Diskriminierung auf Twitter. Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Twitter-Profils von Ex-Präsident Donald Trump und der Plattform "Es racismo"

Vergleich der Textsorte, Textfunktion und Zielsetzung


Hausarbeit, 2021

17 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Kommunikation online

3. Die Kommunikationsform Twitter
3.1. Definition Kommunikationsform
3.2. Vom Weblog zum Mikro-Blogging Dienst Twitter
3.3. Computervermittelte Kommunikationsgattung Twitter

4. Textsorten

5. Textfunktion

6. Korpusanalyse
6.1. Forschungsdesign
6.2. Das Twitter Profil von Donald Trump
6.2.1. Untersuchung von Textsorten
6.2.2. Analyse auf Textfunktionen
6.3. Die Plattform „Es racismo“
6.3.1. Untersuchung von Textsorten
6.3.2. Analyse auf Textfunktionen
6.3.3. Kommentare
6.4. Vergleich der beiden Twitter-Profile

7. Fazit

8. Bibliografie

1. Einleitung

Nach der Verbannung des abgewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump von der Plattform Twitter äußerte sich Jack Dorsey, der Gründer und Chef von Twitter, am 14. Januar 2021 mit Bedauern per Tweets zu der getroffenen Entscheidung. Mit den Worten „ E l daño fuera de línea como resultado del discurso en línea es demostrablemente real, y lo que impulsa nuestra política y aplicación sobre todo” rechtfertigte er die Maßnahme unter dem Aspekt, sich auf die öffentliche Sicherheit konzentrieren zu müssen, um die Anstiftung zur Gewalt einzudämmen. Er unterstreicht damit die aktuelle Notwendigkeit, gezielt gegen feindselige hasserfüllte Online-Hetze und Diskriminierung auf Twitter vorzugehen. Doch wie spiegeln sich Hass und Diskriminierung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wider? Die folgende Analyse vergleicht die beiden Twitter-Profile des amerikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump und der antirassistischen Plattform „Es racismo“ im Hinblick auf Textsorte, Textfunktion sowie auch ihre Zielverfolgung. Der erste Teil setzt sich mit dem Thema Online-Kommunikation auseinander. Danach wird der allgemeine Begriff Kommunikationsform definiert. Im Anschluss folgen allgemeine Informationen über den Mikro-Blogging Dienst Twitter und die computervermittelte Kommunikationsgattung Twitter wird erläutert. Der nächste Teil setzt sich mit dem Terminus Textsorten auseinander und der Begriff Textfunktion wird erklärt. Anschließend folgt eine Korpusanalyse. Dabei wird zuerst das Forschungsdesign vorgestellt. Zunächst wird der Twitter Account des amerikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump anhand rassistischer und diskriminierender Tweets genauer untersucht. Darauf folgt eine Analyse des Twitter-Profils der antirassistischen Plattform „Es racismo“ inklusive der Kommentare unter einigen Tweets dieses Accounts. Der Schwerpunkt der Analyse beider Twitter-Profile liegt auf der Untersuchung der Tweets hinsichtlich der Textsorten und der Textfunktionen. Abschließend werden die beiden Twitter-Profile miteinander verglichen.

2. Kommunikation online

Da Twitter ein wichtiger Online-Kommunikationskanal ist, setzt sich dieser Abschnitt mit der Kommunikation online auseinander. Unter Online-Kommunikation versteht man in erster Linie die Gesamtheit der netzbasierten Kommunikationsdienste. Über deren Datenleitung wird der:die einzelne Kommunikationspartner:in mit anderen Partnern verbunden und erhält dadurch möglicherweise Rückmeldung und Feedback über ein breites Spektrum von Anwendungen. Wenn man heute von Online-Kommunikation spricht, ist damit die Vernetzung zwischen den Kommunikationspartnern über internetbasierte Anwendungen gemeint (vgl. Rössler

2003: 504f). Durch den enormen digitalen Fortschritt und die größeren Kapazitäten für die Datenübertragung ist die Kommunikation online inzwischen sehr ausdrucksfähig, da sie heute nicht mehr nur eine rein textbasierte Kommunikationsform darstellt. Sie wird ergänzt durch komplexere Kanäle, wie Bild, Ton und Video und dadurch ergibt sich ein weitaus größeres Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten. Während der Text eine präzise Beschreibung liefern kann, übermitteln Bilder Emotionen und Zusammenhänge. Folglich haben Text und Bild ein unterschiedliches Potenzial. Es gibt drei verschiedene Arten von Kommunikationstypen, und zwar die individuelle Kommunikation, die Gruppenkommunikation und Uni- bzw. Massenkommunikation. Bei den Online-Diensten unterschiedet man die synchronen und asynchronen Dienste. Synchrone Kommunikation bedeutet, dass mindestens zwei Personen gleichzeitig online sind. Die zeitlich versetzte Online-Kommunikation wird asynchron genannt (vgl. Kielholz 2008: S.12ff).

3. Die Kommunikationsform Twitter

Als Kommunikationsform ist Twitter grundlegend für die folgende linguistische Korpusanalyse. Daher wird der Begriff Kommunikationsform im folgenden Abschnitt genauer erläutert.

3.1. Definition Kommunikationsform

Unter Kommunikationsformen versteht man „mehr oder weniger stark konventionalisierte Formen der Gestaltung kommunikativer Handlungen bzw. von Botschaften“ (Marx/Weidacher 2014: 64). Somit kennzeichnen Kommunikationsformen generell all die verschiedenen Möglichkeiten der Kommunikation, wie beispielsweise Massenkommunikation oder Face-to-Face Kommunikation. Mit Kommunikationsformen kann jedoch genau genommen auch die Art und Weise gemeint sein, wie bestimmte Botschaften in der Kommunikation zwischen Menschen übermittelt werden. Es kommt hinzu, dass das Aussehen von Kommunikationsformen von mehreren Faktoren beeinflusst wird. Zum einen gibt es technische Einschränkungen, die durch ein Medium hinsichtlich der Gestaltung eines Informationsträgers gemacht werden, die sogenannten Constraints und Affordances. Sie bilden den äußeren Rahmen des kommunikativen Geschehens. Zum anderen ist die Kommunikationsform aber auch abhängig von dem Gebrauch, den die Kommunizierenden von den medialen Möglichkeiten machen (vgl. Marx/Weidacher 2014: 64). Kommunikationsformen sind durch textexterne bzw. kontextuelle Merkmale bestimmt und sind multifunktional (vgl. Holly 1997: 69). Man unterscheidet zwischen adaptierten und emergenten Kommunikationsformen. Adaptierte Kommunikationsformen werden zwar an die Gegebenheiten eines neuen Mediums angepasst, doch deren Ursprung aus einer anderen medialen Umgebung, wie beispielsweise E-Mails oder Blogs, ist noch erkennbar. Es gibt einen fließenden Übergang zu den emergenten Kommunikationsformen. Im Internet sind emergente Kommunikationsformen entstanden, die sich durch die neuen medialen Gegebenheiten in einem Medium herausgebildet haben, zum Beispiel Tweets (vgl. Marx/Weidacher 2014: 89). Erwähnenswert ist, dass Kommunikationsformen nicht in das Nähe-Distanz-Kontinuum von Koch/Oesterreicher eingeordnet werden können, denn dieses Modell integriert Kommunikationsformen, wie beispielsweise Chat oder SMS, nicht und bezieht sich außerdem nicht auf die neuen digitalen Medien (vgl. Dürscheid 2016: 364f).

3.2. Vom Weblog zum Mikro-Blogging Dienst Twitter

Der Begriff Blog geht auf den Neologismus Weblog zurück und ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern Web und Logbuch. Der erste Weblog von Tim Berners-Lee entstand im Jahr 1990 und diente als Informationsfilter. Weblogs entwickelten sich immer mehr zu elektronischen Tagebüchern im Internet, wobei der Schwerpunkt auf persönlichen Themen lag. Ab 1999 wurde durch Dienstleister das Bloggen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Gesamtheit aller Weblogs wird Blogosphäre genannt. Corporate Blogs, Private Blogs und Fach- und Themenblogs dienen als Beispiel für Weblogs (vgl. Breithuber/Petr). Weblogs sind selektiv und verfolgen das Ziel, eine ganz bestimmte Zielgruppe mit ihren Themen anzusprechen. Ein typisches Merkmal der Weblogs ist es, dass der aktuellste Beitrag immer an erster Stelle erscheint. Weitere Charakteristika sind der öffentliche Zugang über das Internet und die individuelle Form, die den Einträgen eine persönliche Note verleiht und sie glaubhaft macht. Weblogs stehen unter einem stetigen Zuwachs und tendieren dazu, als Massenmedium zu gelten (vgl. Alpar/Blaschke 2008: 20f). Einige linguistische Besonderheiten der Weblogs sind zum Beispiel die objektive Haltung und Schreibweise des:der Verfassers:in oder die subjektive Kommentierung des:der Lesers:in. Beim Verfassen von Weblogs wird außerdem die gesprochene Sprache verwendet und auf Anglizismen zurückgegriffen (vgl. Heurich/Moss 2015: 1ff). Inhaltlich befassen sich die Weblogs mit Themen rund um den Alltag, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Das Mikro-Blogging ist als eine Weiterentwicklung des Weblogs zu betrachten (vgl. Fass/Meier/Pentzold 2012: 26). Twitter gilt somit als Beispiel für einen typischen Mikro-Blogging Dienst und definiert sich selbst als „ein Netzwerk aus Informationen mit kurzen Nachrichten aus aller Welt“ (Twitter Glossar). Der Kurznachrichtendienst Twitter ist als Teil der sogenannten sozialen Medien in die Kategorie des Web 2.0 einzuordnen (vgl. Argüelles Álvarez/Muñoz 2010: 711). Der bekannte Nachrichtendienst Twitter wurde von Jack Dorsey, Evan Williams und Biz Stone in San Francisco, in den Vereinigten Staaten von Amerika, im Jahr 2006 gegründet. Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen sowie Medien nutzen den Mikro-Blogging Dienst. Die Bezeichnung Twitter leitet sich vom englischen Verb to tweet ab und bedeutet zwitschern. Über Twitter können Freunde, Verwandte und Kollegen miteinander kommunizieren und im regelmäßigen Austausch durch Kurznachrichten in Kontakt treten. Diese Kurznachrichten werden Tweets genannt und sie können Fotos, GIFs, Videos, Links und Text enthalten (vgl. Twitter FAQ). Bei Twitter handelt es sich eher um eine monologisch und weniger interaktiv ausgerichtete Kommunikationsform. In Form von Tweets werden die Nachrichten in einem öffentlichen Kommunikationsraum publiziert (vgl. Marx/Lobin/Schmidt 2020: 324). Twitter zeichnet sich besonders durch seine Schnelligkeit aus, denn es können aktuell maximal 280 Zeichen pro Tweet veröffentlicht werden. Die im Profil geposteten Nachrichten werden an Follower:innen gesendet und können auf Twitter abgerufen werden. Jede:r Nutzer:in hat eine bestimmte Anzahl an sogenannten Followern:innern, mit denen er:sie vernetzt ist. So bezeichnet man die Empfänger:innen von Nachrichten beim Twittern. Ein erneuter Post eines Tweets wird als Retweet bezeichnet und kann mit den Follower:innen geteilt werden. Der Bekanntheitsgrad eines Nutzers auf dem Kurznachrichtendienst Twitter steigt mit der Anzahl der Follower:innen, die via Antwort auf den Tweet reagieren können (vgl. Twitter FAQ). Auf der Mikroblogging-Plattform Twitter gibt es die Funktion von Tags. Dementsprechend kann man die eigenen Tweets mit einem Hashtag markieren und sich dadurch an Diskussionen zu einem bestimmten Thema, das man interessant findet, beteiligen (vgl. Marx/Weidacher 2014: 68). Die Nutzung von Twitter setzt einen Internetzugang voraus. Die Webseite existiert in 17 verschiedenen Sprachen, jedoch findet die Kommunikation auf dem Mikro-Blogging Dienst noch in weitaus mehr Sprachen statt (vgl. Twitter FAQ).

3.3. Computervermittelte Kommunikationsgattung Twitter

Per Tweet wendet sich hierbei eine Person an die breite Masse, um Informationen und Meinungen im Sinne einer Massenkommunikation zu verbreiten. Demnach sind Tweets zunächst nicht dialogzentriert, sondern eine Form von One-to-many Kommunikation. Spricht man von Twitter, kann die Kommunikation als öffentliche Kommunikation bezeichnet werden. Sie findet in einem öffentlichen Raum statt, der für jedermann zugänglich ist (vgl. Marx/Lobin/Schmidt 2020: 133). Es bilden sich aus diesem Kommunikationsraum unterschiedliche Kommunikationsmodi, die wiederrum nach bestimmten Kriterien unterteilt werden können. Die Zeitdimension lässt eine Unterscheidung in synchron und asynchron zu. Twitter ist demzufolge eine asynchrone Kommunikationsform, da die einzelnen Beiträge nicht zeitgleich, sondern zeitversetzt erfolgen. Im Vergleich zu synchronen Kommunikationsformen haben asynchrone Kommunikationsformen demzufolge eine höhere Zeitsouveränität und eine geringere Geschwindigkeit. Erst nachdem der:die Nutzer:in einen Tweet vollständig hochgeladen hat, kann ein anderer bzw. eine andere Nutzer:in auf den Tweet reagieren. Auch Kommentare werden zeitverzögert gepostet. Obwohl Tweets medial schriftlich sind, werden sie häufig von einer konzeptionellen Mündlichkeit geprägt, denn viele User:innen verwenden auf dem Kurznachrichtendienst Twitter die Umgangssprache. Aus diesem Grund werden Tweets häufig als distanzlos bezeichnet. Darüber hinaus ergeben sich für Twitter Eigenschaften, wie eine hohe Konnektivität, eine inhärente Multilogizität, eine kommunikative Niederschwelligkeit und eine hohe Viralität. Die Eigenschaft der inhärenten Multilogizität bezeichnet die öffentliche Interaktion auf Twitter, die potenziell immer das gesamte Netzwerk miteinbezieht (vgl. Marx/Lobin/Schmidt 2020: 191).

4. Textsorten

Im Hinblick auf die nachfolgende Korpusanalyse ist es erforderlich, sich zunächst mit dem Begriff Textsorten auseinanderzusetzen. In der linguistischen Textsortenlehre wird zwischen zwei Hauptforschungsrichtungen unterschieden, sprich dem sprachsystematisch orientierten und dem kommunikationsorientierten Forschungsansatz. Aus der handlungstheoretischen Perspektive gesehen ergibt sich folgende Definition.

„Textsorten sind konventionell geltende Muster für komplexe sprachliche Handlungen und lassen sich als jeweils typische Verbindungen von kontextuellen (situativen), kommunikativ-funktionalen und strukturellen (grammatischen und thematischen) Merkmalen beschreiben. Sie haben sich in der Sprachgemeinschaft historisch entwickelt und gehören zum Alltagswissen der Sprachinhaber (Brinker 2010: 125).“

Basierend auf dem Wissen über wechselseitige Beziehungen zwischen internen Texteigenschaften und externen Situationen sind Genres demnach soziokognitive Größen. Sie dienen der Orientierung zum einen als Erwartung in der Textrezeption, das heißt Wahrnehmen, Verarbeiten und Verstehen von Texten als Prozess der Informationsverarbeitung und andererseits als Vorlage für die Textproduktion und Gestaltung. Textsorten stellen komplexe Größen mit mehreren Ebenen dar, die es anhand verschiedener Kriterien zu beschreiben gilt. Man unterscheidet zwischen drei Ebenen. Pragmatisch betrachtet sind Textsorten eine musterhafte Abfolge von kommunikativen Handlungen. Kognitiv gesehen bestehen Genres aus einer musterhaften Zusammenstellung von Wissensbeständen. Unter dem sozialen Aspekt sind Textsorten semiotische Instrumente, die vom Kontext abhängen. Bei den Textsorten gibt es neben der prototypischen Umsetzung des Musters Individualisierungen, Hybridisierungen und starke Abwandlungsgrade (vgl. Stöckl 2016: 21f). Man unterscheidet zwischen stark normierten Textsorten, wie beispielsweise Verträge oder Kochrezepte, die weitestgehend vorbestimmt sind und anderen Textsorten, die bezüglich der Ausführung und ihrer Struktur vielerlei Möglichkeiten offenlassen. Exemplarisch dafür sind Werbeanzeigen und Zeitungskommentare. Dabei gibt es viel Spielraum, was die Textgestaltung dieser Textsorte betrifft. Die Textsorten erscheinen in unterschiedlichen speziellen Ausprägungen und Varianten (vgl. Brinker 2010: 124f).

5. Textfunktion

Mit der Durchsetzung der digitalen Medien haben sich die Grundsätze der Kommunikation und der Textproduktion komplett verändert. Heute spielen auch die Rezipienten:innen eine weitaus wichtigere Rolle im Kommunikationsprozess als je zuvor. Die Vielfalt der Textformen und -funktionen hat mit der heranreifenden Entwicklung des Mediums Internet zugenommen. Die Textfunktion ist zentraler Bestandteil der kommunikationsorientierten Textlinguistik und untersucht „die kommunikative Funktion von Texten“ (Brinker 2010: 15). Folglich beleuchtet das Konzept der Textfunktion genauer, zu welchem Zweck ein Text innerhalb der Kommunikation benutzt wird und sieht den Text als eine sprachliche Handlung. Unter der Textfunktion versteht man

„die im Text mit bestimmten, konventionell geltenden, d.h. in der Kommunikationsgemeinschaft verbindlich festgelegten Mitteln ausgedrückte Kommunikationsabsicht des Emittenten (Brinker 2010: 88).“

Über Signale des:r Emittenten:in bzw. des:der Autors:in wird die Textfunktion erschlossen. Bei der Textfunktion kann es sowohl innertextliche als auch außertextliche Indikatoren geben. Während innertextliche Indikatoren sprachliche Stilmittel sind, stellt der Zusammenhang der Kommunikation die außertextlichen Indikatoren dar. Es werden drei Grundtypen von Indikatoren unterschieden. Im ersten Fall werden sprachliche Formen und Strukturen, mit denen der:die Emittent:in die Art des intendierten kommunikativen Kontakts dem:der Rezipienten:in gegenüber explizit zum Ausdruck gebracht. Im zweiten Fall drückt der:die Emittent:in explizit oder implizit seine Einstellung zum Textinhalt und insbesondere zum Textthema durch sprachliche Formen und Strukturen aus. Im dritten Fall handelt es sich um kontextuelle, textexterne Indikatoren, wie die situative Einordung bzw. der gesellschaftliche Handlungsbereich, denen der Text zugeordnet ist. Darüber hinaus differenziert man die fünf unterschiedlichen Grundfunktionen Informationsfunktion, Appellfunktion, Obligationsfunktion, Kontaktfunktion und Deklarationsfunktion. Bei Texten mit Informationsfunktion liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Wissen. Dennoch können sie sachbetont sein und dabei wird themenbezogenes Wissen des:der Autors:in vorausgesetzt oder eher meinungsbetont, evaluativ sein. Die Appellfunktion hat das Ziel, die Meinung bzw. das Handeln des:der Rezipienten:in zu beeinflussen, wie zum Beispiel bei einer Werbeanzeige. Texte mit Obligationsfunktion sind stark institutionalisiert mit der Intention, den:die Rezipienten:in verpflichtend zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Bei Texten mit Kontaktfunktion geht es um die personale Beziehung des:der Emittent:in zum:zur Rezipienten:in beispielsweise bei Grußkarten oder persönlichen Briefen. Die Deklarationsfunktion ist wie die Obligationsfunktion auch stark institutionalisiert und an bestimmte Abläufe gebunden. In diesem Fall versucht der:die Emittent:in, dem:der Rezipient:in verständlich zu machen, dass der Text eine neue Wirklichkeit schafft (vgl. Brinker 2010: 98ff).

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Details

Titel
Diskriminierung auf Twitter. Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Twitter-Profils von Ex-Präsident Donald Trump und der Plattform "Es racismo"
Untertitel
Vergleich der Textsorte, Textfunktion und Zielsetzung
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,0
Jahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1020797
ISBN (eBook)
9783346417374
ISBN (Buch)
9783346417381
Sprache
Deutsch
Schlagworte
diskriminierung, twitter, unterschiede, gemeinsamkeiten, twitter-profils von, ex-präsident, donald, trump, plattform, vergleich, textsorte, textfunktion, zielsetzung
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Diskriminierung auf Twitter. Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Twitter-Profils von Ex-Präsident Donald Trump und der Plattform "Es racismo", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1020797

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