Was ist Spielen? Darstellung anhand der Sportart Indiaca


Hausarbeit, 2021

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Spielen?
2.1 Spielen allgemein
2.2 Spielen in der Schule

3 Grundcharakteristik des Spielens
3.1 Spielen mit etwas
3.2 Spielen als etwas
3.3 Spielen um etwas

4 Indiaca - Kern des Spiels
4.1 Aufbau des Spiels
4.2 Ablauf des Spiels
4.3 Einordnung des Spiels in eine Spielkategorie

5 Spielgestaltungsprozess
5.1 Beispiel Indiaca

6 Fazit

Literaturverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Merkmale der Spieltätigkeit

Abbildung 2: Spielfeldskizze

1 Einleitung

Das Spiel gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder als ein vertrautes Phänomen. Wäh­rend Kleinkinder bereits mit Spielsachen spielen, spielen ältere Kinder auch mit anderen Kin­dern unter anderem in einer Phantasiewelt, in der sie verschiedene Rollen einnehmen und sich vorstellen, jemand anderes zu sein:

„Im Spiel bestätigt das Kind nicht die Erwachsenenwelt (wie dies von den Pädagogen ge­wünscht wird), sondern schafft sich seine eigene, indem es die Objekte der Umwelt so verwendet und wahrnimmt, dass sie zu einem Spiel taugen. Dahinter steckt nicht der Er­werb angesonnener Fähigkeiten und Kenntnisse, sondern das Erlernen von Potenzialitä- ten: von möglichen Fähigkeiten für mögliche Situationen.“ (Fritz, 1993, S. 129)

So spielt das Spiel(en) auch eine entscheidende Rolle im Schul- oder Sportunterricht. Mit zu­nehmendem Alter entwickelt sich das Verständnis vom Kinderspiel zum Sportspiel (vgl. Heim­lich, 2001, S. 16). Gerade im Sportunterricht wird häufig von spielerischem Lernen gespro­chen. Das spielende Lernen, Üben und Trainieren fördern die Aneignung von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der spielerische Umgang mit etwas, mit Sportgeräten und Medien der Bewegung, wird häufig als erster methodischer Schritt „auf dem Weg zu den Zielen des Sportunterrichts“ (Dietrich, 1980, S. 13) angesehen.

Aufgrund der hohen Attraktivität von Spielen im Sportunterricht soll das Spielen in dieser Arbeit der Hauptgegenstand sein und anhand einer Sportart verdeutlicht werden. So erhält die Arbeit den Titel „Was ist Spielen? - Darstellung anhand der Sportart Indiaca“. Zu Beginn wird der Begriff Spielen deshalb in Kapitel 2 ausführlich erläutert. Nachdem die allgemeine Bedeutung von Spiel und Spielen sowie dessen Merkmale herausgearbeitet wurden, wird näher auf das Spielen im schulischen Kontext eingegangen. Anschließend wird die Grundcharakteristik von Spielen beschrieben und weiterhin werden verschiedene Kategorien vorgestellt, in die Spiele eingeordnet werden.

Anschließend wird das Spiel „Indiaca“ als Beispiel herangezogen und auf seine spielerischen Elemente untersucht. Dieses wird ausführlich beschrieben und anschließend in die möglichen Kategorien von Spielen eingeordnet. Abschließend wird der Spielgestaltungsprozess in seinen Grundzügen dargestellt und auf das Indiaca-Spiel übertragen. Im Fazit werden die wissen­schaftliche Arbeit und ihre Inhalte rückwirkend betrachtet und reflektiert.

In dieser Arbeit wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum ver­wendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mit­gemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

2 Was ist Spielen?

Zunächst wird der Begriff Spielen im Zentrum der Arbeit stehen. Anhand von Definitionen wer­den die zentralen Merkmale von Spielen herausgearbeitet und dargestellt. Anschließend wird das Spielen im schulischen Kontext betrachtet, d.h. wie Spiele im Sportunterricht integriert sind oder diesen gestalten.

2.1 Spielen allgemein

Der Begriff Spiel oder Spielen wird in unterschiedlichen Bereichen und mit individuellen Inten­tionen verwendet, sodass auch mehrere Definitionen von Spielen herangezogen werden müs­sen. Gemeinsam haben alle Definitionen und Erklärungen jedoch, dass sie das „Spielen" als etwas Freies und Unverbindliches bezeichnen (vgl. Fritz, 1993, S.13). Dies wird unter anderem bei Huizinga deutlich, welcher das Spielen als freiwillige Handlung oder Beschäftigung be­schreibt, „die innerhalb gewisser festgesetzten Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig ange­nommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selbst hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewußtsein des „Andersseins“ als das gewöhnliche Leben" (Huizinga, 1991, 148).

Das Spielen wird im weiteren Sinne als eine übergeordnete Kategorie wahrgenommen, welche „eine typische Form des Weltzugangs darstellt und gleichsam den Prototyp einer ästhetischen Bewegungspraxis markiert“ (Bietz & Böcker, 2008, S. 92). Es handelt sich demnach beim Spielen um eine Verhaltensweise, „die in einem selbst gesetzten Sinnrahmen vollzogen wird und eigene Spielwirklichkeiten hervorbringt, die in sich geschlossen“ (vgl. ebd.) und somit selbstreferenziell sind. Grundlegend steht der Aufbau eines Spannungsverhältnisses zwi­schen Gegebenem und Möglichem sowie Realität und Fiktion im Zentrum des Spiels. Das Spielen wird an dieser Stelle mit einem riskanten und experimentierenden Umgang mit indivi­duellen und kulturellen Möglichkeitsgrenzen verknüpft. Auch Callois‘ Verständnis von Spielen weist ähnliche Merkmale auf. Er versteht das Spiel als freie, vom Alltag abgetrennte und im Ausgang ungewisse Betätigung sowie als unproduktive Tätigkeit, welche sowohl geregelt als auch fiktiv sein kann (vgl. Callois, 1991, S. 160ff.).

Die aufgeführten Definitionen und Autoren verdeutlichen, dass das Spielen unterschiedlich wahrgenommen wird und verschiedene Merkmale eine zentrale Rolle spielen. Vor allem die Freiwilligkeit und die Fiktion des Spielens werden wiederholt aufgegriffen und das Spielen wird dabei immer wieder als Tätigkeit aufgefasst. So beinhaltet die ursprüngliche Wortbedeutung von Spiel eine „thätigkeit, die man nicht um des resultats oder eines praktischen zweckes wil­len, sondern zum zeitvertreib, zur unterhaltung und zum vergnügen übt“ (Grimm, 1854, S. 1983; zit. nach Heimlich, 2001, S. 20). Unterschieden wird in diesem Bereich weiterhin das Spiel als Erfahrung in der Wirklichkeit durch John Dewey und das Spiel als eine fiktive Situation durch Lev S. Vygotskij. Nach Dewey wird das Spiel als Erfahrung in der Wirklichkeit beschrie­ben und „soll keineswegs als Zeitvertreib oder zur Erholung eingesetzt werden. Vielmehr hat es nach Dewey eine eminent wichtige soziale und kognitive Funktion" (Heimlich, 2001, S. 21). Den Ausführungen zufolge wird die Auseinandersetzung mit etwas mit der Entstehung der Vertrautheit mit dem Gegenstand verknüpft, sodass das Spielen als zweckgerichtete Tätigkeit beschrieben wird, wobei der Schwerpunkt auf der Tätigkeit selbst liegt (vgl. ebd.). Vygotskij hingegen fasst das Spiel als fiktive Situation auf, sodass das Spiel als eine Tätigkeit in keiner realen Situation, sondern in einer vorgestellten und fiktiven Situation definiert wird.

Auch Professor Dr. Ulrich Heimlich hat sich mit den Merkmalen des Spiels beschäftigt und bezieht sich in seinen Ausführungen auf den amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Levy (vgl. ebd., S. 28). Er unterscheidet drei ausschlaggebende Kriterien, die eine Eingrenzung er­möglichen, unter welchen Bedingungen von Spiel oder Spielverhalten gesprochen werden kann oder nicht. Die drei Merkmale sind intrinsische Motivation, Phantasie und Selbstkontrolle (vgl. ebd.). Zentral ist zunächst die intrinsische Motivation, wobei die Tätigkeit aus einem in­neren Antrieb oder aus inneren Motiven heraus erfolgt. Phantasie ist nach Heimlich das zweite Kriterium, da beim Spielen sowohl Alltag als auch Realität in den Hintergrund rücken und die Phantasie und Kreativität eine zentrale Stellung einnehmen. Das beschriebene Spannungs­verhältnis von Gegebenem und Möglichen sowie Realität und Fiktion kommt an dieser Stelle besonders gut zur Geltung. Die Selbstkontrolle wird von Heimlich als letztes Merkmal aufge­führt. Diese hängt auch mit der intrinsischen Motivation zusammen und umfasst das Maß an Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von Fremden oder externen Instanzen. Wo Heimlich die Grenze zwischen Spielverhalten und keinem Spielverhalten setzt, ist an der unten aufge­führten Abbildung zu erkennen. Diese verweist zudem noch einmal auf die entscheidenden Merkmale.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Merkmale der Spieltätigkeit. (Levy, 1978, S.19)

2.2 Spielen in der Schule

Wird das Spielen im Unterricht oder werden Spiele allgemein betrachtet, so ist zu beobachten, dass diese nicht nur durch die Tätigkeit des Spielens gestaltet werden. Viel mehr gelten koor­dinative Fähigkeiten, spielspezifische Fertigkeiten und Regelkenntnisse als Voraussetzungen für ein gelingendes oder überhaupt Zustande kommendes Spiel. Bietz und Böcker zufolge gilt es als unausweichlich, vor dem eigentlichen Spiel technisch-taktische Elemente des Spiels „meist isoliert in vereinfachten Situationen“ einzuüben (vgl. Bietz & Böcker, 2009, S. 79). Dem­nach spielt die Frage der Vermittlung von Spieltechniken und Fertigkeiten im Schulunterricht eine entscheidende Rolle. Diese unterscheiden sich zwischen den Jahrgangsstufen und Lern­niveaus der Schüler. Wichtig ist die Vorbereitung durch die Aneignung der wesentlichen Ele­mente des Spiels, sodass im Unterricht vor allem sogenannte Vorübungen, welche sich jeweils nur auf ein individuelles und einzelnes Merkmal des Spiels konzentrieren, ausgeführt werden und die Grundlage für das Spielen bilden. Wurden die einzelnen Bewegungs- und Handlungs­abläufe auf Seiten der Schüler genügend erprobt und geübt sowie notwendige Fertigkeiten erlernt, so kann das eigentliche Spielen erfolgen. Das Spiel wird somit dem Ende einer Unter­richtseinheit zugeordnet.

Aus den erlernten Fähigkeiten und Übungsschritten wird eine sogenannte Spieltechnik entwi­ckelt, welche als optimal und als Mustervorgehen angesehen wird. Diese normativen Bewe­gungsabläufe und vorgegebenen Übungstechniken werden jedoch immer häufiger kritisiert, da das beschriebene Unterrichtsgeschehen als vorprogrammiert und vorgeformt gilt (vgl. ebd.) und diese geschlossene Unterrichtsform in Widerspruch zu den zentralen Bildungs- und Er­ziehungskonzepten von Schule stünde (vgl. ebd., S. 80). Nach den Bildungs- und Erziehungs­konzepten stehen vor allem die Förderung von Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Schüler im Vordergrund, welche sich jedoch unter streng vorgegebenen Techniken nicht son­derlich fördern lassen, da die Schüler in ihrem Handeln unter solchen Umständen eher einge­schränkt sind. Demnach werden deutlich offenere Herangehensweisen an Sportarten (vgl. ebd.) gefordert sowie gewünscht, dass „Lehrer und Schüler auf die Orientierung am ,idealtypi- schen‘ Bewegungsablauf endlich verzichten“ (Göhner, 1979, S. 13).

Die vorgegebenen Übungsformen werden jedoch bevorzugt angewendet, da sie die Sportar­ten wahrheitsgetreu abbilden und der Gefahr, falsche Bewegungsmuster auszubilden, sowie möglichen Lasten in der Lerneffizienz entgegenwirken (vgl. Bietz & Böcker, 2009, S. 80).

Zu sehen ist, dass sich die Merkmale der Freiwilligkeit und Selbstbestimmung des Spielens im Widerspruch mit dem Zwang und der Ausführung der vorgegebenen Übung stehen. Auch die Annahme, dass das Spiel zweckfrei erfolgt, entspricht nicht der Vorbereitung durch die Aneig­nung der wesentlichen Elemente des Spiels. Entscheidend ist es also, einen Mittelweg zu fin­den, der die Selbstständigkeit der Schüler fördert, ohne dass mögliche falsche Bewegungs­muster ausgebildet werden, sodass das Spiel in seiner Ganzheit erlernt und auch gespielt werden kann. So kommt auch Hoppe zu dem Entschluss, dass es prinzipiell möglich sein muss „Spielvorgänge ihrem Inhalt nach so zu gestalten, daß sie zugleich als Mittel zur Erreichung bestimmter Lern- bzw. Verhaltensziele wirksam werden können" (Hoppe, 1979, S. 173).

3 Grundcharakteristik des Spielens

Wie bereits beschrieben, weist das Spiel(en) bestimmte Merkmale auf, die für das Konstrukt typisch sind. So haben sich auch im Laufe der Zeit bestimmte Charakteristika entwickelt, an­hand derer das allgemeine Spiel differenzierter betrachtet werden kann. Folglich bilden sich die verschiedenen Kategorien „Spielen mit etwas", „Spielen als etwas" und „Spielen um etwas" heraus. Dabei wird jede Form unterschiedlich gespielt und ist auch dem Lebensalter ange­passt. So spielen Kinder zum Beispiel häufig „mit" und „als etwas", wobei Erwachsene meist eher „um etwas" spielen. Das Spielen wird dabei als eine besondere Art der Auseinanderset­zung mit der Umwelt herausgestellt und die Erfahrungen, die die Spielenden machen, hängen davon ab, mit welchen Ausschnitten der Umwelt sie sich auseinandersetzen (vgl. Dietrich, 1980, S. 17). Die drei Grundcharakteristika des Spielens werden folgend näher erläutert.

3.1 Spielen mit etwas

Geschicklichkeits-, Umgangs- und Funktionsspiele zählen zu der Betätigungsweise „Spielen mit etwas" (vgl. ebd., S. 14). Dabei handelt es sich um die Auseinandersetzung mit Objekten oder auch mit dem eigenen Körper, sodass die Umweltbewältigung zentral ist. Grundlegend geht es beispielsweise bei Kleinkindern darum, sich mit Gegenständen und Objekten ausei­nanderzusetzen und diese kennenzulernen. Kinder nehmen dabei nicht nur das äußere Er­scheinungsbild war, sondern erproben auch den Zweck des Gegenstands. Es werden über­wiegend materiale und motorische Erfahrungen gewonnen, sodass im Sportunterricht vor­nehmlich die motorischen Erfahrungen als wertvoll wahrgenommen und im Spiel- und Sport­unterricht kultiviert werden (vgl. ebd., S. 17). Spiele werden dabei so erlernt, dass sich in immer wiederkehrenden Situationen motorische Fähigkeiten der Objekt- und Umweltbewältigung ent­wickeln (vgl. ebd.). Die Exploration ist beim „Spielen mit etwas" von großer Bedeutung, da eine spielerische Auseinandersetzung mit der Umwelt zentral ist (vgl. ebd., S. 14). Hierbei wird an Erfahrung gewonnen. Trotzdem bestehen Unterschiede zwischen Exploration und Spiel, da die Exploration von der Umwelt abhängig ist und das Spiel nicht. Das Spiel ergibt sich aus dem motorischen Umgang mit der gegenständlichen Umwelt, da eine Fertigkeit herausgelöst und in einen neuen spannungserzeugenden Handlungszusammenhang gestellt wird (vgl. ebd.).

3.2 Spielen als etwas

Bei dem „Spielen als etwas" handelt es sich um Darstellungs-, Rollen- und Imitationsspiele. Diese Art von Spielen wird bereits im frühen Kindesalter gespielt und fördert die Phantasie und sprachliche Auseinandersetzung. Dabei wird eine reale Situation imitiert und spielerisch nach­gestellt. Das Spiel entsteht dadurch, dass eine überschaubare und in sich abgerundete soziale Situation als ganze nachgestaltet wird (vgl. ebd., S. 15). Die Spielsituation wird selbst geschaf­fen und gestaltet, indem räumliche Gegebenheiten gestellt, Materialen und Verkleidungen or­ganisiert sowie verschiedene Rolle eingenommen werden. Dadurch wird eine optimale fiktive Wirklichkeit erschaffen. Dementsprechend werden auch Regeln und Kriterien festgelegt. Sportspiele fallen jedoch nicht unter den Spielcharakter des „Spiel als etwas", obwohl sich Kinder beim Spielen oft an Regeln und Rahmenbedingungen einer Sportart orientieren. So zum Beispiel bei dem Mädchenspiel eines Reitturniers, bei dem die Mädchen ein Reitturnier nachahmen und verschiedene Rollen einnehmen. So fühlen und verhalten sich die Mädchen in dem einem Moment wie Pferde, während sie im anderen Moment die Rolle des Reiters oder Zuschauers verkörpern. Das bekannte Rollen- und Kinderspiel „Mutter-Vater-Kind" ist ein wei­teres gutes Beispiel für ein „Spiel als etwas" (Dietrich, 1980, S. 15). Da die Spielenden nicht der Realität begegnen, so wie sie ist, sondern eher einer fiktiven und durch die Phantasie gestaltete Realität, wird auch von einer Scheinwelt gesprochen, in der sich die Kinder während des Spiels befinden. Wichtig ist abschließend außerdem, dass die Spielenden nur so tun „als ob" und eine oder mehrere Rollen einnehmen (vgl. ebd., S. 17), die nicht unbedingt ihrer Per­sönlichkeit entsprechen.

3.3 Spielen um etwas

Das zentrale Merkmal von Wettspielen, Kampfspielen und den bekannten Sportspielen ist, dass immer „um etwas" gespielt wird. Es handelt sich dabei um organisierte Sportspiele, bei denen die Spielenden versuchen besser als andere zu sein (vgl. ebd., S. 15). Dabei gibt es entscheidende Maßstäbe, die objektiv Erfolgreiche von weniger Erfolgreichen unterscheiden. Die Maßstäbe können neben körperlichen Ausprägungen auch Bewegungsabläufe wie das Fangen oder Abwerfen von Spielgegnern sowie das Erzielen von Toren sein (vgl. ebd.). Die Gütemaßstäbe, an denen der Miss-/Erfolg gemessen wird, ist in den Sportarten demnach un­terschiedlich ausgeprägt. Das „Spielen um etwas" ist außerdem durch ständig variierende Si­tuationen und das Unvorhersehbare durch beispielsweise unerwartete Spielzüge oder ange­strebte Punktestände gekennzeichnet. Nicht nur das eigene Handeln wirkt sich dabei auf den Verlauf des Spiels aus, sondern auch das Verhalten der Gegenspieler.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Was ist Spielen? Darstellung anhand der Sportart Indiaca
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Sportwissenschaft und Motologie)
Veranstaltung
Grundthemen des Bewegens
Note
1,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1021844
ISBN (eBook)
9783346416162
ISBN (Buch)
9783346416179
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spielen, Sport, Indiaca, Sportwissenschaft, Was ist Spielen?
Arbeit zitieren
Charly Waletzki (Autor), 2021, Was ist Spielen? Darstellung anhand der Sportart Indiaca, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021844

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