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Die Entstehung von Sklavenkultur im englischen Karibikraum

Titre: Die Entstehung von Sklavenkultur im englischen Karibikraum

Dossier / Travail , 2011 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Gunnar Maier (Auteur)

Histoire - Amérique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Verlauf dieser Arbeit werden verbindende Elemente der afrikastämmigen Bevölkerung im englischen Karibikraum mit besonderem Fokus auf Jamaika herausgearbeitet und auf Relevanz für eine kulturelle Entwicklung untersucht. Betrachtet man in heutiger Zeit den Karibikraum, so sind die einzelnen Gebiete auch in heutiger Zeit von ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung äußerst heterogen. In den ehemals englischen Kolonialgebieten hat vor allem in Jamaika der gestufte Abbau der Sklaverei zu einer stetigen Verbesserung der Lebensumstände geführt.

Trotz dieser vergleichsweise guten Situation der fast ausschließlich schwarzen Bevölkerung Jamaikas existieren auch hier uneinheitliche Züge des Karibikraums, wie zum Beispiel örtliche Kreolendialekte. In einigen seiner Werke impliziert der karibischstämmige Lyriker Derek Wlacott daher sogar eine vollständige "Nichtigkeit des Karibischen". Er erkennt damit keine charakteristische Form von Kultur für den Karibikraum. Charakteristika einer karibischen Sklavenkultur bleiben also fraglich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Die frühe europäische Expansion in den Karibikraum und frühe Formen von Sklavenwirtschaft

II. Entstehung des englischen Karibikraums

a) Die Übernahme karibischer Inseln

b) Versuche mit unterschiedlichen Modellen der Plantagenbewirtschaftung

c) Konzentration der Plantagenbetriebe auf schwarze Arbeitskräfte

III. Alltagsleben der Sklaven in den Pflanzerbetrieben

a) Dauerhafte Integration der Sklaven und Entstehung der Kreolendialekte

b) Die Herausbildung familiärer Strukturen

c) Wandelnde religiöse Identität in den Sklavensiedlungen

IV. Die weitere Entwicklungen des englischen Karibikraums

V. Gesamtergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Herausbildung einer eigenständigen Sklavenkultur im englischen Karibikraum, mit besonderem Fokus auf Jamaika. Dabei wird analysiert, inwieweit soziale, sprachliche und religiöse Praktiken als verbindende Elemente der afrikastämmigen Bevölkerung dienten und sich trotz der repressiven Lebensbedingungen auf den Plantagen zu einer kulturellen Identität formten.

  • Frühe europäische Expansion und Etablierung der Sklavenwirtschaft
  • Entwicklung von Kreolendialekten als kulturelles Merkmal
  • Soziale Netzwerke und familiäre Strukturen in Sklavensiedlungen
  • Religiöse Identitätsbildung und der Einfluss des Obeah
  • Widerstandsbewegungen und gesellschaftlicher Wandel bis zur Abolition

Auszug aus dem Buch

b) Die Herausbildung familiärer Strukturen

Zu einem weiteren bedeutenden, tragenden Element für das Alltagsleben der Sklaven in den Pflanzerbetrieben wurde nach und nach die Familie. Mit der Fokussierung auf schwarze Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen auf Jamaika, wurden primär in erheblich größerem Maße Männer importiert, so wird zeitweise von einem Mengenverhältnis von fünf Männern auf eine Frau gesprochen. Da Frauen allerdings in einer bestimmten Anzahl für ein funktionierendes dauerhaftes Gemeinwesen erforderlich sind, existieren vor allem aus der früheren Zeit der englischen Sklaverei auf karibischen Inseln Berichte, in denen schwarze Männer als sehr eifersüchtig und potentiell gewalttätig charakterisiert werden. Auch häuften sich Bitten von Männern, die ihren Meister um eine Frau baten. Zudem wurde der Nutzen einer in zweiter oder dritter Generation aufgewachsenen Kreolenschicht unter den Großgrundbesitzern in hohem Maße anerkannt, da diese im Gegensatz zu Neuankömmlingen als besonders tugendhaft, treu und fähig galten. Aus diesen Gründen bemühte man sich in folgender Zeit verstärkt in gleichem Maße Frauen zu importieren um die Geburtenraten anzuheben, wobei man aber interne Eingriffe in das Familienleben vermied.

Bei der Arbeit verwies man Frauen zunächst allerdings überwiegend in andere Arbeitsfelder als Männer. Erst später wurde sie in höherem Maße vor allem als Feldarbeiter eingesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die frühe europäische Expansion in den Karibikraum und frühe Formen von Sklavenwirtschaft: Dieses Kapitel behandelt die Anfänge der kolonialen Erschließung, den gescheiterten Einsatz der Urbevölkerung und den daraus resultierenden Arbeitskräftemangel.

II. Entstehung des englischen Karibikraums: Hier wird der Aufstieg Großbritanniens zur Kolonialmacht und der Übergang von indentured servants zu versklavten afrikanischen Arbeitskräften auf den Plantagen analysiert.

III. Alltagsleben der Sklaven in den Pflanzerbetrieben: Das Kapitel untersucht die Lebensbedingungen der Sklaven, die Herausbildung von Kreolendialekten, familiäre Netzwerke und die religiöse Identitätsfindung.

IV. Die weitere Entwicklungen des englischen Karibikraums: Dieser Teil befasst sich mit dem Widerstand gegen die Sklaverei, den Maroonsiedlungen und dem Weg zur rechtlichen Gleichstellung nach 1840.

V. Gesamtergebnis: Das Fazit fasst die Entstehung einer eigenständigen kulturellen Identität durch die Verschmelzung verschiedener kultureller Einflüsse unter dem gemeinsamen Nenner der Sklavensituation zusammen.

Schlüsselwörter

Transatlantischer Sklavenhandel, Karibikraum, Jamaika, Plantagenwirtschaft, Sklavenkultur, Kreolendialekte, Identitätsbildung, Afrikastämmige Bevölkerung, Familiäre Strukturen, Obeah, Abolitionsbewegung, Kolonialgeschichte, Widerstand, Lebensbedingungen, Kulturelle Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung einer eigenständigen Sklavenkultur im englischsprachigen Karibikraum während der Zeit der Sklaverei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Plantagenwirtschaft, die Entstehung von Sprache (Kreol), soziale Strukturen wie die Familie und religiöse Identität in den Siedlungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verbindende kulturelle Elemente der afrikastämmigen Bevölkerung auf Jamaika herauszuarbeiten, die sich trotz der heterogenen Herkunft und der harten Bedingungen entwickelten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen und Sekundärliteratur, um die soziale und kulturelle Realität der Sklaven zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des englischen Karibikraums, den Alltag auf den Plantagen, die Entwicklung von Sprache und familiären Netzwerken sowie religiöse Praktiken und den Widerstand gegen die Sklaverei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sklavenkultur, Jamaika, Plantagenwirtschaft, Kreolendialekte und Identitätsbildung.

Welche Rolle spielten Frauen bei der Sklavenkultur?

Frauen spielten eine zentrale Rolle bei der Herausbildung familiärer Bindungen und gemeinschaftlicher Aktivitäten, was sie zu einem tragenden Element des kulturellen Lebens machte.

Was besagt die Arbeit über die Rolle des Obeah?

Das Obeah wird als eine der Subreligionen oder Praktiken beschrieben, die sowohl bei Schwarzen als auch bei Weißen gefürchtet waren und als Ausdruck kulturellen Widerstands fungierten.

Warum war die Sprachbildung ein wesentliches Merkmal?

Die Entstehung von Kreolendialekten wird als wesentliches Merkmal einer eigenen kulturellen Identität gewertet, da sie sich syntaktisch und morphologisch von der Sprache der Kolonialherren unterschied.

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Résumé des informations

Titre
Die Entstehung von Sklavenkultur im englischen Karibikraum
Université
University of Kassel
Note
1,3
Auteur
Gunnar Maier (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
24
N° de catalogue
V1022263
ISBN (ebook)
9783346417695
ISBN (Livre)
9783346417701
Langue
allemand
mots-clé
entstehung sklavenkultur karibikraum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gunnar Maier (Auteur), 2011, Die Entstehung von Sklavenkultur im englischen Karibikraum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022263
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Extrait de  24  pages
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