In der nachfolgenden Fallarbeit handelt es sich um eine reale Fallbeschreibung eines 17-jährigen Jugendlichen. Im Kontext dieser Fallbeschreibung sollte eine Gewichtsreduzierung des Patienten erreicht werden. Zu diesem Zweck wurde mittels des HAPA (Health Action Approach) ein Konzept zur Gewichtsabnahme erarbeitet und psychologisch begleitet. Dieser Vorgang wird in der nachfolgenden Projektarbeit dokumentiert. Am Ende der Arbeit findet dementsprechend eine Präsentation der Ergebnisse des Modells statt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Ursachen für Übergewicht
2.2 HAPA - Modell
3 Fallbeschreibung
4 Erarbeitung der Konzeption
5 Umsetzung
6 Ergebnisse
7 Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Fallarbeit hat das Ziel, eine strukturierte Konzeption zur Gewichtsabnahme für einen 17-jährigen Jugendlichen zu entwickeln und zu dokumentieren, wobei das Health Action Process Approach (HAPA)-Modell als theoretischer Rahmen dient.
- Analyse der Ursachen für Übergewicht im Jugendalter
- Theoretische Fundierung durch das HAPA-Modell
- Erstellung eines individuellen Ernährungs- und Bewegungsplans
- Praktische Umsetzung und Evaluation der gewählten Strategien
- Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung zur langfristigen Verhaltensänderung
Auszug aus dem Buch
2.2 HAPA - Modell
Im Dorsch - Lexikon der Psychologie (2014) wird das HAPA-Modell als Prozessmodell des Gesundheitsverhaltens bezeichnet. In dieser Gesundheitsverhaltentheorie wird zwischen präintentionalen Motivationsprozessen und postintentionalen Volitionsprozessen (Willensprozess) unterschieden. Gutmann (2016) führt weiterhin dazu aus, dass dieses Modell von Schwarzer zwei Leitprinzipien folgt. Zum einen bauen die verschiedenen Phasen in den Prozessen schrittweise aufeinander auf und benötigen zum anderen zur erfolgreichen Absolvierung einen gewissen Grad an Selbstwirksamkeit. Dieses Modell stellt jedoch keine abgeschlossene Theorie dar, sondern ist vielmehr als ein heuristisches Modell zu betrachten.
Im ersten Prozess wird die Risikowahrnehmung geschult, eine Handlungsergebniswartung sowie eine Selbstwirksamkeitserwartung entwickelt. Darauf aufbauend kann der postintentionale Volitionsprozess erreicht werden, welcher sich ebenfalls in drei Phasen unterteilt. Zu Beginn wird in die präaktionale Phase eingetreten, auf die im Anschluss die aktionale Phase aufbaut und mit der postaktionalen Phase schließt dieser Prozess ab (Bengel et al., 2014). Diese Verhaltenstheorie baut auf der Einhaltung der o.g. Phasen auf, sodass keiner dieser Schritte übersprungen oder ausgelassen werden sollte. Nachfolgend wird diese Gesundheitsverhaltenstheorie im Rahmen der Konzeptionsentwicklung zur Gewichtsabnahme näher erläutert.
Dieses heuristische Modell kann durch seine komplexen Mechanismen Individuen motivieren, Verhalten zu hinterfragen, psychologische Prozesse in Bewegung setzen und Verhaltensänderungen bewirken. Laut Bengel et al. (2014) ist es sehr gut geeignet neue Gewohnheiten zu entwickeln, diese aufrechtzuerhalten sowie sich von möglichen Rückfällen zu erholen. Aus diesem Grund wurde das HAPA-Modell für die Arbeit mit dem Jugendlichen M. herangezogen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des institutionellen Rahmens und der Ausgangslage des Jugendlichen M. sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Erläuterung der Ursachen für Übergewicht sowie Einführung in das HAPA-Modell als gesundheitspsychologisches Prozessmodell.
3 Fallbeschreibung: Detaillierte Schilderung der persönlichen, sozialen und gesundheitlichen Lebenssituation des 17-jährigen Probanden M.
4 Erarbeitung der Konzeption: Entwicklung eines auf den Jugendlichen zugeschnittenen Interventionsplans basierend auf dem HAPA-Modell.
5 Umsetzung: Darstellung der praktischen Anwendung des erarbeiteten Konzepts und der begleitenden psychologischen Betreuung.
6 Ergebnisse: Zusammenfassung der erzielten Fortschritte, insbesondere des Gewichtsverlusts und der Etablierung neuer Verhaltensmuster.
7 Schlussbemerkung: Reflektion über die Eignung des HAPA-Modells und die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für den Erfolg der Intervention.
Schlüsselwörter
HAPA-Modell, Gewichtsabnahme, Gesundheitsverhalten, Selbstwirksamkeitserwartung, Übergewicht, Jugendliche, Verhaltensänderung, Ernährungsumstellung, präintentionale Motivationsprozesse, postintentionale Volitionsprozesse, Gesundheitsförderung, Fallarbeit, Lebensstil, psychologische Beratung, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts zur nachhaltigen Gewichtsabnahme für einen 17-jährigen Jugendlichen, der sich in einer Jugendhilfeeinrichtung befindet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Übergewichtsursachen, der Anwendung des HAPA-Modells zur Verhaltensänderung sowie der praktischen Implementierung eines Gesundheitsplans.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Jugendlichen M. bei der Gewichtsreduktion und der Etablierung eines gesünderen Lebensstils zu unterstützen, um seine körperliche und psychische Situation zu stabilisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das theoretische Framework des „Health Action Process Approach“ (HAPA) von Schwarzer angewandt, ergänzt durch analytische und verhaltenstherapeutische Ansätze.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Fallbeschreibung, die Herleitung der Interventionsmaßnahmen aus dem HAPA-Modell sowie die Dokumentation der praktischen Umsetzung und der erzielten Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind HAPA-Modell, Selbstwirksamkeitserwartung, Gewichtsabnahme, gesundheitspsychologische Prozessmodelle und Verhaltensänderung im Jugendalter.
Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeitserwartung im gewählten Modell?
Sie gilt als zentraler Faktor, der den Jugendlichen dazu befähigt, auch in schwierigen Situationen oder bei Rückfällen am Ziel festzuhalten und neue Strategien zu entwickeln.
Warum wurde das HAPA-Modell für diesen speziellen Fall gewählt?
Das Modell ist laut Literatur besonders gut geeignet, um neue Gewohnheiten aufzubauen, diese langfristig zu festigen und aktiv mit Rückfallprozessen umzugehen.
Wie wurde die Ernährungsumstellung konkret angegangen?
Durch die Einführung von fünf festen Mahlzeiten am Tag, die Reduktion zuckerhaltiger Getränke und die Unterstützung beim gemeinsamen Kochen in der Wohngruppe.
Wie wirkt sich das soziale Umfeld des Jugendlichen auf den Erfolg aus?
Das Umfeld, insbesondere die Mitbewohner, leisten Unterstützung bei der Ernährungsumstellung und beim gemeinsamen Einkauf, was die Motivation des Jugendlichen signifikant stärkt.
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- Andrea Anders (Author), 2018, Das HAPA-Modell zur Gewichtsabnahme. Fallarbeit mit einem Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1010709