Diese Seminararbeit handelt von Start-up Finanzierungen mit Risikokapital.
Aufgrund steigender Infektionszahlen erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel am 28. Oktober 2020 neue Covid-19-Vorschriften. Diese zusätzlichen Maßnahmen sollen eine nationale Gesundheitsnotlage verhindern und das aktuelle Infektionsgeschehen aufhalten. Laut der Bundeskanzlerin sollen Kontakte zu anderen Bürgern und Haushalten auf ein absolut nötiges Minimum reduziert und private Reisen vermieden werden.
Genauso wird das Angebot an Dienstleistungen, Veranstaltungen und sportlichen Aktivitäten deutlich eingeschränkt. Neben den privaten Einschränkungen gelten auch neue Regelungen für Betriebe. Während der Groß- und Einzelhandel unter strengen Hygieneauflagen geöffnet bleiben darf, müssen Gastronomiebetriebe ihre Tätigkeit bis auf weiteres einstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung zur Ausarbeitung
2. Grundlagen
2.1 Start-up
2.2 Business Plan
2.3 Unternehmensfinanzierung
2.4 Risikokapital
3. Unternehmensfinanzierung
3.1 Rechtsstellung
3.2 Kapitalherkunft
4. Kapitalgeber
4.1 Venture Capital Gesellschaften
4.2 Private Equity
4.3 Business Angels
5. Finanzierungsphasen
5.1 Pre-Seed-Phase
5.2 Seed-Phase
5.3 Growth-Phase
5.4 Later Stage
6. Investitionskriterien
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Finanzierung von Start-ups mit Risikokapital, insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Belastungen durch die Covid-19-Pandemie. Ziel ist es, verschiedene Finanzierungsformen und -phasen sowie die Anforderungen von Investoren an junge Unternehmen fundiert darzustellen.
- Grundlegende Definitionen von Start-ups und Businessplänen.
- Differenzierung der Unternehmensfinanzierung (Eigen- vs. Fremdkapital).
- Analyse relevanter Kapitalgeber (Venture Capital, Private Equity, Business Angels).
- Strukturierung der Finanzierungsphasen von Pre-Seed bis Later Stage.
- Kriterien für erfolgreiche Investitionen aus Sicht der Risikokapitalgeber.
Auszug aus dem Buch
4.1 Venture Capital Gesellschaften
Der Ursprung von Venture Capital Gesellschaften lässt sich auf die früheren Kapitalbeteiligungsgesellschaften zurückführen. Diese Gesellschaften wurden zunächst von privaten und industriellen Investoren und später von Kreditinstituten entwickelt. Dabei wurde der Fokus auf eine Verbesserung der Eigenkapitalausstattung von kleinen und mittleren Unternehmen gelegt. Diesen Unternehmen war es häufig nicht möglich Wachstum durch Selbstfinanzierung zu erzielen. Der heutige Begriff des Venture Capitals wurde mit Beginn der späten siebziger Jahre aus den Vereinigten Staaten von Amerika übernommen. Mittlerweile befassen sich Venture Capital Gesellschaften mit Beteiligungsfinanzierungen von Unternehmen. Die Empfänger des Kapitals werden durch den Prozess als Portfoliounternehmen der Venture Capital Gesellschaften bezeichnet. Neben der finanziellen Unterstützung bieten die Kapitalgeber auch inhaltliche und strategische Expertise. Gerade die Unterstützung beim Management und die Vermittlung von Kontakten sind bei innovationsstarken Start-ups maßgeblich.
Ein entscheidender Unterschied gegenüber klassischer Finanzierung durch Bankenkredite liegt in der Stellung von Sicherheiten. Diese sind bei der Vergabe von Krediten durch Finanzinstitute meist entscheidend. Dagegen beteiligen sich Venture Capital Gesellschaften langfristig an jungen Unternehmen, ohne Sicherheiten vorauszusetzen. Hierbei ist die Rechtsstellung der liquiden Mittel bemerkenswert. Denn Wagniskapital wird als Eigenkapital eingeordnet und trägt dementsprechend zur Haftung des Unternehmens bei. Gleichermaßen ist das Unternehmen nicht zur Rückzahlung oder Verzinsung des Kapitals verpflichtet. Dafür werden die Wagniskapitalgeber als haftender Mitgesellschafter direkt am Erfolg des Start-ups beteiligt.
Die Geber von Wagniskapital lassen sich dabei in verschiedene Kategorien einteilen. Bei klassischen Venture Capital Gesellschaften wurde das Kapital bei Anlegern gesammelt und in einem Fonds verwaltet. Dieses Kapital kann daher meist nur unter Einhaltung gewisser Investitionskriterien, welche das Start-up zu erfüllen hat, verwendet werden. Gerade der bereits erläuterte Business Plan gilt hier häufig als Selektionskriterium. Demnach handeln die Gesellschaften als Intermediär zwischen den Investoren und den Start-ups.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung zur Ausarbeitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Situation junger Unternehmen während der Covid-19-Pandemie und führt in die Notwendigkeit der Risikokapitalfinanzierung ein.
2. Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Start-up, Business Plan und Risikokapital definiert, um ein Fundament für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Unternehmensfinanzierung: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Merkmale der Finanzierung, insbesondere die Rechtsstellung der Kapitalgeber und die Herkunft des Kapitals.
4. Kapitalgeber: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung verschiedener Risikokapitalgeber, namentlich Venture Capital Gesellschaften, Private Equity und Business Angels.
5. Finanzierungsphasen: Das Kapitel strukturiert den Lebenszyklus eines Start-ups in verschiedene Finanzierungsstadien von der Pre-Seed-Phase bis zur Later Stage.
6. Investitionskriterien: Die Arbeit stellt die Anforderungen dar, die Kapitalgeber bei der Prüfung von Start-ups anlegen, um ihr Verlustrisiko zu minimieren.
7. Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet die aktuelle Lage der deutschen Start-up-Szene und leitet Handlungsempfehlungen für die staatliche Unterstützung ab.
Schlüsselwörter
Start-up, Risikokapital, Wagniskapital, Venture Capital, Private Equity, Business Angels, Unternehmensfinanzierung, Business Plan, Gründungsfinanzierung, Eigenkapital, Innovationsförderung, Finanzierungsphasen, Seed-Phase, Covid-19, Investitionskriterien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Finanzierung von Start-ups durch Risikokapital und untersucht, welche Möglichkeiten junge Unternehmen haben, um Kapital zu beschaffen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen gehören die verschiedenen Arten der Unternehmensfinanzierung, die Identifikation relevanter Kapitalgeber und die spezifischen Finanzierungsphasen während der Entwicklung eines Start-ups.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Start-ups per Risikokapital finanziert werden können und welche Kriterien dabei für Investoren von zentraler Bedeutung sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und Analyse gängiger Konzepte der Unternehmensfinanzierung und Gründungslehre.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Finanzierung, die Analyse von Investorengruppen sowie die Beschreibung der Finanzierungsphasen und der entscheidenden Auswahlkriterien für Investoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Risikokapital, Venture Capital, Business Angels, Finanzierungsphasen und Start-up geprägt.
Warum sind klassische Kredite für Start-ups oft ungeeignet?
Klassische Liquiditätsgeber wie Banken fordern meist Sicherheiten und den Nachweis von Gewinnen, was junge, innovative Unternehmen in einer frühen Phase der Entwicklung in der Regel noch nicht leisten können.
Welchen Einfluss hat die Covid-19-Pandemie laut der Arbeit auf Start-ups?
Die Pandemie erschwert die Finanzierung junger Unternehmen durch den Rückgang privater Investitionen, weshalb staatliche Unterstützungspakete an Bedeutung gewonnen haben.
Was unterscheidet Business Angels von Venture Capital Gesellschaften?
Business Angels sind meist Privatpersonen, die neben Kapital oft auch ihre Expertise und Netzwerke einbringen, während Venture Capital Gesellschaften institutionelle Akteure sind, die Kapital von Anlegern verwalten und hohe Renditeerwartungen haben.
Was ist das Ziel einer "Exit-Strategie" bei Risikokapitalinvestoren?
Das Ziel ist die Realisierung der ursprünglichen Investition in Rendite, etwa durch einen Börsengang (IPO) oder den Verkauf der Geschäftsanteile (Trade-Sale).
- Arbeit zitieren
- Daniel Gatz (Autor:in), 2021, Finanzierung von Start-ups mit Risikokapital. Grundlagen, Unternehmensfinanzierung, Kapitalgeber, Finanzierungsphasen und Investitionskriterien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011833