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Tierindustrie und soziale Gerechtigkeit. Auswirkungen auf Arbeitnehmer, die Lebensmittelverteilung und die soziale Arbeit

Titre: Tierindustrie und soziale Gerechtigkeit. Auswirkungen auf Arbeitnehmer, die Lebensmittelverteilung und die soziale Arbeit

Dossier / Travail , 2021 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Suckrow (Auteur)

Sociologie - Economie et Industrie
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Tierindustrie soziale Gerechtigkeit beeinflussen kann.

In den meisten Gesellschaften ist es üblich und normal, tierische Produkte zu konsumieren. Auch wenn es in den letzten Jahrhunderten immer wieder kleinere und größere Bewegungen gab, welche von dem Gebrauch von tierischen Produkten oder zumindest von Fleisch abgesehen haben, so konnte sich eine rein pflanzliche Ernährung bis heute nicht flächendeckend durchsetzen.

Neben der Tatsache, dass viele Menschen tierische Produkte als essentielle Nahrungsmittel ansehen, so wurden und werden tierische Produkte ebenfalls aus religiösen und kulturellen Gründen verspeist. Auch die Funktion als Statussymbol spielte eine Rolle, da tierische Produkte, insbesondere Fleisch, noch vor einigen Jahrzehnten, sehr kostspielig waren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit

3. Die Tierindustrie

3.1 Die globale Tierindustrie

3.2 Die deutsche Tierindustrie

4. Auswirkungen auf die Arbeitnehmer*innen

4.1 In Deutschland

4.2 In Brasilien

5. Auswirkungen auf die Lebensmittelverteilung

6. Auswirkungen auf klimatisch bedingte soziale Ungerechigkeiten

7. Herausforderungen für die Soziale Arbeit

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwiefern die Tierindustrie die soziale Gerechtigkeit beeinflusst, und beleuchtet dabei die direkten sowie indirekten Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Tiere, um daraus Handlungsfelder für die Soziale Arbeit abzuleiten.

  • Zusammenhang zwischen Tierindustrie und sozialer Ungerechtigkeit
  • Arbeitsbedingungen in der globalen und deutschen Fleischindustrie
  • Ressourcenkonflikte bei der Lebensmittel- und Wasserverteilung
  • Soziale Folgen des durch die Tierindustrie befeuerten Klimawandels
  • Verantwortung und Rolle der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.2 In Brasilien

In anderen Teilen der Welt herrschen u. a. noch korruptere und menschenunwürdigere Bedingungen für die Arbeitnehmer*innen der Tierindustrie. Auch die im Regenwald lebenden Menschen sind von den Auswirkungen betroffen. Um dies zu veranschaulichen, eignet es sich, einen Blick nach Südamerika, genauer Brasilien, zu werfen.

„Auf einer Fläche ungefähr so groß wie Deutschland, wächst in Brasilien die Sojabohne in Monokultur. Für die gigantischen Sojafelder wurden und werden Wälder im großen Stil ge- rodet. Laut der brasilianischen Statistikbehörde IBGE wurden allein zwischen den Jahren 2000 und 2014 rund 10 Prozent der Wälder abgeholzt“ (Aktion Agrar). Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren weiterhin Regenwald gerodet wird, um dort Soja anzupflanzen. Dieses wird hauptsächlich nach Europa oder Asien verschifft. „Satellitenaufnahmen von 2016 zeigen, dass die Abholzung des Amazonaswaldes um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat“ (ebd.).

Ein Problem für die im Regenwald lebenden Menschen, sowie für die Arbeitnehmer*innen auf den Plantagen besteht darin, dass über 90% der brasilianischen Soja derart verändert wurde, dass die Pflanzen einem Totalherbizid, dem Glyphosat, widerstehen. Dieses ist in der Lage, andere Pflanzen zu töten und steht im starken Verdacht, Krebs auszulösen (vgl. Aktion Agrar). Demzufolge gibt es zahlreiche Berichte von gesundheitlichen Problemen, Todesfällen oder Fehlgeburten in Regionen, in denen viel Glyphosat verwendet wird (vgl. Then, Miyazaki, Bauer-Panskus & Reichert, 2018, S. 21). Hinzu kommt, dass viele im Regenwald lebenden Menschen, zu denen auch Kleinbauer*innen gehören, verdrängt werden und ihnen ihre Lebensgrundlage genommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz des Fleischkonsums und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss der Tierindustrie auf die soziale Gerechtigkeit.

2. Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit: Dieses Kapitel definiert soziale Gerechtigkeit im Kontext menschlicher Chancengleichheit und kritisiert die Ausgrenzung von Tieren und Umwelt aus dieser Definition.

3. Die Tierindustrie: Es wird ein Überblick über die Dimensionen der globalen und deutschen Tierindustrie gegeben, inklusive der wirtschaftlichen Bedeutung und staatlicher Förderung.

4. Auswirkungen auf die Arbeitnehmer*innen: Das Kapitel analysiert die prekären Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie in Deutschland und der Sojaproduktion in Brasilien.

5. Auswirkungen auf die Lebensmittelverteilung: Hier wird der enorme Ressourcenverbrauch der Tierindustrie, insbesondere Wasser und landwirtschaftliche Fläche, in Kontrast zum globalen Hunger gesetzt.

6. Auswirkungen auf klimatisch bedingte soziale Ungerechigkeiten: Der Zusammenhang zwischen Treibhausgasemissionen der Tierindustrie, dem Klimawandel und dessen negativen Folgen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen wird aufgezeigt.

7. Herausforderungen für die Soziale Arbeit: Das Kapitel diskutiert die Rolle der Sozialen Arbeit beim Aufdecken gesellschaftlicher Missstände und der Förderung gerechterer Lebensbedingungen.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Tierindustrie massiv zu globalen Ungerechtigkeiten beiträgt und die Soziale Arbeit gefordert ist, hierzu aktiv Stellung zu beziehen.

Schlüsselwörter

Tierindustrie, Soziale Gerechtigkeit, Soziale Arbeit, Fleischindustrie, Klimawandel, Welternährung, Wasserverbrauch, Regenwald, Arbeitsbedingungen, Soja-Monokultur, Speziesismus, Ressourcenverteilung, Menschenrechte, Nachhaltigkeit, Ausbeutung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen der industriellen Tierhaltung und verschiedenen Aspekten sozialer Gerechtigkeit auf globaler und nationaler Ebene.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, die globale Ressourcenknappheit (Wasser und Nahrung), ökologische Folgen wie den Klimawandel und die daraus resultierenden sozialen Spannungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die häufig übersehene Verbindung zwischen dem Konsum tierischer Produkte und den damit verbundenen sozialen Ungerechtigkeiten aufzudecken sowie Handlungsmöglichkeiten für die Profession der Sozialen Arbeit zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken sowie Berichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur globalen Tierindustrie, zu Arbeitsverhältnissen in Deutschland und Brasilien, zur Problematik der Wasser- und Flächennutzung sowie zu den sozialen Folgen klimatischer Veränderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Tierindustrie, soziale Gerechtigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, globale Ressourcenverteilung und Soziale Arbeit geprägt.

Wie beeinflusst die Tierindustrie laut dem Autor die soziale Gerechtigkeit?

Die Arbeit argumentiert, dass die Tierindustrie durch die Priorisierung von Futter- gegenüber Nahrungsproduktion, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und die Beschleunigung des Klimawandels massiv zur globalen Ungleichheit zwischen Arm und Reich beiträgt.

Welche spezifische Rolle weist die Arbeit der Sozialen Arbeit zu?

Die Soziale Arbeit soll die Auswirkungen der Tierindustrie nicht länger ignorieren, sondern als Teil ihres Aufgabenfeldes begreifen, gesellschaftliche Denkmuster hinterfragen und für gerechtere Bedingungen eintreten.

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Résumé des informations

Titre
Tierindustrie und soziale Gerechtigkeit. Auswirkungen auf Arbeitnehmer, die Lebensmittelverteilung und die soziale Arbeit
Université
University of Applied Sciences Potsdam
Note
2,0
Auteur
Daniel Suckrow (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
19
N° de catalogue
V1022348
ISBN (ebook)
9783346424136
ISBN (Livre)
9783346424143
Langue
allemand
mots-clé
soziale Gerechtigkeit Tierindustrie Klimawandel Soziale Arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Suckrow (Auteur), 2021, Tierindustrie und soziale Gerechtigkeit. Auswirkungen auf Arbeitnehmer, die Lebensmittelverteilung und die soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022348
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Extrait de  19  pages
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