Diese Arbeit handelt vom Benchmarking als Instrument im Controlling. "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück." Auch wenn das Zitat des chinesischen Philosophen Laozi schon über 2500 Jahre alt ist, besitzt es noch heute oder auch gerade heute seine "unangefochtene Gültigkeit". Wir leben in einer sich ständig verändernden und anpassenden Welt, in der eine stetige Leistungsverbesserung und Weiterentwicklung essenziell für Unternehmen ist. Der Anstieg der internationalen Konkurrenz ist nur einer von vielen Faktoren, der Unternehmen dazu zwingt, ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und ihre Kosten zu senken.
Die immer höher werdenden Kundenerwartungen und die zeitgleich immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen sind weitere Gründe. Der Wandel scheint die einzige Konstante der heutigen Zeit zu sein. Unternehmen müssen schnell handeln, sich anpassen und flexibel sein, aber trotzdem eine gewisse Kontinuität bewahren, um in der heutigen Wirtschaft bestehen zu können. Das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung und vor allem Innovation ist ein Muss, um diesen Spagat bewältigen zu können. Hilfreich bei der Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten kann oft der berühmte Blick über den Tellerrand sein.
Unternehmen stehen nicht selten vor der Frage "Können wir nicht doch noch besser werden?". Dafür entscheidende Informationen gewinnen die Unternehmen oft durch das Beobachten der Branche beziehungsweise der Konkurrenz und dem Marktführer. Es geht darum, von den Besten zu lernen, zu prüfen, wo die eigenen Schwächen liegen und wie man sie beheben kann, um so der Beste der Besten zu werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundbegriffe des Controllings
2.1 Controlling
2.2 Operatives Controlling
2.3 Strategisches Controlling
3 Begriff, Ziele und Arten des Benchmarkings
3.1 Definition Benchmark
3.2 Definition Benchmarking
3.3 Ziele des Benchmarkings
3.4 Benchmarking-Arten
3.4.1 Internes Benchmarking
3.4.2 Externes Benchmarking
4 Prozess des Benchmarkings
4.1 Zielsetzungsphase
4.2 Interne Analsye
4.3 Vergleichsphase
4.4 Maßnahmenentwicklung
4.5 Umsetzungsphase
5 Chancen und Risiken des Benchmarkings
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Benchmarking als Instrument des strategischen Controllings in einem sich ständig wandelnden Unternehmensumfeld. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern Benchmarking Unternehmen dabei unterstützen kann, durch den systematischen Vergleich mit internen und externen Bestleistungen ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern und strategische Lernprozesse zu initiieren.
- Grundlagen und Abgrenzung von operativem und strategischem Controlling
- Definition, Zielsetzung und theoretische Einordnung des Benchmarkings
- Systematische Differenzierung verschiedener Benchmarking-Arten
- Detaillierte Analyse des prozessorientierten Benchmarking-Modells
- Kritische Reflexion der Chancen und Risiken bei der Anwendung in der Praxis
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition Benchmark
Wörtlich übersetzt bedeutet Benchmark „Orientierungswert, Bezugsmarke, (Vergleichs-) Maßstab“ und wird vom englischen Wort „bench“ „Sitzbank, Werkbank“ und „mark“ „Zeichen“ abgeleitet. Der Begriff Benchmark ist ursprünglich dem handwerklichen Bereich zuzuordnen und war bis ins Mittelalter die übliche Übersetzung für das Einritzen von Markierungen in eine Werkbank. Später wurde der Begriff in der Landesvermessung verwendet und dann in der Computerindustrie, um einen Vergleich der Leistung verschiedener Rechner zu ermöglichen.
Als eine „gemessene Bestleistung, die als Referenzpunkt dient“ definieren die Autoren Sieber und Kempf ein Benchmark. Der Benchmark ist allgemein ein Vergleichs- und Referenzmaßstab mit dem Klassenbesten, an dem sich der Erfolg einer Geldanlage bemessen lässt. Er zeigt, welche Leistung oder welches Ergebnis bei einem Untersuchungsobjekt erreichbar ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Notwendigkeit von stetiger Leistungsverbesserung in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld und skizziert die historische Entstehung des Benchmarkings bei Xerox.
2 Grundbegriffe des Controllings: Es werden die Grundlagen des Controllings definiert sowie die wesentlichen Unterschiede und Zusammenhänge zwischen operativem und strategischem Controlling herausgearbeitet.
3 Begriff, Ziele und Arten des Benchmarkings: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen, die zentralen Zielsetzungen sowie die verschiedenen Typisierungen des Benchmarkings, insbesondere die Unterscheidung in internes und externes Benchmarking.
4 Prozess des Benchmarkings: Hier wird das Fünf-Phasen-Modell des prozessorientierten Benchmarkings vorgestellt, welches von der Zielsetzungs- bis zur Umsetzungsphase den praktischen Ablauf strukturiert darstellt.
5 Chancen und Risiken des Benchmarkings: Das Kapitel bietet eine kritische Würdigung des Instruments und beleuchtet sowohl die Potenziale zur Wettbewerbssteigerung als auch die praktischen Herausforderungen und Grenzen des Konzepts.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der Benchmarking als wertvolles, aber kein alleiniges Erfolgsgarant-Instrument für die strategische Unternehmensführung eingeordnet wird.
Schlüsselwörter
Benchmarking, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Wettbewerbsfähigkeit, Best Practice, Prozessoptimierung, Unternehmensführung, Leistungsvergleich, Benchmarking-Prozess, Strategie, Unternehmensanalyse, Effektivität, Marktführer, Qualitätsmanagement, Innovation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Rolle von Benchmarking als Instrument des strategischen Controllings zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die Controlling-Grundlagen, die theoretische Definition und Zielsetzung von Benchmarking sowie dessen Prozessmodell und kritische Erfolgsfaktoren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den Vergleich mit Branchenbesten ihre eigene Leistungsfähigkeit durch systematisches Lernen verbessern können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender Managementkonzepte zum Benchmarking.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffserklärung, die Systematisierung der Benchmarking-Arten und die detaillierte Darstellung des fünfstufigen Benchmarking-Prozesses.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Benchmarking, strategisches Controlling, Best Practice, Wettbewerbsfähigkeit und Prozessoptimierung.
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen internem und externem Benchmarking?
Beim internen Benchmarking erfolgt der Vergleich innerhalb des eigenen Unternehmens oder Konzerns, während beim externen Benchmarking externe Wettbewerber oder branchenfremde Unternehmen als Vergleichspartner herangezogen werden.
Welche Herausforderung ergibt sich bei der Auswahl eines Benchmarking-Partners?
Eine große Herausforderung ist die Vertraulichkeit und die Gefahr, dass Konkurrenten interne Unternehmensgeheimnisse offenlegen müssten, was häufig zur Zurückhaltung führt.
Warum wird im Fazit von einer "Obergrenze des Verbesserungspotentials" gesprochen?
Der Autor führt an, dass Benchmarking primär auf das Kopieren und Lernen von Bestehendem ausgerichtet ist, was zwar zu Verbesserungen führt, aber keine echte, disruptive Innovation ersetzen kann.
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- Sophie Volberg (Author), 2021, Benchmarking im strategischen Controlling. Prozesse, Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022233