Bei dieser Arbeit handelt es sich um einen Trainingsplan für eine 22-jährige Studentin, die an Skoliose leidet. Vorab werden zum besseren Verständnis die Anatomie der Wirbelsäule, der stabilisierenden autochthonen Rückenmuskulatur, das Krankheitsbild Skoliose, passende Übungen sowie die Propriozeption des Rückentrainings erklärt.
Rückenschmerzen sind in Deutschland immer noch die Nummer 1 der Volkskrankheiten. Mehr als 80% der deutschen leiden mindestens einmal im Leben daran. Volkswirtschaftlich gesehen verursachen Rückenschmerzen die größten volkswirtschaftlichen Kosten, welche die Minderung der Lebensqualität einschränken und zu enormen Belastungen des Gesundheitssystems führen können.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Anatomie der Wirbelsäule
2.1 Wirbel
2.1.1 Wirbelgelenke und Bandscheiben
2.1.2 Bänder der Wirbelsäule
2.1.3 Die Halswirbelsäule (HWS)
2.1.4 Das Iliosakralgelenk (ISG)
2.2 Bewegung der Wirbelsäule
3. Muskelgruppen der Wirbelsäule
3.1 Tiefe Rückenmuskulatur / Autochthone Rückenmuskulatur
3.1.1 Statische und Dynamische Muskelarbeit
3.2 Muskulatur der Halswirbelsäule (HWS)
3.3 Abdominalmuskulatur (Bauchmuskulatur)
3.4 Weitere Rückenmuskeln
3.5 Wirbelsäule und Becken
3.5.1 „Rücken-im-Block“ Prinzip
3.5.2 Stabilisationssysteme der Wirbelsäule
3.5.3 Muskuläre Stabilisation der Lendenwirbelsäule
4. Krankheitsbild Skoliose
4.1 Ursachen
4.1.1 Krümmungsgrad
4.2 Symptome und Risikofaktoren
4.3 Diagnose
4.4 Therapie / Behandlung
4.5 Krankheitsverlauf und Prognose
4.6 Rückentraining und Ziele
5. Anamnese
5.1 Eingangsgespräch und Diagnose
5.2 Anamnese / Gesundheitsanamnese
5.3 Sportanamnese
5.4 Mögliche Kontraindikationen
6. Tests
6.1 Biometrische Tests
6.2 Motorische Tests
6.3 Flexibilitätstest / Beweglichkeitstest / Muskelfunktionstest
6.4 Krafttests
6.5 Ausdauertest
6.6 Koordinationstest
7. Zielsetzung
8. Trainingsgrundlagen / Trainingsplanung
8.1 Propriozeptives Training
8.2 Compliance und Motivation
8.3 Superkompensation
9. Trainingsplanung
9.1 Methodik
9.2 Warm Up
9.3 Cool Down
9.4 Dehnen
9.5 Regeneration
10. Trainingsdurchführung
10.1 Makrozyklus / Mesozyklus / Mikrozyklus
10.1.1 Mesozyklus
10.1.2 Mikrozyklus
11. Analyse / Evaluation / Re-Test
12. Tipps zum Rückenfreundlichen Verhalten im Alltag
13. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen individuellen Trainingsplan über einen Zeitraum von sechs Monaten für eine 22-jährige Studentin mit diagnostizierter schwach ausgeprägter thorakaler Skoliose zu erstellen. Im Fokus steht dabei die Schmerzreduktion, die Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur sowie die allgemeine Haltungsverbesserung durch ein gezieltes Training.
- Anatomische Grundlagen der Wirbelsäule und Muskulatur
- Pathologie und Diagnose der Skoliose
- Trainingsmethodik und Anamnese-Erstellung
- Durchführung von Kraft-, Flexibilitäts- und Ausdauertests
- Trainingsplanung mit Meso- und Mikrozyklen
Auszug aus dem Buch
3.1 Tiefe Rückenmuskulatur / Autochthone Rückenmuskulatur
Die sogenannte autochthone Rückenmuskulatur besteht aus vielen kleinen Muskeln, die von den Spinalnerven innerviert und auch „Erector spinae“ bezeichnet werden. Sie verläuft vom Hinterhaupt des Schädels, links und rechts an der Wirbelsäule vorbei bis in die Lenden-Becken-Kreuzbein-Region. Viele unterschiedliche Muskeln die zur Aufrichtung der Wirbelsäule dienen und nebenbei Stabilisationsfunktionen und auch Lateralflexion und Rotation ermöglichen, sind hier verborgen. Ein lateraler, oberflächiger Trakt und ein medialer tiefer Trakt lassen die autochthone Muskulatur teilen.
Insgesamt bilden alle Muskeln eine funktionelle Einheit. Der M. Iliocostalis und M. longissimus verhindern ein Umkippen zur Seite, wenn die Muskulatur nur Einseitig angesteuert wird. Der MM. rotatores und MM. multifidii sind an der Rotation beteiligt. Jede Lateralflexion und Rotationen beinhalten die Aktivierung der Bauchmuskulatur.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Rückenschmerzen als volkswirtschaftliches Problem und stellt das Ziel vor, einen Trainingsplan für eine Klientin mit Skoliose zu entwickeln.
2. Anatomie der Wirbelsäule: Erläutert den Aufbau der Wirbelsäule, ihre Abschnitte sowie die Bedeutung der Wirbelgelenke, Bandscheiben und Bänder für die Stabilität.
3. Muskelgruppen der Wirbelsäule: Beschreibt die autochthone Rückenmuskulatur, die HWS-Muskulatur und die Abdominalmuskulatur als funktionelle Einheit zur Stabilisierung.
4. Krankheitsbild Skoliose: Definiert das Krankheitsbild der Skoliose, deren Ursachen, Diagnosemöglichkeiten sowie therapeutische Ansätze und Ziele.
5. Anamnese: Dokumentiert das Eingangsgespräch, die Gesundheitsanamnese und sportliche Vorgeschichte der Klientin Sarah.
6. Tests: Beschreibt die durchgeführten biometrischen, motorischen und konditionellen Tests zur Erfassung des IST-Zustands.
7. Zielsetzung: Definiert die Hauptziele für die sechsmonatige Trainingsphase, insbesondere Haltungsverbesserung und Schmerzreduktion.
8. Trainingsgrundlagen / Trainingsplanung: Behandelt theoretische Aspekte wie propriozeptives Training, Compliance und das Prinzip der Superkompensation.
9. Trainingsplanung: Legt die methodische Gestaltung des Trainings fest, inklusive Warm-up, Cool-down und Regeneration.
10. Trainingsdurchführung: Erläutert die Aufteilung des Trainings in Makro-, Meso- und Mikrozyklen zur gezielten Belastungssteuerung.
11. Analyse / Evaluation / Re-Test: Bewertet die Ergebnisse des Trainings anhand von Vergleichstests und dem persönlichen Feedback der Klientin.
12. Tipps zum Rückenfreundlichen Verhalten im Alltag: Gibt praxisnahe Hinweise für rückenfreundliches Tragen, Heben, Beugen, Stehen und Sitzen.
13. Fazit: Zieht eine Bilanz über das erfolgreiche Trainingskonzept und die erreichten Fortschritte der Klientin.
Schlüsselwörter
Skoliose, Wirbelsäule, Rückentraining, Muskulatur, Anamnese, Trainingsplanung, Mesozyklus, Propriozeption, Krafttest, Beweglichkeit, Haltung, Rumpfstabilisation, Superkompensation, Schmerzreduktion, Autochthone Muskulatur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung und Dokumentation eines sechsmonatigen, individuellen Trainingsplans für eine 22-jährige Studentin, bei der eine schwach ausgeprägte thorakale Skoliose diagnostiziert wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Anatomie der Wirbelsäule, die Funktion der tiefen Rückenmuskulatur, die Pathologie der Skoliose sowie die praktische Umsetzung eines strukturierten Kraft- und Fitnesstrainings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Schmerzreduktion, der Muskelaufbau sowie die allgemeine Haltungsverbesserung der Klientin innerhalb eines halben Jahres.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Haltungsdiagnostik, standardisierten Kraft- und Flexibilitätstests (nach Janda und Stemper) sowie eine zyklische Trainingsplanung (Makro-/Meso-/Mikrozyklen).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst sowohl theoretische anatomische Grundlagen als auch die konkrete Anamnese, Testdurchführungen und die detaillierte Planung der vier aufeinanderfolgenden Mesozyklen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Skoliose, Rückentraining, Rumpfstabilisation, Propriozeption und Trainingsplanung charakterisiert.
Warum ist das "Rücken-im-Block"-Prinzip für die Klientin wichtig?
Dieses Prinzip lehrt die Klientin eine rückengerechte Bewegung, bei der die Wirbelsäule in einer physiologischen Mittelposition stabilisiert wird, um Bandscheiben vor Schädigungen zu schützen.
Welche Rolle spielt die Bauchmuskulatur bei der Skoliose-Therapie?
Die Bauchmuskulatur fungiert als wichtiger Gegenspieler zur Rückenmuskulatur. Eine gut trainierte Körpermitte sorgt für Entlastung der Wirbelsäule und reduziert den Druck auf die Bandscheiben, was Fehlhaltungen entgegenwirkt.
- Arbeit zitieren
- Elisa Ruch (Autor:in), 2021, Individueller Trainingsplan über einen Makrozyklus von 6 Monaten bei einer Skoliose, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022236