Spielanalyse: Wanderball


Hausarbeit, 1999

10 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhalt

1. Das Spiel
1.1 Konstitutive Spielidee
1.2 Regulative Spielidee
1.3 Spielverlauf und mögliche Variationen
1.3.1 Wanderball im Kreis
1.3.2 Wanderball in der Reihe

2. Sportpädagogische Aspekte und Lernziele
2.1 Individualentwicklung des Kindes
2.2 Sozialentwicklung

3. Sportmotorische Aspekte
3.1 Körperbildung
3.2 Bewegungsbildung
3.3 Technik

4. Vermittlung
4.1 Methode
4.1.1 Personelle Voraussetzungen
4.1.2 Materiale Voraussetzungen
4.2 Durchführung und Organisation
4.3 Wahl des Ordnungsrahmens
4.4 Lehrweise

1. Das Spiel

1.1 Konstitutive Spielidee

Weiterreichen eines Balles durch die Mitspieler.

1.2 Regulative Spielidee

Die Spieler к önnen sich bei diesem Spiel im Kreis nebeneinander oder in einer Reihe hintereinander aufstellen. Der Ball wird bei beiden Organisationsformen immer zum nächsten Partner weitergegeben. Die Anzahl der Mitspieler beginnt bei ca. 5 Spielern und erfährt nach oben keine Begrenzung, da man beliebig viele Kreise und Reihen bilden kann. Um die Spannung beim Spiel zu erhalten, sollte die Reihe m.E. jedoch die Zahl von etwa fünf Spielern nicht überschreiten. Auch im Kreis sollte darauf geachtet werden, daß die Spieler nicht zu lange untätig sind. Dies kann man zum Beispiel dadurch erreichen, daß man mehrere Bälle ins Spiel bringt.

Regulative Möglichkeiten bieten sich bei diesem Spiel in vielen Bereichen. So kann man variieren bei

- der Organisationsform (Kreis oder Reihe)
- der Anzahl der Spieler pro Reihe oder Kreis
- der Anzahl der Kreise oder Reihen
- der Anzahl der weiterzureichenden Bälle
- der Wanderrichtung des Balles
- der Art des Weiterreichens
- den Bedingungen, unter denen das Spiel stattfindet (Wettkampf, oder Geschicklichkeits­schulung, etc )

und vielem mehr. Einige Möglichkeiten der Variationen werde ich im Folgenden vorstellen.

1.3 Spielverlauf und mögliche Variationen

1.3.1 Wanderball im Kreis

Die Spieler stehen nebeneinander im Kreis und reichen einen Ball an ihren Nachbarn weiter. Dies kann nun auf vielfältige Art und Weise geschehen. Der Ball kann mit beiden H änden weitergereicht werden, er kann mit einer Hand weitergereicht werden, er kann hinter dem Rücken oder durch die Beine gereicht werden, etc. Eine weitere Variationsmöglichkeit ergibt sich dadurch, daß man die Anzahl der Bälle erhöht, verschiedene Bälle wählt, oder die Bälle in verschiedene Richtungen weitergereicht werden müssen. Es gibt also viele Möglichkeiten, den Schweregrad des Spiels zu erhöhen.

Diese ersten Variationsmöglichkeiten betonen nun in erster Linie das Miteinander der Spieler und das Training der Geschicklichkeit. Es istjedoch auch möglich, dem Spiel Wettkampfcharakter zu verleihen. Behält man die Organisationsform mit einem Kreis bei, so kann dies zum Beispiel dadurch erreicht werden, daß man die Aufgabe stellt, daß bei zwei Spielb ällen ein Ball den anderen einholen soll. Man kannjedoch auch bei ausreichender Spielerzahl zwei oder mehr Kreise bilden, die dann versuchen, zum Beispiel möglichst schneller als der andere Kreis einen Ball fünfmal herumzureichen. Die Aufgabenstellungen кönnen auch hier wieder stark variiert werden.

Eine weitere Variationsmöglichkeit bietet sich durch die Einführung eines Störers. Die Spieler stehen hierbei ca. Zwei bis drei Schritte weit auseinander und der Ball wandert durch zuwerfen im Kreis. Ziel des Störers ist es nun, den Ball während eines Wurfes auf den Boden zu schlagen. Die Kreisspieler versuchen dies durch plötzliche Richtungswechsel zu verhindern. Gelingt es dem Störer einen Ball abzuschlagen, so darf er sich in den Kreis einordnen und der letzte Werfer wird nun zum Störer. Auch hier ist es möglich durch die Anzahl der Störer, der Bälle, oder durch andere Variationen das Spiel zu erleichtern oder zu erschweren.

1.3.2 Wanderball in der Reihe

Die Spieler stehen hintereinander in einer Reihe. Der Ball wird nun von vorne an den jeweils nächsten Spieler weitergereicht. Dies kann auf unterschiedlichste Art und Weise geschehen. Der Ball kann über den Kopf, durch die Beine oder am Кörper vorbei gereicht werden. Ist der Ball beim letzten Spieler der Reihe angelangt, so 1 äuft dieser nach vorne und stellt sich vor der Reihe an. Ziel ist es, den Ball so oft ans Ende der Reihe zu befördern, daß der erste der Reihe wieder vorne steht. Die Art der Rückkehr kann dabei wiederum beliebig variiert werden. So kann der letzte Spieler einfach mit dem Ball in der Hand nach vorne laufen, er kann durch die Beine seiner Mitspieler nach vorne krabbeln, etc.

Auch in dieser Organisationsform ist ein Wettspiel möglich. Hierzu werdenje nach Spieleranzahl mehrere Reihen mit höchstens 6 Spielern gebildet. Auf Kommando gibt der erste Spieler den Ball auf vereinbarte Weise an seinen Hintermann usw. Sieger ist die Mannschaft, die als erste wieder in ihrer ursprünglichen Reihenfolge aufgestellt ist. Eine Reihe mit mehr als sechs Spielern halte ich für nicht sehr sinnvoll, da sonst der einzelne Spieler zu lange nichts zu tun hat.

2. Sportpädagogische Aspekte und Lernziele

Wanderball ist ein leicht verständliches Spiel, das aufgrund seiner vielen Variationsmöglichkeiten vielseitig eingesetzt werden kann. Im Sportunterricht kann es als Übung für den Umgang mit Bällen genutzt werden, als auflockerndes Spiel für zwischen durch, etc. Da es keiner großen Materialien und Voraussetzungen räumlicher Art bedarf, kann es auch in der Pause von den Kindern gespielt werden, oder in ihrer Freizeit. Es zeigt ihnen also eine M öglichkeit auf, sich selbst zu beschäftigen.

Wesentliche Ziele dieses Spieles sind das Miteinander im Kreis/ der Reihe, das zielgenaue Weiterreichen so wie die Mehrfachkoordination.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Spielanalyse: Wanderball
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Veranstaltung
Seminar Gst
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
10
Katalognummer
V101115
ISBN (eBook)
9783638995368
ISBN (Buch)
9783640954704
Dateigröße
357 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spielanalyse, Wanderball, Seminar
Arbeit zitieren
Catrin Schmitz (Autor), 1999, Spielanalyse: Wanderball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101115

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