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Zielgruppenarbeit und Fallmanagement. Kinder von psychisch kranken Eltern

Eine Fallstudie

Titre: Zielgruppenarbeit und Fallmanagement. Kinder von psychisch kranken Eltern

Étude de cas , 2019 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Michael Gruen (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit wird ein fiktiver Fall beschrieben mit der Frage, welche psychosozialen Auswirkungen beziehungsweise Belastungen eine psychische Erkrankung der Eltern bei Kindern hat und welche Interventionen, mithilfe des Case Managements, sich daraus ergeben.

Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen stammen häufig aus Familien, in denen ein Elternteil selbst eine schwerwiegende psychische Erkrankung oder psychische Probleme hat. Nach Remschmidt und Mattejat sind die psychischen Störungen und Pathologien der Eltern ein zentrales Thema bei psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen. Kinder psychisch kranker Eltern erleben die Krankheit der Eltern als einen hohen Belastungsfaktor, welcher den gewohnten Alltag im kindlichen Leben verändert.

Zu den Symptomen zählen nach Mattejat unter anderem die Parentifizierung. Die Kinder fühlen sich für die Eltern und für die Familie verantwortlich. Sie übernehmen die Erwachsenenrolle und somit elterliche Funktionen für ihre Geschwister. Diese elterlichen Funktionen dienen auch der Stabilisation des erkrankten Familiensystems, was zu einer Überforderung führt. Zudem kann es durch die psychische Belastung der Eltern zu einer Desorientierung, zu Schuldgefühlen, sowie Tabuisierung und Betreuungsdefiziten bei Kindern und Jugendlichen kommen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Fall- und Aufgabenstellung

2. Problemanalyse und Erfassung

2.1. Auswirkung auf die Lebenssituation der Kinder

3. Zusammenfassung der Problemanalyse

4. Phasen des Case Management

4.1. Maßnahmen und Methoden zur Zielerreichung

4.2. Erstellte Ziele

5. Zielgruppenangebote und Maßnahmen

6. Linking - Umsetzung der vereinbarten Ziele

7. Monitoring – Steuerung der Leistungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert anhand eines fiktiven Fallbeispiels die psychosozialen Belastungen von Kindern psychisch erkrankter Eltern und untersucht, wie Case Management als methodischer Ansatz zur Strukturierung von Hilfeprozessen und zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Unterstützung beitragen kann.

  • Psychosoziale Auswirkungen elterlicher psychischer Erkrankungen auf Kinder
  • Methodik des Case Management in der sozialen Arbeit
  • Installation und Koordination langfristiger Hilfemaßnahmen
  • Bedeutung von Monitoring und Evaluation im Hilfeprozess
  • Präventive Ansätze auf Grundlage des SGB VIII

Auszug aus dem Buch

2. Problemanalyse und Erfassung

Studien vom Bundesministerium beschreiben, dass die Lebenssituation der Kinder von psychisch kranken Eltern, belastend sein kann. 25% er Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben mit einem psychisch erkranken Elternteil zusammen und sind daher gefährdet auch eine psychische Erkrankung zu entwickeln (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2017).

Die elterliche Suchterkrankung ist aus deren Recherche eines der zentralsten Risiken für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Studien beschreiben, dass über 3 Millionen Kinder und Jugendliche mindestens einen suchtkranken Elternteil haben (vgl. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung 2017).

Die Charakterisierung der Erkrankungen erfolgt nach ICD 10, dem aktuellen internationalen Klassifikationsschema psychischer Erkrankungen. In dem fiktiven Fall leidet die Mutter, sowie der Vater unter einer affektiven Störung. Bei dieser Störung bestehen nach Dilling / Freyberger (2000) die Hauptsymptome in der Veränderung der Stimmung oder der Affektivität. Diese können entweder depressiv, oder gehoben sein kann. Der Beginn der einzelnen Episoden ist meist mit belastenden Ereignissen verbunden und die Störungen neigen zu Rückfällen. Die erste Episode kann in jedem Alter zwischen Kindheit und Senium auftreten. Der Beginn kann akut oder schleichend sein, die Dauer reicht von wenigen Wochen bis zu vielen Monaten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fall- und Aufgabenstellung: Einführung in die Thematik der Kinder psychisch erkrankter Eltern sowie Vorstellung eines fiktiven Fallbeispiels mit einer depressiven Mutter und einem spielsüchtigen Vater.

2. Problemanalyse und Erfassung: Darstellung der statistischen Relevanz und theoretische Einordnung der Auswirkungen elterlicher psychischer Störungen und Suchterkrankungen.

2.1. Auswirkung auf die Lebenssituation der Kinder: Detaillierte Untersuchung unmittelbarer Probleme, Folgeprobleme und allgemeiner psychosozialer Belastungen wie Parentifizierung und Loyalitätskonflikte.

3. Zusammenfassung der Problemanalyse: Synthese der Erkenntnisse aus dem Fallbeispiel zur Verdeutlichung des psychosozialen Risikofaktors für die betroffenen Kinder.

4. Phasen des Case Management: Erläuterung des Phasierungsmodells im Case Management von der Einstiegsphase bis zur Evaluation.

4.1. Maßnahmen und Methoden zur Zielerreichung: Konkrete Vorgehensweisen zur Ermittlung des Hilfebedarfs und zur wertschätzenden Gesprächsführung mit der Familie.

4.2. Erstellte Ziele: Definition spezifischer Interventionsbereiche, unterteilt in Erziehung, diagnostische Entwicklungsförderung und Krankheitsbewältigung.

5. Zielgruppenangebote und Maßnahmen: Vorstellung präventiver Hilfsangebote unter Berücksichtigung gesetzlicher Grundlagen des SGB VIII.

6. Linking - Umsetzung der vereinbarten Ziele: Beschreibung der Implementierung von Hilfeleistungen durch Koordination, Vorbereitung und Vermittlung.

7. Monitoring – Steuerung der Leistungen: Analyse der Kontrollphase anhand unterschiedlicher Fallverläufe, um die Nachhaltigkeit der Hilfen zu gewährleisten.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit von Case Management zur Vermeidung von Stigmatisierung und zur Förderung der sozialen Entwicklung.

Schlüsselwörter

Case Management, Kinder psychisch kranker Eltern, Psychosoziale Belastung, SGB VIII, Parentifizierung, Suchterkrankung, Affektive Störung, Hilfebedarf, Soziale Arbeit, Prävention, Hilfeplan, Monitoring, Interventionsmethoden, Familienorientierung, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, deren Eltern unter psychischen oder Suchterkrankungen leiden, und zeigt auf, wie soziale Dienste diesen Familien helfen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse psychosozialer Belastungsfaktoren für Kinder, der rechtlichen Einordnung von Hilfen im Jugendamt und der methodischen Anwendung von Case Management.

Welches Ziel verfolgt die Fallstudie?

Das primäre Ziel ist es, durch die Analyse eines fiktiven Falls aufzuzeigen, wie komplexe Familiensituationen durch ein strukturiertes Case Management stabilisiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine fallanalytische Methode, kombiniert mit einer Literaturrecherche zu den Themen Pathologien der Eltern, psychosoziale Folgen für Kinder und Interventionsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Problemanalyse, die Phasen des Case Management, die konkrete Maßnahmenplanung und die Umsetzung sowie Überwachung der Hilfsangebote.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Parentifizierung, Case Management, SGB VIII, sowie die verschiedenen Phasen des Hilfeprozesses wie Linking und Monitoring.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen unmittelbaren Problemen und Folgeproblemen?

Unmittelbare Probleme beziehen sich auf direkte Auswirkungen wie Erkrankungen, während Folgeprobleme indirekte Belastungen wie Parentifizierung und soziale Isolation beschreiben.

Warum wird dem Case Management eine hohe Bedeutung beigemessen?

Es ermöglicht eine koordinierte und langfristige Unterstützung durch die Zusammenführung verschiedener Hilfemaßnahmen und eine ständige Evaluation der Fortschritte.

Wie geht die Arbeit mit der Verweigerungshaltung von Klienten um?

Im Kapitel zum "Drohenden Abbruch" wird erläutert, wie durch reflektierende Gespräche und gegebenenfalls neue Assessments auf Unzufriedenheit oder Widerstände reagiert wird.

Welche Rolle spielt die rechtliche Grundlage in der Fallstudie?

Das SGB VIII bildet das Fundament für die angebotenen Leistungen, um den präventiven Ansatz der „Hilfen für Kinder psychisch Kranker Eltern“ rechtskonform und zielgerichtet zu verankern.

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Résumé des informations

Titre
Zielgruppenarbeit und Fallmanagement. Kinder von psychisch kranken Eltern
Sous-titre
Eine Fallstudie
Note
2,0
Auteur
Michael Gruen (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
17
N° de catalogue
V1021088
ISBN (ebook)
9783346418142
ISBN (Livre)
9783346418159
Langue
allemand
mots-clé
Zielgruppenarbeit Fallmanagement psychische Erkrankung Kinder von psychisch kranken Eltern
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Gruen (Auteur), 2019, Zielgruppenarbeit und Fallmanagement. Kinder von psychisch kranken Eltern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021088
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Extrait de  17  pages
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