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Transgendertrend. Geschlechtsidentitätsentwicklung im Jugendalter

Título: Transgendertrend. Geschlechtsidentitätsentwicklung im Jugendalter

Tesis (Bachelor) , 2020 , 123 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jessica Kutscher (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Diese Arbeit setzt sich mit der Existenz eines "Transgendertrends" und dessen Einfluss auf die Geschlechtsidentitätsfindung im Jugendalter auseinander. Im theoretischen Teil der Arbeit wird zunächst allgemein auf die Phänomenologie zur Transidentität im Jugendalter eingegangen und anschließend die Entwicklung und Herausforderung der Geschlechtsidentitätsfindung von Jugendlichen herausgearbeitet.

Nach einer Darstellung der gesellschaftlichen Einstellung gegenüber dem Phänomen Transidentität, wird die Debatte über eine mögliche Existenz eines Transgendertrends näher betrachtet. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. In diesem Rahmen wurden sechs Expertinnen und Experten interviewt, die über ein fundiertes Fachwissen zur Transidentität verfügen.

Die Interviews wurden anschließend mithilfe der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eine Zunahme von Trans-bezogenen Themen in der Gesellschaft und gleichzeitig ein verändertes gesellschaftliches Meinungsbild zur Transidentität. Die Existenz eines Transgendertrends wurde während der Experteninterviews kritisch beleuchtet.

Durch die Untersuchung wurde überdies erkannt, dass ein großer Bedarf an epidemiologischen
Forschungen bezüglich der Entwicklung der Geschlechtsidentität besteht, um die Frage nach einem Transgendertrend und dessen Einfluss nachvollziehbar zu dementieren. Die Erkenntnisse der empirischen Untersuchung werden abschließend diskutiert und vor dem Hintergrund der theoretischen Erläuterungen betrachtet.

Die wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte über Geschlechtszugehörigkeit ist gegenwärtig von Widersprüchlichkeiten, Unwissenheit und Spekulationen geprägt. Es existieren viele Fragen, darunter die Frage, welche Gründe es für die plötzlich steigende Anzahl an Trans*Jugendlichen gibt. Eine hypothetische Erklärung, ein sogenannter "Transgendertrend", wird in der Öffentlichkeit zunehmend debattiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretischer Rahmen

1. Phänomenologie der Transidentität im Jugendalter

1.1. Geschichtlicher Hintergrund

1.2. Begrifflichkeiten

1.2.1. Definition Jugendalter

1.2.2. Geschlechtsbezogene Begrifflichkeiten

1.3. Diagnoseverfahren

1.3.1. Klassifikation und Symptomatik

1.3.2. Verlaufsdiagnose

1.4. Interventionen

1.4.1. Psychotherapie

1.4.2. Alltagstest

1.4.3. Medizinische geschlechtsangleichende Maßnahmen

1.4.4. Jugendhilfemaßnahmen

1.4.5. Besonderheiten der Behandlung

1.5. Epidemiologie

1.5.1. Ätiologische Überlegungen

1.5.2. Psychiatrische Komorbidität

1.5.3. Prävalenz

2. Geschlechtsidentitätsfindung im Jugendalter

2.1. Entwicklung der Identität

2.2. Entwicklung der Geschlechtsidentität

2.2.1. Körper und Geschlecht in der Pubertät

2.2.2. Entwicklungsprozess der Geschlechtsidentität

2.2.3. Entwicklungsprozess der Transidentität

2.3. Herausforderungen bei der (Geschlechts-) Identitätsfindung im Jugendalter

3. Transidentität in der Gesellschaft

3.1. Gesellschaftliches Meinungsbild zur Transidentität

3.2. Präsenz der Transidentität in der Gesellschaft

3.2.1. Geschlechtsbezogene Politik

3.2.2. Transidentität in den Medien

3.2.3. Fortschritte im Diagnose- und Behandlungsverfahren

3.3. Einfluss der Gesellschaft auf die Geschlechtsidentität

4. Debatte um die Existenz eines „Transgendertrends“

III. Methodischer Rahmen

1. Zielsetzung und Forschungsfrage

2. Forschungsdesign

2.1. Methode der Datenerhebung: Experteninterviews

2.2. Auswahl und Kontaktierung der Expertinnen und Experten

2.3. Entwicklung des Interviewleitfadens

2.4. Durchführung der Interviews

2.5. Aufbereitung und Auswertung der Interviews

IV. Darstellung der Ergebnisse

V. Diskussion und Fazit

1. Diskussion der Ergebnisse

2. Diskussion der Methodik

3. Schlussfolgerung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte rund um die Existenz eines sogenannten „Transgendertrends“ und dessen möglichen Einfluss auf die Geschlechtsidentitätsentwicklung bei Jugendlichen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, inwieweit ein solcher Trend existiert und welche Auswirkungen er auf die Identitätsfindung junger Menschen haben könnte.

  • Phänomenologie der Transidentität und geschichtlicher Wandel der Behandlung
  • Entwicklungsprozesse von Identität und Geschlechtsidentität im Jugendalter
  • Gesellschaftliche Wahrnehmung, mediale Präsenz und politischer Diskurs
  • Qualitative Analyse mittels Experteninterviews zu Diagnose- und Behandlungsansätzen

Auszug aus dem Buch

1.3. Diagnoseverfahren

In diesem Kapitel wird ein Überblick über die Diagnostik von Transidentität gegeben. Es gilt zu beachten, dass die hier aufgeführten Aspekte als übergreifende Orientierungshilfe bei dem Diagnose- und Behandlungsverfahren gelten, jedoch ein kritisch beurteilter Einsatz erforderlich ist. Die Entwicklung von transidenten Menschen kann nicht als einheitlicher Prozess beschrieben werden. Genauso fälschlich wäre die Annahme, dass alle Trans*Menschen eine bestimmte und gleichartige Persönlichkeit aufweisen. Die Unterschiedlichkeit der Entwicklungen und Ausprägungen der Persönlichkeitseigenschaften wird unter anderem dadurch deutlich, dass sich die Transidentität bei einigen Personen schon im Kindesalter bemerkbar macht, wohingegen sich andere transidente Menschen erst im Jugendalter oder sogar erst im späten Erwachsenenalter über ihre Geschlechtsidentität im Klaren sind (vgl. Rauchfleisch 2009, S. 18). Die Diagnose bei Jugendlichen sollte in jedem Fall durch eine fachkundige Person der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie gestellt werden, welche mit der Arbeit mit geschlechtsdysphorischen oder -inkongruenten Kindern und Jugendlichen vertraut ist. Im Idealfall erfolgt die Diagnosestellung innerhalb einer interdisziplinären Fallbearbeitung (vgl. Korte 2015, S. 72).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den sprunghaften Anstieg transidenter Jugendlicher in Hilfesystemen und die daraus resultierende gesellschaftliche Debatte über einen sogenannten „Transgendertrend“.

II. Theoretischer Rahmen: Dieser Teil erarbeitet den Forschungsstand zur Phänomenologie der Transidentität, zur Entwicklung der Geschlechtsidentität im Jugendalter sowie zur gesellschaftlichen Einbettung und Debatte über den Trendbegriff.

III. Methodischer Rahmen: Hier wird das Forschungsdesign beschrieben, welches auf qualitativen Experteninterviews basiert, die mittels strukturierter Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

IV. Darstellung der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Experteninterviews werden systematisch in Ober- und Unterkategorien gegliedert und präsentiert.

V. Diskussion und Fazit: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, in den theoretischen Kontext eingeordnet und methodisch bewertet, gefolgt von einer abschließenden Schlussfolgerung.

Schlüsselwörter

Transidentität, Transgender, Jugendalter, Geschlechtsidentität, Transgendertrend, Geschlechtsdysphorie, Identitätsfindung, Experteninterviews, Qualitative Inhaltsanalyse, Hormonbehandlung, gesellschaftlicher Diskurs, Trans*Jugendliche, Transition, Diagnostik, psychosoziale Beratung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der steigenden Zahl junger Menschen, die sich als transident identifizieren, und geht der Frage nach, ob es sich hierbei um einen gesellschaftlichen „Transgendertrend“ handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft entwicklungspsychologische Aspekte der Identitätsbildung mit aktuellen medizinischen Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie der soziokulturellen Sichtbarkeit transidenter Themen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Existenz eines vermeintlichen „Transgendertrends“ kritisch zu hinterfragen und zu analysieren, welchen Einfluss dieser öffentliche Diskurs auf die reale Geschlechtsidentitätsfindung Jugendlicher ausübt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Grundlage bilden Experteninterviews mit Fachkräften aus den Bereichen Psychotherapie, Medizin und Interessenvertretungen, ausgewertet durch die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Fundierung zur Transidentität, eine Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zur Geschlechtsidentitätsfindung sowie die Auswertung und Diskussion der empirisch erhobenen Expertenmeinungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Transidentität, Jugendalter, Geschlechtsidentitätsfindung, Experteninterviews, Transgendertrend und Transition.

Wie beurteilen die Experten den „Transgendertrend“?

Die Experten betrachten den Trendbegriff weitgehend kritisch. Sie sehen darin eher eine gesteigerte Sichtbarkeit und Aufklärung, die es Jugendlichen ermöglicht, ihre geschlechtliche Identität früher zu reflektieren und entsprechende Hilfe zu suchen.

Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Identitätsfindung?

Medien dienen laut der Ergebnisse als Identitätsanker und Informationsquelle, bergen jedoch auch das Risiko einer idealisierten Darstellung, weshalb eine fachlich begleitete Einordnung der Themen besonders für Jugendliche wichtig ist.

Final del extracto de 123 páginas  - subir

Detalles

Título
Transgendertrend. Geschlechtsidentitätsentwicklung im Jugendalter
Universidad
University of Applied Sciences Landshut
Calificación
1,0
Autor
Jessica Kutscher (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
123
No. de catálogo
V1014891
ISBN (Ebook)
9783346411587
ISBN (Libro)
9783346411594
Idioma
Alemán
Etiqueta
Transgendertrend Transgender Geschlechtsidentitätsentwicklung Geschlechtsidentität Geschlechtsidentitätsstörung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessica Kutscher (Autor), 2020, Transgendertrend. Geschlechtsidentitätsentwicklung im Jugendalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014891
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