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Rationalitätsdefizite im Rahmen der Eignungsdiagnostik im Personalauswahlprozess

Titel: Rationalitätsdefizite im Rahmen der Eignungsdiagnostik im Personalauswahlprozess

Hausarbeit , 2017 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Archinger (Autor:in)

Führung und Personal - Recruiting
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit legt einen umfangreichen Überblick über die Rationalitätsdefizite dar, die im Bereich der Eignungsdiagnostik im Personalauswahlprozess auftreten können. Dabei wird gezielt auf Ursache der Defizite sowie die Erscheinungsform derselben eingegangen. Auch ein Lösungsansatz wird behandelt. Diese Arbeit ist nicht nur interessant für Studierende, die sich mit den Themen Personalmanagement und Wirtschaftspsychologie befassen, sondern auch für Personaler*innen, die ihre Auswahlprozesse im Recruiting optimieren möchten.

Die Situation in Personalauswahlprozessen ist geprägt von Unsicherheit so-wie Misstrauen und bietet somit optimalen Nährboden für Rationalitätsdefizite. Wo liegen diese, wie entstehen sie und wie könnte man ihnen entgegenwirken? Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die folgende Arbeit.

Zur Beantwortung dieser Fragen werden nachfolgend einige konkrete Formen von Rationalitätsdefiziten untersucht. Abgebildet werden die Gründe für das Entstehen derselben, sowie die genaue Ausprägung und wenn möglich einen Lösungsansatz zum Vermeiden solcher Ungenauigkeiten. Dargestellt werden die Auswirkungen von Testwiederholungen, die Irreführungen durch aktive beschönigende Selbstdarstellung sowie passive Selbstüberschätzung oder -abwertung, der Halo-Effekt im Rahmen der Eignungsdiagnostik sowie die Folgen von fehlendem Ego-Involvement in Testsituationen. Diese Formen von Rationalitätsdefiziten sollen die Problematik beispielhaft darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hintergrund der Arbeit

1.2 Fragestellung

1.3 Vorgehensweise

2 Rationalitätsdefizite

2.1 Definition

2.2 Testwiederholung

2.3 Beschönigende Selbstdarstellung

2.4 Selbstüberschätzung und Selbstabwertung

2.5 Halo-Effekt

2.6 Ego-Involvement Defizit

2.7 Mikropolitik

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Ursachen und Auswirkungen von Rationalitätsdefiziten im Personalauswahlprozess. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sowohl Bewerber als auch Personalverantwortliche durch psychologische Störfaktoren zu suboptimalen und potenziell fehlgeleiteten Einstellungsentscheidungen gelangen, und Lösungsansätze zur Erhöhung der Validität zu identifizieren.

  • Psychologische Störfaktoren in der Eignungsdiagnostik
  • Einfluss von Testwiederholungen und beschönigender Selbstdarstellung
  • Der Halo-Effekt und seine Wirkung auf die Urteilsbildung
  • Bedeutung des Ego-Involvement für die Validität von Testverfahren
  • Mikropolitische Einflüsse im Auswahlprozess

Auszug aus dem Buch

2.5 Halo-Effekt

Nicht nur die Verzerrung von Informationen seitens des Bewerbers kann zu falschen Ergebnissen führen. Auch der Personalverantwortliche selbst ist hier eine wichtige Einflussgröße. Um eine rationale Entscheidung bei der Bewertung eines Bewerbers treffen zu können, muss er sämtliche Merkmale losgelöst voneinander betrachten und bewerten können. Gelingt dies nicht, spricht man von dem sogenannten Halo-Effekt. Asendorpf (2011, S. 64) definiert diesen folgendermaßen: „So wie der Mond in dunstigen Nächten einen Hof (lat. „Halo“) hat, bildet sich im Prozess der Persönlichkeitswahrnehmung um auffällige Eigenschaften ein „Bedeutungshof“: Sie färben auf das Urteil über andere Eigenschaften ab.“

Die Auswirkungen dieses Effekts können weitreichend sein. Gern wird als Beispiel die physische Attraktivität herangezogen. In Studien wurde erwiesen, dass computergenerierten Bildern von jungen Menschen automatisch positive Eigenschaften wie Erfolg, Intelligenz, Geselligkeit, Kreativität und Fleiß zugeschrieben wurden, wenn diese als schöner empfunden wurden. (Asendorpf, 2011, S. 64)

Doch der Effekt hat noch weitere Ausprägungen, gerade im Rahmen der Eignungsdiagnostik. Eine Erscheinungsform des Halo-Effekts ist ein Rationalitätsdefizit durch Vorinformationen. Auf ein persönliches Treffen bereitet sich ein Personalverantwortlicher in der Regel vor, indem er den Lebenslauf, eventuelle Arbeitsproben, Zeugnisse o.ä. heranzieht. Hierdurch wird eine „Prä-Hypothese“ gebildet, die im weiteren Verlauf des Verfahrens überprüft wird. Dies hat verschiedene Folgen. (Weuster, A., 2012, S. 21)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung einer strukturierten Personalauswahl für den Unternehmenserfolg und stellt die methodische Problematik der klinischen gegenüber der statistischen Urteilsbildung dar.

2 Rationalitätsdefizite: Dieses Kapitel analysiert systematisch verschiedene psychologische Störfaktoren wie Testwiederholung, Selbstdarstellungseffekte, Wahrnehmungsverzerrungen und mikropolitische Taktiken, welche die Eignungsdiagnostik beeinflussen.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz valider theoretischer Werkzeuge in der Praxis oft aus Praktikabilitätsgründen ungenauere Verfahren gewählt werden, betont jedoch die Notwendigkeit kontinuierlicher Forschung zur Reduzierung von Fehlentscheidungen.

Schlüsselwörter

Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Rationalitätsdefizite, Personalmanagement, Validität, Reliabilität, Halo-Effekt, Ego-Involvement, Mikropolitik, Selbstdarstellung, Testwiederholung, Urteilsbildung, Fehlentscheidungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Hindernissen für eine rationale Entscheidungsfindung im Prozess der Personalauswahl.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind psychologische Verzerrungseffekte bei Bewerbern und Personalern sowie die methodischen Herausforderungen bei der Validitätsprüfung von Eignungstests.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wo Rationalitätsdefizite entstehen, wie sie wirken und welche Möglichkeiten existieren, um diese in der Eignungsdiagnostik zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die verschiedene psychologische Forschungsergebnisse und Konzepte zur Eignungsdiagnostik zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die Themen wie Testwiederholung, beschönigende Selbstdarstellung, Selbstüberschätzung, den Halo-Effekt, das Ego-Involvement und mikropolitische Handlungsweisen detailliert analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Rationalitätsdefizite, Halo-Effekt und Mikropolitik.

Wie unterscheidet sich der Halo-Effekt von der bloßen Selbstdarstellung des Bewerbers?

Während die Selbstdarstellung eine bewusste oder unbewusste Manipulation des Bewerbers beschreibt, handelt es sich beim Halo-Effekt um eine kognitive Verzerrung des Beobachters (Personalers), der von einer auffälligen Eigenschaft auf den gesamten Charakter schließt.

Was bedeutet der Begriff "Ego-Involvement" im Kontext der Arbeit?

Ego-Involvement beschreibt die Relevanz einer Testsituation für die Selbstidentität des Bewerbers. Ein Mangel daran führt dazu, dass standardisierte Tests lediglich eine "Rolle" abfragen, statt die tatsächliche Persönlichkeit abzubilden.

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Details

Titel
Rationalitätsdefizite im Rahmen der Eignungsdiagnostik im Personalauswahlprozess
Hochschule
Fachhochschule Westküste Heide
Note
1,3
Autor
Anna Archinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V1020774
ISBN (eBook)
9783346412942
ISBN (Buch)
9783346412959
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Recruiting Auswahlverfahren Bias
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Archinger (Autor:in), 2017, Rationalitätsdefizite im Rahmen der Eignungsdiagnostik im Personalauswahlprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1020774
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Leseprobe aus  15  Seiten
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