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Wie Politikjournalisten Fernsehinterviews mit AfD-Politikern führen

Titel: Wie Politikjournalisten Fernsehinterviews mit AfD-Politikern führen

Masterarbeit , 2021 , 166 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Ramona Lengert (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, empirische Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie Politikjournalist*innen Fernsehinterviews mit AfD-Politiker*innen führen (sollten). Durch die Aktualität des Themas und des somit kaum erforschten Forschungsstandes ergeben sich dabei einige Fragestellungen: Wie bereiten sich Politikjournalist*innen auf Fernsehinterviews mit AfD-Vertreter*innen vor? Gibt es Unterschiede in den Herangehensweisen der Politikjournalist*innen im Fernsehinterview mit Politiker*innen anderer Parteien? Führen Politikjournalist*innen ein Fernsehinterview mit AfD-Abgeordneten vor der Kamera anders als hinter der Kamera? Wie gehen sie dabei mit rechter Rhetorik und rechtspopulistischen Frames um? Wie reagieren sie auf Anfeindungen und Interviewabbrüche? Und worin genau liegen eigentlich die Schwierigkeiten bei einem AfD-Interview?

In Kapitel 1 werden zuerst die Problemstellung und Relevanz des Themas sowie die Zielsetzung und der Aufbau der Arbeit erläutert. Kapitel 2 definiert zunächst die entscheidenden Begrifflichkeiten. Es wird sich ausführlich mit den Begriffen Populismus und Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus beschäftigt. Kapitel 3 beleuchtet den aktuellen Forschungsstand. In Kapitel 4 wird die Partei Alternative für Deutschland vorgestellt. Nachdem ein kurzer geschichtlicher Rückblick der AfD geliefert wird, wird anhand von Beispielen erörtert, wofür die AfD steht und warum es sich dabei um eine rechtspopulistische, teils rechtsextremistische Partei handelt. Kapitel 5 gibt einen Überblick über die Bestandteile des politischen Fernsehinterviews. Hier werden die Vorbereitung, das Vorgespräch, das Interviewziel, die Interviewdramaturgie und die Interviewtechnik vorgestellt. Im letzten Unterkapitel werden außerdem Beispiele von AfD-Interviews herangezogen und analysiert. In Kapitel 6 wird zunächst die Forschungsfrage und Methodik erläutert. Es wird erklärt, wie die Untersuchung aufgebaut ist, die Experten vorgestellt und die Gestaltung des Leitfadens erörtert. In Kapitel 7 erfolgt dann die Durchführung und Auswertung der Ergebnisse. So wird zunächst die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse und das Kategoriensystem vorgestellt und ferner die Kernaussagen der Ergebnisse herausgearbeitet.

Den Schluss dieser Arbeit bildet Kapitel 8. Die Ergebnisse der Untersuchung werden diskutiert und ein Fazit gezogen. Des Weiteren wird ein Ausblick gegeben und weiterer Forschungsbedarf identifiziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Definitionen und Begriffe

2.1 Populismus und Rechtspopulismus

2.2 Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus

2.3 Abgrenzung Rechtspopulismus von Rechtsextremismus

2.4 Politikjournalismus und Politikjournalist*innen

2.5 Das politische Fernsehinterview

3 Forschungsstand

3.1 Selbstbild von Journalist*innen

3.2 Selbstbild von Politiker*innen

3.3 Die Beziehung zwischen Journalist*innen und Politiker*innen

3.4 Medien und die AfD

4 Alternative für Deutschland (AfD)

4.1 Geschichte

4.2 Die AfD zwischen rechtspopulistisch und rechtsextremistisch, demokratisch und verfassungswidrig

4.3 Die Kommunikationsstrategie der AfD

4.3.1 Framing-Ansatz

4.3.2 Die Rhetorik der Rechten

5 Das politische Fernsehinterview

5.1 Kunst oder Handwerk?

5.2 Vorbereitung und Recherche

5.3 Vorgespräch

5.4 Informationsziel

5.5 Interviewdramaturgie und Interviewtechnik

5.6 Interviews als emotionale Balanceakte

5.7 Die Rolle des*der Interviewer*in

5.8 Interviews mit AfD-Politiker*innen

6 Forschungsfrage, Vorgehensweise und Methodik

6.1 Aufbau der Untersuchung

6.2 Auswahl der Experten

6.3 Die Gestaltung des Interviewleitfadens

7 Durchführung und Auswertung der Ergebnisse

7.1 Qualitative Inhaltsanalyse

7.2 Kategoriensystem

7.3 Kernaussage der Ergebnisse

8 Schlussbetrachtung

8.1 Diskussion und Fazit

8.2 Ausblick und Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Politikjournalist*innen Fernsehinterviews mit Politiker*innen der Partei Alternative für Deutschland (AfD) führen und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen. Das primäre Ziel ist es, durch qualitative Experteninterviews empirische Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob und inwiefern sich die Interviewführung bei AfD-Vertreter*innen von der bei Politiker*innen anderer Parteien unterscheidet und welche Strategien im Umgang mit rechter Rhetorik und populistischen Frames angewendet werden.

  • Journalistisches Selbstbild im Kontext politischer Interviews
  • Kommunikationsstrategien der AfD und rechtspopulistisches Framing
  • Methodik der Interviewvorbereitung und Interviewdramaturgie
  • Umgang mit Anfeindungen, Provokationen und Interviewabbrüchen
  • Unterschiede zwischen Live-Interviews und aufgezeichneten Formaten

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Framing-Ansatz

Durch die Komplexität diverser Themen, wird schnell deutlich, dass oftmals bestimmte Faktoren hervorgehoben werden, die als wichtig erachtet werden und andere Aspekte weniger in den Vordergrund gestellt werden. Journalist*innen, Kommunikator*innen sowie Rezipient*innen haben jeweils einen eigenen Blickwinkel auf eine öffentliche Debatte. Diese Blickwinkel auf ein bestimmtes Thema, werden als Frames bezeichnet, und die Forschung, die sich damit beschäftigt, wird Framing-Forschung genannt (Matthes, 2014, S. 9). Framing bezieht sich also auf den aktiven Prozess des selektiven Hervorhebens von Informationen. Frames sind daher die Ergebnisse dieses Prozesses.

Nach Entman (1993) lassen sich vier Frame-Elemente unterscheiden: Problemdefinition, Ursachenzuschreibung, Lösungszuschreibung und Handlungsempfehlung sowie eine explizite Bewertung. Somit wird jeder öffentliche Diskurs zu einem Wettbewerb verschiedener Akteur*innen um den dominierenden Frame. Dies geschieht auf Ebene der Kommunikator*innen, der Medieninhalte und der Bevölkerungsmeinung. Somit ist der Framing-Ansatz ein zentraler Forschungsbereich in der politischen Kommunikationsforschung (Matthes, 2014, S. 10 – 12). Als Frame-Building wird der Einfluss von Kommunikator*innen auf die journalistischen Frames und damit die Medien-Frames bezeichnet. Dieser hat wiederum Einfluss auf die Rezipient*innen-Frames (Matthes, 2014, S. 18). Die Framing-Forschung hat ihren Ursprung in der Soziologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaft (Matthes, 2014, S. 24).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass rechtspopulistische Parteien wie die AfD den Journalismus vor neue Herausforderungen in der Interviewführung stellen.

2 Definitionen und Begriffe: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Populismus, Rechtsextremismus, Politikjournalismus und dem politischen Fernsehinterview erarbeitet.

3 Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet den aktuellen Kenntnisstand über die Rollenbilder von Journalisten und Politikern sowie die bisherige Berichterstattung über die AfD.

4 Alternative für Deutschland (AfD): Vorstellung der Partei, ihrer politischen Einordnung zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sowie ihrer Kommunikations- und Framing-Strategien.

5 Das politische Fernsehinterview: Erläuterung der handwerklichen Aspekte der Interviewführung, von der Vorbereitung bis hin zu Interviews mit AfD-Politikern.

6 Forschungsfrage, Vorgehensweise und Methodik: Erläuterung des Forschungsdesigns und der Durchführung leitfadenbasierter Experteninterviews.

7 Durchführung und Auswertung der Ergebnisse: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und Darstellung des Kategoriensystems sowie der zentralen Ergebnisse.

8 Schlussbetrachtung: Diskussion der Erkenntnisse, Zusammenfassung der Ergebnisse und Identifikation von weiterem Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Politikjournalismus, AfD, Fernsehinterview, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Framing, Rhetorik, Experteninterviews, Interviewführung, Inhaltsanalyse, Medienethik, politische Kommunikation, Strategie, Tabubruch, Berichterstattung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die journalistische Praxis im Umgang mit AfD-Politiker*innen in Fernsehinterviews und beleuchtet, welche besonderen Herausforderungen dabei auftreten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen journalistische Rollenbilder, die Kommunikationsstrategien der AfD (insbesondere Framing und Rhetorik), Techniken der Interviewführung sowie die spezifischen Bedingungen tagesaktueller politischer Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, empirisch zu erforschen, ob und wie Politikjournalist*innen ihre Herangehensweise bei AfD-Interviews anpassen und welche Strategien zur Neutralität und Wahrheitsfindung sich in der Praxis bewährt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, basierend auf leitfaden-basierten Experteninterviews mit Politikjournalist*innen und Medientrainern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Forschungsstand, AfD-Strategien) und eine empirische Analyse der Experteninterviews zu Vorbereitung, Interviewtechnik, Umgang mit Framing und Herausforderungen bei AfD-Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Politikjournalismus, AfD, Fernsehinterview, Rechtspopulismus, Framing, Rhetorik und qualitative Experteninterviews.

Inwiefern unterscheiden sich Interviews vor und hinter der Kamera?

Die Montage in gebauten Beiträgen (hinter der Kamera) erlaubt eine nachträgliche Einordnung von Aussagen, während Live-Interviews (vor der Kamera) eine sofortige, schlagfertige Reaktion erfordern, da keine nachträgliche redaktionelle Bearbeitung möglich ist.

Wie gehen Journalisten mit Provokationen und Interviewabbrüchen um?

Die Experten raten zu einer intensiven Vorbereitung, Sachkenntnis, mentaler Distanz (das Bild des "offenen Fensters") und dazu, sich nicht vom eigenen Interviewziel abbringen zu lassen.

Ende der Leseprobe aus 166 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie Politikjournalisten Fernsehinterviews mit AfD-Politikern führen
Hochschule
Hochschule Hannover  (Medien, Information und Design)
Note
1,8
Autor
Ramona Lengert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
166
Katalognummer
V1023002
ISBN (eBook)
9783346439734
ISBN (Buch)
9783346439741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fernsehinterviews Interviewführung AfD AfD-Politiker Poltikjournalismus Journalismus Fernsehjournalismus Interviews Rechtspopulismus Mit Rechten reden Politisches Interview
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ramona Lengert (Autor:in), 2021, Wie Politikjournalisten Fernsehinterviews mit AfD-Politikern führen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023002
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Leseprobe aus  166  Seiten
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