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Industrie 4.0. Arbeit und Wertschöpfung im digitalen Kapitalismus

Título: Industrie 4.0. Arbeit und Wertschöpfung im digitalen Kapitalismus

Trabajo Escrito , 2019 , 19 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Tobias Heindl (Autor)

Informática - Industria 4.0
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Der Begriff „Industrie 4.0“ ist seit einigen Jahren ein stark gebrauchter Begriff, der vor allem in der Wirtschaft sowie in der Politik immer wieder gebraucht wird. Während klar ist, dass es Konsequenzen für die industrielle und digitale Arbeit geben wird, ist jedoch noch nicht vorhersehbar, in welcher Art sie sich entwickelt.

Im Kern geht es um die Vernetzung von Produktion und Dienstleistung über das Internet. Dies führt dazu, dass Mensch und Maschine im ständigen Austausch miteinander stehen. Dadurch verändert sich nicht nur die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktes, sondern auch die benötigte Infrastruktur in den Produktionsstätten sowie die Anforderungsprofile der Mitarbeiter. Bestehende Geschäftsmodelle und Anteile am Markt werden sich ebenfalls verschieben.

Deutschland hat seit den 1990er-Jahren einen Industrieanteil an der Bruttowertschöpfung von etwas über 25 Prozent, wobei andere Industrienationen sich teilweise deutlich unter der 20 Prozent Hürde bewegen. Dies lässt sich vor allem auf die Tertiärisierung und auf das Auslagern von kostenintensiven Fertigungsproduktionen in Niedriglohnländer zurückführen. Der Standort Deutschland profitiert hierbei von seiner Exportindustrie, die sich auch durch das Label „Made in Germany“ immer noch einer hohen Nachfrage erfreut. Damit dies auch noch in Zukunft so bleibt, hat die Bundesregierung sechs Arbeitskreise gebildet, die sich mit dem Thema „Plattform Industrie 4.0“ beschäftigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Plattformarbeit, Crowdwork, microtasking

2.1 Definition

2.2 Crowdwork

2.3 Mikroarbeit

2.4 Ausbreitung und Bezahlung

2.5 Digitaler Taylorismus

2.6 Digitale Klassenzusammensetzung

3.0 Prekarisierung

3.1 Digitale Prekarisierung

3.2 Gesundheitliche Belastungen

4.0 Marktkopplung und Ablaufdeterminismus

4.1 Dezentralisierung

4.2 Ablaufdeterminismus

5.0 Kybernetik und Kontrolle

5.1 Kybernetik

5.2 Kontrolle

5.3 Management-Kybernetik

6.0 Reelle Subsumtion und Insubordination im Zeitalter der digitalen Maschinerie

6.1 Reelle Subsumtion und Insubordination

6.2 Reelle Subsumtion bei Amazon

6.3 Amazon als panoptische Fabrik

6.4 Insubordination gegen die reelle Subsumtion

7.0 Neue Protestformen

7.1 Foodora Streiks in Turin

7.2 Umdeutung des Konzeptes des Streiks

7.3 Demokratisierung der Arbeit

8.0 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt, wobei insbesondere die Entstehung neuer, prekärer Arbeitsformen wie Crowdwork und die damit einhergehende algorithmische Kontrolle und Überwachung beleuchtet werden.

  • Digitaler Taylorismus und algorithmische Arbeitssteuerung
  • Prekarisierung durch Plattformökonomie und digitale Arbeitsmodelle
  • Kontrollmechanismen und Management-Kybernetik in der modernen Produktion
  • Formen der Insubordination und neuer Protestbewegungen gegen digitale Herrschaft
  • Die Diskrepanz zwischen Industrie 4.0-Demokratieversprechen und Ablaufdeterminismus

Auszug aus dem Buch

6.2 Reelle Subsumtion bei Amazon

Der Taylorismus führt jedoch nicht nur dazu, dass es zu einer Dequalifizierung kommt und die Arbeitsschritte zerlegt werden, sondern die menschliche Arbeitskraft in ein System integriert wird. Dadurch wird die menschliche Arbeitskraft zu einer Modifikation der Technik. Der Online-Versandhändler Amazon versucht deshalb den digitalen Taylorismus durch Algorithmen zu implementieren.

Jeder Mitarbeiter in den Amazon Fullfillmentcentern erhält einen Scanner, auf dem der Arbeitsauftrag erscheint. Durch scannen von Waren, Kisten, Regalfächern oder Kartons wird jeder Vorgang und jede Handlung aufgezeichnet. Mithilfe dieses Wissens kann überprüft werden ob der Arbeitsvorgang richtig ausgeführt wurde. Da diese Informationen an wenigen Punkten zentral zusammenlaufen, können Entscheidungen von oben nach unten weitergereicht werden. Allerdings ist dafür eine hohe Standardisierungsquote notwendig. Weshalb die Beschäftigten keine besondere Ausbildung und Erfahrung benötigen. Der Algorithmus bestimmt welche Produkte wo eingelagert werden müssen und gibt ihnen vor, welchen Weg sie zu absolvieren haben. „Arbeitskräfte werden dabei zu einer Verfügungsmasse des Kapitals, die man an Waren anschließt oder zu Regalen steuert, je nach Auftragsvolumen und Hindernissen des Produktionsprozesses zwischen Abteilungen und Aufgaben verschiebt, oder aus dem Prozess ausspuckt, wenn sie nicht mehr benötigt werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die politische Debatte um Industrie 4.0 und die digitale Transformation der Wirtschaft in Deutschland.

2.0 Plattformarbeit, Crowdwork, microtasking: Dieses Kapitel definiert Plattformarbeit sowie Crowdwork und analysiert deren ökonomische Auswirkungen und die Zunahme eines digitalen Taylorismus.

3.0 Prekarisierung: Hier wird der Prozess der Prekarisierung von Erwerbsarbeit im digitalen Zeitalter sowie die damit verbundene gesundheitliche Belastung der Beschäftigten thematisiert.

4.0 Marktkopplung und Ablaufdeterminismus: Das Kapitel kritisiert die Theorie, dass Digitalisierung zwangsläufig zu Demokratisierung führt, und stellt das Konzept des Ablaufdeterminismus vor.

5.0 Kybernetik und Kontrolle: Fokus auf die Steuerung von Mitarbeitern durch algorithmische Systeme und die Etablierung einer neuen Form der Management-Kybernetik.

6.0 Reelle Subsumtion und Insubordination im Zeitalter der digitalen Maschinerie: Analyse der totalen Überwachung bei Amazon und des Widerstands der Belegschaft gegen diese digitale Herrschaft.

7.0 Neue Protestformen: Darstellung neuer, technologisch vernetzter Protestformen am Beispiel der Foodora-Streiks in Turin und der Forderung nach Demokratisierung.

8.0 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse mit einem Ausblick auf notwendige politische Rahmenbedingungen zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten.

Schlüsselwörter

Industrie 4.0, Digitaler Kapitalismus, Crowdwork, Plattformökonomie, Digitaler Taylorismus, Prekarisierung, Reelle Subsumtion, Ablaufdeterminismus, Kybernetik, Überwachung, Insubordination, Algorithmische Steuerung, Arbeitnehmerrechte, Mitbestimmung, Digitale Maschinerie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt, insbesondere im Kontext des digitalen Kapitalismus und der Entstehung neuer Arbeitsverhältnisse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die Plattformökonomie, die algorithmische Steuerung von Arbeitsprozessen, der digitale Taylorismus sowie die Prekarisierung und der organisierte Widerstand der Beschäftigten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie digitale Technologien die Arbeitsorganisation verändern und inwieweit die versprochene Demokratisierung der Arbeit im Zuge von Industrie 4.0 in der Praxis stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Diskurse und einer Analyse von Fallbeispielen, unter anderem bei Unternehmen wie Amazon und Foodora.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Crowdwork, der Analyse von Kontroll- und Überwachungssystemen durch Algorithmen sowie der Darstellung neuer Formen des Protests gegen digitale Arbeitsbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Begriffe wie digitaler Taylorismus, reelle Subsumtion, Insubordination, Plattformökonomie und Ablaufdeterminismus bilden das inhaltliche Rückgrat der Analyse.

Wie unterscheidet sich die Überwachung bei Amazon von klassischer Überwachung?

Im Gegensatz zum klassischen Taylorismus ermöglicht die digitale Technologie eine lückenlose, algorithmische Aufzeichnung jedes Arbeitsschritts in Echtzeit, was eine noch tiefgreifendere Kontrolle und Sanktionierung erlaubt.

Was bedeutet der Begriff "Insubordination" in diesem Zusammenhang?

Der Begriff beschreibt den Widerstand der Arbeiter gegen die Übernahme ihrer Tätigkeit durch das Kapital bzw. die Kontrolle durch digitale Systeme, wie beispielsweise durch Sabotage oder kollektive Streikbewegungen.

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Detalles

Título
Industrie 4.0. Arbeit und Wertschöpfung im digitalen Kapitalismus
Universidad
University of Applied Sciences Nuremberg  (Betriebswirtschaft)
Curso
wissenschaftliches Arbeiten mit IT
Calificación
1,1
Autor
Tobias Heindl (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
19
No. de catálogo
V1007751
ISBN (Ebook)
9783346395306
ISBN (Libro)
9783346395313
Idioma
Alemán
Etiqueta
industrie arbeit wertschöpfung kapitalismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Heindl (Autor), 2019, Industrie 4.0. Arbeit und Wertschöpfung im digitalen Kapitalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1007751
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