In dieser Arbeit wird untersucht, welche Auswirkungen Angst und Stress auf die Psyche in einer Krisensituation wie COVID-19 haben. Das Modul "Allgemeine Psychologie und Biopsychologie" bietet anhand verschiedener Modelle viele Antworten. Im zweiten Teil der Arbeit, dem Theorieteil, wird das Modul "Allgemeine- und Biopsychologie" erläutert. Darauffolgend wird der Begriff "Social Distancing" definiert. Außerdem wird die Verfasserin mit Hilfe unterschiedlicher Theorien und Modelle aufzeigen, wie ein Individuum Stressreaktionen verarbeitet und welche Vorgänge auf endokriner und neuronaler Ebene ablaufen. Im letzten Teil der Arbeit wird anhand der erworbenen Informationen ein Fazit gezogen und Stellung genommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Allgemeine Psychologie & Biopsychologie
2.2 Social Distancing
2.3 Angst, Stress und die Appraisal Theorie
2.4 Stress auf endokriner- und neuronaler Ebene
2.5 Auswirkungen Partnerschaften und das Hormon Oxytocin
3 Eigene Position & Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die psychologischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Individuum unter besonderer Berücksichtigung von Stressreaktionen und Social Distancing, wobei psychologische Modelle zur Bewältigung von Krisensituationen analysiert werden.
- Grundlagen der Allgemeinen Psychologie und Biopsychologie
- Herausforderungen durch Social Distancing
- Anwendung der Appraisal Theorie von Lazarus
- Biopsychologische Stressprozesse auf endokriner und neuronaler Ebene
- Einfluss von Partnerschaften und Oxytocin in Krisenzeiten
Auszug aus dem Buch
2.3 Angst, Stress und die Appraisal Theorie
Die Angst ist nicht nur ein Urinstinkt, sondern auch ein gesunder Schutzmechanismus unseres Körpers (Bernhardt 2016). In deutschen Supermärkten sind leere Toilettenpapierregale und andere leergeräumte Lebensmittelregale vorzufinden. Die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner wendet sich in den Medien an deutsche Bürger und beteuert die Lebensmittelversorgung ist gesichert. Das Phänomen der Hamsterkäufe begründet sich durch Angst, eine notwendige Reaktion die unser Überleben in Notsituationen sichern soll (Bernhardt 2016).
Der Hirnforscher LeDoux untersuchte die Hirnaktivitäten die bei Angstreizen entstehen und entwickelte die Amygdala-Theorie der Furcht (LeDoux und Griese 2006). LeDoux fand heraus, dass bei der Verarbeitung von Ängsten von affektiver (quick &dirty) und kognitiver (langer Weg) Verarbeitung abzugrenzen ist (LeDoux und Griese 2006). Bei der affektiven Verarbeitung sendet ein visueller Reiz direkt eine Botschaft an den Thalamus, dieser wiederum sendet diese Angstbotschaft weiter an die Amygdala welche eine Angstreaktion hervorruft ohne Beteiligung des Kortex (LeDoux und Griese 2006).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die globale Ausnahmesituation der Covid-19-Pandemie ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich psychischer Stressreaktionen.
2 Theorie: Der Theorieteil definiert grundlegende Begriffe der Psychologie und Biopsychologie im Kontext der Pandemie, darunter Angst, Stress und soziale Isolation.
2.1 Allgemeine Psychologie & Biopsychologie: Dieses Kapitel erläutert die Grundzüge der Psychologie als Wissenschaft sowie die biopsychologische Verbindung von körperlichen und seelischen Zuständen.
2.2 Social Distancing: Hier wird die Herausforderung der sozialen Isolation und die Reduktion von Kontakten im Zuge der Pandemie-Prävention thematisiert.
2.3 Angst, Stress und die Appraisal Theorie: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung von Angst als Schutzmechanismus und analysiert mittels des Lazarus-Modells die individuelle Stressbewertung.
2.4 Stress auf endokriner- und neuronaler Ebene: Hier werden die physiologischen Prozesse im Körper, insbesondere das Nervensystem und das endokrine System während einer Stressreaktion, beschrieben.
2.5 Auswirkungen Partnerschaften und das Hormon Oxytocin: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung des "Treuehormons" Oxytocin für den sozialen Zusammenhalt und die Stabilität von Partnerschaften in Krisenzeiten.
3 Eigene Position & Fazit: Die Verfasserin leitet aus der Literatur eigene Handlungsempfehlungen zur psychischen Bewältigung der Krisensituation ab.
Schlüsselwörter
Covid-19, Pandemie, Psychologie, Biopsychologie, Social Distancing, Stress, Angst, Appraisal Theorie, Coping, Oxytocin, Nervensystem, Stressbewältigung, Isolation, Krisensituation, Psychische Gesundheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen und biopsychologischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Menschen und wie diese mit Krisensituationen umgehen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt Themen wie Angst als Schutzmechanismus, die Auswirkungen von Social Distancing, Stressverarbeitung sowie die Rolle von sozialen Bindungen in Extremsituationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis psychologischer und biologischer Theorien zu verstehen, wie Menschen Stressreaktionen verarbeiten und welche Strategien zur Bewältigung der Pandemie-Folgen sinnvoll sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse basierend auf psychologischen Modellen (wie der Appraisal Theorie von Lazarus) sowie neurobiologischen Erkenntnissen zur Stressreaktion.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Psychologie, das Phänomen Social Distancing, die Verarbeitung von Stress und die physiologische Ebene der Stressreaktion erläutert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Angststörung, Stressoren, Coping-Strategien, Nervensystem, endokrines System und soziale Resilienz charakterisiert.
Wie erklärt das Lazarus-Modell die Stressverarbeitung in der Krise?
Das Modell unterscheidet zwischen der primären Bewertung (Einstufung als Gefahr oder Herausforderung) und der sekundären Bewertung (Analyse der verfügbaren Ressourcen zur Bewältigung).
Warum spielt das Hormon Oxytocin in dieser Untersuchung eine Rolle?
Oxytocin, auch als "Treuehormon" bekannt, wird als wichtiger Faktor für vertrauensvolles Verhalten und soziale Nähe beschrieben, was in Zeiten von Kontaktbeschränkungen die Stabilität von Beziehungen beeinflussen kann.
Welche Empfehlungen gibt die Verfasserin für den Umgang mit der Krise?
Es wird empfohlen, die Zeit zur Selbstreflexion zu nutzen, soziale Kontakte digital zu pflegen, sich bewusst von Falschmeldungen zu distanzieren und einen strukturierten Alltag beizubehalten.
- Citation du texte
- Natali Kos (Auteur), 2020, Psychologische Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Social Distancing als Herausforderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011384