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Methodik der Nominationsanalyse

Ein Leitfaden zur Durchführung einer selbigen samt kritischer Betrachtung

Titel: Methodik der Nominationsanalyse

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Reese (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Ausdrücken referieren wir auf außersprachliche Dinge. Wenn wertende Bedeutungsaspekte hinzukommen, wird von Nomination gesprochen. So kann die Kneipe gegenüber gemeint sein, wenn von "Oase" oder "Wasserloch" gesprochen wird. Dieselbe Kneipe kann aber auch mit "Spelunke" oder "Kaschemme" tituliert werden. Im sprachlichen Ausdruck wird ein Wertungsaspekt mit ausgedrückt. Besonders in der politischen Kommunikation werden Wörter auf die Goldwaage gelegt und mit dem Werkzeug der Nominationsanalyse können beispielsweise Reden adäquat untersucht werden. Wie hierbei vorgegangen werden kann, stellt diese Arbeit dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Nominationsbegriff

3 Ein methodischer Leitfaden zum Erstellen einer Nominationsanalyse

3.1 Nominationssektoren festlegen und füllen

3.1.1 Nominationssektor A: Eigengruppe

3.1.2 Exkurs: Pronominale Gruppennomination

3.1.3 Nominationssektor B: Fremdgruppe

3.1.4 Nominationssektor C: Neutralgruppe

3.1.5 Teilsektoren der Nominationssektoren A – C

3.1.6 Nominationssektor D: Ereignisse und Sachverhalte

3.1.7 Zur Einheitlichkeit der Methode

3.2 Semantische Beschreibung der sprachlichen Ausdrücke

3.3 Kontexteinbettung

3.4 Möglichkeiten und Grenzen der Methode

4 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist die Erarbeitung eines handlichen Leitfadens zur Durchführung einer wissenschaftlichen Nominationsanalyse, der auf den theoretischen Grundlagen von Heiko Girnth aufbaut und diese kritisch reflektiert, um sie für die Untersuchung politischer Diskurse nutzbar zu machen.

  • Grundlagen des Nominationsbegriffs in der Linguistik
  • Strukturierung der Analyse durch Nominationssektoren und Teilsektoren
  • Semantische und kontextuelle Untersuchung von Sprachausdrücken
  • Kritische Reflexion und methodische Erweiterung des Girnthschen Modells

Auszug aus dem Buch

3.1 Nominationssektoren festlegen und füllen

Wie schon angeklungen ist, bilden Nominationssektoren ausgewählte Wirklichkeitsausschnitte, welche für den Kommunikationsbereich der Rede spezifisch sind. Sie bilden also Klassen von Referenzobjekten (vgl. Girnth 2015, S. 69) und sie besitzen vor allem deshalb politische Relevanz, weil vom politischen Akteur erwartet wird, dass er auf diese Wirklichkeitsausschnitte sprachlich Bezug nimmt. (Girnth 2015, S. 70)

Die Einteilung dieser Sektoren ist dem Analytiker im Grunde freigestellt, für die politische Kommunikation scheint Girnth allerdings eine logische Klassifikation gefunden zu haben. Diese geht „von der Frage nach der kommunikativen Funktion der Nominationssektoren aus“ (Girnth 1993, S. 107). Hier exponiert sich u. a. auch die fundamentale politische Dichotomie von Eigen- und Fremdgruppe (vgl. Girnth 2015, S. 70). Seine Einteilung sieht folgendermaßen aus:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert den Nominationsbegriff und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, einen methodischen Leitfaden für Nominationsanalysen zu entwickeln.

2 Zum Nominationsbegriff: Dieses Kapitel grenzt den Begriff der Nomination von verwandten Konzepten wie Referenz und Benennung ab und erläutert die pragmatische Funktion von Nomination als wertende Sprachhandlung.

3 Ein methodischer Leitfaden zum Erstellen einer Nominationsanalyse: Das Hauptkapitel präsentiert einen dreistufigen Leitfaden zur Analyse, der die Kategorisierung in Sektoren, die semantische Beschreibung und die Kontexteinbettung umfasst.

4 Konklusion: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der entwickelten Methode sowie deren Möglichkeiten und Grenzen innerhalb der sprachwissenschaftlichen Forschung.

Schlüsselwörter

Nomination, Nominationsanalyse, Referenz, Wertungspragmatik, Nominationssektoren, Girnth, politische Kommunikation, Sprachhandlung, Eigengruppe, Fremdgruppe, Neutralgruppe, Semantik, Kontextanalyse, Diskurs, Persuasion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Methode der Nominationsanalyse und entwickelt einen praktischen Leitfaden für deren Durchführung, basierend auf den Modellen von Heiko Girnth.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kategorisierung von Sprachausdrücken in politischen Reden, die Abgrenzung von Eigen- und Fremdgruppen sowie die Untersuchung der wertenden Funktion von Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Erstellung eines anwendbaren Leitfadens, der es ermöglicht, das Nominationsverhalten von Rednern systematisch zu erfassen und kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die onomasiologische Perspektive der Nominationsanalyse, ergänzt um eine kontrastive Vorgehensweise und die Untersuchung von Kontexteinbettungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet den dreistufigen Leitfaden, unterteilt in die Festlegung von Nominationssektoren, die semantische Beschreibung der Ausdrücke und deren Einbettung in den sprachlichen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nomination, Wertungspragmatik, Eigengruppe, Fremdgruppe und politische Kommunikation definiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdgruppe so wichtig?

Diese Dichotomie ist fundamental für die politische Kommunikation, da sie die Art und Weise verdeutlicht, wie Redner durch bewusste Wortwahl positive oder negative Identitäten konstruieren.

Inwiefern hat die Textgattung der Gedenkrede Einfluss auf die Methode?

Die Autorin stellt fest, dass Girnths ursprüngliches Modell stark auf Gedenkreden zugeschnitten ist, was die Notwendigkeit einer Erweiterung der Methode für andere, dissoziativere politische Texte aufzeigt.

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Details

Titel
Methodik der Nominationsanalyse
Untertitel
Ein Leitfaden zur Durchführung einer selbigen samt kritischer Betrachtung
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Germanistische Sprachwissenschaft (Dt. Sprachatlas))
Veranstaltung
Politolinguistik
Note
1,0
Autor
Martin Reese (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V1014092
ISBN (eBook)
9783346406453
ISBN (Buch)
9783346406460
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Girnth Nomination Referenz Wertung Wertungspragmatik Wir-Gruppe Sie-Gruppe Pronomenstruktur Redenanalyse Methode Nominationssektoren Jenninger-Rede
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Reese (Autor:in), 2018, Methodik der Nominationsanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014092
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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