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Der Briefroman im 18. Jahrhundert. Jean-Jacques Rousseaus "Julie ou La Nouvelle Héloise" und die Verführung im Roman

Titre: Der Briefroman im 18. Jahrhundert. Jean-Jacques Rousseaus "Julie ou La Nouvelle Héloise" und die Verführung im Roman

Dossier / Travail , 2019 , 15 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Michelle Kröner (Auteur)

Philologie française - Littérature
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit Jean-Jacques Rousseaus "Julie ou la Novelle Héloïse" und betrachtet dabei, welchen Stellenwert der literarischen Gattung des Briefromans, dem Medium des Briefes und der schriftbasierten Form der Liebe für die Entwicklung und das Fortbestehen der Gefühle zukommt.

Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der verführerischen Kraft, der die Protagonisten als Repräsentant des französischen Lesers des 18. Jahrhunderts ausgesetzt sind.

Der empfindsame Briefroman "Julie ou la Nouvelle Héloïse" von Jean-Jacques Rousseau ist einer der größten belletristischen Bucherfolge des 18. Jahrhunderts. Bereits der Titel enthält eine Anspielung auf den Inhalt des Romans, der sowohl thematisch, als auch formal Parallelen zum Briefwechsel des mittelalterlichen Theologen Peter Abaelard und seiner Schülerin, beziehungsweise Geliebten, Heloisa auf-weist. In gleicher Weise leiden die adlige Julie und ihr bürgerlicher Hauslehrer Saint-Preux unter ihrer Liebe ohne Hoffnung auf gesellschaftliche Legitimation.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Briefroman im 18. Jahrhundert

3. Verführung im Roman

4. Fazit

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die verführerische Kraft der Lektüre und die zentrale Rolle des Briefmediums im Roman "Julie ou la Nouvelle Héloïse" von Jean-Jacques Rousseau. Dabei wird analysiert, wie die schriftbasierte Kommunikation die Entstehung und Aufrechterhaltung der leidenschaftlichen Beziehung zwischen den Protagonisten maßgeblich beeinflusst.

  • Die literarische Gattung des Briefromans im 18. Jahrhundert
  • Soziokulturelle Aspekte des Lesens und der sozialen Kontrolle
  • Die Medialität der Liebe und die Funktion der Schrift
  • Identifikation und mimetische Prozesse beim Lesen
  • Die Bedeutung der räumlichen Trennung für die Imagination

Auszug aus dem Buch

3. VERFÜHRUNG IM ROMAN

Im Briefroman Julie ou la Nouvelle Héloïse kommt der Verführung durch Lektüre, vornehmlich durch das Medium des Briefes, eine entscheidende Rolle zu. Die von Rousseau mehrfach betrachtete „unauflösliche Verbindung“ von Liebe, Sprache und Medium und die Medialität der Liebe der beiden Protagonisten stellt hier eine maßgebliche Determinante für das Entstehen und den Erhalt ihrer Leidenschaft dar. Bereits zu Beginn kommt der diskursive Charakter der Liebe zwischen Julie und Saint-Preux zum Tragen.

In den eröffnenden Briefen gesteht der Hauslehrer bürgerlicher Abstammung seiner Schülerin seine Gefühle, die zwar von Julie geteilt werden, deren Duldung aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen jedoch abwegig ist. Deshalb werden sie zuvor persönlich nie thematisiert, geschweige denn ausgelebt, und selbst in Situationen, in denen sie isoliert und unter sich sind, Zärtlichkeiten also denkbar wären, verhält die adlige Julie sich betont „sérieux [et] froid“. Im Sinne der raison respektiert sie die gesellschaftliche Norm und stellt zunächst ihre Tugend und Ehre über ihre Empfindungen. Insbesondere „von Julie als Frau [fordert diese] sexuelle Zurückhaltung“, sodass Saint-Preux zwei Briefe verfasst, die beide unbeantwortet bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der verführerischen Kraft von Lektüre und Briefkorrespondenz im Werk Rousseaus ein und formuliert das Ziel der Textanalyse.

2. Der Briefroman im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel beleuchtet den soziokulturellen Kontext, die wachsende Alphabetisierung und die kritische Einstellung gegenüber der Gattung Roman als vermeintlicher Gefahr für die Tugend.

3. Verführung im Roman: Hier wird detailliert analysiert, wie das Schreiben von Briefen und das Teilen von Lektüre die Leidenschaft zwischen den Protagonisten erst ermöglicht und über Jahre hinweg aufrechterhält.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die verführerische Kraft von Literatur und die enge mediale Verbindung von Liebe und Sprache den zentralen Kern der Handlung bilden.

5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Unterstützung der wissenschaftlichen Argumentation.

Schlüsselwörter

Jean-Jacques Rousseau, Briefroman, Julie ou la Nouvelle Héloïse, Literaturwissenschaft, Empfindsamkeit, Verführung, Lektüre, Medialität, Schriftkultur, Leidenschaft, 18. Jahrhundert, Tugend, Briefkorrespondenz, Imagination, Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Literaturkonsum (Lektüre) und der emotionalen Entwicklung der Hauptfiguren in Rousseaus Roman "Julie ou la Nouvelle Héloïse".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rolle des Briefes als Kommunikationsmedium, die Problematik der "verführerischen Kraft" von Büchern im 18. Jahrhundert und der diskursive Charakter der Liebe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schriftlichkeit und das Lesen von Briefen die Leidenschaft der Protagonisten in einem gesellschaftlich restringierten Umfeld nähren und bewahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse des Werkes unter Einbeziehung zeitgenössischer gesellschaftlicher Debatten und theoretischer Fachliteratur zur Medialität.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Bedeutung der Gattung Briefroman, die psychologische Wirkung des Briefschreibens auf die Liebenden und die Bedeutung der Lektüre als Auslöser für emotionale Zustände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Medialität, Verführung, Empfindsamkeit, Briefroman, Imagination und der diskursive Charakter der Liebe.

Warum ist das Medium des Briefes für Julie und Saint-Preux so wichtig?

Da eine reale körperliche Beziehung aufgrund gesellschaftlicher Konventionen verwehrt ist, dient das Schreiben als Ersatz, um eine "Übereinstimmung der Seelen" zu erreichen und die Leidenschaft zu konservieren.

Welche Bedeutung hat das "Bosquet"-Treffen für die Analyse?

Es markiert einen Wendepunkt, da hier erstmals die Diskrepanz zwischen der körperlichen, flüchtigen Begegnung und der dauerhaften, schriftlich fixierten Liebe deutlich wird.

Wie bewerten die Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts diese Art von Romanen?

Viele Kritiker betrachteten Briefromane skeptisch, da sie fürchteten, die Lektüre könne speziell Frauen verführen, den Verstand verwirren und sie moralisch gefährden.

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Résumé des informations

Titre
Der Briefroman im 18. Jahrhundert. Jean-Jacques Rousseaus "Julie ou La Nouvelle Héloise" und die Verführung im Roman
Université
University of Mannheim
Cours
Proseminar
Note
1,0
Auteur
Michelle Kröner (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
15
N° de catalogue
V1014701
ISBN (ebook)
9783346417091
ISBN (Livre)
9783346417107
Langue
allemand
mots-clé
briefroman jahrhundert jean-jacques rousseaus julie nouvelle héloise verführung roman
Sécurité des produits
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Citation du texte
Michelle Kröner (Auteur), 2019, Der Briefroman im 18. Jahrhundert. Jean-Jacques Rousseaus "Julie ou La Nouvelle Héloise" und die Verführung im Roman, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014701
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