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Umweltpolitische Instrumente zur Nitratvermeidung im Grundwasser. Die Eignung von Preissteuerung, Mengensteuerung, Auflagenpolitik und Anreizsystemen

Titel: Umweltpolitische Instrumente zur Nitratvermeidung im Grundwasser. Die Eignung von Preissteuerung, Mengensteuerung, Auflagenpolitik und Anreizsystemen

Hausarbeit , 2021 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maximilian Frickel (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Instrumenten zur Nitratvermeidung bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten.

Die Entscheidungen über diese landwirtschaftlichen Tätigkeiten obliegen allein dem Landwirt. Die Auswirkungen können jedoch neben dem Landwirt auch andere Personen oder die gesamte Gesellschaft treffen. Es sind also einerseits Individuen, die eine privatwirtschaftliche Tätigkeit ausüben und andererseits ist die Öffentlichkeit durch diese Tätigkeit betroffen, indem die natürlichen Lebensgrundlagen beeinflusst werden.

Ziel der Umweltökonomie ist die Lösung dieses Konfliktes (Nutzungskonfliktes). Also dem Spannungsverhältnis zwischen verschiedenen Verwendungsalternativen natürlicher Ressourcen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre eine Koordination der Ansprüche an die natürliche Ressource durch Märkte naheliegend. Allerdings ist die Anlastung der Opportunitätskosten der Umweltinanspruchnahmen an diejenigen, denen die Umweltinanspruchnahme zugutekommt, nicht ohne weiteres möglich. Der Staat muss also eingreifen, um mithilfe umweltpolitischer Maßnahmen die Umweltnutzung zu regulieren. Hierzu muss zunächst die Frage beantwortet werden, in welchem Maße und zu welchem Zweck die natürlichen Ressourcen genutzt werden sollen. Eine Festlegung von Umweltzielen ist also die Voraussetzung für die Implementierung umweltpolitischer Maßnahmen. Diese stellen im Falle der Nitratverschmutzung des Grundwassers die im Kapitel einer dargestellten rechtlichen Rahmenbedingung dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hintergrund

1.1 Problemstellung und Gang der Arbeit

1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen zur Nitratregulierung

1.2.1 Nitratrichtlinie der europäischen Union (91/676/EWG)

1.2.2 Düngeverordnung

2. Grundlagen der Umweltökonomie

2.1 Theorie externer Effekte

2.2 Öffentliche Güter

2.3 (Umwelt-) Marktversagen

3. Umweltpolitische Instrumente zur Nitratvermeidung

3.1 Die Pigou-Steuer

3.1.1 Wirkungsweise der Pigou-Steuer

3.1.2 Umweltökonomische Bewertung der Pigou-Steuer

3.2 Der Preis-Standard-Ansatz

3.2.1 Definition und Funktionsweise des Preis-Standard-Ansatz

3.2.2 Umweltökonomische Beurteilung des Preis-Standard-Ansatzes

3.3 Auflagen

3.3.1 Definition und Funktionsweise von Auflagen

3.3.2 Umweltökonomische Beurteilung von Auflagen

3.4 Umweltzertifikate

3.4.1 Definition und Funktionsweise von Umweltzertifikate

3.4.2 Umweltökonomische Beurteilung von Umweltzertifikaten

3.5 Subventionen

3.5.1 Definition und Funktionsweise von Subventionen

3.5.2 Umweltökonomische Beurteilung von Subventionen

3.6 Regulierung der Massentierhaltung zur Vermeidung von Nitrat

3.6.1 Massentierhaltung und organischer Stickstoffeinsatz

3.6.2 Maßnahmen zur Vermeidung der Nitratemission durch Massentierhaltung

4. Ergebnis und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht umweltpolitische Instrumente zur Reduzierung von Nitratbelastungen im Grundwasser, die aus landwirtschaftlichen Tätigkeiten resultieren. Dabei steht die ökonomische Bewertung verschiedener Steuerungsmöglichkeiten im Vordergrund, um ein effizientes Gleichgewicht zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Umweltschutz zu erreichen.

  • Analyse externer Effekte und Marktversagen in der Landwirtschaft
  • Vergleichende Untersuchung von Pigou-Steuern und Preis-Standard-Ansätzen
  • Bewertung von ordnungsrechtlichen Instrumenten wie Auflagen
  • Potenziale marktwirtschaftlicher Lösungen wie Umweltzertifikate und Subventionen
  • Spezifische Betrachtung der Massentierhaltung als Nitratquelle

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Wirkungsweise der Pigou-Steuer

Um den oben genannten Umweltproblemen mittels Steuern entgegenwirken zu können, wurde das Modell der Pigou-Steuer von dem britischen Ökonom Arthur Cecil Pigou im Jahre 1912 entwickelt. In seinem Buch „Wealth and Welfare“ beschrieb er die Grundidee, dass die Verursacher externer Kosten so zu besteuern sind, dass sowohl soziale als auch private Grenzkosten bei einer gesamtwirtschaftlich optimalen Ausbringungsmenge gleich sind. Negative externe Effekte belasten den Verursacher mit Steuern (Pigou´sche Steuerlösung) und positive externe Effekte mit Subventionen (Pigou´sche Subventionslösung). Damit soll ein Marktversagen vermieden werden. In vereinfachter Form, fungiert die Pigou-Steuer für den Verbraucher als eine Art Kostenaufwand für die Nutzung der Umwelt. Die Intension ist es, die Landwirte/Unternehmer zu einer Reduktion der Umweltverschmutzung zu bewegen, in dem die Grenzkosten der Verschmutzungsvermeidung dem Steuersatz entsprechen.

Es wird von einem Markt ausgegangen, in dem sowohl Angebot (A) als auch Nachfrage (N) den Preis bestimmen. Dabei stellt die Angebotskurve sowohl das Angebot als auch die privaten Grenzkosten (PGK) dar. Bei einem Produktionsprozess entstehen sowohl private als auch externe Grenzkosten. Die externen Grenzkosten (EGK) werden durch externe Effekte verursacht und werden wie bereits oben beschrieben ohne staatliche Eingriffe nicht direkt dem Verursacher, sondern der Allgemeinheit zugeordnet. Die Idee der Pigou-Steuerlösung ist es, dem Verursacher für die Produktion eines Gutes die entstandenen privaten aber auch die EGK zuzurechnen. Somit ergeben sich für den Produzenten die Gesamtkosten (GK).

GK= PGK + EGK

Das ökologische Optimum entsteht somit im Schnittpunkt von GK und Nachfrage, der in obenstehender Grafik als Punkt B bezeichnet wird. Wird keine Pigou-Steuer erhoben, kann man im Punkt E erkennen, dass die produzierte Menge zu groß und damit zusammenhängende Preis zu niedrig ist. Um nun ein Gleichgewicht zwischen PGK und GK zu erzielen, wird die Pigou-Steuer erhoben. Die optimale Steuerhöhe ergibt sich aus der Differenz von PGK und GK. Die Gerade A verschiebt sich somit parallel nach oben und es entsteht die Gerade A+t (Angebot + Pigou-Steuer). Der Schnittpunkt von N und A+t stellt das Wohlfahrtsoptimum in Punkt B dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die daraus resultierende Problematik der Nitratbelastung im Grundwasser sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

2. Grundlagen der Umweltökonomie: Hier werden die ökonomischen Konzepte externer Effekte, öffentlicher Güter und des Marktversagens eingeführt, die als Basis für die umweltpolitische Analyse dienen.

3. Umweltpolitische Instrumente zur Nitratvermeidung: Das Hauptkapitel analysiert detailliert verschiedene Instrumente wie die Pigou-Steuer, den Preis-Standard-Ansatz, Auflagen, Zertifikate und Subventionen hinsichtlich ihrer Wirkungsweise und Eignung.

4. Ergebnis und Fazit: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Effektivität der untersuchten Instrumente zur Verminderung der Nitratbelastung.

Schlüsselwörter

Nitratvermeidung, Umweltökonomie, externe Effekte, Pigou-Steuer, Preis-Standard-Ansatz, Marktversagen, Landwirtschaft, Düngeverordnung, Umweltzertifikate, Subventionen, Massentierhaltung, Grundwasserschutz, Grenzkosten, Emissionsrechte, Ressourcenallokation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse und Bewertung verschiedener umweltpolitischer Instrumente, die eingesetzt werden können, um die Nitratbelastung im Grundwasser, verursacht durch landwirtschaftliche Aktivitäten, zu reduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen der Umweltökonomie, die Problematik externer Effekte in der Landwirtschaft sowie eine detaillierte Untersuchung steuerlicher, ordnungsrechtlicher und marktwirtschaftlicher Regulierungsansätze.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eignung und Effizienz verschiedener politischer Instrumente zu diskutieren, um eine optimale Ressourcenallokation zu erreichen und die negativen externen Effekte der Nitratemissionen zu internalisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Theorie der Umweltökonomie, insbesondere die Wohlfahrtsökonomie, um mittels grafischer Analysen und theoretischer Herleitungen die Wirkung von Steuern, Auflagen und Zertifikaten auf den Markt und die Umweltbelastung darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Instrumente wie die Pigou-Steuer, der Preis-Standard-Ansatz, Auflagen, Umweltzertifikate und Subventionen definiert und ihre jeweilige ökonomische Wirksamkeit und Umsetzbarkeit in der landwirtschaftlichen Praxis bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nitratvermeidung, externe Effekte, Marktversagen, Pigou-Steuer, Massentierhaltung und Ressourcenallokation geprägt.

Wie unterscheidet sich die Pigou-Steuer vom Preis-Standard-Ansatz in der Anwendung?

Die Pigou-Steuer zielt auf eine theoretisch optimale Internalisierung externer Kosten ab, während der Preis-Standard-Ansatz eher politische Zielvorgaben für ein spezifisches Schadensausmaß setzt, wenn eine exakte Ermittlung von Grenzkosten schwierig ist.

Welche Rolle spielt die Massentierhaltung bei der Nitratproblematik?

Die Massentierhaltung wird als eine wesentliche Quelle für organische Stickstoffeinträge identifiziert, wobei die Arbeit die Herausforderungen der Regulierung dieser hohen Viehbestände pro Hektar Nutzfläche diskutiert.

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Details

Titel
Umweltpolitische Instrumente zur Nitratvermeidung im Grundwasser. Die Eignung von Preissteuerung, Mengensteuerung, Auflagenpolitik und Anreizsystemen
Hochschule
( Europäische Fernhochschule Hamburg )
Note
1,0
Autor
Maximilian Frickel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
27
Katalognummer
V1021485
ISBN (eBook)
9783346508065
ISBN (Buch)
9783346508072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nitrat Umweltökonomie Volkswirtschaftslehre Mikroökonomie Umweltpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Frickel (Autor:in), 2021, Umweltpolitische Instrumente zur Nitratvermeidung im Grundwasser. Die Eignung von Preissteuerung, Mengensteuerung, Auflagenpolitik und Anreizsystemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021485
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Leseprobe aus  27  Seiten
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