Diese Arbeit befasst sich mit Critical Incident Reporting System, einem Instrument des Risikomanagements. Das Risikomanagement ist wiederum Teil des Qualitätsmanagements in einem Unternehmen. Die nachfolgende Arbeit bezieht sich merklich auf das Gesundheitswesen, genauer auf den klinischen Alltag. Im Vordergrund steht dabei die Forschungsfrage, wie durch die Anwendung von CIRS die Qualität im Klinikalltag verbessert werden kann.
Dies soll mithilfe einer selektiven Literaturrecherche erläutert werden. Das erste Kapitel behandelt die Grundlagen rund um Fehler(-Kultur), Risiko und medizinische Behandlungsfehler. Im zweiten Kapitel wird das Qualitätsmanagement genauer beleuchtet. In den Unterkapiteln wird der Bedarf und Nutzen, sowie das Risikomanagement näher betrachtet. Im letzten Kapitel wird das CIRS behandelt. Dazu wird das System und dessen Funktionsweise detailliert erläutert, der Nutzen und die Grenzen eines solchen Systems aufgezeigt, sowie einige konkrete Praxisbeispiele dargestellt.
Qualität spielt im Gesundheitswesen eine maßgebliche Rolle. Die Produkt- und Dienstleistungsqualität soll mit den Erwartungen und Wünschen der Patienten in Einklang gebracht werden. Als ein signifikanter Indikator für medizinische Qualität gilt die Transparenz im Gesundheitswesen. Transparenz kann durch eine offene Fehlerkultur erreicht werden, was wiederum zu einer Qualitätsverbesserung führen kann. Das CIRS dient als ein Werkzeug zur Meldung und Analyse von kritischen Ereignissen. Mithilfe des Systems sollen bei Fehlern, welche keinen oder nur einen minimalen Schaden verursacht haben, die Prozesse an den Schnittstellen dementsprechend angepasst werden, sodass eine Wiederholung von Fehlern ausgeschlossen wird.
Durch die Vermeidung von unerwünschten Zwischenfällen können kausal viele haftungsrelevante Zwischenfälle beziehungsweise Todesfälle in der medizinischen Behandlung und im Klinikalltag vermieden werden. Beinahe Schäden sind demnach genauso wichtig für eine Risikoanalyse wie schwerwiegende Schäden. Denn beiden Endergebnissen stehen die gleichen Strukturen zugrunde, wobei der einzige Unterschied, ob ein Ergebnis eintritt oder nicht, darin liegt, ob eine Bewältigungsstrategie vorgelegen hat oder nicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen
- Risiko
- Fehler und Fehlerkultur
- Medizinische Behandlungsfehler
- Qualität
- Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
- Grundlagen
- Bedarf
- Nutzen
- Risikomanagement
- Bedarf
- Nutzen
- Umsetzung
- CIRS als Werkzeug des Risikomanagements
- Das System hinter CIRS
- Nutzen und Grenzen
- Ablauf und Konsequenzen
- Umsetzung und Ergebnisse im Klinikalltag
- Anästhesie Uniklinik Dresden
- Charité Berlin
- Netzwerk CIRS-Berlin
- Ausblick, Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Projektarbeit befasst sich mit dem Critical Incident Reporting System (CIRS) als Instrument im Risikomanagement und dessen Einfluss auf die Qualität im Klinikalltag. Die Arbeit analysiert die Funktionsweise von CIRS, seine Stärken und Schwächen, sowie die praktische Anwendung in verschiedenen Kliniken.
- Die Bedeutung des Risikomanagements im Gesundheitswesen
- Das Critical Incident Reporting System (CIRS) als Instrument zur Verbesserung der Qualität
- Die praktische Anwendung von CIRS in verschiedenen Kliniken
- Die Herausforderungen und Chancen bei der Implementierung von CIRS
- Der Einfluss von CIRS auf die Fehlerkultur und die Qualität im Klinikalltag
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema CIRS und dessen Rolle im Risikomanagement ein. Kapitel 2 beleuchtet die Grundlagen des Risikos, von Fehlern und der Fehlerkultur im Gesundheitswesen. Kapitel 3 geht auf das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen ein, einschließlich des Bedarfs, des Nutzens und der Umsetzung des Risikomanagements. Kapitel 4 stellt das CIRS System vor, erläutert seine Funktionsweise, seine Stärken und Grenzen, sowie verschiedene Anwendungsbeispiele aus der Praxis.
Schlüsselwörter
Critical Incident Reporting System (CIRS), Risikomanagement, Qualitätsmanagement, Gesundheitswesen, Klinikalltag, Fehlerkultur, medizinische Behandlungsfehler, Patientensicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet CIRS im Krankenhaus?
CIRS steht für Critical Incident Reporting System. Es ist ein anonymes Meldesystem für kritische Ereignisse und Beinahe-Fehler im Klinikalltag.
Wie verbessert CIRS die Patientensicherheit?
Durch die Analyse gemeldeter Beinahe-Schäden können Prozesse optimiert werden, bevor ein tatsächlicher Schaden am Patienten entsteht.
Warum ist eine offene Fehlerkultur wichtig?
Nur wenn Mitarbeiter Fehler ohne Angst vor Sanktionen melden können, wird Transparenz geschaffen, die für eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung notwendig ist.
Welche Rolle spielt das Risikomanagement im Gesundheitswesen?
Das Risikomanagement identifiziert potenzielle Gefahrenquellen in der Behandlung und setzt präventive Maßnahmen um, um Haftungsfälle und Todesfälle zu vermeiden.
Gibt es Praxisbeispiele für erfolgreiche CIRS-Implementierungen?
Ja, bekannte Beispiele sind die Anästhesie der Uniklinik Dresden, die Charité Berlin und das Netzwerk CIRS-Berlin.
- Quote paper
- Timo Jensen (Author), 2021, Critical Incident Reporting System als Werkzeug des Risikomanagements. Umsetzung und Ergebnisse im Klinikalltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1010933