Haushaltstheorie


Skript, 1997

23 Seiten


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3. Haushaltstheorie
3.1. Einkommensverwendungsplan
3.2. Grenznutzentheorie
3.3. Theorie der Wahlakte
3.3.1. Ableitung des Haushaltsgleichgewichts
3.3.2. Variation des Einkommens
3.3.3. Variation des Preises eines Gutes
3.4. Individuelle- und Gesamtnachfragekurve
3.5. Elastizität der Nachfrage
3.5.1. Einkommenselastizität
3.5.2. Preiselastizität
3.5.3. Kreuzpreiselastizität

3. Haushaltstheorie

Was steckt hinter der negativen Steigung der Nachfragefunktion bzw. hinter dem Grad der Steigung?

3.1. Einkommensverwendungsplan

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einwände:

- Nur wenige erstellen einen schriftlich fixierten Haushaltsplan.
- Es muß mit erwarteten Größen gerechnet werden.

Dieser Haushaltsplan ist bei Summenübereinstimmung rein formal im Gleichgewicht

(= Voraussetzung), jedoch muß auch das inhaltliche Gleichgewicht - die Realisierung des ökonomischen Prinzips - realisiert werden, d.h. Berücksichtigung der Opportunitäts- kosten.

Ausgangspunkte:

- Bedürfnisse (u)
- Einkommen (y) aus y = Q * P, wobei Q = Menge und P = Preise.
- Güter die sich aus der Bedürfnisstruktur ableiten lassen (pi)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

€Nutzen1 (N) soll hierbei mit Hilfe der Opportunitätskosten maximiert werden.

3.2. Grenznutzentheorie

Es gilt das Opportunitätskostenprinzip zu verwirklichen, d.h. unwichtigere Bedürfnisse dürfen nicht zu Lasten wichtigerer Bedürfnisse gehen.

Kategorienunterscheidung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Grenznutzenbetrachtung ist für ökonomische Entscheidungen wichtiger. Sie vergleicht zusätzliche Kosten mit zusätzlichen Nutzen.

Die Messung des Grenznutzen erfolgt mit Hilfe der Opportunitätskosten, d.h. ständige Überlegung ob ein bestimmter Konsum notwendig ist bzw. es keine bessere Verwendung gibt2. Da Nutzen eine subjektive Größe ist, muß jeder Einzelne die Opportunitätskosten abschätzen.

1. Gossen’sche Gesetz3

Mit fortschreitendem Konsum immer weiterer Einheiten des gleichen Gutes nimmt der Nutzen jeder weiteren Einheit ab, bis die Sättigung erreicht ist

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Grenznutzenfunktion ist prinzipiell abhängig von der Zeiteinheit der Periode. Hier liegt die Grenze bei xi = 5 (=Sättigungspunkt, Grenznutzen = 0), unter der Voraussetzung, daß das Gut nichts kosten bzw. wir vernünftig handeln.

Konsequenzen bei der Nutzenmaximierung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.Bei freien Gütern erfolgt die Aufnahme bis zum Erreichen der Sättigungsgrenze.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Bei öffentlichen Gütern (z.B.: Bildung, Autobahnen) wird ebenfalls die Sättigungsgrenze erreicht (Diskussion der Überlastung der Hochschulen, etc.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Bei knappen Gütern erreicht man die Sättigungsgrenze für gewöhnlich nicht; der Konsum bleibt im positiven Bereich der Grenznutzenfunktion da zusätzliche Einheiten etwas kosten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Merke: Mit jeder konsumierten Einheit verringert sich der Gebrauchswert !!!

2. Gossen’sches Gesetz4

4. Bei Güter mit verschiedene Verwendungsrichtungen wird der Grenznutzen ein Maximum, wenn das Gut so aufgeteilt wird, daß der Grenznutzen in allen Verwendungsrichtungen gleich groß ist.

Es steht zum Beispiel eine bestimmte Menge an Strom zur Verfügung, welche in verschiedene Verwendungsrichtungen aufgeteilt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5. Verallgemeinerung des 2. Gossen’schen Gesetzes

Bei mehreren Gütern gilt als „Basis“ das Geld, da es universell einsetzbar ist. Es stiftet zwar nur indirekten Nutzen jedoch kann man jedem Gut einen Preis zu- ordnen, d.h. der Grenznutzen des Geldes muß ausgeglichen werden sofern das

2. Gossen’sche Gesetz verwirklicht werden soll. Somit muß der Grenznutzen des Geldes in jeder Verwendungsrichtung gleich großen Nutzen bringen.

Beispiel: p1 = 1,00 DM (1l Diesel); p2 = 3,00 DM (Zigaretten)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grenznutzen verhalten sich zueinander wie die Preise der Güter. Somit muß hier jede Einheit des Gutes 1 den dreifachen Wert der (letzten) Einheit des Gutes 2 haben.

€Gleichgewichtsbedingung, d.h. jede zuletzt aufgewendete DM bringt den gleichen Grenznutzen.

ist die optimale Aufteilung und entspricht somit

dem größtmöglichen Gesamtnutzen

Einwand: Nutzen ist nicht auf einer metrischen Skala meßbar, d.h. nicht kardinal meßbar sondern eine oridinale Größe.

3.3. Theorie der Wahlakte Annahmen:

1. Es werden lediglich zwei Güter betrachtet. Diese beiden Güter haben eine bestimmte Nutzenfunktion, d.h. sie stiften gemeinschaftlichen Nutzen. Je höher die verbrauchte Menge eines Gutes desto höher der Gesamtnutzen.

- = f (m1, m2)

2. Die beiden Güter sind teilweise substituierbar, d.h. es besteht kein festes Mengenverhältnis und es wird auf kein Gut ganz verzichtet.

3. Das Einkommen ist gegeben und wird voll verbraucht, d.h. Sparen und Konsum anderer Güter wird ausgeschalten.

Einkommen (y) = Konsumsumme y = 1200

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten5

[...]


1 Nutzen: Befriedigung die ein Gut beim Konsum liefert. Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Rationales Verhalten

3 = Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen oder auch Sättingungsgesetz

4 Genußausgleichsgesetz bzw. Gesetz vom Ausgleich der Grenznutzen

5 unendlichviele, eine Indifferenzkurve beinhaltet alle Kombinationen die dem Haushalt den gleichen Nutzen bringen.

23 von 23 Seiten

Details

Titel
Haushaltstheorie
Autor
Jahr
1997
Seiten
23
Katalognummer
V102238
Dateigröße
396 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Sehr gutes Skript. Es hat mir geholfen zu bestehen.
Schlagworte
Haushaltstheorie
Arbeit zitieren
Marcus Hündgen (Autor), 1997, Haushaltstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102238

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