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Cannabiskonsum von Kindern und Jugendlichen. Auswirkungen und Langzeitfolgen

Titel: Cannabiskonsum von Kindern und Jugendlichen. Auswirkungen und Langzeitfolgen

Hausarbeit , 2021 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ilayda Basaran (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird ein fundiertes, also durchdachtes Konzept dargestellt, das Interventionsmöglichkeiten auf allgemeiner, universeller, selektiver sowie sinnvoller und geeigneter, indizierter Ebene beinhaltet. Dazu werden zunächst die Störungsbilder mit Beginn im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter erläutert und im Anschluss sollen diese den Störungen im Erwachsenenalter gegenüber gestellt werden. Im nächsten Abschnitt soll dann das Konzept dargestellt werden.

Bücher wie "Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum" von T. Lampert & M. Thamm (2007) und "Kindheit, Jugend und Drogen" von Palenitien C. & Leppin A. (2002) verdeutlichen, dass immer mehr und vor allem immer jüngere Kinder und Jugendliche Substanzen missbrauchen. Wichtig für das folgende Konzept ist, dass laut Meier, M., Caspi, A., Ambler, A., Harrington, H., Houts, R., Keefe, R. et al. eine Abhängigkeit wie z. B. von Cannabis, die noch vor dem 18. Lebensjahr begann, einen starken IQ-Defizit zu Folge hat und dieser mit irreversiblen IQ-Verlusten einhergeht. Ein früher Konsumbeginn hat auch zur Folge, dass sich die Reaktionszeit verringert und geht mit vermehrten Aktionsfehlern und einem signifikant erhöhten Risiko einer Cannabisabhängigkeit einher.

Aus dem Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit geht hervor, dass 2017 27 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland von einer psychischen Störung betroffen waren. Dabei hatten die psychischen Entwicklungsstörungen mit zehn Prozent die höchste Prävalenz, 1,5 % der Jungen und Mädchen zwischen 5 und 17 Jahren litten an depressiven Störungen und 1,5 % dieser Kinder und Jugendlichen litten an Angststörungen. Dabei belaufen sich die Therapiekosten für eine Depressions- oder Angststörung pro Kind zwischen 2.287 Euro und 3.018 Euro. Das Risiko eines Kindes psychisch zu erkranken ist höher, wenn auch die Eltern oder ein Elternteil von einer psychischen Störung betroffen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Störungsbilder mit Beginn im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter

2.1 Störungsbilder mit Beginn im Säuglings- und Kleinkindalter

2.1.1 Regulationsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter

2.1.2 Bindungsstörungen

2.1.3 tiefgreifende Entwicklungsstörungen

2.1.4 Enuresis und Enkopresis

2.2 Störungsbilder mit Beginn im Kindesalter

2.2.1 Angststörungen

2.2.2 Zwangsstörungen

2.2.3 Tics

2.2.4 Hyperkinetische und Aufmerksamkeitsstörungen

2.2.5 Störungen des Sozialverhaltens

2.2.6 Umschriebene Entwicklungsstörungen

2.3 Störungsbilder mit Beginn im Jugendalter

2.3.1 Depression

2.3.2 Essstörungen

2.3.3 Substanzmissbrauch

3 Vergleich zu den Störungsbildern im Erwachsenenalter

4 Ein Konzept zum Umgang mit einer Cannabisabhängigkeit

4.1 Folgen einer Cannabisabhängigkeit

4.2 Ziele des Konzepts

4.3 universelle Präventionsmaßnahmen

4.4 selektive Präventionsmaßnahmen

4.5 indizierte Präventionsmaßnahmen

5 kritische Diskussion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines fundierten Konzepts zur Prävention von Cannabisabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen, wobei verschiedene Interventionsebenen berücksichtigt werden.

  • Analyse psychischer Störungsbilder im Kindes- und Jugendalter
  • Vergleichende Betrachtung von Störungsbildern über die Lebensspanne
  • Darstellung von Folgen und Risikofaktoren einer Cannabisabhängigkeit
  • Entwicklung universeller, selektiver und indizierter Präventionsstrategien
  • Kritische Reflexion von Interventionsansätzen in Deutschland

Auszug aus dem Buch

4.5 indizierte Präventionsmaßnahmen

Im Rahmen der indizierten Prävention sollten spezifische Beratungsstellen ausgebaut und flächendeckend eingeführt werden. Diese sollten auf verschiedene Konsummuster abgestimmt sein und vor allem sollten diese Beratungsstellen genaue Maßnahmen zum Ausstieg, Entzug, oder Reduzierung vom Cannabiskonsum bewirken. Auch für Schüler_innen, die durch Cannabiskonsum aufgefallen sind, sollten ein spezifisches Trainingsprogramm erhalten. In dieses Trainingsprogramm sollten besonders die Suchtursachen, verschiedene Konfliktlösemodelle, gesetzliche Bestimmungen sowie alternative Fertigkeiten und Strategien welche in das jeweilige Lebensumfeld integriert werden können, behandelt werden.

Außerdem sollte es in der heutigen, digitalisierten, Zeit auch ein 24 Stunden Onlineberatungsangebot wie in Form von den Domains www.Drugcom.de und www.quit-the-shit.net, bereitgestellt werden. Dabei sollte der_die Berater_in kognitiv-emotionale Lernprozesse anregen, um dadurch Selbststeuerungsprozesse sowie die Handlungsfähigkeit der Jugendlichen zu fördern. Außerdem sollte ein kontrollierter Gruppenchat und ein Forum für den Austausch von Erfahrungen existieren. Vor erst sollte das Forum als eine Art „Schwarzes Brett“ dienen, auf welches Kinder und Jugendliche zu jeder Uhrzeit Zugriff haben sollten. Doch die Kinder und Jugendlichen sollten auch über ihre eigenen Probleme berichten können, sie sollten Hilfestellungen bekommen und anderen gegebenenfalls auch helfen bzw. unterstützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Zahlen des Substanzmissbrauchs bei jungen Menschen und stellt die Relevanz der präventiven Arbeit vor dem Hintergrund psychischer Belastungen dar.

2 Störungsbilder mit Beginn im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über verschiedene klinische Störungsbilder, unterteilt nach Entwicklungsabschnitten und Symptomatik.

3 Vergleich zu den Störungsbildern im Erwachsenenalter: Hier werden Kontinuitäten und Diskontinuitäten psychischer Störungen sowie Unterschiede in der Symptomausprägung zwischen den Altersgruppen analysiert.

4 Ein Konzept zum Umgang mit einer Cannabisabhängigkeit: Dieses Kapitel entwickelt ein strategisches Präventionskonzept, welches von universellen Ansätzen bis hin zu spezifischen, indizierten Maßnahmen reicht.

5 kritische Diskussion: Das Kapitel reflektiert kritisch die Umsetzbarkeit und die potenziellen Risiken der vorgeschlagenen Präventionsmaßnahmen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit flächendeckender, wissenschaftlich begleiteter Präventionsangebote.

Schlüsselwörter

Entwicklungspsychologie, Psychopathologie, Cannabisabhängigkeit, Prävention, Kinder, Jugendliche, Suchtberatung, Früherkennung, Interventionsmöglichkeiten, Familienbasierte Prävention, Störungsbilder, Gesundheitsförderung, Psychische Störungen, Suchtprävention, Onlineberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter und entwirft darauf aufbauend ein Konzept zur Prävention von Cannabisabhängigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die klinische Entwicklungspsychologie, die Analyse von Risikofaktoren für Substanzmissbrauch und die Implementierung von Präventionsprogrammen auf verschiedenen Ebenen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Darstellung eines fundierten Konzepts, das Interventionsmöglichkeiten zur Vermeidung und Bewältigung von Cannabisabhängigkeit bei jungen Menschen beinhaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Einbettung bestehender psychologischer Modelle und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst verschiedene Störungsbilder klassifiziert, mit dem Erwachsenenalter verglichen und anschließend detaillierte Präventionskonzepte für den Cannabiskonsum erarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Entwicklungspsychopathologie, Cannabisabhängigkeit, Präventionsketten und jugendliche Suchtprävention charakterisiert.

Warum wird zwischen universeller, selektiver und indizierter Prävention unterschieden?

Die Unterteilung ermöglicht eine zielgruppengenaue Ansprache, um sowohl die Allgemeinheit zu stärken als auch gezielt risikobelastete oder bereits konsumierende Jugendliche zu unterstützen.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Konzept?

Digitale Angebote wie Onlineberatungen und Apps dienen der Niedrigschwelligkeit, um auch schwer erreichbare oder ambivalente Jugendliche in einem geschützten Rahmen zu erreichen.

Welche Herausforderung sieht die Autorin bei selektiven Maßnahmen?

Die Autorin weist auf die Gefahr der Stigmatisierung und Überreaktion hin, wenn Kinder oder Jugendliche durch Screening-Verfahren explizit als risikobelastet identifiziert werden.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Cannabiskonsum von Kindern und Jugendlichen. Auswirkungen und Langzeitfolgen
Veranstaltung
Fallstudie
Note
1,0
Autor
Ilayda Basaran (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
26
Katalognummer
V1010569
ISBN (eBook)
9783346402820
ISBN (Buch)
9783346402837
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cannabiskonsum von Kinder und Jugendliche mit Konzept
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ilayda Basaran (Autor:in), 2021, Cannabiskonsum von Kindern und Jugendlichen. Auswirkungen und Langzeitfolgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1010569
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Leseprobe aus  26  Seiten
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