Privatisierung von Strafverfolgung am Beispiel des Entwurfs eines Verbandssanktionengesetzes


Studienarbeit, 2020

40 Seiten, Note: 15,00


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

A. Dialektik von Strafverfolgung und Verteidigung

B. Privatisierung von Strafverfolgung: Definition und Probleme
I. Begriffsbestimmung
II. Das Legalitätsprinzip
III. Formen der Privatisierung von Strafverfolgung und deren Zulässigkeit
1. Private Ermittlungen auf Veranlassung des Staates
2. Eigenverantwortliches Ermitteln durch Private
IV. Schranken der Privatisierung von Strafverfolgung
1. Materiell-rechtliche Schranken
2. Schranken in Form staatlicher Gegeninteressen
3. Verfassungsrechtliche Schranken
V. Zwischenergebnis

C. Der Entwurf eines neuen Verbandssanktionengesetzes
I. Das Einfallstor für die Privatisierung von Strafverfolgung
1. Die Voraussetzungen des § 17 Abs. 1
a) Das Erfordernis eines wesentlichen Beitrags zur Sachverhaltsaufklärung
b) Das Trennungsprinzip
c) Das Kooperationsgebot
d) Zurverfügungstellung des Untersuchungsergebnisses
e) Grundsätze eines fairen Verfahrens
2. Rechtsfolgen
II. Sonstige Kritik

D. Fazit

Literaturverzeichnis

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A. Dialektik von Strafverfolgung und Verteidigung

„Den hochgemuten, voreiligen Griff nach der Wahrheit hemmen will der Kritizismus des Verteidigers“.1 So formulierte es Max Alsberg, der berühmteste deutsche Strafverteidiger in der Zeit der Weimarer Republik, im Jahr 1930. Seine Maxime, dass für die Wahrheitsfindung eine Dialektik von Strafverfolgung und Verteidigung unerlässlich ist, gilt damals wie heute. Die Grundlage dieser Maxime ergibt sich unmittelbar aus dem dem Strafrecht zugrundliegenden Legalitätsprinzip, wonach die Strafverfolgung zuvörderst Aufgabe der staatlichen Strafverfolgungsbehörden ist.2

In letzter Zeit scheint diese Maxime jedoch immer mehr aufgeweicht zu werden, indem Private vermehrt Einzug in die Strafverfolgung erhalten. Beispielsweise erfreuen sich interne Untersuchungen3, d.h. strukturierte Maßnahmen von Unternehmen, zur Aufklärung von Verdachtsmomenten, die auf in oder aus dem Unternehmen heraus begangene Straftaten hindeuten,4 immer größerer Beliebtheit. Im Zuge dieser Entwicklung beschloss die Bundesregierung im Juni 2020 einen Regierungsentwurf zu einem neuen Verbandssanktionengesetz. In diesem Entwurf wird zwar klargestellt, dass das Legalitätsprinzip grundsätzlich unangetastet bleiben soll. Allerdings birgt insbesondere die Vorschrift des § 17 VerSanG-E5 die Gefahr der Einführung einer Privatisierung von Strafverfolgung „durch die Hintertür“.

Genau diese Frage nach der Privatisierung von Strafverfolgung steht im Zentrum dieser Arbeit. Zu Beginn soll zunächst der Begriff der Privatisierung von Strafverfolgung definiert werden. Daraufhin werden wesentliche Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Privatisierung von Strafverfolgung stellen, in den Blick genommen. Schwerpunktmäßig wird sodann auf den VerSanG-E eingegangen. Daneben sollen aber auch andere Vorschläge zur Privatisierung von Strafverfolgung Erwähnung finden.

Womöglich kommt es tatsächlich zu einer Aufweichung des von Alsberg propagierten Dogmas der Gegensätzlichkeit von Strafverfolgung und Verteidigung.

B. Privatisierung von Strafverfolgung: Definition und Probleme

I. Begriffsbestimmung

Um die Frage nach der Privatisierung von Strafverfolgung adäquat zu beantworten, bedarf es zunächst der genaueren Begriffsbestimmung.

Der Begriff der Privatisierung gilt gemeinhin als „schillernd“6, da man in der Rechtswissenschaft weit entfernt von einer einheitlichen Definition des Privatisierungsbegriffs ist.7 Di Fabio versteht unter Privatisierung eine Entstaatlichung bzw. einen Wechsel vom öffentlichen Sonderrecht zum Privatrecht.8 Schimpfhauser dagegen spricht von einer Verlagerung staatlicher Aktivität in den privaten Wirtschaftsbereich.9 Nach Kämmerer ist Privatisierung hingegen jede Form der Abgabe von Rechtsmacht durch den Staat zugunsten von Personen des Privatrechts.10 Unter Rechtsmacht versteht er dabei die normativ konkretisierbare Zuweisung bzw. Zuordnung einer Materie oder Rechtsposition zu einem Rechtsträger.11 Diese Definition von Kämmerer stellt gleichsam den kleinsten gemeinsamen Nenner aller Definitionsansätze dar, d.h. alle Definitionsversuche haben einen gemeinsamen Kern: Die Übertragung von staatlich monopolisierter Macht auf einen privaten Akteur.

Erwähnenswert erscheint in diesem Kontext zudem der Begriff der Strafverfolgung. Unter Strafverfolgung fällt grundsätzlich die gesamte Tätigkeit des Staates zur Verfolgung von Straftaten.12 Erfasst ist nach dieser weiten Definition also nicht nur der Ermittlungsvorgang per se, sondern auch die gerichtliche Bewertung und Verurteilung. Im Rahmen dieser Arbeit soll der Fokus jedoch auf die Sachverhaltsermittlung gelegt werden. Dies rechtfertigt sich bereits dadurch, dass der VerSanG-E keine Privatisierung der gerichtlichen Bewertung und Verurteilung vorsieht. Der Begriff der Strafverfolgung ist damit eng auszulegen und auf die Sachverhaltsermittlung zu beschränken.

Der Privatisierung von Strafverfolgung im engeren Sinne13 könnte jedoch das Legalitätsprinzip entgegenstehen.

II. Das Legalitätsprinzip

Aus diesem in § 152 Abs. 2 StPO verankerten Prinzip folgt nämlich unmittelbar, dass Strafverfolgung grundsätzlich ureigenste Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden ist.14 § 152 Abs. 2 StPO normiert, dass die Staatsanwaltschaft grundsätzlich verpflichtet ist, wegen aller verfolgbaren Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Die Staatsanwaltschaft als staatliche Institution ist damit vorrangig mit der Sachverhaltsermittlung betraut. Staatsanwaltschaft i.S.d. § 152 Abs. 2 StPO sind die in § 142 Abs. 1 StPO aufgeführten Amtsträger, mithin alle Amtsträger vom Generalbundesanwalt bis zum Amtsanwalt.15 Polizeibeamte sind lediglich über § 163 StPO und § 152 GVG, d.h. abgeleitet von der Bindung der Staatsanwaltschaft als Herrin des Ermittlungsverfahrens, angesprochen.16 Auch der VerSanG-E geht grundsätzlich von der Geltung des Legalitätsprinzips aus.17 Dies ergibt sich aus § 24 Abs. 1, der die Normen aus der StPO und damit auch den das Legalitätsprinzip statuierenden § 152 Abs. 2 StPO grundsätzlich für anwendbar erklärt. Auch die indikative Formulierung in § 3 Abs. 1 („wird […] verhängt“) verdeutlicht dies.18 Trotzdem sieht § 1719 gleichzeitig die Beteiligung Privater am Ermittlungsverfahren vor. Es stellt sich damit zwingend die Frage, auf welche Art und Weise sich Private überhaupt an der Strafverfolgung beteiligen können. Erst in einem zweiten Schritt kann daran anschließend die Frage nach der Zulässigkeit der jeweiligen Privatisierungsform beantwortet werden.

III. Formen der Privatisierung von Strafverfolgung und deren Zulässigkeit

Private können im Rahmen der Sachverhaltsermittlung in vielfältiger Weise tätig werden. Grundsätzlich ist danach zu differenzieren, ob der Private auf Veranlassung des Staates oder eigenverantwortlich ermittelt.20

1. Private Ermittlungen auf Veranlassung des Staates

Einerseits können die Strafverfolgungsbehörden Private zum Ermitteln veranlassen, indem sie privatrechtliche Verträge mit ihnen schließen.21 Diese Fallgruppe wird deshalb unter dem Begriff „Public-Private-Partnership“ diskutiert.22 Er ist durch eine freiwillige Kooperation zwischen staatlichen Stellen und Privaten, die im Innenverhältnis auf vertraglicher Basis fußt, gekennzeichnet.23 Als Beispiel lässt sich der Einsatz von V-Personen anführen. V-Person ist, wer, ohne einer Strafverfolgungsbehörde anzugehören, bereit ist, diese bei der Aufklärung von Straftaten auf längere Zeit vertraulich zu unterstützen, und dessen Identität grundsätzlich geheim gehalten wird.24 Nach dieser Definition sind V-Personen also von vornherein nur Private. Regelmäßig werden dabei Personen eingesetzt, die dem kriminellen Milieu angehören oder angehört haben.25

Andererseits kann auch der Gesetzgeber Private zur Mitwirkung am Ermittlungsverfahren veranlassen, indem er Normen erlässt, die Private entweder zur Mitwirkung verpflichten oder sie im Wege einer Obliegenheit dazu anhalten.26

Die erste Fallgestaltung kommt in der Rechtspraxis selten vor, da das Gesetz nur vereinzelt Mitwirkungspflichten der Bürger am staatlichen Ermittlungsverfahren vorsieht.27 Beispielhaft seien hier die Anzeigepflicht nach § 138 StGB und die Zeugnispflicht nach §§ 48 Abs. 1 S. 2, 161a Abs. 1 StPO i.V.m. § 70 StPO genannt.

Die zweite Fallgruppe soll nun insbesondere durch den VerSanG-E Einzug in die Rechtspraxis erhalten. § 1728 stellt den Verbänden nämlich eine Sanktionsmilderung in Aussicht, wenn sie privat ermitteln und die gesammelten Ergebnisse an die Strafverfolgungsbehörden weiterleiten. Es handelt sich damit um eine Obliegenheit, die die Verbände erfüllen können, aber nicht müssen. Insofern kann auch hier von einer Veranlassung gesprochen werden, da derartige Normen starke Anreize für die Betroffenen setzen und sie faktisch beeinflussen.

Die Zulässigkeit privater Ermittlungen auf Veranlassung des Staates ist weitgehend unproblematisch, da die Ermittlungstätigkeit der Privaten dem Staat in diesen Fällen ohne Weiteres zurechenbar ist.29 Schließlich hat der Staat eine Ursache gesetzt, die den Privaten zum Ermitteln veranlasst hat: Entweder hat die Strafverfolgungsbehörde einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Privaten geschlossen oder der Gesetzgeber hat eine Norm erlassen, die den Privaten zur Mitwirkung am Ermittlungsverfahren verpflichtet bzw. ihn im Wege einer Obliegenheit dazu anhält. Die Ermittlungstätigkeit geht damit in all diesen Fällen faktisch vom Staat aus.

2. Eigenverantwortliches Ermitteln durch Private

Anders verhält es sich, wenn Private eigenverantwortlich, d.h. ohne staatlichen Auftrag30, ermitteln. In diesen Fällen ist der Zurechnungszusammenhang grundsätzlich unterbrochen.31 Es stellt sich damit die Frage, ob ein solches eigenverantwortliches Ermitteln durch Private trotzdem zulässig ist.

Nach Kempf betrachtet die Justiz die Wahrheit grundsätzlich „als einen Rohdiamanten, für den die Schürf- und Bearbeitungsrechte ausschließlich bei ihr liegen.“32 Sollte ein solches Ermittlungsmonopol des Staates tatsächlich existieren, wäre eine eigenverantwortliche Ermittlungstätigkeit damit gänzlich ausgeschlossen. Einige Autoren33 propagieren gleichwohl ein solches staatliches Ermittlungsmonopol. Dies könnte insofern folgerichtig sein, wenn es sich bei der Durchführung von Ermittlungen um eine ausschließliche Staatsaufgabe handelte, die nicht vom Schutzbereich der Grundrechte erfasst ist.34 Das BVerfG erkennt die Kategorie ausschließlicher Staatsaufgaben zwar grundsätzlich an.35 Allerdings erscheint fraglich, ob gerade auch das strafprozessuale Ermittlungsverfahren eine solche ausschließliche Staatsaufgabe darstellt. Diesbezügliche Zweifel ergeben sich daraus, dass der Bereich ausschließlicher Staatsaufgaben sehr restriktiv ausgelegt werden muss, da eine ausschließliche Staatsaufgabe gleichzeitig eine Nichtanwendbarkeit der Grundrechte für Private zur Folge hat.36 Zudem geht das Grundgesetz von einer Freiheitsvermutung aus, sodass grundsätzlich jede Staatsaufgabe auch als Privataufgabe verfolgt werden können soll.37 Folglich kann im Bereich des strafprozessualen Ermittlungsverfahrens nur dann von einer ausschließlichen Staatsaufgabe ausgegangen werden, wenn sich deren verfassungsrechtliche Notwendigkeit direkt aus dem Grundgesetz ergibt.

In Betracht kommt zunächst das staatliche Gewaltmonopol, welches sich seinerseits aus dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3, 28 Abs. 1 GG) ergibt.38 Allerdings beschränkt sich die Lehre vom staatlichen Gewaltmonopol darauf, das Mittel physischer Gewalt ausschließlich dem Staat zuzubilligen.39 Das staatliche Gewaltmonopol wird damit nicht bereits dadurch beeinträchtigt, dass Private eigenverantwortlich handeln, solange sich diese ausschließlich solcher Mittel bedienen, die nach geltendem Recht zulässig sind.40

Infrage kommt daneben das in Art. 92 GG zum Ausdruck kommende Sanktions- und Durchsetzungsmonopol des Staates. Aus diesem ergibt sich, dass nur der Staat Strafen aussprechen und vollstrecken kann.41 Der Staat muss insoweit eine Monopolstellung einnehmen, um eigenmächtige Racheakte der Opfer zu verhindern.42 Für die Herleitung einer ausschließlichen Staatsaufgabe im Bereich des strafprozessualen Ermittlungsverfahrens durch das Sanktions- und Durchsetzungsmonopol des Staates spricht das in § 152 Abs. 1 StPO verankerte Offizialprinzip.43 Danach ist nur der Staat dazu berufen und gleichermaßen verpflichtet, von Amts wegen („ex officio“) Strafverfahren einzuleiten und Anklage zu erheben.44 Dass Offizialprinzip gilt allerdings nicht absolut, vielmehr wird es vielerorts durch die StPO selbst durchbrochen. Als Beispiel lässt sich hier das Privatklageverfahren nach §§ 374 ff. StPO anführen. Auch aus den reinen Antragsdelikten ergibt sich eine solche Durchbrechung: Bei diesen ist die Stellung des Strafantrags nämlich Prozessvoraussetzung, sodass sich der Prozess verbietet, wenn die Antragstellung fehlt.45 Das Offizialprinzip steht privaten Ermittlungen damit nicht im Weg. Der strafprozessuale Untersuchungsgrundsatz (§§ 155 Abs. 2, 244 Abs. 2 StPO) spricht vielmehr dafür, sämtliche zur Verfügung stehenden Erkenntnisquellen auszuwerten.46

Es lässt sich damit festhalten, dass sich aus dem Grundgesetz keine Rechtfertigung für eine ausschließliche Staatsaufgabe im Bereich des strafprozessualen Ermittlungsverfahrens ergibt, sodass auch nicht von einem staatlichen Ermittlungsmonopol ausgegangen werden kann. Dies hat zur Konsequenz, dass eigenverantwortliche Ermittlungen von Privatpersonen grundsätzlich als zulässig angesehen werden müssen.47 Dies ergibt sich zudem unmittelbar aus dem Recht des Bürgers auf aktive Teilnahme am Strafprozess, welches das BVerfG im sog. Rechtsbeistandsbeschluss aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) abgeleitet hat.48 Demnach sind eigenverantwortliche Ermittlungen von Verfahrensbeteiligten also grundsätzlich vom Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts umfasst.49 Verfahrensbeteiligte in diesem Sinne sind neben dem Beschuldigten selbst auch Bürger, die nicht Partei des Verfahrens sind50.51

Da nun erarbeitet wurde, dass beide Formen der Privatisierung von Strafverfolgung trotz des Legalitätsprinzips grundsätzlich zulässig sind, muss noch die Frage beantwortet werden, welche Grenzen sich bei der Beteiligung Privater am Ermittlungsverfahren ergeben. Da das Recht auf aktive Teilnahme am Strafprozess unmittelbar aus Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG52 folgt, kann man in Anlehnung an die Grundrechtsdogmatik insoweit auch von den Schranken der Privatisierung von Strafverfolgung sprechen.53

IV. Schranken der Privatisierung von Strafverfolgung

Art. 2 Abs. 1 GG deutet die Schranken der Privatisierung von Strafverfolgung bereits an, indem er auf die „Rechte anderer“ rekurriert. Namentlich kann die Ermittlungstätigkeit Privater durch das materielle Recht, durch staatliche Gegeninteressen und durch Verfassungsschranken begrenzt sein.54

1. Materiell-rechtliche Schranken

Materiell-rechtliche Grenzen ergeben sich insbesondere aus dem Strafgesetzbuch, z.B. aus § 240 StGB oder § 123 StGB.55 Verstößt eine Privatperson bei ihrer Ermittlungstätigkeit gegen einen solchen Straftatbestand, heißt das aber noch nicht zwangsläufig, dass das Vorgehen auch unzulässig ist: Zwar indiziert die Tatbestandsmäßigkeit grundsätzlich die Rechtswidrigkeit, der Private kann aber ausnahmsweise gerechtfertigt sein.56 Beispielsweise stellt das strafprozessuale Festnahmerecht nach § 127 Abs. 1 S. 1 StPO einen derartigen Rechtfertigungsgrund dar. Aufgrund der Einheit der Rechtsordnungen können aber auch zivilrechtliche oder öffentliche-rechtliche Rechtfertigungsgründe eingreifen.57

2. Schranken in Form staatlicher Gegeninteressen

Ein staatliches Gegeninteresse besteht insbesondere dann, wenn das staatliche Ermittlungsverfahren gestört wird.58 Dieses Staatsinteresse ist in § 164 StPO verbürgt; die Vorschrift greift aber nur dann ein, wenn die Störung vorsätzlich und rechtswidrig geschah.59 Aus der grundsätzlichen Zulässigkeit privater Ermittlungstätigkeit folgt, dass eine solche nicht a priori als Störung i.S.d. § 164 StPO zu qualifizieren ist: Beispielsweise stellt eine private Zeugenbefragung keine Störung des Ermittlungsverfahrens dar.60

3. Verfassungsrechtliche Schranken

Schließlich können private Ermittlungen den Betroffenen auch in seinen Grundrechten verletzen. Die Grundrechte fungieren zwar primär als Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat; sie statuieren aber zugleich eine objektive Wertordnung, die für alle Bereiche des Rechts gilt.61 Seit dem Lüth-Urteil62 ist zudem anerkannt, dass die Grundrechte auch im Privatrechtsverkehr der Bürger untereinander gelten. Die Grundrechte strahlen nämlich über die Generalklauseln des Zivilrechts in die Privatrechtsordnung aus, da die Gerichte bei der Auslegung etwaiger Generalsklauseln an die Grundrechte gebunden sind.63 Die Grundrechte entfalten insofern mittelbare Drittwirkung. Darüber hinaus entfaltet die Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) wegen ihres besonderen Gewichts und des Menschenwürdegehalts aller anderen Grundrechte sogar eine unmittelbare Drittwirkung64.65 Ist also die Menschenwürde66 durch private Ermittlungstätigkeit betroffen, ist die Ermittlungstätigkeit rechtswidrig und einer Abwägung von vornherein nicht zugänglich.67

V. Zwischenergebnis

Als Zwischenergebnis kann mithin festgehalten werden, dass beide Formen der Privatisierung von Strafverfolgung grundsätzlich zulässig sind. Das Legalitätsprinzip steht dem nicht entgegen. Die grundsätzliche Zulässigkeit privater Ermittlungstätigkeit findet seine Grenzen jedoch im materiellen Recht, in staatliche Gegeninteressen und in Verfassungsschranken. Die unter Außerachtlassung dieser Schranken erlangten Beweismittel sind rechtswidrig.68 Da jetzt Klarheit über das Phänomen der Privatisierung von Strafverfolgung besteht, kann nun auf die konkreten Privatisierungsvorschläge, die im Zuge der Diskussion um das neue Verbandssanktionengesetz gemacht wurden, eingegangen werden.

C. Der Entwurf eines neuen Verbandssanktionengesetzes

Am 21. April 2020 wurde erstmals ein Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz für ein neues Verbandssanktionengesetz öffentlich. Daraufhin hat die Bundesregierung am 16. Juni 2020 einen Regierungsentwurf beschlossen und damit das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. Am 18. September 2020 hat der Bundesrat zu dem Regierungsentwurf Stellung genommen: Es kam zwar nicht zu einer von zwei Ausschüssen69 vorgeschlagenen Generalablehnung des Regierungsentwurfs, jedoch bat der Bundesrat um eine erneute Überarbeitung.70 Neben vielen anderen Streitthemen71 wird insbesondere eine Privatisierung der Strafverfolgung befürchtet. Im Folgenden wird deshalb erläutert, wie sich die Privatisierung von Strafverfolgung im VerSanG-E manifestiert und welche Probleme damit einhergehen. Gleichsam werden alternative Regelungsvorschläge ins Auge gefasst.

I. Das Einfallstor für die Privatisierung von Strafverfolgung

§ 17 statuiert das zentrale Einfallstor für die Privatisierung von Strafverfolgung, indem die Norm die Voraussetzungen für eine verbandsinterne Untersuchung regelt. Erst wenn alle fünf Nummern des § 17 Abs. 1 kumulativ vorliegen, ist den Anforderungen an eine verbandsinterne Untersuchung Genüge getan. Das Gericht soll die Verbandssanktion dann mildern. Die Verbände sind also nicht zur Ermittlungsarbeit verpflichtet, sie kommen aber in den Genuss einer Sanktionsmilderung, wenn sie es doch tun (vertypte Sanktionsmilderung). Es handelt sich damit – wie bereits gesehen – um eine Privatisierung von Strafverfolgung in Form der Veranlassung durch den Gesetzgeber, da der Gesetzgeber hier ein Anreizsystem schafft, das Private zum Ermitteln animiert.

1. Die Voraussetzungen des § 17 Abs. 1

Nun zu den Voraussetzungen des § 17 Abs. 1 im Einzelnen.

a) Das Erfordernis eines wesentlichen Beitrags zur Sachverhaltsaufklärung

§ 17 Abs. 1 Nr. 1 setzt voraus, dass die verbandsinterne Untersuchung einen wesentlichen Beitrag zur Sachverhaltsaufklärung geleistet hat. Die Untersuchung kann dabei sowohl durch den Verband selbst als auch durch von ihm beauftragte Dritte durchgeführt werden.72 Da die Beauftragung von externen Ermittlern oftmals sehr kostspielig ist, kommt die Möglichkeit, dass die Verbände die Untersuchung auch selbst durchführen können, vor allem kleinen und mittelständischen Verbänden zugute.73

aa) Was ist ein wesentlicher Beitrag?

Leider fehlt eine Legaldefinition des „wesentlichen Beitrags“ im VerSanG-E. In der Entwurfsbegründung heißt es lediglich, dass die Verfolgungsbehörde den Sachverhalt nicht bereits selbst aufgeklärt haben darf.74 Damit bleibt letztlich offen, was unter einer wesentlichen Aufklärungshilfe zu verstehen ist. Dies ist insbesondere mit Blick auf den Bestimmtheitsgrundsatz (Art. 103 Abs. 2 GG) zu kritisieren.75 Zudem wird der Begriff in der Rechtspraxis zu Auslegungsschwierigkeiten führen.76 Diese Auslegungsunsicherheit wird über Jahre hinaus bestehen bleiben, bis sich im günstigsten Fall eine einheitliche Rechtsprechung herausgebildet hat.77 Die Formulierung „wesentlich“ scheint zu bedeuten, dass der überwiegende Teil der Sachverhaltsaufklärung vom Verband selbst78 geliefert werden muss.79 Mit Blick auf das Legalitätsprinzip kann eine solche Auslegung aber nicht gemeint sein, da es oberste Prämisse des Gesetzgebers ist, den Eindruck einer Privatisierung des Ermittlungsverfahrens zu vermeiden.80 Dies ergibt sich bereits daraus, dass die Entwurfsbegründung davon spricht, lediglich eine Unterstützung, jedoch keine Substituierung staatlicher Ermittlungstätigkeit bezwecken zu wollen.81

Im Hinblick auf diese Intention des Gesetzgebers und im Hinblick auf das Bestimmtheitsgebot wartet § 11 Abs. 2 lit. a des Münchner Entwurfs eines Verbandssanktionengesetzes82 mit einem anderen Vorschlag auf. Die Norm setzt nämlich keinen „wesentlichen Beitrag zur Sachverhaltsaufklärung“, sondern schlicht eine Selbstanzeige und eine Untersuchung nach § 33 Abs. 2 lit. c MüVerSanG-E, d.h. eine unabhängige und mit den Strafverfolgungsbehörden abgestimmte Untersuchung, voraus. §§ 34 ff. MüVerSanG-E regeln dabei ausführlich, welche Anforderungen an eine interne Untersuchung zu stellen sind. Beispielsweise muss der Untersuchungsführer nach § 34 Abs. 1 MüVerSanG-E die Befähigung zum Richteramt83 aufweisen. Die §§ 34 ff. MüVerSanG-E enthalten damit ein elaboriertes Regelwerk, das mit Blick auf den Bestimmtheitsgrundsatz bedenkenlos ist.

[...]


1 Alsberg, Philosophie der Strafverteidigung, 11.

2 Bockemühl, Private Ermittlungen, 17.

3 Gemeinhin wird in diesem Zusammenhang auch von sog. „Internal Investigations“ gesprochen. Eingehend dazu Leipold, FS Schiller, 418 ff.

4 Süße, ZIS 2018, 350 (ebd.).

5 Alle §§ ohne Gesetzesbezeichnung sind solche des VerSanG-E.

6 Barisch, Privatisierung im Strafvollzug, 21; Stoffer, Privatisierung, Rn. 9.

7 Stoffer, Privatisierung, Rn. 9.

8 Di Fabio, JZ 1999, 585 (587 f.).

9 Schimpfhauser, Gewaltmonopol, 115.

10 Kämmerer, Privatisierung, 37.

11 Kämmerer, Privatisierung, 37.

12 Volk/Engländer, StPO, § 4 Rn. 1.

13 Ist weiterhin von Strafverfolgung die Rede, ist Strafverfolgung im engeren Sinne gemeint.

14 Bockemühl, Private Ermittlungen, 17; MüKoStPO/ Peters, § 152 Rn. 26 ff.

15 MüKoStPO/ Peters, § 152 Rn. 27; Schwarz, FS 100 Jahre OLG Düsseldorf, 345 (351).

16 MüKoStPO/ Peters, § 152 Rn. 27.

17 Baur/Holle, ZRP 2019, 186 (187).

18 BR-Drs. 440/20, 55 = Bundesregierung, Regierungsentwurf, 59; Beukelmann, NJW-Spezial 2020, 312 (ebd.).

19 Auf § 17 wird ausführlich unter C. I. eingegangen.

20 Ambos, Beweisverwertungsverbote, 106; Bockemühl, Private Ermittlungen, 17.

21 Stoffer, Privatisierung, Rn. 106.

22 Stoffer, Privatisierung, Rn. 103 ff.

23 Stoffer, Privatisierung, Rn. 106.

24 Nr. I 2.2 der Gemeinsamen Richtlinie der Justizminister/-senatoren und der Innenminister/-senatoren der Länder über die Inanspruchnahme von Informationen sowie über den Einsatz von Vertrauenspersonen (V-Personen) und Verdeckten Ermittlern im Rahmen der Strafverfolgung.

25 BGH, Urt. v. 22.02.1995 – 3 StR 552/94, BGHSt 41, 42 (45) = NJW 1995, 2236 (2237); von Stetten, Verdeckte Ermittler, 46.

26 Stoffer, Privatisierung, Rn. 106 ff.

27 Stoffer, Privatisierung, Rn. 106.

28 § 17 stellt einen Schwerpunkt dieser Arbeit dar und wird ausführlich unter C. I. besprochen. Im Rahmen der hiesigen Ausführungen soll nur eine systematische Einordnung erfolgen.

29 Ambos, Beweisverwertungsverbote, 106.

30 Stoffer, Privatisierung, Rn. 266.

31 Ambos, Beweisverwertungsverbote, 106.

32 Kempf, StraFo 2003, 79 (ebd.).

33 Exemplarisch Wastl, ZRP 2011, 57 (ebd.) und Momsen, ZIS 2011, 508 (514).

34 Stoffer, Privatisierung, Rn. 271.

35 BVerfG, Urt. v. 11.06.1958 – 1 BvR 596/56, BVerfGE 7, 377 (397) = NJW 1958, 1035 (1036).

36 Stoffer, Privatisierung, Rn. 271.

37 Gramm, Privatisierung und Staatsaufgaben, 125.

38 Hammer, DÖV 2000, 613 (617).

39 Stoffer, Privatisierung, Rn. 272.

40 Wuttke, Straftäter im Betrieb, 46.

41 S toffer, Privatisierung, Rn. 274.

42 S toffer, Privatisierung, Rn. 274.

43 Bockemühl, Private Ermittlungen, 33 f.

44 MüKoStPO/ Peters, § 152 Rn. 21.

45 Bockemühl, Private Ermittlungen, 34; MüKoStPO/ Peters, § 152 Rn. 25.

46 Eckhardt, Private Ermittlungsbeiträge, 9 f.

47 So im Ergebnis auch Bockemühl, Private Ermittlungen, 35 und Kaspar, GA 2013, 206 (208).

48 BVerfG, Beschl. v. 08.10.1974 – 2 BvR 747/73, BVerfGE 38, 105 (114) = NJW 1975, 103 (104).

49 Bockemühl, Private Ermittlungen, 33.

50 Beispielweise Zeugen oder auch der Verletzte selbst.

51 Bockemühl, Private Ermittlungen, 33.

52 Selbstredend rechtfertigt das Recht auf aktive Teilnahme am Strafprozess auch die Beteiligung Privater im Wege einer Veranlassung durch den Staat. Der Rechtfertigung über Art. 2 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG bedarf es aber deshalb nicht, weil in diesen Fällen das private Ermitteln dem Staat problemlos zurechenbar ist (siehe oben unter B. III. 1.).

53 Ebenfalls den Schrankenbegriff verwendend Bockemühl, Private Ermittlungen, 44 ff.

54 Bockemühl, Private Ermittlungen, 54.

55 Bockemühl, Private Ermittlungen, 54.

56 Baumann et al ., Strafrecht AT, § 8 Rn. 13; Kühl, Strafrecht AT, § 6 Rn. 2.

57 Rengier, Strafrecht AT, § 17 Rn. 3.

58 Bockemühl, Private Ermittlungen, 51.

59 Geerds, FS Maurach, 517 (521).

60 Bockemühl, Private Ermittlungen, 52.

61 BVerfG, Urt. v. 13.10.1952 – 1 BvB 1/51, BVerfGE 2, 1 (12) = NJW 1952, 1407 (1409).

62 BVerfG, Urt. v. 15.01.1958 – 1 BvR 400/51, BVerfGE 7, 198 ff. = NJW 1958, 257 ff.

63 Bockemühl, Private Ermittlungen, 52 f.

64 Auch die Vereinigungsfreiheit (Art. 9 Abs. 1 GG) entfaltet wegen Art. 9 Abs. 3 S. 2 GG unmittelbare Drittwirkung.

65 Wolter, NStZ 1993, 3 (5 f.).

66 Oder die Vereinigungsfreiheit.

67 Bockemühl, Private Ermittlungen, 54; Wolter, NStZ 1993, 3 (5 f.).

68 Bockemühl, Private Ermittlungen, 54.

69 BR-Drs. 440/1/20.

70 BR-Drs. 440/20 (Beschl.).

71 Beispielsweise die Frage nach der Geltung des strafrechtlichen Schuldprinzips.

72 Dies ergibt sich unmittelbar auch aus § 16.

73 Kainer/Feinauer, NZA 2020, 363 (365).

74 BR-Drs. 440/20, 94 = Bundesregierung, Regierungsentwurf, 99; dazu auch Aszmons/Herse, DB 2020, 56 (57).

75 Lanzinner/Petrasch, CCZ 2020, 109 (111).

76 BRAK, Stellungnahme, 12.

77 DICO, Stellungnahme, 11.

78 Oder von den untersuchungsführenden Personen.

79 Knauer, NStZ 2020, 441 (445).

80 Knauer, NStZ 2020, 441 (445).

81 BR-Drs. 440/20, 93 = Bundesregierung, Regierungsentwurf, 98; Knauer, NStZ 2020, 441 (445 f.).

82 Im Folgenden MüVerSanG-E (der Münchner Entwurf eines Verbandssanktionengesetzes ist abrufbar unter: https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/positionen/unternehmernahe_politik/dateien/familienunternehmer_muenchner_entwurf_eines_verbandssanktionengesetzes.pdf [zuletzt abgerufen am 19.10.2020]).

83 Oder eine gleichermaßen anerkannte Qualifikation.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Privatisierung von Strafverfolgung am Beispiel des Entwurfs eines Verbandssanktionengesetzes
Hochschule
Universität Regensburg  (Fakultät für Rechtswissenschaft)
Veranstaltung
Seminar "Aktuelle Fragestellungen im Bereich der Strafverteidigung"
Note
15,00
Autor
Jahr
2020
Seiten
40
Katalognummer
V1012580
ISBN (eBook)
9783346409669
ISBN (Buch)
9783346409676
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Strafrecht, Privatisierung, Strafverfolgung, Verbandssanktionengesetz
Arbeit zitieren
Ralf Schröder (Autor:in), 2020, Privatisierung von Strafverfolgung am Beispiel des Entwurfs eines Verbandssanktionengesetzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012580

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