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Das Prädikat als (k)ein Satzglied?

Eine kritische Betrachtung der Schulgrammatik anhand des Prädikats in der Satzgliedlehre

Title: Das Prädikat als (k)ein Satzglied?

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Reese (Author)

Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique
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Grammatikunterricht: Die Hexenküche des Deutschen in der Schule, in welcher überkomplizierte und mitunter sogar unlogische Dinge verhandelt werden. Die resultierenden Konnotationen sind nicht selten eindeutig und dies nicht nur bei Schülern, allzu oft auch noch bei Germanistikstudenten und sogar bei Deutschlehrkräften. Das Problem liegt dabei eventuell bei der Schulgrammatik selbst, wenn sie sich widersprüchlicher Inhalte bedient. So wird das Prädikat von ihr als Satzglied angesehen. Aber wie erkennt man nun, dass es sich um ein Satzglied handelt? Richtig, ein Satzglied kann verschoben werden. Also verschieben wird das Prädikat einmal ... und stellen fest: Die Satzaussage, das Verb ... es kann gar nicht verschoben werden!? Aber es handelt sich dennoch um ein Satzglied? Zauberei oder Irrsinn? Dies wird diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sachanalyse

2.1 Der Satzgliedbegriff

2.2 Der Prädikatbegriff

3 Didaktische Überlegungen

3.1 Lexikalisch-kategoriales vs. syntaktisch-relationales Wortverständnis

3.2 Das Prädikat als Nicht-Satzglied

4 Verortung des Prädikats im Hessischen Kerncurriculum

5 Lehrwerksanalyse

6 Konklusion

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen fachwissenschaftlichen Erkenntnissen und der schulgrammatischen Vermittlung, wobei der Fokus insbesondere auf der problematischen Definition des Prädikats als Satzglied liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine engere Anbindung der Unterrichtspraxis an moderne sprachwissenschaftliche Ansätze die Verwirrung bei Schülern reduzieren und das Verständnis für sprachliche Strukturen fördern könnte.

  • Kritische Analyse der traditionellen Satzgliedlehre
  • Vergleich zwischen fachwissenschaftlicher Definition und Schulgrammatik
  • Bedeutung des Valenzbegriffs für den Grammatikunterricht
  • Untersuchung des Hessischen Kerncurriculums in Bezug auf das Prädikat
  • Evaluierung von Schulbuchinhalten (P.A.U.L. D.)

Auszug aus dem Buch

3.1 Lexikalisch-kategoriales vs. syntaktisch-relationales Wortverständnis

Granzow-Emden beschreibt „die Einführung des Prädikats als höhere Weihe“ des Grammatikunterrichts. Wenn es nicht mehr um Wortarten sondern fortan um Satzglieder geht, findet auf pragmatische und leider oft unerklärliche Weise eine schlichte Umtaufung von Verb zu Prädikat statt.

Die Verständnisprobleme auf Schülerseite beginnen für ihn in diesem Fall allerdings schon früher und zwar mit der lexikalischen Wortarteneinführung:

Zwar gibt es Wörter wie Sonne oder schwimmen, die man als prototypische Vertreter der Nomen oder Verben betrachten mag, aber im folgenden Satz scheinen sich diese Zuordnungen umzukehren:

Nach dem Schwimmen sonne ich mich auf der Liegewiese.

Explizit macht er damit deutlich, dass in der Schule ein kategoriales Wortartenverständnis gelehrt wird, welches wiederum das Fundament für das spätere Satzverständnis bildet. Laut Granzow-Emden sollte der Grammatikunterricht allerdings besser verdeutlichen, „dass ein Wort nicht ein Nomen ‚ist‘, sondern ‚als Nomen verwendet wird‘, was sich erst in seiner Relation zu anderen Einheiten im syntaktischen Zusammenhang zeigt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen fachwissenschaftlicher Forschung und der schulgrammatischen Praxis bezüglich des Satzgliedbegriffs.

2 Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Satzgliedlehre und das Prädikat im Kontext verschiedener linguistischer Theorien.

3 Didaktische Überlegungen: Hier werden didaktische Ansätze beleuchtet, die eine Abkehr von starren, unklaren Definitionen zugunsten eines relationalen Wortverständnisses fordern.

4 Verortung des Prädikats im Hessischen Kerncurriculum: Es wird untersucht, wie die offiziellen Vorgaben des Hessischen Kerncurriculums die Vermittlung des Prädikats steuern oder freigeben.

5 Lehrwerksanalyse: Dieses Kapitel analysiert das Lehrbuch P.A.U.L. D. hinsichtlich seiner konzeptionellen Umsetzung des Prädikatbegriffs in der Praxis.

6 Konklusion: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für eine mutige Neugestaltung des Grammatikunterrichts.

7 Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete Quellen und Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Satzglied, Prädikat, Schulgrammatik, Didaktik, Syntax, Sprachwissenschaft, Valenz, Lehrwerksanalyse, P.A.U.L. D., Kerncurriculum, Wortarten, Grammatikunterricht, linguistische Definition, Sprachvermittlung, Sprachreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der inhaltlichen Divergenz zwischen moderner sprachwissenschaftlicher Forschung und der traditionellen schulgrammatischen Lehre, insbesondere im Hinblick auf das Prädikat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Definition von Satzgliedern, die Rolle des Prädikats im Satz, didaktische Konzepte des Grammatikunterrichts sowie die Analyse schulischer Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Unschärfe des Prädikatbegriffs in der Schule offenzulegen und zu argumentieren, warum eine engere Anbindung an fachwissenschaftliche Erkenntnisse notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Analyse fachwissenschaftlicher Literatur in Verbindung mit einer Lehrwerksanalyse, um die Diskrepanz zwischen Theorie und schulischer Praxis aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Sachanalyse) als auch didaktische Überlegungen und eine konkrete Analyse des Lehrbuchs P.A.U.L. D. für die Jahrgangsstufen 5 und 6 durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Satzglied, Prädikat, Schulgrammatik, Valenz, didaktische Reduktion und linguistische Inkonsistenz charakterisiert.

Warum wird das Prädikat in der Arbeit als "Nicht-Satzglied" diskutiert?

Es wird argumentiert, dass das Prädikat die funktionalen Kriterien eines Satzgliedes (z.B. Erfragbarkeit, Verschiebeprobe) nicht konsistent erfüllt, was zu logischen Widersprüchen im Unterricht führt.

Welche konkreten Schwachstellen zeigt die Analyse des Lehrbuchs P.A.U.L. D. auf?

Die Analyse verdeutlicht, dass das Lehrbuch teils unpräzise Definitionen verwendet, logische Inkonsistenzen bei der Anwendung von Proben aufweist und die satzkonstruierende Funktion des Verbs vernachlässigt.

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Details

Title
Das Prädikat als (k)ein Satzglied?
Subtitle
Eine kritische Betrachtung der Schulgrammatik anhand des Prädikats in der Satzgliedlehre
College
University of Marburg  (Germanistische Sprachwissenschaft (Dt. Sprachatlas))
Course
Grammatik in der Schule
Grade
1,0
Author
Martin Reese (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V1014089
ISBN (eBook)
9783346406514
ISBN (Book)
9783346406521
Language
German
Tags
Prädikat Satzglied Granzow-Emden lexikalisch-kategoriales Wortverständnis syntaktisch-relationales Wortverständnis Schulgrammatik Widerspruch Paradoxon
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Reese (Author), 2017, Das Prädikat als (k)ein Satzglied?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014089
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