Thema dieser Hausarbeit ist das rationale Handeln im wirtschaftlichen Alltag.
Täglich trifft der Mensch im Rahmen seines Alltages wirtschaftliche Entscheidungen unterschiedlichen Ausmaßes. Welche Beweggründe auf eine wirtschaftliche Entscheidung einen Einfluss nehmen und welche Unterschiede zwischen verschiedenen Personengruppen oder Rahmenbedingungen auftreten, soll in dieser Hausarbeit unter der Fragestellung, ob rationales Handeln im wirtschaftlichen Alltag den Regelfall bestimmt, erörtert werden.
Zunächst werden die grundlegenden Begriffe „rationales Handeln“ und „wirtschaftlicher Alltag“ definiert. Des Weiteren wird auf den derzeitigen Forschungsstand zurückgegriffen und dieser dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Relevanzbegründung
1.3 Vorgehensweise
2 Wirtschaftliches Handeln
2.1 Definition
2.2 Hypothese
2.3 Forschungsstand
3 Online-Befragung: „Handeln im wirtschaftlichen Alltag“
3.1 Zusammenfassung
3.2 Analyse
3.3 Interpretation
4 Fazit
4.1 Zusammenfassung
4.2 Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob rationales Handeln im wirtschaftlichen Alltag den Regelfall bestimmt. Dabei wird analysiert, inwieweit ökonomische Entscheidungen von Individuen durch zweckorientierte Kalküle geprägt sind oder ob subjektive, emotionale Faktoren sowie sozioökonomische Rahmenbedingungen das tatsächliche Verhalten dominieren.
- Grundlagen des rationalen Handelns und der Rational-Choice-Theorie
- Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf das Konsumentenverhalten
- Analyse der Zweckorientierung bei unterschiedlichen Entscheidungstypen
- Vergleich zwischen alltäglichen und weitreichenden ökonomischen Entscheidungen
- Empirische Untersuchung mittels einer Online-Befragung von 100 Probanden
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition
Um die Fragestellung beantworten zu können ist es notwendig sich mit den Begriffen „rationales Handeln“ und „wirtschaftlicher Alltag“ auseinander zu setzen. Vilfredo Pareto setzt rationales Handeln mit zweckorientiertem Handeln gleich (vgl. Pareto zitiert nach Bach 2019, S. 91). Rationales Handeln beschreibt somit „ziel- oder zweckgerichtetes Handeln, begründet auf dem Motiv der Bedürfnisbefriedigung durch Objekte der äußeren Welt“ (Bach 2019, S. 91). Wirtschaftsgüter werden mit einer bestimmten Nutzungserwartung betrachtet (vgl. Bach 2019, S. 92), es findet somit eine Kosten-Nutzen-Abwägung zur Handlungsentscheidung statt. Paul B. Hill untermauert dies in seiner Rational-Choice-Theorie als „Handlungstheorie, nach der die Akteure ihre eigenen Vorteile oder Nutzen mehren wollen, (…) bestimmte Handlungen eben genau diesem Ziel dienen und andere weniger vorteilhaft sind.“ (Hill 2002, S. 30).
Der wirtschaftliche Alltag wird im Rahmen dieser Arbeit ad hoc als alle Situationen im Alltag definiert, in dem ökonomisches Handeln erforderlich ist. Das Handeln als Privatperson und jenes als Ökonom, beispielsweise in einem Unternehmen, werden gleichermaßen inbegriffen. Beispiele für den wirtschaftlichen Alltag sind somit Lebensmitteleinkäufe, Investitionen in Automobile oder Immobilien und geschäftliche ökonomische Entscheidungen, wie Kündigungen oder Vertragsabschlüsse.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein, begründet deren Relevanz für das Verständnis von Konsumentenverhalten und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Wirtschaftliches Handeln: Hier werden theoretische Grundlagen wie „rationales Handeln“ definiert, eine Hypothese zum Entscheidungsverhalten aufgestellt und der bisherige Forschungsstand zum Konsumentenverhalten beleuchtet.
3 Online-Befragung: „Handeln im wirtschaftlichen Alltag“: Dieses Kapitel präsentiert die Durchführung und Analyse der empirischen Daten, die bei 100 Probanden erhoben wurden, und interpretiert die Ergebnisse hinsichtlich der Zweckorientierung.
4 Fazit: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und zieht die Schlussfolgerung, dass rationales Handeln im wirtschaftlichen Alltag keineswegs den Regelfall darstellt.
Schlüsselwörter
Rationales Handeln, wirtschaftlicher Alltag, Konsumentenverhalten, Rational-Choice-Theorie, Zweckorientierung, Entscheidungsfindung, Online-Befragung, subjektive Rationalität, Bedürfnisbefriedigung, sozioökonomische Faktoren, Impulskäufe, Zielgerichtetes Handeln.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Untersuchung, ob Menschen in ihrem alltäglichen wirtschaftlichen Handeln rein rational und zweckorientiert entscheiden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des rationalen Handelns, der Analyse von Konsumentscheidungen und dem Einfluss von sozialen Faktoren auf ökonomisches Verhalten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob rationales Handeln den Regelfall im wirtschaftlichen Alltag bildet oder ob andere Faktoren das Handeln stärker beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer empirischen Online-Befragung von 100 Personen verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung des Forschungsstandes sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der durchgeführten Befragung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind insbesondere rationales Handeln, Konsumentenverhalten, Zweckorientierung, Rational-Choice und wirtschaftlicher Alltag.
Welche Rolle spielt das Alter bei der Entscheidungsfindung laut der Umfrage?
Die Untersuchung zeigt, dass insbesondere ältere Teilnehmer (über 50 Jahre) eine höhere Zweckorientierung aufweisen, was auf eine konservativere Grundhaltung zurückgeführt wird.
Führen Frauen und Männer im Alltag unterschiedliche Konsumentscheidungen?
Ja, die Auswertung deutet darauf hin, dass Frauen häufiger zu impulsiven Kaufentscheidungen neigen als Männer.
- Quote paper
- Marcel Kobold (Author), 2020, Rationales Handeln im wirtschaftlichen Alltag. Relevanzbegründung, Analyse und Interpretation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011720