Diese Arbeit handelt von der Lebenserwartung und dem gesundheitlichem Status auf nationaler Ebene und der Kausalität zwischen Lebenserwartung, gesundheitlichem Status, und sozialer und ökonomischen Lage.
Immer wieder wird uns vor Augen geführt, wie beinflussbar die Lebenserwartung, wie abhängig der gesundheitliche Status von der sozialen als auch von der ökonomischen Lage des Einzelnen wie auch der Gesellschaft ist. Auffällig dabei erscheint, dass es nicht allein von einem erhöhten Einkommen wie oft propagiert wird abhängig ist, wie hoch die Lebenserwartung und die Gesundheit dadurch sein wird.
Denn auch ein hohes Einkommen, bestimmt nicht die gesundheitliche Lage und damit gleichzeitig ein hohes Alter des Einzelnen oder der Gesellschaft. Vielmehr lassen sich Aspekte wie Lebensstile und Belastungsfaktoren im jeweiligen Lebenslauf/verlauf ausmachen, die sich in Gesundheitlichen Unterschieden (health inequality) und gesundheitlichen Ungleichheiten (health inequity) widerspiegeln.
Als Gesundheitliche Unterschiede (health inequality) lassen sich allgemein die Unterschiede im Gesundheitszustand (Morbidität und Mortalität) nach Merkmalen der sozialen Differenzierung (u.a. Alter, Geschlecht, Region) bezeichnen. Gesundheitliche Ungleichheit (health inequity) stellt eine wertende und normative Komponente dar welcher als ungerecht empfundener gesundheitlicher Unterschied bezeichnet wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methodisches Vorgehen
2.1 Suchmethode – Schneeballprinzip – Methode
2.2 Suche 1 – Suche in Bibliothekssystem Universität Hamburg
2.3 Suche 2 – Suchbegriff – Lebenserwartung
2.4 Suche 3 – Suchbegriff – Gesundheitlicher Status
2.5 Suche 4 – Suchbegriff - soziale und Ökonomische Lage
3. Ergebnisse
3.1 Lebenserwartung und gesundheitlicher Status auf nationaler Ebene
3.2 Höhere Lebenserwartung und besserer gesundheitlicher Status durch bessere soziale und Ökonomische Lage
3.2.1 Lebenserwartung
3.2.2 soziale und Ökonomische Lage
3.2.3 Kausalität zwischen Lebenserwartung, gesundheitlichen Status, soziale und Ökonomische Lage
4. Diskussion
4.1 Diskussion der Ergebnisse
4.2 Reflektion des eigenen Vorgehens
4.3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sozialen und ökonomischen Lage eines Individuums und dessen Lebenserwartung sowie gesundheitlichem Status in Deutschland, mit dem Ziel zu klären, ob ein höherer sozioökonomischer Status tatsächlich ein längeres und gesünderes Leben ermöglicht.
- Soziale Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit
- Einflussfaktoren von Einkommen und Bildung auf die Lebenserwartung
- Kausalzusammenhänge zwischen sozioökonomischem Status und Morbidität
- Reflexion wissenschaftlicher Recherchemethoden im Bereich Gesundheitswissenschaften
Auszug aus dem Buch
1.Einleitung
Ein erhebender Satz, der immer wieder in Hörsälen und bei zahlreichen Diskussionen und Debatten zu hören ist, ist: „Wenn Du arm bist, musst Du früher sterben“ (Alfred Oppolzer 1986:1)! Was will uns dieser Satz sagen? Was bedeuten diese Worte, die zu diesem starken und Ausdrucksvollen Satz gebildet sind? Was kann man durch ihn lernen oder besser gesagt welche Schlüsse können wir aus ihm ziehen in einer so Modernen und hoch technologisierten Gesellschaft wie unserer, wo Wohlstand und Reichtum doch allgegenwärtig erscheinen. Immer wieder wird uns vor Augen geführt, wie beinflussbar die Lebenserwartung der Gesundheitliche Status von der sozialen als auch von der ökonomischen Lage des Einzelnen wie auch der Gesellschaft abhängig ist.
Auffällig dabei erscheint, dass es nicht allein von einem erhöhten Einkommen wie oft propagiert (vgl. RKI 2009:2) wird abhängig ist, wie hoch die Lebenserwartung und die Gesundheit dadurch sein wird. Denn auch ein hohes Einkommen, bestimmt nicht die gesundheitliche Lage und damit gleichzeitig ein hohes Alter des Einzelnen oder der Gesellschaft. Vielmehr lassen sich Aspekte wie Lebensstile und Belastungsfaktoren im jeweiligen Lebenslauf/verlauf ausmachen, die sich in Gesundheitlichen Unterschieden (health inequality) und gesundheitlichen Ungleichheiten (health inequity) widerspiegeln (Mielck, 1994:3).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der gesundheitlichen Ungleichheit und das Wohlstandsgefälle zwischen Arm und Reich.
2. Methodisches Vorgehen: Beschreibung der Recherchestrategien, insbesondere des Schneeballprinzips und der Nutzung verschiedener Datenbanken.
3. Ergebnisse: Analyse der nationalen Datenlage zu Lebenserwartung und gesundheitlichem Status in Abhängigkeit von sozialer und ökonomischer Lage.
4. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen sowie Reflexion des eigenen Forschungsprozesses und Fazit zur Relevanz des Themas.
Schlüsselwörter
Gesundheitliche Ungleichheit, Lebenserwartung, Sozioökonomischer Status, Gesundheitszustand, Soziale Schichtung, Mortalität, Morbidität, Prävention, Lebensstil, Einkommensverteilung, Bildungsniveau, Gesundheitsförderung, Soziale Lage, Armut, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob ein Zusammenhang zwischen einer vorteilhaften sozioökonomischen Lage und einer höheren Lebenserwartung bzw. einem besseren Gesundheitszustand existiert.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse sozialer Ungleichheit, dem Einfluss von Bildung und Einkommen auf die Gesundheit und der Betrachtung von Morbiditäts- und Mortalitätsraten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu eruieren, ob der bekannte Leitsatz „Wenn Du arm bist, musst Du früher sterben“ angesichts aktueller wissenschaftlicher Datenlage wissenschaftlich haltbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es wurde eine Literaturrecherche mittels des Schneeballprinzips durchgeführt, bei der verschiedene Fachdatenbanken und offizielle Berichte ausgewertet wurden.
Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil präsentiert Daten zur Lebenserwartung, vergleicht verschiedene Einkommensgruppen und diskutiert Kausalmodelle zwischen sozialer Stellung und gesundheitlichem Wohlbefinden.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am stärksten?
Besonders prägend sind die Begriffe Gesundheitliche Ungleichheit, sozioökonomischer Status und Lebenserwartung.
Gibt es eindeutige Hinweise auf eine direkte Kausalität?
Die Arbeit stellt fest, dass zwar ein klarer Zusammenhang besteht, eine eindeutige Kausalität aufgrund der Komplexität und der Vielfalt der Einflussfaktoren wie Lebensstil und Genetik jedoch nicht abschließend belegt werden kann.
Welche Rolle spielt die Bildung in diesem Kontext?
Bildung wird als wesentlicher Faktor identifiziert, da sie das Gesundheitsverhalten, die Präventionsbereitschaft und die Fähigkeit zur Krankheitsverarbeitung maßgeblich beeinflusst.
- Citation du texte
- Marco Pajonk (Auteur), 2021, Eine höhere Lebenserwartung und der sozio-ökonomische Status. Zusammenhang und gesundheitliche Ungleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1007266