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Vermittlung von gesellschaftlichen Stereotypen in "Simpson"-Comics. Bild einer stereotypischen Gesellschaft?

Titel: Vermittlung von gesellschaftlichen Stereotypen in "Simpson"-Comics. Bild einer stereotypischen Gesellschaft?

Hausarbeit , 2020 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Fabian Severin (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, inwiefern gesellschaftliche Stereotypen in den "Simpson"-Comics vermittelt werden. Hierfür wird zunächst das literarische Medium "Comic" im Rahmen einer theoretischen Einführung dargestellt. Im Anschluss erfolgt eine Analyse eines exemplarischen "Simpson"-Comics anhand der zuvor eingeführten formalen, schriftlichen, visuellen und inhaltlichen Kriterien.

Mit über 200000 verkauften Comicheften pro Quartal zählten die "Simpsons" lange Zeit zu den beliebtesten Comicreihen innerhalb Deutschlands. Unverkennbare Markenzeichen, wie der einzigartige Zeichenstil, der abgestumpfte Humor oder die unterschwelligen gesellschaftskritischen Anspielungen sorgen dafür, dass die Simpsons sowohl als Serie als auch als Comic auch heutzutage gleichermaßen beliebt in den verschiedensten Altersgruppen sind.

Figuren mit gelber Haut, acht Fingern sowie hervorstehenden Augen und Oberkiefern gibt es in keinen anderen Comics, sodass den Simpsons ein hoher Wiedererkennungswert zukommt. Auch die innerhalb der Handlung aufgegriffenen Klischees und Stereotypen, verkörpert durch Figuren aus den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppierungen, erinnern die Rezipienten nicht selten an Personen aus ihrem realen Umfeld.

Dadurch entsteht der Eindruck, die Simpsons würden ein parodistisches Spiegelbild einer realen Gesellschaft erschaffen wollen. Hierbei ist vor allem interessant, welche Stereotypen und Klischees von den Comicautoren und -zeichnern in den Simpsons-Comics genutzt werden, um solch einen hohen Wiedererkennungswert bei der Rezipientengruppe erzielen zu können. Außerdem gilt es, zu untersuchen, inwiefern die "Simpson"-Comics eine Gesellschaft überspitzt darstellen und mit welchen stilistischen Mitteln dies umgesetzt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Comic als literarisches Medium- eine theoretische Einführung

2.1 Inhalte und Themen

2.2 Form

2.3 Schrift und Sprache

2.4 Bilder und Zeichnungen

3. Analyse des Simpson-Comics „Was zusammengehört…“

3.1 Form

3.2 Schrift und Sprache

3.3 Bilder und Zeichnungen

3.4 Satirische Anspielungen

3.5 Figuren und deren Verkörperung von Stereotypen

Bürgermeister Quimby

Homer Simpson

Chief Wiggum

Abschließende Anmerkung:

4. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand des Simpsons-Comics „Was zusammengehört…“, inwiefern das Medium Comic dazu genutzt wird, ein Bild einer stereotypisierten Gesellschaft zu vermitteln. Dabei wird analysiert, durch welche stilistischen Mittel und inhaltlichen Anspielungen die Autoren gesellschaftliche Milieus und Stereotypen überspitzt darstellen, um eine parodistische Spiegelung der Realität zu erzeugen.

  • Theoretische Grundlagen der Comic-Erzählweise
  • Analyse formaler und sprachlicher Gestaltungsmittel im Comic
  • Untersuchung von Stereotypen und Rollenbildern bei Simpsons-Charakteren
  • Satirische Verarbeitung gesellschaftlicher und politischer Themen
  • Intermediale Bezüge als Instrument der Gesellschaftskritik

Auszug aus dem Buch

3.4 Satirische Anspielungen

Anspielungen auf den Nationalsozialismus, das Bildungssystem, Handlungen politischer, Akteure oder sogar religiöse Schriften. Kaum ein Bereich der Gesellschaft findet sich nicht in den satirischen Andeutungen innerhalb der Simpson-Comics und- Serien wieder, in denen vermeintliche Tabuthemen oftmals ein Teil der Handlung sind, oder sogar im Mittelpunkt dieser stehen. Die Autoren und Regisseure der Simpsons um David Silverman verstehen sich hierbei jedoch nicht als subversiv, sondern vielmehr als Instanz, die beobachtbare Dinge satirisch und sarkastisch kommentiert (vgl. Rauscher 2014, S. 26). Dieser satirische Gehalt der Simpsons provozierte bereits in der Vergangenheit eine Reaktion des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, als dieser innerhalb einer Rede Bezug nahm, indem er sich eine amerikanische Gesellschaft wünschte, die den eher anständigen „Waltons“ näher sei als den Simpsons (vgl. Tuncel/ Rauscher 2014, S. 154f.). Diese Aussage Bushs wurde in einer späteren Simpson-Episode erneut aufgegriffen, indem sich Bart Simpson in der ersten Episode der 3. Staffel wie folgt äußerte: „Hey, wir sind wie die Waltons. Wir beten auch für ein Ende der Depression“ (Tuncel/Rauscher 2014, S. 155). Diese wechselseitige Kommunikation zwischen den Simpson-Verantwortlichen und dem US-Präsidenten mittels der Simpson-Comics-/-serien als Medium, verdeutlicht deren immensen Einfluss als satirische Instanz (vgl. Tuncel/Rauscher, S. 154). Auch der exemplarisch-analysierte Simpson-Comic „Was zusammengehört…“ weist zahlreiche Anspielungen auf verschiedenste historische, religiöse, wissenschaftliche oder politische Themen auf.

Anspielungen auf das Dritte Reich sind keine Seltenheit innerhalb der Simpson-Comics, sodass sich auch auf Seite 174 des Comics eine Anspielung auf die Versenkung deutscher U-Boote durch die amerikanische Marine in Zeiten des 2. Weltkrieges wiederfindet (vgl. Alsip 2005, S. 174). Die Handlung dreht sich außerdem um den Bau einer Mauer, die Springfield in Nord und Süd spaltet. Aufgrund der Tatsache, dass die Mauer mit ihren Wachtürmen und ihrem Erscheinungsbild stark an die Berliner Mauer erinnert, ist auch hier von einer Anspielung auf die Historie dieser auszugehen (vgl. Alsip 2005, S. 191).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Beliebtheit der Simpsons-Comics ein und formuliert die Forschungsfrage, inwiefern das spezifische Comic-Heft ein stereotypisiertes Gesellschaftsbild vermittelt.

2. Der Comic als literarisches Medium- eine theoretische Einführung: Das Kapitel erläutert grundlegende Bestandteile von Comics, wie formale Strukturen, Schrift-Bild-Beziehungen und die Verwendung grafischer Codes zur Stimmungsübermittlung.

3. Analyse des Simpson-Comics „Was zusammengehört…“: In diesem Hauptteil wird der Comic anhand der theoretischen Kategorien untersucht, wobei insbesondere satirische Anspielungen und die Verkörperung von Klischees durch die Hauptfiguren analysiert werden.

4. Schlussteil: Das Fazit fasst zusammen, dass der Comic durch eine Mischung aus Satire und banalen Elementen ein stereotypisiertes Bild der Gesellschaft entwirft, welches sowohl bei jungen als auch bei älteren Lesern funktioniert.

Schlüsselwörter

Simpsons, Comic-Analyse, Stereotypen, Gesellschaftskritik, Satire, Matt Groening, Erzähltheorie, Bildsprache, politische Karikatur, Medienanalyse, Rollenbilder, Humorcomics, Springfield, mediale Darstellung, intermediale Bezüge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Simpsons-Comic „Was zusammengehört…“ durch spezifische stilistische und narrative Mittel ein Bild einer stereotypisierten Gesellschaft konstruiert und vermittelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung des Comics als Medium, die Analyse von satirischen Anspielungen sowie die Untersuchung von Figurencharakterisierungen im Hinblick auf soziologische Stereotypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwiefern die Erzählweisen des Comics eine Gesellschaft überspitzt und stereotypisiert darstellen, um sowohl gesellschaftskritische als auch unterhaltende Effekte zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literatur- und medienwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf theoretischen Ansätzen zur Comic-Erzähltheorie basiert, um das konkrete Anschauungsobjekt exemplarisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine formal-ästhetische Analyse (Form, Schrift, Bilder), eine Untersuchung der satirischen Anspielungen auf historische und politische Ereignisse sowie eine Charakteranalyse von Figuren wie Bürgermeister Quimby und Homer Simpson.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Simpsons, Stereotypen, Satire, Gesellschaftskritik, Comic-Analyse und Mediale Darstellung.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Bürgermeister Quimby von anderen Charakteren?

Quimby wird als Prototyp eines korrupten Politikers analysiert, der seine Machtposition ausnutzt und keinerlei Nähe zur Bevölkerung zeigt, was im starken Kontrast zu anderen Bewohnern steht.

Welche Rolle spielen intermediale Bezüge im Comic?

Intermediale Bezüge, wie etwa Anspielungen auf bekannte Fernsehserien oder religiöse Texte, werden genutzt, um aktuelle gesellschaftliche Sachverhalte satirisch zu kommentieren und das Werk für den Rezipienten greifbarer zu machen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vermittlung von gesellschaftlichen Stereotypen in "Simpson"-Comics. Bild einer stereotypischen Gesellschaft?
Hochschule
Universität Bremen
Note
2,0
Autor
Fabian Severin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V1014505
ISBN (eBook)
9783346410085
ISBN (Buch)
9783346410092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vermittlung stereotypen simpson bild gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Severin (Autor:in), 2020, Vermittlung von gesellschaftlichen Stereotypen in "Simpson"-Comics. Bild einer stereotypischen Gesellschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014505
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Leseprobe aus  22  Seiten
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