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Die Awaren als Nachfolger des Reitervolkes der Hunnen

Título: Die Awaren als Nachfolger des Reitervolkes der Hunnen

Trabajo Escrito , 2010 , 11 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia - Otros
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Der römischen Geschichtsschreibung nach tauchten die Hunnen quasi aus dem Nichts östlicher Regionen Europas auf. Sie erscheinen in der Geschichtsschreibung als undefinierte Volksgruppe, deren Einheit nur über oberflächliche Gemeinsamkeiten, wie etwa den massiven Einsatz leichter Kavallerie in kriegerischen Auseinandersetzungen bestimmt wurden. Da die Hunnen allerdings für die spätere Geschichte des Weströmischen Reiches, zum einen durch das indirekte Auslösen von Wanderbewegungen anderer Volksgruppen und zum anderen durch den raschen Aufbau eines eigenen Reiches, von entscheidender Bedeutung waren, stellt sich die Frage nach den Gründen ihrer raschen Erfolge.
Als im späten 6. Jahrhundert zum ersten Mal von einem Volk der Awaren berichtet wird, werden diese in ebensolcher Weise als besonders fremdartig charakterisiert und als eines der Völker der Hunnen bezeichnet. Das gemeinhin als Hunnenreich bekannte Steppenreich unter Attila war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits untergegangen und die Identität eines Volkes der Hunnen bestand nicht mehr .
Ob wirklich eine direkte Verbindung zwischen beiden Völkern bestand bleibt damit fraglich.
Aus diesen Gründen soll im Verlauf dieser Arbeit die Herkunft beider Völker untersucht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Der Ursprung des Volkes der Hunnen

a) Schwierigkeiten in der Namensgebung

b) Ethnische Gruppierungen unter den Hunnen

II. Aufstieg und Untergang des Hunnenreiches unter Attila

a) Zur hunnischen Art der Kriegsführung

b) Die politische Entwicklung des Hunnenreiches bis zu seinem Untergang

III. Das Erscheinen der Awaren und mögliche Bezüge zu den Hunnen

IV. Gesamtergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Herkunft und die organisatorischen Strukturen der Hunnen sowie der Awaren. Ziel der Untersuchung ist es, zu klären, inwieweit das scheinbar plötzliche Auftreten beider Völker in den römischen Geschichtsquellen auf mangelnde Kenntnisse der Römer über die östlichen Regionen zurückzuführen ist und ob eine tatsächliche historische Kontinuität zwischen den Hunnen und den später erscheinenden Awaren bestand.

  • Historische Einordnung der Hunnen in der römischen Geschichtsschreibung
  • Analyse der hunnischen Kriegsführung und Expansionsstrategien
  • Untersuchung der politischen Organisation und des Zerfalls des Hunnenreiches
  • Vergleich der Identitätsbildung und Organisation von Hunnen und Awaren
  • Evaluation der historischen Bezüge und Überlieferungen zwischen beiden Völkern

Auszug aus dem Buch

I. Der Ursprung des Volkes der Hunnen

In der römischen Geschichtsschreibung erscheint das Volk der Hunnen als weitestgehend unbekannte Volksgruppe aus den Regionen nördlich des schwarzen Meeres. Zur Charakterisierung des Volkes der Hunnen wurde primär der Barbarentopos eines wilden, herrschaftslosen Volkes herangezogen. Dieser wurde noch um die Komponente eines nomadischen Reiterlebens erweitert. Zur klaren Abgrenzung einer Volksgruppe sind diese Charakteristika allerdings unzureichend, weshalb es oft unklar bleibt, wer bei der Verwendung des Begriffes „Hunnen“ wirklich genau gemeint war.

Im weiteren Verlauf der römischen Geschichtsschreibung tauchten immer wieder Bezüge zwischen den Hunnen und anderen, bekannten Volksgruppen auf. Dies geschah beispielsweise über Herkunftssagen. So existiert etwa eine gotische Sage, nach der sich vertriebene, gotische Hexen in den unbekannten Steppenregionen im Osten Europas mit unreinen Geistern paarten und so das Volk der Hunnen zeugten. Mögliche Gründe hierfür könnten darin bestanden haben, dass man schlicht davon ausging, in der älteren Geschichtsschreibung seien alle existenten Volksgruppen aufgeführt.

Allgemein gilt allerdings, dass sich Nomadenvölker der eurasischen Graslandzone primär über ihre Lebens- und Wirtschaftsweise definierten und eine ethnische und sprachliche Abgrenzung aufgrund mangelnder Zeugnisse kaum möglich ist. Aus diesen Gründen kann der Begriff der „Hunnen“ auch als ein Sammelbegriff für bogenbewaffnete Steppenvölker aus Osteuropa betrachtet werden, der sowohl für zentralasiatische Reiterkrieger, als auch für andere Völker aus den Grenzregionen des römischen Reiches verwendet werden konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der Ursprung des Volkes der Hunnen: Dieses Kapitel thematisiert die Schwierigkeiten der historischen Einordnung der Hunnen aufgrund mangelnder Quellenlage und der Verwendung des Begriffs als unpräziser Sammelbegriff für Steppenvölker.

II. Aufstieg und Untergang des Hunnenreiches unter Attila: Hier werden die militärische Strategie der Hunnen sowie die politische Entwicklung unter der Führung von Uldin und Attila bis zum Zerfall nach der Schlacht am Fluss Nedao analysiert.

III. Das Erscheinen der Awaren und mögliche Bezüge zu den Hunnen: Das Kapitel vergleicht die Herkunft der Awaren mit der der Hunnen und untersucht, warum letztere im kollektiven Gedächtnis oft fälschlicherweise als deren Nachfahren angesehen wurden.

IV. Gesamtergebnis: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass aufgrund fehlender Hintergrundinformationen keine direkte historische Verbindung zwischen beiden Völkern nachweisbar ist und die Wahrnehmung als Nachfahren eher auf der Verankerung des Begriffs „Hunnen“ beruht.

Schlüsselwörter

Hunnen, Awaren, Frühmittelalter, Reitervölker, Attila, Römische Geschichtsschreibung, Steppenvölker, Nomaden, Ethnogenese, Kriegsführung, Stammesgruppen, Uldin, Eurasien, Barbarentopos, Tributzahlungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Identität und den Organisationsstrukturen der Reitervölker der Hunnen und Awaren im Frühmittelalter.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Herkunft der Völker, ihre militärischen Taktiken, die politische Führung sowie die Frage nach historischen Kontinuitäten zwischen den Hunnen und den Awaren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum beide Völker als besonders fremdartig wahrgenommen wurden und ob eine tatsächliche Verbindung zwischen den hunnischen Stämmen und den später erscheinenden Awaren bestand.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse antiker Quellen und einer Auswertung moderner historischer Sekundärliteratur, um die Entstehung von Gruppenidentitäten zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Ursprungs der Hunnen, deren Expansion unter Attila sowie einen Vergleich mit dem Auftreten und der Organisation der Awaren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Hunnen, Awaren, Steppenvölker, Nomaden und die Analyse der römischen Geschichtsschreibung als Quelle.

Warum wird Attila in der Arbeit gesondert betrachtet?

Attila gilt als die prägende Herrscherfigur des Hunnenreiches, unter dessen Führung das Volk als organisierte Macht auftrat, was den Kontrast zu den herrschaftslosen Anfängen verdeutlicht.

Welche Rolle spielt der Begriff „Hunnen“ als Sammelbegriff?

Die Arbeit zeigt auf, dass „Hunnen“ oft als vager Begriff für fremde Steppenvölker verwendet wurde, da detaillierte ethnische Kenntnisse im römischen Reich über diese Regionen fehlten.

Wie unterscheidet sich die Organisation der Awaren von der der Hunnen?

Im Gegensatz zu den anfangs herrschaftslosen hunnischen Stämmen traten die Awaren von Beginn an unter der Leitung eines Chagan als zentralisierte politische Einheit auf.

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Detalles

Título
Die Awaren als Nachfolger des Reitervolkes der Hunnen
Universidad
University of Kassel
Calificación
1,5
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
11
No. de catálogo
V1012101
ISBN (Ebook)
9783346403032
Idioma
Alemán
Etiqueta
awaren nachfolger reitervolkes hunnen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2010, Die Awaren als Nachfolger des Reitervolkes der Hunnen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012101
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