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Macht als erziehungswissenschaftlicher Grundbegriff

Inwiefern stellten die Machtbegriffe von Foucault und Popitz einen Gewinn für den erziehungswissenschaftlichen Diskurs dar?

Title: Macht als erziehungswissenschaftlicher Grundbegriff

Term Paper , 2021 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Finn Drossel (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Macht nach Foucault sowie Popitz und setzt Macht danach in einen pädagogischen Kontext. Das Anliegen ist, sich als wissenschaftliche Arbeit über Macht als Grundbegriff der Erziehungswissenschaft in die Reihe der Forschungsbeiträge einzugliedern, wofür ich mich zunächst mit den Überlegungen zu Macht von Michel Foucault und Heinrich Popitz befassen werde. Diese werde ich eingangs einzeln erläutern und dann hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede miteinander vergleichen.

Dann, im zweiten inhaltlichen Abschnitt, werde ich mich der Macht in der Pädagogik zuwenden und in diesem Kontext die Frage bearbeiten, inwiefern sich Macht in Erziehungs- und Sozialisationsprozessen niederschlägt. Im Zuge dessen werde ich vorher Begrifflichkeiten der Erziehung und Sozialisation präsentieren. Im Resümee werde ich die wichtigsten Gedanken und Erkenntnisse der Kapitel durch die Einordnung der Macht in den Kanon der erziehungswissenschaftlichen Grundbegriffe zusammenfassen. Weiterführend werde ich die Frage beantworten, inwiefern die Machtbegriffe von Foucault und Popitz zur Macht einen Gewinn für den erziehungswissenschaftlichen Diskurs darstellen und diese Seminararbeit mit einem Ausblick über potentielle Machtgefälle zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen, sowie Erzieher*innen und Schüler*innen abschließen.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Machtbegriffe

1.1 Foucault: Analytik der Macht

1.2 Popitz: Phänomene der Macht

1.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Machtbegriffe

2. Macht im pädagogischen Kontext

2.1 Grundbegriffe

2.1.1 Erziehung

2.1.2 Sozialisation

2.2 Macht in Erziehungs- und Sozialisationsprozessen

3. Resümee

3.1 Macht als erziehungswissenschaftlicher Grundbegriff

3.2 Gewinn der Machtbegriffe für die Erziehungswissenschaft

3.3 Ausblick: Mögliches Forschungsvorhaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Macht als zentralen, aber oft vernachlässigten Grundbegriff der Erziehungswissenschaft. Dabei wird analysiert, wie Machtbeziehungen in Bildungs- und Sozialisationsprozessen wirken, wobei die theoretischen Konzepte von Michel Foucault und Heinrich Popitz als analytische Grundlage dienen.

  • Analyse und Vergleich der Machtkonzepte von Foucault und Popitz.
  • Untersuchung der Rolle von Macht in Erziehungs- und Sozialisationsprozessen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der "Machtvergessenheit" in der Erziehungswissenschaft.
  • Veranschaulichung theoretischer Machtkonzepte anhand von Praxisbeispielen.
  • Reflexion über Machtgefälle im schulischen Alltag und pädagogischen Institutionen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Foucault: Analytik der Macht

Der Franzose Michel Foucault ist ein bedeutender Intellektueller, genauer, Psychologe, Historiker und Soziologe des 20. Jahrhundert gewesen, welcher mit seinen Veröffentlichungen den Machtbegriff und die wissenschaftliche Diskursanalyse entscheidend geprägt hat.

Dieses Kapitel aber beschäftigt sich nicht mit der Diskursanalyse, sondern geht genauer auf Foucault’s Beschäftigungen mit dem Machtbegriff ein und versucht zentrale Gedanken und Begrifflichkeiten der Annäherung des französischen Philosophen an die Macht abzubilden und darzustellen. Mit Beginn der 1970er Jahre trat die Subjektanalyse in den Vordergrund von seiner Forschung; in den folgenden Jahren entwickelte er die Genealogie der Macht. Foucault, der seine Gedanken nicht linear ausgearbeitet und ausgeführt, der vielmehr in Widersprüchen und Diskontinuitäten gedacht hat (vgl. Sohre 2016, S. 105), verfolgte aber nicht das Interesse, seine Überlegungen zur Macht in eine allgemein-gültige und normativ geltende Theorie zur Macht münden zu lassen, sondern vielmehr in einer Analytik der verschiedenen Machtkonzeptionen und -formen (vgl. Lemke 2019, S. 319). In Folge dessen sind Foucaults Gedanken zur Macht immer auf einen ‚‚lokalen, zeitlich abgrenzbaren Raum bezogen‘‘ (Sohre 2016, S. 106), und wurden von ihm im Lauf der Jahrzehnte, also im Laufe der noch kommenden Publikationen immer weitergedacht und entwickelt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema Macht als Grundbegriff der Erziehungswissenschaft vor und erläutert den deduktiven Aufbau der Arbeit anhand der Theorien von Foucault und Popitz.

1. Machtbegriffe: Dieses Kapitel erläutert die Machttheorien von Michel Foucault und Heinrich Popitz und arbeitet deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede heraus.

2. Macht im pädagogischen Kontext: Hier werden die Grundbegriffe Erziehung und Sozialisation definiert und die Wirksamkeit von Macht in den entsprechenden Prozessen analysiert.

3. Resümee: Das Schlusskapitel diskutiert die Einordnung von Macht in den erziehungswissenschaftlichen Diskurs und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsvorhaben.

Schlüsselwörter

Macht, Erziehungswissenschaft, Foucault, Popitz, Machtbeziehungen, Sozialisation, Pädagogik, Disziplinarmacht, Gouvernementalität, Machtvergessenheit, Chancenungleichheit, Soziale Kontrolle, Instrumentelle Macht, Machttheorie, Bildungsungleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Bedeutung von Macht als Grundbegriff der Erziehungswissenschaft unter Rückgriff auf soziologische Machttheorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Analyse von Machtkonzeptionen, deren Anwendung auf Erziehungs- und Sozialisationsprozesse sowie die Reflexion der gesellschaftlichen Auswirkungen von Macht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die "Machtvergessenheit" in der Erziehungswissenschaft zu thematisieren und den Mehrwert der Machttheorien von Foucault und Popitz für den pädagogischen Diskurs aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen deduktiven Gliederungsansatz, um theoretische Machtkonzepte systematisch zu erläutern und auf pädagogische Fragestellungen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Machtbegriffe nach Foucault und Popitz sowie deren Anwendung auf erziehungswissenschaftliche Grundbegriffe wie Erziehung und Sozialisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Macht, Erziehungswissenschaft, Sozialisation, Disziplinarmacht und soziale Ungleichheit.

Wie unterscheidet sich die Machtkonzeption von Foucault von der von Popitz?

Foucault versteht Macht eher als historisches, dezentrales und produktives Phänomen, während Popitz eine anthropologische Annäherung wählt und Macht als Instrument der Durchsetzung und Freiheitsbegrenzung betrachtet.

Warum wird eine Szene aus "Game of Thrones" verwendet?

Die Szene dient als praxisnahe Veranschaulichung komplexer Machtkonzepte, um die abstrakten Überlegungen von Foucault und Popitz für den Leser greifbarer zu machen.

Welchen Bezug stellt der Autor zum Nationalsozialismus her?

Der Autor verweist auf die Hitler-Jugend als Beispiel für eine pädagogische Einrichtung zur extremen inneren Formung und Disziplinierung der Jugend, um die potenzielle Gefahr pädagogischer Machtausübung zu verdeutlichen.

Was schlägt der Autor für zukünftige Forschung vor?

Basierend auf eigenen Erfahrungen im Bundesfreiwilligendienst regt der Autor eine Untersuchung zu Autoritätsdefiziten im Vergleich zwischen Vormittagsunterricht und Ganztagsbetreuung an.

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Details

Title
Macht als erziehungswissenschaftlicher Grundbegriff
Subtitle
Inwiefern stellten die Machtbegriffe von Foucault und Popitz einen Gewinn für den erziehungswissenschaftlichen Diskurs dar?
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Finn Drossel (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1006842
ISBN (eBook)
9783346390813
ISBN (Book)
9783346390820
Language
German
Tags
macht grundbegriff inwiefern machtbegriffe foucault popitz gewinn diskurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Finn Drossel (Author), 2021, Macht als erziehungswissenschaftlicher Grundbegriff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006842
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