Diese Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang von Alter und Bewegung und dem der Bewegung zugesprochenen Wirkung. Als Erstes werden die historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Alterssports näher betrachtet. Um diese zu betrachten, wird der demographische Wandel in Deutschland, der derzeitige Gesundheitsstatus und Funktionseinschränkungen und Aspekte des Alterns beleuchtet. Anschließend sollen die körperliche Aktivität im Alter untersucht werden und es wird kritisch hinterfragt, welche Auswirkungen der Sport auf Körper und Geist hat. Abschließend werden auf die Motivation und Barrieren im Alterssport eingegangen und welche pädagogischen Aspekte beim Ausführen des Sports vom Sporttherapeuten zu beachten sind.
Die Sportwissenschaft beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit dem Thema "Alter und Bewegung", denn Bewegung richtig dosiert ist ein Medikament ohne Risiko und Nebenwirkungen. Die Sportwissenschaft kann einen großen Beitrag leisten mit den gesundheitlichen Schwerpunkten Prävention, Rehabilitation und Fitness.
Die hohe Bedeutung und das Zusammenspiel von Gesundheit und Bewegung hat ihre Ursache in der ursprünglichen Menschheitsgeschichte und ist heute bedeutender denn je. Die heutige moderne Gesellschaft zeichnet sich durch hochtechnisierte Erfindungen aus, wird aber auch durch den Mangel an Bewegung charakterisiert. Der Homo sapiens ist auf Bewegung ausgelegt. Diese ist notwendig für den Erhalt unserer Leistungs- und Funktionsfähigkeit und für die Funktionstüchtigkeit all seiner Organsysteme.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Alters-sports
2.1. Demographischer Wandel in Deutschland
2.2. Der Gesundheitsstatus
2.3. Funktionseinschränkungen und Aspekte des Alterns
3. Körperliche Aktivität und Sport im Alter
3.1. Trainierbarkeit der Konditionellen und koordinativen Fähigkeiten
3.2. Physische, psychische und soziale Auswirkungen des körperlichen Trainings
4. Motivation und Barrieren für die Teilnahme am Alterssport
5. Pädagogische Aspekte für den Alterssport
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von körperlicher Aktivität und Sport im Alter vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und beleuchtet dabei sowohl die physiologischen Potenziale als auch die psychosozialen Herausforderungen, mit denen ältere Menschen bei der Aufnahme sportlicher Aktivitäten konfrontiert sind.
- Historische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen des Alterns
- Trainierbarkeit konditioneller und koordinativer Fähigkeiten im Alter
- Positive Auswirkungen von Sport auf physische und psychische Gesundheit
- Motivationsfaktoren und Hemmnisse bei der Teilnahme am Alterssport
- Pädagogische Anforderungen an Sporttherapeuten im Alterssport
Auszug aus dem Buch
Physische Auswirkungen
Physische Effekte sind im Wesentlichen von gezielten körperlichen Belastungen im Alltag oder von einem funktionellen Trainingsprogramm abhängig. Durch die Kräftigung der abgeschwächten Muskulatur, insbesondere des Rumpfes, können typtische Beschwerden kompensiert werden und die Häufigkeiten von Rückenbeschwerden reduziert werden. So ist es für viele ältere Menschen ein großes "Geschenk" endlich wieder das eigene Enkelkind auf dem Arm halten zu können. Ein weiteres Argument für regelmäßiges Krafttraining, insbesondere für ältere Frauen, ist die Verringerung der Osteoporose und die Zunahme der Knochendichte.
Ausdauertraining sollte beim Alterssport den wichtigsten Teil einnehmen (Hollmann, 1986). Zum einen kräftigt es die Atemmuskulatur und erhöht die Vitalkapazität. Die Leistungsfähigkeit kann dadurch erhöht werden und die Ökonomie des Atmungssystems wird positiv beeinflusst. Zum anderen hilft das Ausdauertraining bei sämtlichen inneren Erkrankungen. Die sogenannten Zivilisationskrankheiten betreffen das Herz-Kreislaufsystem und werden verursacht durch eine zunehmende Bewegungsarmut.
Bekannt sind diese Krankheiten in der Medizin unter dem Begriff "Metabolisches Syndrom". Durch regelmäßiges Ausdauertraining können Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus verhindert werden.
Des Weiteren können Fett- und Blutdruckwerte, Insulinsensibilität und die Ökonomisierung der Herztätigkeit verbessert werden. Die Effekte auf das Immunsystem sind inzwischen unstrittig und dient als guten Schutz vor banalen Infektionen und unter Umständen lebensbedrohlichen Krankheiten.
Sport und Bewegung zum Erhalt der körperlichen Fitness kann nicht bloß den Funktionsverlust verschiedener Organe vorbeugen, sondern ermöglicht auch längere Aktivitäten wie Gartenarbeit, Einkauf, Spaziergänge und allgemeine Mobilität im Alltag. Die Beweglichkeits und Koordinationskomponente nimmt dabei einen wesentlichen Platz ein, wenn es um die Sicherheit im Straßenverkehr, normalen Alltagsaktivitäten wie Ankleiden und Körperpflege und auch der Sturzprophylaxe geht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas "Alter und Bewegung" als präventive Maßnahme zur Erhaltung der Lebensqualität in einer alternden Gesellschaft.
2. Die historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Alters-sports: Dieses Kapitel analysiert den demographischen Wandel, den aktuellen Gesundheitsstatus der Senioren sowie biologische und soziologische Aspekte des Alterns.
3. Körperliche Aktivität und Sport im Alter: Es wird untersucht, wie trainierbar konditionelle und koordinative Fähigkeiten bei älteren Menschen sind und welche Auswirkungen sportliches Training physisch und psychisch hat.
4. Motivation und Barrieren für die Teilnahme am Alterssport: Das Kapitel beleuchtet die Beweggründe älterer Menschen für sportliche Aktivitäten sowie die vielfältigen Barrieren, die eine Teilnahme verhindern können.
5. Pädagogische Aspekte für den Alterssport: Hier werden die Anforderungen an Sporttherapeuten diskutiert, um eine sichere, motivierende und gesundheitsförderliche Übungsgestaltung im Alterssport zu gewährleisten.
6. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst zusammen, dass regelmäßige sportliche Aktivität ein essenzielles Mittel zur Erhaltung der Selbstständigkeit und Lebensfreude im Alter ist.
Schlüsselwörter
Alterssport, Bewegung, Demographischer Wandel, Gesundheit, Lebensqualität, Krafttraining, Ausdauertraining, Sturzprophylaxe, Sporttherapie, Motivation, Barrieren, Prävention, Rehabilitation, körperliche Leistungsfähigkeit, soziales Wohlbefinden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Sport und körperlicher Aktivität für Menschen im höheren Lebensalter unter Berücksichtigung präventiver und rehabilitativer Aspekte.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen der demographische Wandel, die Trainierbarkeit körperlicher Fähigkeiten im Alter sowie die psychologischen und sozialen Auswirkungen von Sport.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den gesundheitlichen Nutzen von Bewegung aufzuzeigen und Strategien zu benennen, wie ältere Menschen zur sportlichen Teilhabe motiviert und Barrieren abgebaut werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung sportwissenschaftlicher sowie gerontologischer Fachliteratur und Studien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, die physische Trainierbarkeit, die psychosozialen Effekte von Sport sowie pädagogische Leitlinien für Übungsleiter.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Alterssport, Lebensqualität, demographischer Wandel, Sporttherapie und Gesundheitsförderung.
Welche Rolle spielt die soziale Komponente beim Sport im Alter?
Sport fungiert als Mittel gegen soziale Isolation, fördert neue Kontakte und steigert das Selbstvertrauen durch die Einbindung in Gruppenaktivitäten.
Warum gibt es laut Autor trotz bekannter Vorteile eine große Anzahl an inaktiven Senioren?
Es bestehen vielfältige Barrieren, darunter Informationsmangel, soziale Ängste, familiäre Verpflichtungen, eine negative Einstellung gegenüber dem eigenen Körper oder die falsche Annahme, es sei für einen Einstieg "zu spät".
Welche besonderen Anforderungen werden an Sporttherapeuten gestellt?
Therapeuten müssen medizinische Krankheitsbilder kennen, individuell auf die Belastbarkeit der Teilnehmenden achten, motivierend wirken und ein positives, angstfreies Gruppenklima schaffen.
- Arbeit zitieren
- David Reißig (Autor:in), 2016, Alter und Bewegung. Auswirkungen des Sports auf Körper und Geist, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006731