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Stewardship-Ansatz. Innovative Organisationstheorien

Titel: Stewardship-Ansatz. Innovative Organisationstheorien

Hausarbeit , 2015 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christiane Scholl (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit schafft einen Überblick über die beiden verhaltenswissenschaftliche Ansätze der 'Principal-Agent Theorie' (PAT) und des 'Stewardship-Ansatzes'. Daran schließt sich eine Einführung in das Thema Vertrauen an. Hierzu werden zunächst die zentralen Begriffe dieser Arbeit definiert. Schwerpunkt der darauf aufbauenden Diskussion des Stewardship-Ansatzes bildet die Vorstellung populärer Wirkungszusammenhänge und Argumentationsstrukturen des Konzepts in Abgrenzung zur PAT. Hierbei wird der Kategorie des Vertrauens besondere Aufmerksamkeit geschenkt, nimmt ihre Bedeutung doch permanent zu.

Ein Großteil der Managementtheorie ist stark beeinflusst von dem Menschenbild des 'homo oeconomicus', wie es auch in der PAT zu finden ist. Dieses Bild ist geprägt von einer individualistischen, opportunistischen und eigennützigen Verhaltensweise. Trotz der großen Verbreitung dieses Konzeptes in der Managementliteratur kritisieren ForscherInnen den begrenzten theoretischen Erklärungsgehalt.

Die eigennützigen Verhaltensweisen träfen nicht auf alle strategischen AkteurInnen beziehungsweise ManagerInnen zu. Darüber hinaus fänden Komplexität und Unterschiedlichkeit von Individuen in der PAT keine Berücksichtigung. Aufgrund der Einseitigkeit der Betrachtung der strategischen AkteurInnen in der PAT wurde eine Art Gegenentwurf entwickelt, der auf ebenso extremen, wenngleich anderen Grundannahmen und einem abweichendem Menschenbild basiert: der Stewardship-Ansatz.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmung Principal-Agenten-Ansatz

2.2 Begriffsbestimmung Stewardship-Ansatz

3 Wirkungszusammenhänge und Argumentationsstrukturen des Stewardship-Ansatzes

3.1 Abgrenzung des Stewardship-Ansatzes von der Principal-Agent-Theorie

3.2 Bedeutung der Kategorie des Vertrauens

4 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Vergleich zwischen dem Principal-Agenten-Ansatz und dem Stewardship-Ansatz zu ziehen, um die theoretischen Unterschiede sowie die Bedeutung von Vertrauen in der Organisation zu beleuchten.

  • Gegenüberstellung von Principal-Agent-Theorie und Stewardship-Theorie
  • Analyse des Menschenbildes in beiden Organisationsansätzen
  • Untersuchung der Rolle von Vertrauen als Governance-Element
  • Diskussion von Anreizstrukturen versus intrinsischer Motivation

Auszug aus dem Buch

3.1 Abgrenzung des Stewardship-Ansatzes von der Principal-Agent-Theorie

Der entscheidende Unterschied im Charakteristikum der Agenten der PAT einerseits und der Stewards der Stewardship-Theorie andererseits lässt sich in der intrinsischen Motivation des Stewards ausmachen. So stellen „die Übernahmen von Verantwortung und herausfordernde Tätigkeiten, die Bildung bzw. Steigerung der Unternehmensreputation und die Schaffung von Handlungsflexibilitäten zur Steigerung des eigenen Engagements“ in sich schon eine Bedürfnisbefriedigung für den Steward dar. Im Gegensatz zu den Agenten der PAT handeln die Stewards also nicht opportunistisch, sondern nehme die Rolle des guten Verwalters ein und verfolgen kollektivistische Ziele: They „essentially wants to do a good job, to be a good steward of the corporate assets.“ Der Agent ist extrinsisch motiviert und identifiziert sich nur wenig mit den Unternehmenswerten – ganz anders als der Steward, der sich deutlich stärker mit den Werten und Zielen des Unternehmens identifiziert, zieht er doch einen Nutzen hinaus. Während der Agent sich mit anderen Managern vergleicht, zieht der Steward einen Vergleich mit dem Prinzipal und orientiert sich an dessen Verhalten. Der Steward strebt nach Aufmerksamkeit und Anerkennung durch den Prinzipal, also den Übergeordneten. Diese Motivationscharakteristika führen dazu, dass weder Zielkonflikte auftreten noch die Notwendigkeit besteht, finanzielle (extrinsische) Anreize zu schaffen oder Überwachungsmaßnahmen zu implementieren. Im Falle der Verfolgung eines Stewardship-Ansatzes könnten sich solche Kontrollmaßnahmen sogar kontraproduktiv auswirken, da sie die Motivation des Stewards schmälern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des klassischen Menschenbildes im Management ein und stellt den Stewardship-Ansatz als Gegenentwurf zur Principal-Agent-Theorie vor.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und wissenschaftlichen Ansätze der Principal-Agent-Theorie sowie des Stewardship-Ansatzes.

3 Wirkungszusammenhänge und Argumentationsstrukturen des Stewardship-Ansatzes: Hier werden die Ansätze inhaltlich voneinander abgegrenzt und die zentrale Rolle des Vertrauens für die Organisationssteuerung herausgearbeitet.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Stewardship-Theorie als kritische Weiterführung bisheriger Managementmodelle.

Schlüsselwörter

Stewardship-Ansatz, Principal-Agent-Theorie, Vertrauen, Governance, intrinsische Motivation, Opportunismus, homo oeconomicus, Managementtheorie, Unternehmenserfolg, Motivation, Kooperation, Organisationspsychologie, Zielausrichtung, Kontrollmechanismen, Corporate Governance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Gegenüberstellung zweier zentraler Organisationstheorien: des Principal-Agenten-Ansatzes und des Stewardship-Ansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Analyse von Menschenbildern im Management, die Untersuchung von Motivationsstrukturen und die Bedeutung von Vertrauen in der Unternehmensführung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Unterschiede der beiden Ansätze zu schaffen und zu diskutieren, wie sich diese auf die Gestaltung von Governance-Strukturen auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, theoretische Analyse und einen konzeptionellen Vergleich zweier verhaltenswissenschaftlicher Managementansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen definiert, die Ansätze in ihren Wirkungszusammenhängen abgegrenzt und insbesondere die Kategorie des Vertrauens als wesentliches Element menschlichen Handelns untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Stewardship, Principal-Agent, Vertrauen, intrinsische Motivation, Corporate Governance und Organisationstheorien.

Warum ist das Vertrauen für den Stewardship-Ansatz so wichtig?

Vertrauen fungiert als kennzeichnendes Element, das den Verzicht auf aufwendige Kontrollmechanismen ermöglicht, da der Steward kollektivistische Ziele statt opportunistischer Interessen verfolgt.

Kann die Principal-Agent-Theorie auch vorteilhaft sein?

Die Theorie dient zur Minimierung von Agenturkosten durch Kontroll- und Anreizsysteme, stößt jedoch bei der Berücksichtigung komplexer zwischenmenschlicher Beziehungen an ihre Grenzen.

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Details

Titel
Stewardship-Ansatz. Innovative Organisationstheorien
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,7
Autor
Christiane Scholl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V1014952
ISBN (eBook)
9783346429773
ISBN (Buch)
9783346429780
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stewardship-ansatz innovative organisationstheorien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christiane Scholl (Autor:in), 2015, Stewardship-Ansatz. Innovative Organisationstheorien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014952
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Leseprobe aus  16  Seiten
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