Diese Arbeit untersucht, ob Unternehmen durch Nachhaltigkeitsmanagementsysteme einen wesentlichen Beitrag in ihrer Unternehmenskultur leisten können, um den aktuellen und zukünftigen Nachhaltigkeitsherausforderungen entgegenzuwirken. Das Ziel besteht darin, eine Analyse mittels empirischer Studien vorzunehmen, um zu überprüfen, ob die Implementierung von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen einen positiven Beitrag der genannten Herausforderungen leisten kann.
Um dieses Ziel zu erreichen und die Fragestellung zu beantworten, werden mittels qualitativer Literaturanalyse, basierend auf einschlägigen Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Büchern, die theoretischen Grundlagen von Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur definiert. Auf den Grundlagen aufbauend besteht der Kern dieser Arbeit in der Analyse von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen, die als Instrumente des Kulturwandels dienen sollen.
Dabei werden zunächst die Systeme deskriptiv beschrieben, bevor sie anhand von objektiven und transparenten Kriterien bewertet werden. Die Analysen basieren auf Forschungsstudien, die anhand von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, Fragebögen und statistischer Methoden bewertet werden. Im Anschluss werden ausgehend von den analysierten Forschungsstudien die Chancen und Herausforderungen sowie der betriebliche Lernprozess herausgearbeitet und beschrieben.
Das Bewusstsein über die aktuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen ist bei den Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Immer mehr Führungskräfte erkennen, dass Nachhaltigkeitsstrategien in der Unternehmenskultur als notwendig erachtet werden müssen. Aus einer aktuellen Studie aus dem Jahr 2018 der 'Bain & Company' – eine internationale Managementberatung - gaben 81 % der befragten Unternehmen an, dass Nachhaltigkeit heute ein wichtiger Bestandteil ihres Geschäftsmodells darstellt und als Kernaufgabe in der Unternehmenskultur verankert werden muss.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und methodisches Vorgehen
2 Theoretische Grundlagen und Hypothesenstellung
2.1 Nachhaltigkeit
2.1.1 Historische Entwicklung
2.1.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.1.3 Nachhaltigkeitsmanagement im Unternehmen
2.2 Unternehmenskultur
2.2.1 Die Rolle der Unternehmenskultur
2.2.2 Ökologische Prägung der Organisationskultur
2.3 Hypothesenstellung
3 Analyse von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen als Instrument des Kulturwandels
3.1 Eco Management and Audit Scheme (EMAS)
3.2 Global Reporting Initiative (GRI) und Gemeinwohl-Bilanz
3.3 Empirische Untersuchung
3.4 Chancen und Herausforderungen für unternehmerische Nachhaltigkeit
3.5 Betrieblicher Lernprozess
4 Zusammenfassung und kritische Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie die Implementierung von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen einen positiven Beitrag zur Bewältigung aktueller ökonomischer, ökologischer und sozialer Herausforderungen innerhalb der Unternehmenskultur leisten kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, inwieweit Unternehmen durch diese Systeme einen wirksamen Kulturwandel anstoßen können, um langfristig nachhaltiger zu agieren.
- Analyse der theoretischen Grundlagen von Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur
- Untersuchung verschiedener Nachhaltigkeitsmanagementsysteme (EMAS, GRI, Gemeinwohl-Bilanz)
- Empirische Meta-Analyse von wissenschaftlichen Studien zum Einfluss dieser Systeme
- Identifikation von Chancen und Herausforderungen bei der Implementierung
- Bedeutung des betrieblichen Lernprozesses für eine erfolgreiche Transformation
Auszug aus dem Buch
3.1 Eco Management and Audit Scheme (EMAS)
Das Eco Management and Audit Scheme (EMAS) ist ein Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung, welches auch unter dem Namen EU-Öko-Audit oder Öko Audit bekannt ist. Das System wurde am 29. Juni 1993 durch die EMAS-Verordnung 1836/93 von der Europäischen Gemeinschaft in Kraft gesetzt. Die Gründe für die Entstehung lassen sich u.a. auf der UN-Konferenz in Rio de Janeiro zurückführen, bei der die umweltpolitische Aufbruchstimmung zu den heute bekanntesten Umweltmanagementsystem-Normen, wie bspw. ISO-Norm und EMAS Verordnung geführt hat. EMAS zielt im Wesentlichen darauf ab, eine Verbesserung der Umweltleistungen zu erreichen, die sich zunächst auf die freiwillige Teilnahme von Industrieunternehmen beschränkt. Eine ausführliche Beschreibung über die Entwicklung von EMAS im Zusammenhang mit ISO 14001 und der inhaltlichen Betrachtungsweise wird im Anhang des Assignments detaillierter verfasst (siehe Anhang 6 und 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Nachhaltigkeitsherausforderungen und definiert die forschungsleitende Fragestellung zur Rolle von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen in der Unternehmenskultur.
2 Theoretische Grundlagen und Hypothesenstellung: Hier werden die Konzepte Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur theoretisch fundiert und eine Hypothese über den Zusammenhang zwischen Managementsystemen und Umweltbelastung aufgestellt.
3 Analyse von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen als Instrument des Kulturwandels: Dieses Hauptkapitel beschreibt und analysiert die Systeme EMAS, GRI und Gemeinwohl-Bilanz sowie deren empirische Auswirkungen und implementierungsbezogene Chancen und Herausforderungen.
4 Zusammenfassung und kritische Reflexion: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen, kritisiert die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Unternehmenskultur, Nachhaltigkeitsmanagementsysteme, EMAS, GRI, Gemeinwohl-Bilanz, Unternehmensethik, Organisationswandel, Umweltleistung, betrieblicher Lernprozess, Stakeholder, Nachhaltigkeitsstrategie, ökologische Verantwortung, Ressourcenmanagement, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen Nachhaltigkeitsmanagementsysteme nutzen können, um ihre Unternehmenskultur nachhaltig zu prägen und aktuellen globalen Herausforderungen zu begegnen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur sowie eine detaillierte Analyse der Instrumente EMAS, GRI und der Gemeinwohl-Bilanz.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob die Implementierung dieser Systeme einen nachweisbaren positiven Beitrag zur unternehmerischen Umweltleistung und zum notwendigen Kulturwandel leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine qualitative Literaturanalyse durchgeführt, ergänzt durch eine empirische Auswertung basierend auf einer Meta-Analyse zahlreicher wissenschaftlicher Studien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise der verschiedenen Managementsysteme, bewertet diese anhand empirischer Studien und beleuchtet die Chancen, Herausforderungen sowie die Bedeutung von Lernprozessen in Organisationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Unternehmenskultur, Kulturwandel, Umweltmanagement, Stakeholder und empirische Analyse definiert.
Inwiefern unterscheiden sich EMAS und GRI laut der Analyse?
Die Analyse zeigt, dass EMAS ein stärkerer Fokus auf Umweltmanagement und Betriebsprüfung liegt, während die GRI als Rahmen für die umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung dient, wobei beide Ansätze unterschiedliche Einflüsse auf die unternehmerische Praxis zeigen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Gemeinwohl-Bilanz?
Die Studie deutet darauf hin, dass die Definitionen und Indikatoren der Gemeinwohl-Bilanz in ihrer aktuellen Form teilweise unscharf sind, was ihre direkte Auswirkung auf messbare wirtschaftliche Ergebnisse erschwert.
- Quote paper
- Özgür Tükenmez (Author), 2020, Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur. Nachhaltigkeitsmanagementsysteme als Instrument des Kulturwandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012263