Mit der Arbeit soll eruiert werden, welchen Einfluss das Eigen- und Fremdkapital auf den Erfolg von Aktiengesellschaften haben.
Der Fokus auf Aktiengesellschaften als Untersuchungsgegenstand lässt sich einerseits durch deren simplen Zugang zu Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten des Kapitalmarktes und andererseits durch die erhöhten Publikationspflichten begründen.
Der Erfolg der Aktiengesellschaft bietet viel Interpretationsspielraum. Studien verfolgen oft ein Konzept des Shareholder-Value-Approach mit dem Unternehmenswert. Des Weiteren ist es gängig, die Operationalisierung mit dem Return on Assets (ROA) oder Return on Equity durchzuführen. Der Einfluss von Eigen- und Fremdkapital wird als Variable Verschuldungsgrad interpretiert.
Daraus lässt sich die Forschungsfrage ableiten: Hat der Verschuldungsgrad einer Aktiengesellschaft Einfluss auf den Erfolg unter Trade-off theoretischen Gesichtspunkten? Im Kontext eines praxisorientierten Ansatzes soll neben der Beantwortung der Forschungsfrage eine Handlungsempfehlung für Aktiengesellschaften abgeleitet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen der Kapitalstrukturtheorie
2.1 Traditioneller Ansatz - Leverage-Effekt
2.2 Irrelevanz Theorie nach Modigliani/ Miller
2.3 Trade-off Theory
2.4 Kritische Würdigung der theoretischen Grundlagen
3 Analyse des Einflusses des Verschuldungsgrades auf den Unternehmenswert von Aktiengesellschaften unter Trade-off Theory Aspekten
3.1 Untersuchungsdesign und Gang der Untersuchung
3.2 Darstellung der Ergebnisse
3.3 Kritische Würdigung der Ergebnisse
4 Handlungsempfehlung an Aktiengesellschaften
5 Zusammenfassung
5.1 Ausmaß der Zielerreichung und Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Kritische Würdigung der methodischen Vorgehensweise
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Verschuldungsgrades auf den Unternehmenserfolg von Aktiengesellschaften unter Berücksichtigung der Trade-off Theorie. Ziel ist es, durch die systematische Auswertung aktueller empirischer Studien zu ermitteln, ob eine optimale Kapitalstruktur existiert, und daraus Handlungsempfehlungen für die Finanzierungspraxis abzuleiten.
- Grundlagen der Kapitalstrukturtheorie (Leverage-Effekt, Modigliani/Miller, Trade-off Theory)
- Analyse der steuerlichen Vorteile von Fremdkapital (Tax-Shield) versus Insolvenzkosten
- Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Verschuldungsgrad und Performance (ROA, ROE)
- Berücksichtigung von Agency-Konflikten und weiteren Einflussfaktoren wie Unternehmensgröße und Branche
Auszug aus dem Buch
2.1 Traditioneller Ansatz - Leverage-Effekt
Die Kapitalstruktur eines Unternehmens beschreibt das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital. Die Kapitalstruktur wird quantifiziert mit dem Verschuldungsgrad V als Quotient aus Fremd- und Eigenkapital. Fakultativ lässt sich die Kapitalstruktur als Quote vom Eigen- oder Fremdkapital zu Gesamtkapital darstellen.
Der Ansatz der optimalen Kapitalstruktur beruht auf der Überlegung, dass ein linearer Zusammenhang zwischen Eigenkapitalrendite und Verschuldungsgrad besteht. Der Leverage-Effekt beschreibt eine Hebelwirkung auf die Eigenkapitalrendite rEK, sofern die Fremdkapitalkosten i eine Konstante ist und die Eigenkapitalrendite rEK höher als die Gesamtkapitalrendite rGK ist. Während die Forderungen der Fremdkapitalgeber zuerst befriedigt werden, erhalten die Eigenkapitalgeber das Residuum. Dieser Zusammenhand wird in der Abbildung 1 veranschaulicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kapitalstrukturtheorie ein, definiert die Forschungsfrage und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen der Kapitalstrukturtheorie: Es werden die wesentlichen theoretischen Ansätze wie der Leverage-Effekt, die Irrelevanz-Theorie nach Modigliani/Miller sowie die Trade-off Theory erläutert und kritisch hinterfragt.
3 Analyse des Einflusses des Verschuldungsgrades auf den Unternehmenswert von Aktiengesellschaften unter Trade-off Theory Aspekten: Dieses Kapitel führt eine systematische Literaturanalyse durch, um empirische Erkenntnisse zum Einfluss der Verschuldung auf den Unternehmenserfolg in verschiedenen Märkten zu präsentieren.
4 Handlungsempfehlung an Aktiengesellschaften: Auf Basis der theoretischen und empirischen Ergebnisse wird eine Handlungsempfehlung für die Kapitalstrukturpolitik von Aktiengesellschaften formuliert.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Beantwortung der Forschungsfrage sowie einer kritischen Würdigung der eigenen methodischen Vorgehensweise ab.
Schlüsselwörter
Kapitalstruktur, Eigenkapital, Fremdkapital, Verschuldungsgrad, Trade-off Theory, Unternehmenswert, Leverage-Effekt, Tax-Shield, Insolvenzkosten, Agency-Theorie, Aktiengesellschaften, Performance, Eigenkapitalrendite, Finanzierung, Kapitalkosten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen der Kapitalstruktur (dem Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital) und dem Erfolg von Aktiengesellschaften.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen klassische Kapitalstrukturtheorien, das Konzept des Tax-Shield, Insolvenzrisiken und Agency-Kosten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Kernfrage lautet: Hat der Verschuldungsgrad einer Aktiengesellschaft Einfluss auf deren Erfolg unter Trade-off theoretischen Gesichtspunkten?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode der systematischen Literaturanalyse angewandt, um aktuelle empirische Studien und deren Ergebnisse zu synthetisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung der Kapitalstrukturmodelle und eine anschließende empirische Analyse anhand bestehender Forschungsergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kapitalstruktur, Verschuldungsgrad, Trade-off Theory, Unternehmenswert und Performance.
Warum spielt das Tax-Shield eine Rolle in der Analyse?
Das Tax-Shield (die steuerliche Absetzbarkeit von Fremdkapitalzinsen) ist ein zentraler Vorteil der Fremdfinanzierung, der zur Maximierung des Unternehmenswertes beitragen kann.
Können Unternehmen eine universelle optimale Kapitalstruktur finden?
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine universelle Theorie zur Wahl der Kapitalstruktur gibt, da zahlreiche länderspezifische und branchenspezifische Faktoren die optimale Lösung beeinflussen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Der Einfluss von Eigen- und Fremdkapital auf den Erfolg von Aktiengesellschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1009520