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Über das Experiment als Unterrichtsmethode

Title: Über das Experiment als Unterrichtsmethode

Seminar Paper , 2001 , 22 Pages , Grade: sehr gut (1,0)

Autor:in: Steffen Nöhrbaß (Author), Christian Franzen (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Denkt man heute selbst (als Chemiestudent ist man zwar maßgeblich beeinflusst) an seine Chemiestunden in der Schule zurück oder befragt andere Personen nach ihren Gedanken zum Chemieunterricht in der Schule bzw. zur Chemie überhaupt, so gelten vielfach die ersten Gedanken dem chemischen Experiment, dass offenbar in der Schule selbst auch heute noch in Zeiten höchster Knappheit der Lehrmittel (Chemikalien sind teuer) eine äußerst wichtige Rolle spielt.

Deshalb stellt sich sicherlich die Frage, warum das Experiment gerade in den sogenannten Naturwissenschaften eine so große Rolle spielt; viele werfen dann ein, dass die Chemie halt „eine experimentelle Wissenschaft“ sei (Dies führen auch Hermanns, S. 29 an), doch genügt dies wohl nicht so einfach zur Beantwortung dieser Frage.

Damit ergibt sich als nächste Überlegung, wann zum ersten Mal überhaupt Experimente durchgeführt wurden und warum, mit welchem Hintergrund.

Auf diese Fragen soll im Folgenden im bescheidenen Rahmen dieser Hausarbeit versucht werden, eine kurze Antwort zu geben.

Ferner haben wir untersucht, wie Experimente in der Schule aufgebaut sein müssen, welche Struktur sie haben und welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen, damit sie geeignet sind und den ihnen zugedachten Zweck erfüllen.

Doch worin besteht der Zweck von Experimenten in der Schule? Dies begründet den nächsten Teil unserer Arbeit, in dem die Aufgaben und Funktionen von Experimenten im Unterricht dargelegt werden, wobei ein Augenmerk auf ihrem Bildungsbeitrag liegt.

Zum Schluss begründen wir noch die Notwendigkeit zur Durchführung von Experimenten in der Schule, führen Schülermeinungen zum Experiment in der Schule an und verknüpfen dies mit eigenen Erfahrungen aus Schule und Hochschule.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

0. Vorwort

1. Der Begriff „Experiment“

2. Zur Geschichte des Experiments

3. Zur Durchführung von Experimenten im naturw. Unterricht

3.1. Die Struktur von Experimenten im naturw. Unterricht

3.1.1. Die Fragestellung

3.1.2. Die Beobachtungsphase

3.1.3. Die Auswertung

3.2. Zur Eignung von Experimenten im naturw. Unterricht

3.2.1. Beweiskraft des Experiments

3.2.2. Weitere Bedingungen zur Eignung eines Schul-Experimentes

3.3. Das Demonstrationsexperiment

3.4. Das Schülerexperiment

4. Die Funktion von Experimenten im naturw. Unterricht

4.1. Zur Schulung des Denkens

4.2. Zum Entwickeln einer Frage- bzw. Problemstellung

4.3. Zur Überprüfung von Lösungsstrategien

4.4. Zur Induktion von Gesetzmäßigkeiten

4.5. Zur Simulation eines technischen Verfahrens

4.6. Zur Diskussion verschiedener Methoden

4.7. Zur Sicherung von Unterrichtsergebnissen

4.8. Zu weiteren Zwecken

5. Zum Bildungsbeitrag von Experimenten im naturw. Unterricht

6. Zum Einsatz von Experimenten in der Schule

6.1. Lehrer-Schüler-Verhältnis

6.2. Bewertung von Experimenten aus Schülersicht

7. Nachwort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Experiments als zentrale Unterrichtsmethode in den Naturwissenschaften, insbesondere im Chemieunterricht, und beleuchtet dessen didaktische Funktion sowie Notwendigkeit für den Erkenntnisprozess und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler.

  • Historische Entwicklung des Experiments in den Naturwissenschaften
  • Didaktische Struktur und Planung von Unterrichtsexperimenten
  • Funktionen von Experimenten (Denkschulung, Problemlösung, Induktion)
  • Unterscheidung zwischen Demonstrationsexperiment und Schülerexperiment
  • Bildungsbeitrag und Schülersicht auf das experimentelle Arbeiten

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Die Beobachtungsphase

Ein zentraler Punkt in jedem Experiment ist dann die Beobachtung. Wichtig bei dieser ist für Hünig das vorurteilsfreie Beobachten (Hünig, S. 10). Dies ist zunächst sicher richtig, da nämlich sonst nur das beobachtet wird, was zu der vorher überlegten Theorie passt („Man sieht, was man sehen will.“). Gerade dann aber sind solche scheinbar falschen, weil nicht zur Vorstellung passenden Beobachtungen äußerst wichtig, wenn Fehler in der Befolgung oder der Erstellung einer Experimentieranordnung gemacht wurden, da nur so ein evtl. Fehler entdeckt bzw. zurückverfolgt werden. Hünig gibt in seinem Beitrag einige Beispiele zum vorurteilsfreien Beobachten (Hünig, S. 10 f.)

Er propagiert deshalb das „Prinzip der naturwissenschaftlichen Arbeitsmethode: Bewusste Trennung von Beobachten und Denken“ (Hünig, S. 12, dort insbesondere das Schaubild).

Dem widerspricht Tetens-Jepsen in ihrem Beitrag allerdings aufs Heftigste. Ihr fehlt eine Begründung für die strikte Trennung von Beobachtung und Deutung im Unterricht, denn „ein wirkliches Nacheinander von Beobachten und Deuten es weder im Unterricht noch in der Praxis naturwissenschaftlicher Forschung“ (Tetens-Jepsen, S. 28). Auch Fabricius stellt fest, dass Beobachtung und Deutung nicht unabhängig voneinander ablaufen können: „Wir sammeln nicht wahllos Daten, sondern strukturieren die Datenfülle entsprechend unserem Vorwissen.“ (Fabricius, S. 26).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorwort: Erläuterung der Motivation für die Themenwahl und der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Struktur und Funktion des Experiments.

1. Der Begriff „Experiment“: Definition des Begriffs anhand lexikalischer Grundlagen und Erläuterung wesentlicher Charakteristika wie der Wiederholbarkeit.

2. Zur Geschichte des Experiments: Darstellung der historischen Entwicklung von der antiken Naturphilosophie hin zur modernen naturwissenschaftlichen Vorgehensweise seit Bacon und Galilei.

3. Zur Durchführung von Experimenten im naturw. Unterricht: Analyse der methodischen Schritte, der Eignungskriterien für Unterrichtsexperimente sowie der Formen des Demonstrations- und Schülerexperiments.

4. Die Funktion von Experimenten im naturw. Unterricht: Detaillierte Untersuchung der vielfältigen Funktionen von der Denkschulung bis zur Simulation technischer Verfahren.

5. Zum Bildungsbeitrag von Experimenten im naturw. Unterricht: Diskussion des Begriffs Bildung im Kontext naturwissenschaftlicher Lehre und der ethischen Relevanz.

6. Zum Einsatz von Experimenten in der Schule: Reflexion über das Lehrer-Schüler-Verhältnis und die Bewertung experimenteller Arbeit aus der Perspektive der Lernenden.

7. Nachwort: Abschließendes Plädoyer für den unverzichtbaren Stellenwert des Experiments im Chemieunterricht.

Schlüsselwörter

Experiment, Chemieunterricht, Naturwissenschaften, Didaktik, Schülerexperiment, Demonstrationsexperiment, Beobachtung, Erkenntnisgewinnung, Problemlösung, Wissenschaftsmethodik, Bildungsbeitrag, Hypothesenbildung, Lerntheorie, Schülermeinungen, Unterrichtsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Experiment als zentrale Unterrichtsmethode in den Naturwissenschaften, wobei der Fokus insbesondere auf dem Chemieunterricht liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Herleitung, der methodischen Strukturierung, den didaktischen Funktionen und dem Bildungsbeitrag von Experimenten in der Schule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Experimente aufgebaut sein müssen, welche Zwecke sie erfüllen und warum sie für den naturwissenschaftlichen Bildungsprozess und das Verständnis der Schüler unersetzlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene didaktische Ansätze und fachwissenschaftliche Positionen zum Experimentieren gegenübergestellt und diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Strukturierung von Experimenten, deren spezifische Funktionen für das Lernen sowie eine Auseinandersetzung mit dem Bildungsbegriff und der Schülersicht auf experimentelles Arbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Experiment, Chemieunterricht, Didaktik, Erkenntnisgewinnung, Schülerexperiment und Bildungsbeitrag.

Warum ist die Trennung von Beobachten und Deuten umstritten?

Während einige Didaktiker eine bewusste Trennung fordern, um vorurteilsfreies Arbeiten zu ermöglichen, kritisieren andere, dass eine solche Entkopplung künstlich sei, da Beobachtung stets durch Vorwissen strukturiert werde.

Welche Rolle spielt die Schülersicht in der Arbeit?

Die Arbeit betont, dass Experimente das höchste Ansehen bei Schülern genießen, wenn sie selbstständig geplant und durchgeführt werden können, da dies die Motivation und das Verständnis für Zusammenhänge fördert.

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Details

Title
Über das Experiment als Unterrichtsmethode
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Pädagogisches Institut)
Course
Proseminar: Einführung in die Schulpädagogik
Grade
sehr gut (1,0)
Authors
Steffen Nöhrbaß (Author), Christian Franzen (Author)
Publication Year
2001
Pages
22
Catalog Number
V10207
ISBN (eBook)
9783638167031
ISBN (Book)
9783638641371
Language
German
Tags
Experiment Unterrichtsmethode Proseminar Einführung Schulpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Nöhrbaß (Author), Christian Franzen (Author), 2001, Über das Experiment als Unterrichtsmethode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10207
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