Sein muss von geringerem Seinsgehalt als Gott sein.“ Das geschaffene Sein als Übel ist allgegenwärtig im Zwischenleben wahrnehmbar wie z. B. in Form von Hunger, Krankheiten, Tod oder Katastrophen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Masterarbeit ein, erläutert die Motivation der Autorin und skizziert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung des Bösen.

2. Theoretische Begriffsdefinition des Bösen: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Fundierung des Begriffs „Böses“, unterteilt in die drei Kategorien metaphysisches, sozialstrukturelles und moralisches Übel.

3. Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird der Gattungsbegriff der Kinderliteratur definiert und die Bedeutung sowie die Funktion von problemorientierten Inhalten für die Zielgruppe erörtert.

4. Kinderbuch: „An der Arche um Acht“: Dieses Kapitel widmet sich der inhaltlichen, strukturellen und bildanalytischen Untersuchung des Kinderbuches von Ulrich Hub im Hinblick auf seine Thematik.

5. Dimensionen des Bösen in dem Kinderbuch: „An der Arche um Acht“: Die verschiedenen Formen des Bösen werden hier konkret auf das analysierte Kinderbuch bezogen, kategorisiert und kritisch diskutiert.

6. Gewissensbildung, um das Übel zu überwinden: Dieses Kapitel befasst sich mit pädagogischen und theologischen Ansätzen, wie Kindern durch Glauben und Werte in einer komplexen Welt Orientierung vermittelt werden kann.

7. Reflexion: Zum Abschluss fasst die Arbeit die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Eignung des Kinderbuchs für den pädagogischen Einsatz im Religionsunterricht.

Schlüsselwörter

Das Böse, Metaphysisches Übel, Sozialstrukturelles Übel, Moralisches Übel, Theodizee, Kinderliteratur, An der Arche um Acht, Ulrich Hub, Sünde, Schuld, Leid, Gott, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Konzept des Bösen aus theologischer und ethischer Sicht und analysiert, wie dieses komplexe Thema in dem Kinderbuch „An der Arche um Acht“ dargestellt und verarbeitet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Bösen in drei Übel-Dimensionen, die Rolle des Glaubens und der Theodizee-Frage sowie die Funktion von Kinderliteratur als Medium zur Bewältigung von existenziellen Ängsten und ethischen Konflikten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, verschiedene Ansätze zur Darstellung des Bösen zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese im Kinderbuch „An der Arche um Acht“ thematisiert werden, um einen Beitrag zur pädagogisch-religiösen Arbeit zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse philosophischer und theologischer Schriften, die mit einer strukturellen und inhaltlichen Analyse des gewählten Kinderbuchs kombiniert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen des Bösen (metaphysisch, sozialstrukturell, moralisch) sowie das Kinderbuch von Ulrich Hub eingehend analysiert, wobei besonders die Protagonisten und deren Handlungsweisen im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Theodizee, metaphysisches/sozialstrukturelles/moralisches Übel, Kinderliteratur, Schuld, Gott und ethische Erziehung charakterisiert.

Wie wird das metaphysische Übel im Kontext der Pinguine interpretiert?

Das metaphysische Übel manifestiert sich bei den Pinguinen durch ihre endliche, unvollkommene Natur, wie etwa ihre Unfähigkeit zu fliegen oder ihren unangenehmen Geruch, was ihr Gefühl von Unzulänglichkeit und Leid auslöst.

Warum ist die „Sogkraft des Bösen“ für die Pinguine relevant?

Die Sogkraft des Bösen wirkt bei den Pinguinen durch die Langeweile, die sie zu Streit und Schadenfreude verleitet, wodurch sie ihr Orientierungsvermögen verlieren und sich in destruktiven Verhaltensmustern verfangen.

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Details

Title
Auseinandersetzung mit dem Bösen anhand ausgewählter theologisch-ethischer Theorien und dessen Thematisierung im Kinderbuch "An der Arche um Acht"
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
72
Catalog Number
V1006664
ISBN (eBook)
9783346390639
ISBN (Book)
9783346390646
Language
German
Tags
Böses Religion Archeumacht Übel Methaphysisches Übel Sozialstrukturelles Übel Moralisches Übel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Auseinandersetzung mit dem Bösen anhand ausgewählter theologisch-ethischer Theorien und dessen Thematisierung im Kinderbuch "An der Arche um Acht", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006664
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