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René Descartes. Vom methodischen Zweifel zum Substanzdualismus

Título: René Descartes. Vom methodischen Zweifel zum Substanzdualismus

Ensayo , 2019 , 10 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Rafailia Voltsiou (Autor)

Filosofía - Filosofía de los siglos XVII y XVIII
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René Descartes (1596 – 1650) stellte mit der Veröffentlichung seiner Meditationen die Existenz der Welt, wie wir sie kennen, infrage und revolutionierte mit seinen Erkenntnissen und Methoden die moderne Philosophie, weshalb er auch oft als "Vater der neuzeitlichen Philosophie" bezeichnet wird. Was die Grenzen unseres Wissens sind und was wir wissen können, sind Kernfragen in der Erkenntnistheorie, und damit auch dieser Arbeit, und hängen mit dem philosophischen Skeptizismus zusammen. Dieser stellt infrage, dass wir überhaupt etwas wissen können, also unsere Erkenntnisfähigkeit. René Descartes versucht in den "Mediationen über die Grundlage der Philosophie" den Skeptizismus zu überwinden. Er versuchte die Philosophie mit wissenschaftlichen Methoden zu eindeutigeren Schlüssen zu führen, die man nicht anzweifeln kann.

Wie sicher sind wir uns, dass das was wir sehen, fühlen, riechen, hören und schmecken wirklich da ist? Stellen wir uns doch einfach einmal vor, der Science-Fiction-Film "Matrix" von den Wachowskis, wäre tatsächlich unsere Realität. Intelligente Maschinen haben die Menschheit unterworfen. Uns wird eine Scheinrealität vorgespielt, in der wir ein ganz normales Leben führen, einen Körper besitzen, Entscheidungen treffen und fest der Überzeugung sind: Das ist die Realität. Doch eigentlich werden wir in riesigen Zuchtanlagen gehalten und als lebende Energiequellen missbraucht. Unsere realen Körper sind an eine Computersimulation angeschlossen, der Matrix, die wir für die Realität halten. In Wahrheit aber sehen wir keine Bäume draußen, fühlen keine Hitze, wenn wir neben einem Lagerfeuer sitzen, riechen und schmecken das leckere Essen nicht und hören auch nicht wirklich das Kindergeschrei im Park. Alles ist nur eine Simulation, alles ist nur eine Lüge. Doch wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Nun, viele würden sagen, dies wäre nur in Science-Fiction-Filmen möglich. Doch können sie beweisen, dass wir tatsächlich nicht getäuscht werden? Obwohl dieses Gedankenexperiment ziemlich zukunftsorientiert und fortschrittlich wirkt, hat sich ein Philosoph schon im 17. Jahrhundert damit befasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Was sind die Grenzen unseres Wissens? Was können wir tatsächlich wissen?

2.Hauptteil

2.1 René Descartes und das Ziel seiner Meditationen

2.2 Das Verfahren des methodischen Zweifels

2.3 Wie gelangt Descartes zum Substanzdualismus?

3. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die erkenntnistheoretischen Grundlagen von René Descartes, insbesondere den Übergang vom radikalen methodischen Zweifel hin zur Begründung des Substanzdualismus, und hinterfragt dabei kritisch die Plausibilität seiner Beweisführung.

  • Analyse des methodischen Zweifels als Erkenntnismethode
  • Untersuchung des cogito-Arguments ("Ich denke, also bin ich")
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Gottesbeweis bei Descartes
  • Darlegung des Substanzdualismus und des Leib-Seele-Problems
  • Kritische Reflexion der Argumentation und deren Schwachstellen

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Verfahren des methodischen Zweifels

Dieses Verfahren beruht grob auf drei Etappen. Diese drei Etappen kann man sich als Stufen einer Treppe vorstellen. Ganz oben wartet Descartes´ Ziel: sein unumstößlicher Punkt. Immer wenn er versucht eine weitere Stufe zu besteigen, hält ihn sein scheinbares Wissen zurück, dass er zuerst abwerfen muss, um voran zu kommen, denn dieses Wissen hindert ihn nur dabei die Treppen hinaufzusteigen.

Seine erste Herausforderung ist es, seine Überzeugungen, die auf Sinnen beruhen abzuwerfen. Dieser Schritt ist auch als „Fehlbarkeitsargument“, „Sinnestäuschung“ oder „Täuschungsargument“ bekannt. Er bezeichnet nun sein Wissen, welches auf Wahrnehmung durch seine Sinne beruht als anzweifelbar und somit falsch. Sinne führen uns oft in die Irre. Zum Beispiel können uns unsere Augen täuschen, wenn wir einen Gegenstand aus der Ferne betrachten, der aus der Nähe größer erscheint. Nach dem Gebot der Klugheit, soll man niemals denen trauen, die uns schon einmal getäuscht haben. Sobald dieses scheinbare Wissen abgeworfen wurde, kann Descartes die nächste Stufe hinaufsteigen.

Seine nächste Überlegung wird als „Traumargument“ bezeichnet. Descartes behauptet, dass wir Wach – und Traumzustände nicht hundertprozentig voneinander unterscheiden können. Wenn wir träumen, haben wir sensorische Erfahrungen. Wir denken in dem Moment, dass ein Objekt vor uns liegt, doch tatsächlich ist es nicht da oder existiert nicht. Wir haben im Traum also Wahrnehmungserfahrungen, obwohl wir nicht in einer Wahrnehmungsrelation zu den entsprechenden Objekten stehen. Somit können wir uns nicht sicher sein, dass wir gerade wach sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die erkenntnistheoretischen Grundfragen des Skeptizismus ein und erläutert Descartes' Bestreben, ein unbezweifelbares Fundament für das Wissen zu schaffen.

2.Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert das Ziel der Meditationen, das stufenweise Verfahren des Zweifels und die Herleitung des Substanzdualismus aus der Trennung von Körper und Geist.

3. Fazit: Das Fazit fasst die kritische Auseinandersetzung mit Descartes' Argumenten zusammen und hinterfragt die Konsistenz seines Gottesbeweises sowie die Stabilität seiner Theorie zum Dualismus.

Schlüsselwörter

René Descartes, methodischer Zweifel, Substanzdualismus, Meditationen, Erkenntnistheorie, Skeptizismus, cogito ergo sum, Leib-Seele-Problem, Traumargument, Täuschungsargument, Gottesbeweis, Philosophie, Erkenntnisfähigkeit, unbezweifelbares Wissen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die erkenntnistheoretischen Überlegungen des Philosophen René Descartes und wie er versucht, durch einen radikalen Zweifel zu einem unbezweifelbaren Wissen zu gelangen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der methodische Zweifel, das cogito-Argument, der Gottesbeweis und der Substanzdualismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie Descartes vom Zweifel an allem Wissen zum Substanzdualismus gelangt, und diese Argumentation kritisch auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine philosophische Analyse- und Interpretationsmethode, basierend auf der Lektüre der "Meditationen" von Descartes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert Descartes' Zielsetzung, die Stufen seines Zweifels (Sinnestäuschung, Traumargument, Dämonargument) und die daraus resultierende Trennung von Geist und Körper.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind René Descartes, methodischer Zweifel, Substanzdualismus, Skeptizismus und cogito ergo sum.

Warum hält Descartes den Substanzdualismus für notwendig?

Er argumentiert, dass man an der Existenz des Körpers zweifeln kann, nicht aber an der Existenz des Geistes, da dieser ein "denkendes Ding" ist, was zur Annahme zweier verschiedener Substanzen führt.

Welche Schwachstellen identifiziert die Autorin am Gottesbeweis?

Die Autorin kritisiert, dass der Gottesbeweis einen Zirkelschluss darstellt, da er nur unter der Voraussetzung plausibel ist, dass Gott uns nicht täuscht – eine Annahme, die erst durch den Beweis selbst legitimiert werden müsste.

Was ist das "cogito-Argument" und warum ist es für Descartes wichtig?

"Ich denke, also bin ich" ist der unumstößliche Punkt, den Descartes nach dem radikalen Zweifel gefunden hat, da er sogar im Akt des Zweifels seine Existenz als denkendes Wesen bestätigen muss.

Final del extracto de 10 páginas  - subir

Detalles

Título
René Descartes. Vom methodischen Zweifel zum Substanzdualismus
Universidad
University of Stuttgart  (Philosophie)
Curso
Einführung in die Geschichte der Philosophie
Calificación
1,0
Autor
Rafailia Voltsiou (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
10
No. de catálogo
V1010883
ISBN (Ebook)
9783346419989
Idioma
Alemán
Etiqueta
Descartes methodischer Zweifel Substanzdualismus Rene Descartes Skeptizismus cogito ergo sum ich denke also bin ich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rafailia Voltsiou (Autor), 2019, René Descartes. Vom methodischen Zweifel zum Substanzdualismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1010883
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