Wie können Flow, Willenskraft und Dankbarkeit als Aspekte der Psychologie des Glücks den negativen Folgen von Stress in Pflegeberufen entgegenwirken? Ich erhoffe mir, mit der Beantwortung der Forschungsfrage mittels einer Literaturrecherche Möglichkeiten herauszuarbeiten, welche den PflegerInnen Ressourcen bereitstellen könnten, dem arbeitsbedingten Stress resistenter entgegenzutreten.
Während meiner Arbeit bin ich schon oft an den Punkt gekommen, an dem mir aufgefallen ist, dass der Stress für die von mir zu pflegenden Klienten, meinen Kollegen und mir selbst Konsequenzen mit sich bringt. Zu oft schlagen unsere moralischen Kompasse Alarm, weil Klienten wie am Fließband abgefertigt werden und keine Zeit bleibt, sich um die psychischen Bedürfnisse der einzelnen Klienten zu kümmern. Dies ist nur ein Beispiel von vielen und der Grund von Kettenreaktionen der Frustration seitens der zu pflegenden Klienten und der pflegenden Mitarbeiter. Das Pulverfass Pflege. Diese Spannungen entladen sich negativ und häufig in Form von chronischem Stress, welcher wiederum Auslöser weiterer psychischen wie physischen Krankheiten sein kann.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 STRESS
2.1.1 ALLGEMEINE SOWIE SPEZIELLE URSACHEN VON STRESS IN PFLEGEBERUFEN
2.1.2 SPEZIFISCHE BELASTUNGEN IN PFLEGEBERUFEN ALS URSACHE VON STRESS
2.1.3 NEGATIVE FOLGEN VON STRESS
2.2 STRESSBEWÄLTIGUNG
2.2.1 COPING
2.2.2 ARTEN UND WIRKMECHANISMEN VON COPING
2.2.3 POSITIVE PSYCHOLOGIE
2.2.4 FLOW
2.2.5 WILLENSKRAFT
2.2.6 DANKBARKEIT
2.3 EMOTION REGULATION STRATEGIE
3 ERGEBNISSE
3.1 GEGENÜBERSTELLUNG DER URSACHEN VON STRESS IN PFLEGEBERUFEN UND DER STRESSBEWÄLTIGUNGSEFFEKTE DER DREI ASPEKTE
3.2 WIESO SICH FLOW, WILLENSKRAFT UND DANKBARKEIT ALS STRESSBEWÄLTIGUNGS-EINHEIT EIGNEN.
3.3 DIE ASPEKTE ALS MÖGLICHKEITEN UND STRATEGIE DER EMOTION REGULATION
3.4 DAS PROBLEM DER 3 ASPEKTE ALS STRATEGIE DER EMOTION REGULATION
4 DISKUSSION
4.1 DAS RICHTIGE PROFESSIONELLE SETTING
4.1.1 DIE BETRIEBSPSYCHOLOGISCHE BERATUNG
4.1.2 SCHULUNGEN
4.1.3 „STRESSBEWÄLTIGUNG (COPING)“ ALS PFLEGEAUSBILDUNGSINHALT
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie pflegebezogener Arbeitsstress durch Ansätze aus der Positiven Psychologie gemindert werden kann, mit dem Ziel, Ressourcen zur Stressbewältigung für Pflegekräfte zu identifizieren.
- Analyse der Ursachen und Folgen von Stress in Pflegeberufen
- Einsatz von Flow, Willenskraft und Dankbarkeit als Bewältigungsstrategien
- Verknüpfung der Konzepte zur Emotionsregulation
- Diskussion über professionelle Settings für Stressmanagement in der Pflege
Auszug aus dem Buch
2.2.4 Flow
Seligman und Csikszentmihalyi (2000) führen den Begriff Flow im Feld der positiven Psychologie unter „valued subjective experiences“ (geschätzte subjektive Erfahrungen) auf. Flow wird als eine Aktivität verstanden, bei der Aktivität selbst, als Ziel definiert wird, für das es sich unabhängig vom Endprodukt, welches aus der Aktivität entstehen könnte, lohnt. welches aus der Aktivität entstehen könnte. Als Antrieb und Hauptgrund einer solchen Tätigkeit wird Vergnügen angeführt, wodurch es folglich zu einer Verschmelzung von Handlung und Bewusstsein kommt. Weiter wird angeführt, dass eine Flow-Erfahrung davon abhängt, ob ein Gleichgewicht zwischen den wahrgenommenen Handlungskompetenzen und den wahrgenommenen Handlungsmöglichkeiten besteht und dadurch eine Verschmelzung dieser ermöglicht. So erfolgt nach dem Flow-Modell dass, das Erleben von Flow eine Person, motiviert an einer Aktivität festzuhalten, aufgrund der versprochenen Erfahrungsbelohnung, zu dieser zurück kehrt. Außerdem werden Flow-Erfahrungen mit Engagement und Leistungsbereitschaft in Verbindung gebracht, wodurch wiederum das Wachstum von Fähigkeiten gefördert wird. vgl. Nakamura & Csikszentmihalyi, 2002, S. S.239-240; 249)
Das Flow Modell bietet demnach einer Person, bei erfolgreicher Implementierung in sein Lebensalltag, die Möglichkeit die unterschiedlichsten Aufgaben mit Freude am Tun zu erledigen, statt Energie dafür aufzuwenden, sich diesen mit negativen Gedanken und Einstellungen zuzuwenden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Belastungssituation in Pflegeberufen und formuliert die Forschungsfrage zur Wirksamkeit positiver psychologischer Konzepte gegen Arbeitsstress.
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Stress, Coping, Positive Psychologie, Flow, Willenskraft und Dankbarkeit sowie Strategien der Emotionsregulation.
3 ERGEBNISSE: Hier werden die Ursachen von Stress den Stressbewältigungseffekten gegenübergestellt und die Kombination der drei gewählten Aspekte als Strategie evaluiert.
4 DISKUSSION: Die Diskussion reflektiert die Anwendbarkeit der Konzepte im professionellen Setting und thematisiert Herausforderungen wie die kognitiven Kosten.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Ansätze zwar hilfreich sind, aber professionelle Unterstützung zur Implementierung in den Pflegealltag benötigen.
Schlüsselwörter
Arbeitsstress, Pflegeberufe, Stressbewältigung, Coping, Positive Psychologie, Flow, Willenskraft, Dankbarkeit, Emotionsregulation, psychische Belastung, Ressourcen, betriebspsychologische Beratung, Stressmanagement, kognitive Kosten, Burnout-Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten zur Bewältigung von Arbeitsstress in Pflegeberufen durch Ansätze aus der Positiven Psychologie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Analyse von Stressursachen in der Pflege sowie die Erarbeitung von Bewältigungsstrategien durch die Konzepte Flow, Willenskraft und Dankbarkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Pflegekräfte durch die genannten positiven psychologischen Ansätze widerstandsfähiger gegenüber Arbeitsstress werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturrecherche, um die Relevanz der Konzepte für das Stressmanagement in der Pflege zu untermauern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Analyse der stressreduzierenden Effekte der drei ausgewählten Ansätze sowie eine Diskussion über die professionelle praktische Anwendung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Pflegeberufe, Arbeitsstress, Stressbewältigung (Coping), Flow, Willenskraft, Dankbarkeit und Emotionsregulation.
Welche Rolle spielen die sogenannten "kognitiven Kosten" bei der Stressbewältigung?
Die kognitiven Kosten beschreiben ein Problem bei der Umsetzung der Strategien, da Menschen dazu neigen, kognitive Energie zu sparen, was die Anwendung der Konzepte im Alltag erschweren kann.
Warum wird die Einbindung der Ausbildung als sinnvoll erachtet?
Die Arbeit schlägt vor, Stressbewältigung als festen Bestandteil der Pflegeausbildung zu etablieren, um angehenden Kräften frühzeitig präventive Ressourcen an die Hand zu geben.
- Citation du texte
- Patrick Born (Auteur), 2020, Arbeitsstress in Pflegeberufen. Möglichkeiten der Stressbewältigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1007410