Chinas Social Credit System. Eine Betrachtung mit Luhmann, Bentham und Foucault


Hausarbeit, 2019

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chinas Vision von einer überwachenden Datenbank mit verhaltensbeeinflussender Funktion

3. Erläuterung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer

4. Anwendung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer auf das Social Credit System
4.1. Oberfläche: Interface, App, Punktzahl
4.2. Tiefe: Daten, Algorithmen

5. Derzeitiger Stand der Umsetzung/Implementierung des gesellschaftlichen Bonitätssystems in China

6. Mögliche gesellschaftliche Auswirkungen, insbesondere mit Blick auf Kommunikation nach Luhmanns Systemtheorie

7. Panoptische Überwachung bei Bentham und Foucault

8. Schluss

9. Literaturverzeichnis

10. Abbildungsverzeichnis

11. Anhang

1. Einleitung

Eine Person möchte eine Flugreise buchen, doch aufgrund von persönlichen Daten zu ihrem Sozialverhalten, ihrer politischen Einstellung oder ihrer Kreditwürdigkeit, die in einer staatlichen Datenbank gespeichert sind, wird der Ticketkauf verwehrt. Das klingt wie eine Passage eines dystopischen Romans, soll aber nach den Plänen der chinesischen Regierung durch ein gesellschaftliches Bonitätssystem bald Wirklichkeit werden.

Dieses System soll über jeden Bürger massenhaft Daten aus digitalen und analogen Quellen sammeln und daraus mittels Algorithmen und künstlicher Intelligenz eine Punktzahl ermitteln, die die Vertrauenswürdigkeit widerspiegeln soll. Dieser Indikator soll sich zum grundlegenden gesellschaftlichen Instrument entwickeln und Einfluss auf viele Aspekte des täglichen Lebens haben.

Diese Arbeit untersucht das chinesische Social Credit System im Hinblick auf die These, dass damit ein neues Medium geschaffen werden soll, das die Gesellschaft, das alltägliche Leben und das persönliche Verhalten der Bürger nachhaltig beeinflussen wird.

Zunächst wird die Motivation der chinesischen Regierung, ein solches Projekt anzugehen, die ihm zugrundeliegenden Planungen und der Aufbau des Systems erläutert. Mittels Niklas Luhmanns Analyse der Stellung des Computers in seiner Gesellschaftstheorie wird dann eine zweigeteilte Perspektive eingenommen, die die besondere Architektur einer Datenbank medientheoretisch betrachtet. Nach einer Skizzierung des derzeitigen Stands der Umsetzung des gesellschaftlichen Bonitätssystems werden potenziell daraus resultierende Veränderungen innerhalb der Gesellschaft und in der Kommunikation aus Auszügen von Luhmanns Systemtheorie abgeleitet. Schließlich werden anhand des architektonischen Konzepts des Panoptikums nach Jeremy Bentham und Michel Foucault Auswirkungen von Überwachung auf das persönliche Verhalten erläutert.

2. Chinas Vision von einer überwachenden Datenbank mit verhaltensbeeinflussender Funktion

Die chinesische Regierung möchte in Zukunft an einem zentralen Ort Daten über Bürger1 und Unternehmen sammeln, um sie überwachen und bewerten zu können und um ihr Verhalten durch Sanktionen und Belohnungen zu beeinflussen. Das Ziel ist eine Big-Data gestützte Verhaltenskontrolle im sozialen und wirtschaftlichen Bereich.2 Im Rahmen dieser Arbeit wird vorrangig der gesellschaftliche Aspekt betrachtet; die Planungen zur Überwachung von Unternehmen und zur wirtschaftlichen Steuerung werden außer Acht gelassen.

2014 veröffentlichte die chinesische Regierung einen bis 2020 zu realisierenden „Plan für die Errichtung eines gesellschaftlichen Bonitätssystems“. Für jeden chinesischen Bürger soll auf der Grundlage der gesammelten Daten aus vielfältigen Bereichen, wie zum Beispiel dem Sozialverhalten im Alltag, der Kreditwürdigkeit, dem Strafregister, den Einkaufsgewohnheiten sowie dem Verhalten im Internet, eine Punktzahl erstellt werden.3

Dem Regierungsdokument zufolge soll das Social Credit System viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Problematiken lösen. Dazu zählen unter anderem ein mangelndes gegenseitiges Vertrauen innerhalb der Gesellschaft sowie unzureichender Verbraucherschutz, da zahlreiche Gesetzesverstöße bei der Lebensmittel- und Pharmasicherheit auftreten. Auf wirtschaftlicher Ebene will man Korruption und unzureichendem Schutz geistigen Eigentums entgegenwirken.4 Das System hat zum Ziel, ein gesteigertes Vertrauen innerhalb der Gesellschaft, eine verstärkte soziale Kontrolle und insgesamt eine „harmonische sozialistische Gesellschaft“ herbeizuführen.5

Da diese kommunizierten Absichten die mediale Berichterstattung über das Social Credit System dominieren, ist es nicht verwunderlich, dass viele chinesische Bürger die Pläne unterstützen. Das Mercator Institute for China Studies erstellte vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 eine Medienanalyse aller Onlinebeiträge zum Bonitätssystem. Sie weist nur eine geringe Zahl kritischer Beiträge zu dem Thema auf. Dies liegt natürlich an der Zensur der Behörden, doch auch die insgesamt geringe Anzahl an Beiträgen in den sozialen Netzwerken zeigt, dass die Thematik für viele Chinesen nicht relevant ist, beziehungsweise, dass sie den Nutzen eines solchen Systems nicht infrage stellen.6

Neben den oben genannten Argumenten, die die chinesische Bevölkerung von der Notwendigkeit eines solchen Bonitätssystems überzeugen sollen, gibt es aber auch noch andere ausschlaggebende Faktoren für die Ambitionen der Regierung. Angesichts der wachsenden sozio-ökonomischen Ungleichheiten und gesellschaftlichen Spannungen im Land, wird das Social Credit System als ein effizientes Instrument der sozialen Kontrolle angesehen. Im Jahr 2014 gab es insgesamt ca. 90.000 Unruhen im Land, somit statistisch rund 250 pro Tag.7

Durch die Entwicklung des Internets und die stetig wachsende Zahl mobil genutzter Geräte, wie Smartphones und Wearables, sowie weiterer digitaler Instrumente, die Daten in Echtzeit sammeln können, eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten der Überwachung und Propaganda.8

Doch gesammelte Daten sind nur die eine Seite des Systems, die andere ist ein Konzept aus Zuckerbrot und Peitsche. Das digitale Bewertungssystem beeinflusst die Bürger nicht nur durch die sozialen Vergleiche, die innerhalb der Gesellschaft anhand der Punktzahlen angestellt werden. Die Pläne der Regierung gehen noch weit darüber hinaus. Die vom System registrierten Handlungen der Bürger sollen an konkrete Folgen gebunden sein. Das bedeutet Belohnungen bei positivem und Sanktionen bei negativem Verhalten. Beispiele dafür sind etwa Steuererleichterungen bei hohem und Verwehrung von Flug- und Hochgeschwindigkeitszugtickets bei niedrigem Punktestand.9

Insgesamt lässt sich das Social Credit System mit einem Zitat aus einem 2016 veröffentlichten Dokument des Staatsrates zusammenfassen. Demnach ziele das System darauf: „[to] provide the trustworthy with benefits and discipline the untrustworthy […] [so that] integrity becomes a widespread social value“.10

3. Erläuterung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer

Der Soziologe Niklas Luhmann entwickelte eine Systemtheorie der Gesellschaft. Sie nimmt dabei nicht nur die einzelnen Elemente in den Blick, sondern die vor allem deren Beziehungen der Elemente zueinander. Daher steht die Kommunikation als gesellschaftskonstituierender Prozess im Zentrum der Systemtheorie.

Luhmann erwähnt den Computer als neues Medium in seinem Werk „Die Gesellschaft der Gesellschaft“ von 1997 nur kurz, da er sich als Soziologe noch nicht in der Lage sah, die weitreichenden Folgen dieses neuen Mediums abzusehen. Jedoch ließen sich die neuen medialen Strukturen beschreiben, die sich dadurch eröffnen.11 Seine kurze Charakterisierung des Computers beinhaltet eine zweigeteilte Perspektive, die auf die Betrachtung einer digitalen Datenbank wie die des Social Credit Systems übertragen werden und als Ausgangspunkt der Analyse dienen kann.

Luhmanns grundlegende Frage ist dabei, wie Computer die Kommunikation innerhalb der Gesellschaft verändern und „wie es sich auf die gesellschaftliche Kommunikation auswirkt, wenn sie durch computervermitteltes Wissen beeinflußt wird“12.

Für die theoretische Betrachtung unterteilt er den Computer in zwei Ebenen, in eine mediale Oberfläche und eine unsichtbare Tiefe.13 Für den Benutzer ist nur der Bildschirm als Oberfläche zugänglich, in der Tiefe befindet sich jedoch eine „unsichtbare Maschine“, dessen Abläufe für den Benutzer unsichtbar bleiben. Durch Befehle kann eine Verbindung zwischen beiden Ebenen hergestellt werden, sodass dann eine Information auf dem Bildschirm sichtbar wird.14 Somit bezieht sich die Tiefe auf die Prozesse der Datenverarbeitung, die für den Benutzer unsichtbar sind, und die Oberfläche auf das Interface, mit dem der Benutzer agiert und das die Ergebnisse der verborgenen Prozesse abbildet.15

Der Computer sei eine Alternative zur strukturellen Kopplung von Bewusstsein und Kommunikation. Dabei bestehe jedoch die Schwierigkeit, dass innerhalb der Tiefe des Computers Vorgänge ablaufen, die nicht zu beobachten sind, aber dennoch Effekte auf die Gesellschaft haben.16

Luhmann fokussiert seine Theorie des Computers auf dessen Fähigkeit, Informationen zu sammeln, zu verwalten und zu verarbeiten. Er sieht den Computer als eine Datenbank des Wissens. Daher lässt sich seine Perspektive auch als eine Medientheorie digitaler Datenbanken verstehen.17

Übertragen auf die Datenbank des Social Credit Systems, bildet der Parameter der persönlichen Bonitätsbewertung, der auf einem Bildschirm angezeigt wird, die Ebene der Oberfläche, und die Masse der gesammelten Daten, die durch Algorithmen ausgewertet werden, stellen die Tiefe dar.

4. Anwendung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer auf das Social Credit System

4.1. Oberfläche: Interface, App, Punktzahl

Das Social Credit System ist ein äußerst komplexes System, doch der chinesische Bürger kann davon nur eine Oberfläche in Form einer App einsehen.

Jedem Bürger wird auf Grundlage der Datenbank eine individuelle Punktzahl zugewiesen. Sie soll damit aussagen, wie vertrauenswürdig die Person ist.18 Dabei wird der Punktestand jedoch nicht nur der jeweiligen Person angezeigt. Die Regierung plant, diese öffentlich zugänglich zu machen.19

Geplant ist, die Partizipation der Bürger am System durch spielerische Elemente zu erhöhen. So soll die Anzeige der Punktzahl in verschiedene Level unterteilt sein, die mit Belohnungen verbunden sind. Dadurch wird die Motivation, sich zu steigern, erhöht. Dieser Aspekt der Gamification wird noch durch das Angebot von Mini-Spielen in der App verstärkt und zielt darauf, die Aufmerksamkeit der Nutzer lange an die App zu binden und dabei positive Emotionen hervorzurufen.20

An der Oberfläche des Social Credit Systems steht, wie bereits erwähnt, nicht nur eine bewertende Zahl, als zweite Komponente existiert ein Mechanismus aus Belohnungen und Sanktionen. Dieser Mechanismus ruft, basierend auf der Punktzahl, aber auch auf dem Verhalten des Bürgers, Konsequenzen hervor.21 Die Regierung plant, bei Bürgern mit niedriger Bewertung Einschränkungen in Bezug auf Arbeitsverhältnisse, Konsum, Reisen und Zugang zu Krediten umzusetzen.22 Auf der anderen Seite stehen für vorbildliche Bürger mögliche Belohnungen wie zum Beispiel der Zugang zu günstigeren Krediten, verbesserte berufliche Aufstiegschancen und verkürzte Sicherheitskontrollen bei Reisen.23

Die Komplexitätsreduktion24, die auf der Oberfläche erfolgt, sieht Luhmann als zentrales Element, da sie allen Personen gleichermaßen ermöglicht, an der computergestützten Kommunikation teilzuhaben.25 Doch beim Social Credit System erfolgt die Reduktion von Komplexität zu Lasten der Transparenz. Ein laienhafter Nutzer, der über keine Kenntnisse des Programmierens verfügt, kann mit dem Computer nur an der Benutzeroberfläche agieren.26 In gleicher Weise haben die Bürger Chinas keinen Einfluss auf die Tiefe des Social Credit Systems, da das Ausmaß der gesammelten Daten und die zur Berechnung der Punktzahl verwendeten Algorithmen nicht einsehbar sind.

4.2. Tiefe: Daten, Algorithmen

Die Tiefe der Datenbank setzt sich aus den gesammelten Daten und den Verarbeitungsvorschriften, den Algorithmen zusammen.

Der Berechnung der an der Oberfläche angezeigten Punktzahl liegt eine große Masse an Daten zugrunde, die sowohl aus staatlichen als auch privatwirtschaftlichen Datenbanken stammen. Sie beinhalten Informationen zur Kreditwürdigkeit, zum Einkaufsverhalten, zum Sozialverhalten sowie aus dem Strafregister und viele weitere.27

Die Datenbank soll gleichermaßen Informationen aus digitalen Quellen, wie zum Beispiel das Nutzungsverhalten im Internet, und auch analoge Daten, wie abgeschlossene Verträge, Regierungsaufzeichnungen und Gerichtsurteile beinhalten.28

Für die Realisierung des Social Credit Systems ist der Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur zum Datenaustausch von großer Bedeutung. Dazu wurden in den vergangenen Jahren mehrere staatliche Plattformen ins Leben gerufen. Die wichtigste, die sogenannte „Nationale Plattform für den Austausch von Bonitätsinformationen“ wurde Ende 2015 eingerichtet. Sie führt Daten der Zentralregierung, der Regierungen der Provinzen und von privatwirtschaftlichen Bonitätsbewertungsagenturen zusammen.29

Um den Datenaustausch zwischen den Akteuren zu erleichtern, wird derzeit ein System einheitlicher Identifikationsnummern aufgebaut, es vergibt an jeden Bürger eine 18-stellige Nummer und soll dadurch die Zuordnung der Daten erleichtern. Dies macht jeden Einzelnen auch bei Wohnortwechsel oder Namensänderung im System nachverfolgbar.30

Die Auswertung dieser Daten erfolgt dann mit Hilfe von Algorithmen und Systemen der künstlichen Intelligenz. Diese zugrundeliegenden Verfahren sind für die Bürger nicht transparent.31 Sie haben lediglich Zugang zu der an der Oberfläche errechneten Punktzahl und empfinden alles dahinterliegende, wie Luhmann sagen würde, als „unsichtbare Maschine“. Die Regierung wirbt damit, dass das System das Verhältnis zwischen Staat und Bevölkerung transparenter macht, doch die Tiefe ist für die Bürger überhaupt nicht einsehbar.32

Hinter dem gesellschaftlichen Bonitätssystem steht die Überzeugung, dass die Big-Data gestützte Technologie unfehlbar und objektiv sei, da sie nur quantitative Daten verarbeitet.33 Algorithmen werden eingesetzt, um aus der Masse an Daten neue Informationen und Erkenntnisse zu erhalten. Sie sind gewissermaßen Verarbeitungsvorschriften, die angeben, welche Informationen einbezogen und wie diese gewichtet und kombiniert werden. Dadurch fließen bei der Programmierung immer implizite Annahmen und Wertvorstellungen menschlichen Ursprungs mit ein. Daher ist kein Algorithmus objektiv, da immer eine Gewichtung aufgrund von Vorannahmen erfolgt.34

[...]


1 Im Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Sie bezieht sich jedoch auf Personen beiderlei Geschlechts.

2 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 2.

3 Kühnreich 2018: 63.

4 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 6.

5 vgl. State Council 2014.

6 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 5.

7 Kühnreich 2018: 64.

8 ebd.: 64.

9 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 3; Abb. 1 stellt das gesamte System grafisch dar, siehe Anhang.

10 State Council (2016): The General Office of the State Council’s Guiding Opinion on the Strengthening of the Establishment of the Personal Creditworthiness System, zit. nach Loubere / Brehm (2019): 143.

11 vgl. Luhmann 1998: 302ff.

12 ebd.: 304.

13 Burkhardt 2015: 79.

14 Luhmann 1998: 304.

15 Burkhardt 2015: 79, 81.

16 Ernst 2008: 188f.; Luhmann 1998: 117.

17 Burkhardt 2015: 78.

18 vgl. State Council 2014.

19 Meissner 2017: 8; Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 11.

20 Kühnreich 2018: 68.

21 Chorzempa / Triolo / Sacks 2018: 2.

22 Loubere / Brehm 2019: 143.

23 Kühnreich 2018: 63.

24 „Komplexitätsreduktion bedeutet, daß die Struktur der Relationen zwischen den Elementen (eines Systems, einer Umwelt oder der Welt) in einem besonderen System mit einer kleineren Zahl von Relationen rekonstruiert wird.“ (Baraldi 1997b: 96).

25 Bauer / Ernst 2010: 102.

26 Burkhardt 2015: 84.

27 Kühnreich 2018: 63.

28 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 4; Kühnreich 2018: 66.

29 Meissner 2017: 8.

30 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 10.

31 Kühnreich 2018: 66.

32 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 6.

33 ebd.: 5.

34 Mau 2017: 204f.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Chinas Vision von einer überwachenden Datenbank mit verhaltensbeeinflussender Funktion 3

3. Erläuterung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer 5

4. Anwendung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer auf das Social Credit System 6

4.1. Oberfläche: Interface, App, Punktzahl 6

4.2. Tiefe: Daten, Algorithmen 7

5. Derzeitiger Stand der Umsetzung/Implementierung des gesellschaftlichen Bonitätssystems in China 9

6. Mögliche gesellschaftliche Auswirkungen, insbesondere mit Blick auf Kommunikation nach Luhmanns Systemtheorie 10

7. Panoptische Überwachung bei Bentham und Foucault 13

8. Schluss 16

9. Literaturverzeichnis 17

10. Abbildungsverzeichnis 19

11. Anhang 20

1. Einleitung

Eine Person möchte eine Flugreise buchen, doch aufgrund von persönlichen Daten zu ihrem Sozialverhalten, ihrer politischen Einstellung oder ihrer Kreditwürdigkeit, die in einer staatlichen Datenbank gespeichert sind, wird der Ticketkauf verwehrt. Das klingt wie eine Passage eines dystopischen Romans, soll aber nach den Plänen der chinesischen Regierung durch ein gesellschaftliches Bonitätssystem bald Wirklichkeit werden.

Dieses System soll über jeden Bürger massenhaft Daten aus digitalen und analogen Quellen sammeln und daraus mittels Algorithmen und künstlicher Intelligenz eine Punktzahl ermitteln, die die Vertrauenswürdigkeit widerspiegeln soll. Dieser Indikator soll sich zum grundlegenden gesellschaftlichen Instrument entwickeln und Einfluss auf viele Aspekte des täglichen Lebens haben.

Diese Arbeit untersucht das chinesische Social Credit System im Hinblick auf die These, dass damit ein neues Medium geschaffen werden soll, das die Gesellschaft, das alltägliche Leben und das persönliche Verhalten der Bürger nachhaltig beeinflussen wird.

Zunächst wird die Motivation der chinesischen Regierung, ein solches Projekt anzugehen, die ihm zugrundeliegenden Planungen und der Aufbau des Systems erläutert. Mittels Niklas Luhmanns Analyse der Stellung des Computers in seiner Gesellschaftstheorie wird dann eine zweigeteilte Perspektive eingenommen, die die besondere Architektur einer Datenbank medientheoretisch betrachtet. Nach einer Skizzierung des derzeitigen Stands der Umsetzung des gesellschaftlichen Bonitätssystems werden potenziell daraus resultierende Veränderungen innerhalb der Gesellschaft und in der Kommunikation aus Auszügen von Luhmanns Systemtheorie abgeleitet. Schließlich werden anhand des architektonischen Konzepts des Panoptikums nach Jeremy Bentham und Michel Foucault Auswirkungen von Überwachung auf das persönliche Verhalten erläutert.

2. Chinas Vision von einer überwachenden Datenbank mit verhaltensbeeinflussender Funktion

Die chinesische Regierung möchte in Zukunft an einem zentralen Ort Daten über Bürger1 und Unternehmen sammeln, um sie überwachen und bewerten zu können und um ihr Verhalten durch Sanktionen und Belohnungen zu beeinflussen. Das Ziel ist eine Big-Data gestützte Verhaltenskontrolle im sozialen und wirtschaftlichen Bereich.2 Im Rahmen dieser Arbeit wird vorrangig der gesellschaftliche Aspekt betrachtet; die Planungen zur Überwachung von Unternehmen und zur wirtschaftlichen Steuerung werden außer Acht gelassen.

2014 veröffentlichte die chinesische Regierung einen bis 2020 zu realisierenden „Plan für die Errichtung eines gesellschaftlichen Bonitätssystems“. Für jeden chinesischen Bürger soll auf der Grundlage der gesammelten Daten aus vielfältigen Bereichen, wie zum Beispiel dem Sozialverhalten im Alltag, der Kreditwürdigkeit, dem Strafregister, den Einkaufsgewohnheiten sowie dem Verhalten im Internet, eine Punktzahl erstellt werden.3

Dem Regierungsdokument zufolge soll das Social Credit System viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Problematiken lösen. Dazu zählen unter anderem ein mangelndes gegenseitiges Vertrauen innerhalb der Gesellschaft sowie unzureichender Verbraucherschutz, da zahlreiche Gesetzesverstöße bei der Lebensmittel- und Pharmasicherheit auftreten. Auf wirtschaftlicher Ebene will man Korruption und unzureichendem Schutz geistigen Eigentums entgegenwirken.4 Das System hat zum Ziel, ein gesteigertes Vertrauen innerhalb der Gesellschaft, eine verstärkte soziale Kontrolle und insgesamt eine „harmonische sozialistische Gesellschaft“ herbeizuführen.5

Da diese kommunizierten Absichten die mediale Berichterstattung über das Social Credit System dominieren, ist es nicht verwunderlich, dass viele chinesische Bürger die Pläne unterstützen. Das Mercator Institute for China Studies erstellte vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 eine Medienanalyse aller Onlinebeiträge zum Bonitätssystem. Sie weist nur eine geringe Zahl kritischer Beiträge zu dem Thema auf. Dies liegt natürlich an der Zensur der Behörden, doch auch die insgesamt geringe Anzahl an Beiträgen in den sozialen Netzwerken zeigt, dass die Thematik für viele Chinesen nicht relevant ist, beziehungsweise, dass sie den Nutzen eines solchen Systems nicht infrage stellen.6

Neben den oben genannten Argumenten, die die chinesische Bevölkerung von der Notwendigkeit eines solchen Bonitätssystems überzeugen sollen, gibt es aber auch noch andere ausschlaggebende Faktoren für die Ambitionen der Regierung. Angesichts der wachsenden sozio-ökonomischen Ungleichheiten und gesellschaftlichen Spannungen im Land, wird das Social Credit System als ein effizientes Instrument der sozialen Kontrolle angesehen. Im Jahr 2014 gab es insgesamt ca. 90.000 Unruhen im Land, somit statistisch rund 250 pro Tag.7

Durch die Entwicklung des Internets und die stetig wachsende Zahl mobil genutzter Geräte, wie Smartphones und Wearables, sowie weiterer digitaler Instrumente, die Daten in Echtzeit sammeln können, eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten der Überwachung und Propaganda.8

Doch gesammelte Daten sind nur die eine Seite des Systems, die andere ist ein Konzept aus Zuckerbrot und Peitsche. Das digitale Bewertungssystem beeinflusst die Bürger nicht nur durch die sozialen Vergleiche, die innerhalb der Gesellschaft anhand der Punktzahlen angestellt werden. Die Pläne der Regierung gehen noch weit darüber hinaus. Die vom System registrierten Handlungen der Bürger sollen an konkrete Folgen gebunden sein. Das bedeutet Belohnungen bei positivem und Sanktionen bei negativem Verhalten. Beispiele dafür sind etwa Steuererleichterungen bei hohem und Verwehrung von Flug- und Hochgeschwindigkeitszugtickets bei niedrigem Punktestand.9

Insgesamt lässt sich das Social Credit System mit einem Zitat aus einem 2016 veröffentlichten Dokument des Staatsrates zusammenfassen. Demnach ziele das System darauf: „[to] provide the trustworthy with benefits and discipline the untrustworthy […] [so that] integrity becomes a widespread social value“.10

3. Erläuterung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer

Der Soziologe Niklas Luhmann entwickelte eine Systemtheorie der Gesellschaft. Sie nimmt dabei nicht nur die einzelnen Elemente in den Blick, sondern die vor allem deren Beziehungen der Elemente zueinander. Daher steht die Kommunikation als gesellschaftskonstituierender Prozess im Zentrum der Systemtheorie.

Luhmann erwähnt den Computer als neues Medium in seinem Werk „Die Gesellschaft der Gesellschaft“ von 1997 nur kurz, da er sich als Soziologe noch nicht in der Lage sah, die weitreichenden Folgen dieses neuen Mediums abzusehen. Jedoch ließen sich die neuen medialen Strukturen beschreiben, die sich dadurch eröffnen.11 Seine kurze Charakterisierung des Computers beinhaltet eine zweigeteilte Perspektive, die auf die Betrachtung einer digitalen Datenbank wie die des Social Credit Systems übertragen werden und als Ausgangspunkt der Analyse dienen kann.

Luhmanns grundlegende Frage ist dabei, wie Computer die Kommunikation innerhalb der Gesellschaft verändern und „wie es sich auf die gesellschaftliche Kommunikation auswirkt, wenn sie durch computervermitteltes Wissen beeinflußt wird“12.

Für die theoretische Betrachtung unterteilt er den Computer in zwei Ebenen, in eine mediale Oberfläche und eine unsichtbare Tiefe.13 Für den Benutzer ist nur der Bildschirm als Oberfläche zugänglich, in der Tiefe befindet sich jedoch eine „unsichtbare Maschine“, dessen Abläufe für den Benutzer unsichtbar bleiben. Durch Befehle kann eine Verbindung zwischen beiden Ebenen hergestellt werden, sodass dann eine Information auf dem Bildschirm sichtbar wird.14 Somit bezieht sich die Tiefe auf die Prozesse der Datenverarbeitung, die für den Benutzer unsichtbar sind, und die Oberfläche auf das Interface, mit dem der Benutzer agiert und das die Ergebnisse der verborgenen Prozesse abbildet.15

Der Computer sei eine Alternative zur strukturellen Kopplung von Bewusstsein und Kommunikation. Dabei bestehe jedoch die Schwierigkeit, dass innerhalb der Tiefe des Computers Vorgänge ablaufen, die nicht zu beobachten sind, aber dennoch Effekte auf die Gesellschaft haben.16

Luhmann fokussiert seine Theorie des Computers auf dessen Fähigkeit, Informationen zu sammeln, zu verwalten und zu verarbeiten. Er sieht den Computer als eine Datenbank des Wissens. Daher lässt sich seine Perspektive auch als eine Medientheorie digitaler Datenbanken verstehen.17

Übertragen auf die Datenbank des Social Credit Systems, bildet der Parameter der persönlichen Bonitätsbewertung, der auf einem Bildschirm angezeigt wird, die Ebene der Oberfläche, und die Masse der gesammelten Daten, die durch Algorithmen ausgewertet werden, stellen die Tiefe dar.

4. Anwendung Luhmanns medientheoretischer Perspektive auf den Computer auf das Social Credit System

4.1. Oberfläche: Interface, App, Punktzahl

Das Social Credit System ist ein äußerst komplexes System, doch der chinesische Bürger kann davon nur eine Oberfläche in Form einer App einsehen.

Jedem Bürger wird auf Grundlage der Datenbank eine individuelle Punktzahl zugewiesen. Sie soll damit aussagen, wie vertrauenswürdig die Person ist.18 Dabei wird der Punktestand jedoch nicht nur der jeweiligen Person angezeigt. Die Regierung plant, diese öffentlich zugänglich zu machen.19

Geplant ist, die Partizipation der Bürger am System durch spielerische Elemente zu erhöhen. So soll die Anzeige der Punktzahl in verschiedene Level unterteilt sein, die mit Belohnungen verbunden sind. Dadurch wird die Motivation, sich zu steigern, erhöht. Dieser Aspekt der Gamification wird noch durch das Angebot von Mini-Spielen in der App verstärkt und zielt darauf, die Aufmerksamkeit der Nutzer lange an die App zu binden und dabei positive Emotionen hervorzurufen.20

An der Oberfläche des Social Credit Systems steht, wie bereits erwähnt, nicht nur eine bewertende Zahl, als zweite Komponente existiert ein Mechanismus aus Belohnungen und Sanktionen. Dieser Mechanismus ruft, basierend auf der Punktzahl, aber auch auf dem Verhalten des Bürgers, Konsequenzen hervor.21 Die Regierung plant, bei Bürgern mit niedriger Bewertung Einschränkungen in Bezug auf Arbeitsverhältnisse, Konsum, Reisen und Zugang zu Krediten umzusetzen.22 Auf der anderen Seite stehen für vorbildliche Bürger mögliche Belohnungen wie zum Beispiel der Zugang zu günstigeren Krediten, verbesserte berufliche Aufstiegschancen und verkürzte Sicherheitskontrollen bei Reisen.23

Die Komplexitätsreduktion24, die auf der Oberfläche erfolgt, sieht Luhmann als zentrales Element, da sie allen Personen gleichermaßen ermöglicht, an der computergestützten Kommunikation teilzuhaben.25 Doch beim Social Credit System erfolgt die Reduktion von Komplexität zu Lasten der Transparenz. Ein laienhafter Nutzer, der über keine Kenntnisse des Programmierens verfügt, kann mit dem Computer nur an der Benutzeroberfläche agieren.26 In gleicher Weise haben die Bürger Chinas keinen Einfluss auf die Tiefe des Social Credit Systems, da das Ausmaß der gesammelten Daten und die zur Berechnung der Punktzahl verwendeten Algorithmen nicht einsehbar sind.

4.2. Tiefe: Daten, Algorithmen

Die Tiefe der Datenbank setzt sich aus den gesammelten Daten und den Verarbeitungsvorschriften, den Algorithmen zusammen.

Der Berechnung der an der Oberfläche angezeigten Punktzahl liegt eine große Masse an Daten zugrunde, die sowohl aus staatlichen als auch privatwirtschaftlichen Datenbanken stammen. Sie beinhalten Informationen zur Kreditwürdigkeit, zum Einkaufsverhalten, zum Sozialverhalten sowie aus dem Strafregister und viele weitere.27

Die Datenbank soll gleichermaßen Informationen aus digitalen Quellen, wie zum Beispiel das Nutzungsverhalten im Internet, und auch analoge Daten, wie abgeschlossene Verträge, Regierungsaufzeichnungen und Gerichtsurteile beinhalten.28

Für die Realisierung des Social Credit Systems ist der Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur zum Datenaustausch von großer Bedeutung. Dazu wurden in den vergangenen Jahren mehrere staatliche Plattformen ins Leben gerufen. Die wichtigste, die sogenannte „Nationale Plattform für den Austausch von Bonitätsinformationen“ wurde Ende 2015 eingerichtet. Sie führt Daten der Zentralregierung, der Regierungen der Provinzen und von privatwirtschaftlichen Bonitätsbewertungsagenturen zusammen.29

Um den Datenaustausch zwischen den Akteuren zu erleichtern, wird derzeit ein System einheitlicher Identifikationsnummern aufgebaut, es vergibt an jeden Bürger eine 18-stellige Nummer und soll dadurch die Zuordnung der Daten erleichtern. Dies macht jeden Einzelnen auch bei Wohnortwechsel oder Namensänderung im System nachverfolgbar.30

Die Auswertung dieser Daten erfolgt dann mit Hilfe von Algorithmen und Systemen der künstlichen Intelligenz. Diese zugrundeliegenden Verfahren sind für die Bürger nicht transparent.31 Sie haben lediglich Zugang zu der an der Oberfläche errechneten Punktzahl und empfinden alles dahinterliegende, wie Luhmann sagen würde, als „unsichtbare Maschine“. Die Regierung wirbt damit, dass das System das Verhältnis zwischen Staat und Bevölkerung transparenter macht, doch die Tiefe ist für die Bürger überhaupt nicht einsehbar.32

Hinter dem gesellschaftlichen Bonitätssystem steht die Überzeugung, dass die Big-Data gestützte Technologie unfehlbar und objektiv sei, da sie nur quantitative Daten verarbeitet.33 Algorithmen werden eingesetzt, um aus der Masse an Daten neue Informationen und Erkenntnisse zu erhalten. Sie sind gewissermaßen Verarbeitungsvorschriften, die angeben, welche Informationen einbezogen und wie diese gewichtet und kombiniert werden. Dadurch fließen bei der Programmierung immer implizite Annahmen und Wertvorstellungen menschlichen Ursprungs mit ein. Daher ist kein Algorithmus objektiv, da immer eine Gewichtung aufgrund von Vorannahmen erfolgt.34

[...]


1 Im Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Sie bezieht sich jedoch auf Personen beiderlei Geschlechts.

2 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 2.

3 Kühnreich 2018: 63.

4 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 6.

5 vgl. State Council 2014.

6 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 5.

7 Kühnreich 2018: 64.

8 ebd.: 64.

9 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 3; Abb. 1 stellt das gesamte System grafisch dar, siehe Anhang.

10 State Council (2016): The General Office of the State Council’s Guiding Opinion on the Strengthening of the Establishment of the Personal Creditworthiness System, zit. nach Loubere / Brehm (2019): 143.

11 vgl. Luhmann 1998: 302ff.

12 ebd.: 304.

13 Burkhardt 2015: 79.

14 Luhmann 1998: 304.

15 Burkhardt 2015: 79, 81.

16 Ernst 2008: 188f.; Luhmann 1998: 117.

17 Burkhardt 2015: 78.

18 vgl. State Council 2014.

19 Meissner 2017: 8; Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 11.

20 Kühnreich 2018: 68.

21 Chorzempa / Triolo / Sacks 2018: 2.

22 Loubere / Brehm 2019: 143.

23 Kühnreich 2018: 63.

24 „Komplexitätsreduktion bedeutet, daß die Struktur der Relationen zwischen den Elementen (eines Systems, einer Umwelt oder der Welt) in einem besonderen System mit einer kleineren Zahl von Relationen rekonstruiert wird.“ (Baraldi 1997b: 96).

25 Bauer / Ernst 2010: 102.

26 Burkhardt 2015: 84.

27 Kühnreich 2018: 63.

28 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 4; Kühnreich 2018: 66.

29 Meissner 2017: 8.

30 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 10.

31 Kühnreich 2018: 66.

32 Ohlberg / Ahmed / Lang 2018: 6.

33 ebd.: 5.

34 Mau 2017: 204f.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Chinas Social Credit System. Eine Betrachtung mit Luhmann, Bentham und Foucault
Hochschule
Hochschule Merseburg  (Fachbereich Soziale Arbeit, Medien, Kultur)
Veranstaltung
Kultur- und Medientheorie
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V1020814
ISBN (eBook)
9783346413772
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Social Credit System, China, Foucault, Luhmann, Überwachung, Systemtheorie
Arbeit zitieren
Judith Sundermann (Autor), 2019, Chinas Social Credit System. Eine Betrachtung mit Luhmann, Bentham und Foucault, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1020814

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