Implementierung von forschungsbasiertem Wissen in die Pflegepraxis


Bachelorarbeit, 2020

52 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Pflegerelevanz
1.2 Methodik

2. Begriffsdefinitionen
2.1 Pflegewissenschaft
2.2 Pflegeforschung
2.3 Implementierung
2.4 Forschungsanwendung
2.5 Evidenzbasierte Pflege

3. Entwicklung der Pflege

4. Gesetzliche Grundlagen
4.1 Sozialgesetzbuch
4.2 Pflegeberufegesetz

5. Die Anwendung von Forschung
5.1 Forschungsanwendung als Prozess
5.2 Die Rolle von Pflegenden in der Forschung

6. PARIHS-Framework (Promoting Action on Research Implementation in Health Services)
6.1 Entstehung und Entwicklung
6.2 Evidenz
6.2.1 Forschungsergebnisse
6.2.2 Professionelles Wissen und klinische Erfahrung aus der Praxis
6.2.3 Erfahrungen und Präferenzen der Patienten und ihren Angehörigen...
6.2.4 Kontextfaktoren
6.2.5 Zusammenfassung Evidenz
6.3 Kontext
6.3.1 Kultur
6.3.2 Leadership
6.3.3 Evaluation
6.3.4 Zusammenfassung Kontext
6.4 Faciliation
6.4.1 Ziel und Rolle
6.4.2 Fähigkeiten und Attribute
6.4.3 Zusammenfassung Faciliation

7. Ergebnisse der Studien
7.1 Evidenz
7.2 Kontext
7.2.1 Hinderliche Faktoren
7.2.1.1 Persönliche Faktoren
7.2.1.2 Bildung
7.2.1.3 Arbeitsumfeld
7.2.1.4 Zeit
7.2.2 Förderliche Faktoren
7.2.2.1 Ressourcen
7.2.2.2 Bildung
7.2.2.3 Administrative und organisatorische Unterstützung
7.2.2.4 Arbeitsumfeld
7.3 Begleitung
7.3.1 Begleiterrolle
7.3.2 Merkmale der Begleitung

8. Diskussion

9. Fazit

Literaturverzeichnis

Zusammenfassung

Hintergrund: Die Implementierung von forschungsbasiertem Wissen in die Pfle­gepraxis soll die Qualität der pflegerischen Versorgung erhöhen. Damit verbunden ist die Erwartung, positive Patientenergebnisse erzielen zu können. Obwohl ausrei­chend Evidenz vorhanden ist, wird nur ein kleiner Teil des Wissens tatsächlich in die Praxis integriert. Verschiedene Einflussfaktoren wirken sich fördernd oder hem­mend auf den Implementierungsprozess aus. Als Unterstützung bei einem Imple­mentierungsvorhaben kann das PARIHS-Framework herangezogen werden. Fragestellung: Welche Faktoren beeinflussen den Implementierungsprozess? Methodik: Der Literaturarbeit liegt eine ausführliche Literaturrecherche zugrunde. Die Literatursuche erfolgte sowohl in Bibliotheken der Universitäten Bremen und Oldenburg sowie in den englischsprachigen Datenbanken von PubMed, CINAHL und Cochrane Library. Die Ergebnisse der inkludierten Studien wurden zusammen­fassend dargestellt.

Ergebnisse: Hinderliche und förderliche Faktoren sind auf vielen Ebenen des Im­plementierungsprozesses festzustellen. Besonders bildungsbedingte Faktoren, die Sichtweisen von Pflegenden gegenüber Forschung und das Umfeld der Pflege wer­den als beeinflussend wahrgenommen. Die Forschungsanwendung stellt einen mehrdimensionalen Prozess dar, welcher sich durch PARIHS-Framework abbilden lässt.

Schlussfolgerungen: Einflussfaktoren müssen identifiziert werden, um passende Strategien zur Förderung oder zum Abbau entwickeln zu können. Die Veränderun­gen betreffen nicht nur das Setting, sondern auch das Pflegeverständnis. Das PA- RIHS-Framework veranschaulicht die Mehrdimensionalität des Implementierungs­prozesses, welche sich auch in den dargestellten Studien wiederspiegelt.

Abstract

Background: The implementation of research-based knowledge in nursing prac­tice is intended to increase the quality of nursing care. Associated with this is the expectation of being able to achieve positive patient results. Although there is suf­ficient evidence, only a small part of the knowledge is actually integrated into prac­tice. Various influencing factors have a supporting or inhibiting effect on the im­plementation process. The PARIHS framework can be used to support an imple­mentation project.

Question: Which factors influence the implementation process?

Methodology: The literature work is based on a detailed literature search. The lit­erature search was carried out in the libraries of the Universities of Bremen and Oldenburg as well as in the English-language databases of PubMed, CINAHL and Cochrane Library. The results of the included studies were presented in summary. Results: Enablers and barriers can be identified at many levels of the implementa­tion process. Education-related factors in particular, the views of nurses towards research and the nursing environment are perceived as influencing. The research application represents a multi-dimensional process that can be mapped by the PA- RIHS framework.

Conclusion: Influencing factors must be identified in order to be able to develop suitable strategies for extraction or mining. The changes affect not only the setting, but also the understanding of nursing. The PARIHS framework illustrates the mul­tidimensionality of the implementation process, which is also reflected in the stud­ies presented.

1. Einleitung

Die zunehmende Komplexität der Patientenversorgung, Ansprüche der Qualitätssi­cherung und die fortschreitende Akademisierung fordern eine pflegerische Versor­gungspraxis, welche auf einer wissenschaftlich begründeten Wissensbasis beruht und somit die beste verfügbare Evidenz abbildet. Als Wissens- und Informations­quelle der pflegerischen Tätigkeit dienen bisher weniger Informationen aus Fort­bildungen oder Ergebnisse aus der Pflegeforschung, sondern eigene Erfahrungen oder Gespräche unter Kollegen (Köpke/Meyer 2013, S. 60). Der Wunsch die klini­sche Versorgung zu verbessern und besonders patientenrelevante Ergebnisse posi­tiv zu beeinflussen, fußt somit in einer Pflegepraxis, welche die Pflegeforschung und die damit einhergehende Anwendung von Forschungsergebnissen als integra­len Teil ihrer selbst versteht. Die Grundvoraussetzung hierfür stellt die erfolgreiche Implementierung von forschungsbasiertem Wissen in die Pflegepraxis dar. Dieser mehrdimensionale Prozess birgt jedoch zahlreiche Barrieren, die es zu überwinden gilt, um den Transfer von Wissen zu erleichtern und förderliche Faktoren hervor­zuheben und diese somit bewusst einsetzen zu können. Das PARIHS-Framework kann bei einem Implementierungsvorhaben als theoretischer Rahmen dienen, in­dem in einem konzeptuellen Mapping Schlüsselfaktoren benannt worden sind, wel­che Einfluss auf die Implementierung nehmen. Die drei Dimensionen „Evidenz“, „Kontext“ und „Faciliation“ stehen in Beziehung zueinander und besitzen jeweils weitere Subdimensionen. Eine erfolgreiche Implementierung wissenschaftlicher Erkenntnisse stellt einen wichtigen Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen und wirksamen Pflege dar (Eberhardt 2014, S. 213).

Die nachfolgende Arbeit behandelt das Thema „Implementierung von forschungs­basiertem Wissen in die Pflegepraxis“ und intendiert die Frage, welche Faktoren Einfluss auf die Implementierung von forschungsbasiertem Wissen in die Pflege­praxis nehmen. Das PARIHS-Framework nennt mögliche Schlüsselfaktoren, wel­che für eine erfolgreiche Implementierung von Bedeutung sind.

Einleitend werden zunächst die pflegerische Relevanz der Thematik sowie das me­thodische Vorgehen fokussiert. Folgend werden für das Verständnis relevante Be- grifflichkeiten anhand kurzer Definitionen dargelegt, um ein adäquates Verständnis für diese Thematik sicherzustellen. Die Entwicklung der Pflege mit dem Fokus der Akademisierung wird nachfolgend anhand eines kurzen geschichtlichen Exkurses beschrieben. Im Anschluss werden gesetzliche Regelungen skizziert, welche vor­schreiben, forschungsbasiertes Wissen in den Pflegealltag zu integrieren, um posi­tive Pflegeergebnisse zu erzielen. Da Pflegende eine zentrale Rolle im Forschungs­prozess einnehmen, wird - neben der Darstellung der Forschungsanwendung als Prozess - die Rolle der Pflegenden in der Forschung beschrieben.

Den Hauptteil der Arbeit bildet zunächst die ausführliche Beschreibung des PA- RIHS- Frameworks - welcher als theoretischer Rahmen dienen soll - mit seinen Dimensionen „Evidenz“, „Kontext“ und „Faciliation“ und den dazugehörigen Sub­dimensionen. Anschließend werden die Ergebnisse der ausgewählten Studien an­hand der drei Dimensionen sortiert und vorgestellt.

In der darauffolgenden Diskussion werden die dargelegten Ergebnisse bewertet, eingeordnet und reflektiert. Den Schlussteil bildet ein Fazit, in welchem die Ergeb­nisse zusammenfassend dargestellt werden.

1.1 Pflegerelevanz

Die pflegerische Relevanz des Themas ergibt sich aus der Frage, warum Pflegende das Handeln ihrer pflegerischen Versorgungspraxis - trotz zur Verfügung stehender Evidenz - zumeist nur auf einer Wissensquelle (z.B. Wissen aus Erfahrung) begründen. Lediglich ein geringer Anteil des forschungsbasierten Wissens findet tatsächlichen Eingang in den Pflegealltag (Duncombe 2018; S. 1216ff.). Infolgedessen gilt es, sowohl förderliche als auch hinderliche Faktoren zu identifizieren, welche Einfluss auf den Implementierungsprozess nehmen.

Eine Pflegepraxis, die auf den neusten wissenschaftlichen Quellen beruht, wird mit einer erhöhten Qualität der Pflege in Verbindung gebracht. Durch die Umsetzung von Forschungsergebnissen, sollen Patienten die beste verfügare Versorgung erhalten und nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen gepflegt werden (Eberhardt 2014, S. 213). Aus der Implementierung von forschungsbasiertem Wissen resultieren jedoch nicht nur klinische Veränderungen. Auch das Berufsbild sowie das Rollenverständnis müssen sich einem Wandel unterziehen (Brandenburg 2018, S. 329)

1.2 Methodik

Um die Forschungsfrage adäquat evaluieren zu können, wurde als Methode und Forschungsgrundlage eine Literaturarbeit gewählt. Für einen ersten Überblick wurde mittels des Schneeballsystems in verschiedener Grundlagenliteratur nach weiterführender, spezifischer Literatur gesucht. Die Literatursuche erfolgte sowohl per Handsuche in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen und der Universi­tätsbibliothek Oldenburg, als auch online in den Fachdatenbänken PubMed/ Med­line, CINAHL und Cochrane Library. In den englischsprachigen Datenbanken wurde mithilfe der folgenden Wörter recherchiert: „implementation“, „research utilization“, „barriers“, „enablers“, „PARIHS framework“, „knowledge“, „nursing practice“, „research based“, „innovation“. Bei ausgewählten Suchbegriffen wurden mithilfe von Trunkierungen (*) unterschiedliche grammatikalische Formen und En­dungen eines Wortstamms in die Literatursuche eingebunden. Die Bool’schen Ope­ratoren „OR“ sowie „AND“ wurden genutzt, um mehrere Suchbegriffe miteinander zu kombinieren. Der Einsatz von MeSH-Terms (Medical Subject Headings) inner­halb der Datenbank PubMed erweiterte dazu die Literaturrecherche.

Um die Ergebnisliste einzugrenzen, wurden Limitierungen gesetzt. Es wurde ledig­lich Literatur in englischer und deutscher Sprache inkludiert. Weiterhin wurde das Erscheinungsjahr der Studien auf die letzten zehn Jahre eingegrenzt. Ausgeschlos­sen bei der Suche wurden Reviews, um auf Primärliteratur zurückgreifen zu kön­nen.

Insgesamt wurden zwölf Studien für die Analyse der Faktoren, die Einfluss auf eine Implementierung nehmen, berücksichtigt. Das adäquate Darstellen weiterer Sicht­weisen und Meinungen aus anderen Studien bezüglich der Einflüsse wäre im Rah­men dieser Arbeit nicht möglich gewesen wäre. Es wurden Studien ausgewählt, welche nach den allgemeinen Kriterien zur Beurteilung von Forschungsstudien nach Brandenburg et al. (2018, 265f.) als geeignet eingeschätzt wurden, um den Forschungsgegenstand abzubilden. Weiterhin wurden Studien mit unterschiedli­chen Studiencharakteristika gewählt, um diese, aufgrund der höheren Generalisier- barkeit, mit den im PARIHS-Framework beschriebenen Schlüsselfaktoren verglei­chen zu können.

2. Begriffsdefinitionen

Zum Verständnis der Zusammenhänge und um Verwechselungen der Begrifflich- keiten zu vermeiden, werden nachfolgend relevante Termini kurz beschrieben und differenziert.

2.1 Pflegewissenschaft

„Pflegewissenschaft ist die Wissenschaft, deren Interessenbereich das Handlungs­feld Pflege ist“ (Mayer 2014, S. 26). Gegenstand und Mittelpunkt pflegewissen­schaftlicher Betrachtungen sind die Person und ihre Biographie, die Umwelt, das Wohlbefinden, als erweiterter Begriff für Gesundheit, und das pflegerische Han­deln (ebd., S. 27f.). Als Aufgaben der Pflegewissenschaft lassen sich die Samm­lung, Ordnung, Überprüfung und Generierung des pflegerischen Wissens zusam­menfassen (Panfil 2018, S. 32ff.).

2.2 Pflegeforschung

Pflegeforschung charakterisiert sich als ein Instrument der Pflegewissenschaft, um auf dem Gebiet des Gesundheitswesens pflegerelevante Theorien zu überprüfen, Fragestellungen aus der Praxis aufzugreifen und zu beantworten. Zudem schafft die Pflegeforschung Grundlagen, welche für die Entwicklung neuer Theorien dienen. Ein weiteres zentrales Element und Ziel der Pflegeforschung besteht in der Ver­mehrung von pflegerelevantem Wissen, welches benötigt wird, um die Pflege bes­ser und effektiver planen zu können (Mayer 2014, S. 33ff.).

2.3 Implementierung

Im Zusammenhang mit der Implementierung sind zum besseren Verständnis eben­falls die Begriffe der „Diffusion“ sowie der „Dissemination“ zu nennen.

Ist im Allgemeinen von der Implementierungspraxis die Rede, ist darunter „jede Form der Überführung einer Neuerung in die konkrete praktische Anwendung“ (Hoben et al. 2016, S. 34) zu verstehen. Folgend werden dann die Begriffe „Diffu­sion“, „Dissemination“ sowie „Implementierung“ unterschieden.

Unter der „Diffusion“ im Implementierungskontext ist die Verbreitung von Wissen zu verstehen, welche nicht zielgerichtet oder gesteuert ist. Diese passive Ausbrei­tung des neuen Wissens ist durch die natürliche, nicht unterstützte Annahme der PraktikerInnnen gekennzeichnet. Bei der „Dissemination“ hingegen handelt es sich um ein aktiveres und geplantes Vorgehen. Die Übermittlung von Informationen und Wissen ist hierbei zielgerichtet und soll zur Verbesserung von Kenntnissen und Fä­higkeiten führen (Davis/Taylor-Vaisey 1997, S. 410).

Die Implementierung stellt den aktivsten und umfassendsten Ansatz dar, neues Wissen in die Praxis zu überführen. Das Wissen über hinderliche und förderliche Faktoren und der Einsatz einer geeigneten Implementierungsstrategie sind notwen­dig, um in einem systematischen Prozess z.B. Interventionen in ein pflegerisches Setting, implementieren zu können (ebd.; Hoben et al. 2016, S. 34f.).

2.4 Forschungsanwendung

Forschungsanwendung („Research Utilization“) wird in dieser Arbeit mit dem Be­griff der Implementierung und dem verbundenen Prozess gleichgesetzt, da in der Literatur unter der Forschungsanwendung folgendes Verständnis vorliegt: „den Prozess der Implementation wissenschaftlicher oder forschungsgenerierter Er­kenntnisse in die Praxis“ (Mayer 2004, S. 70). Etwas detaillierter wird Forschungs­anwendung nach LoBiondo-Wood und Haber (2005, S. 7f.) beschrieben, als wis­senschaftlich fundierte und durch Forschung gefundene neue Erkenntnis, welche systematisch in die praktische Pflege zu integrieren ist. Eine Pflegepraxis, welche sich an der Forschung orientiert, gilt dabei als Ziel (ebd.).

2.5 Evidenzbasierte Pflege

Eine evidenzbasierte Pflege setzt die Integration der besten verfügbaren und aktu­ellsten wissenschaftlichen Belege in die Pflegepraxis voraus (Marquardt 2013, S.15). Die aus der Pflegeforschung herangezogenen Erkenntnisse in Verbindung mit der klinischen Expertise sowie den vorhandenen Ressourcen führen zu einer evidenzbasierten Pflegepraxis, welche auf die soziodemographischen Veränderun­gen und neuen Herausforderungen für die Pflege reagiert (Huckle 2015, S. 8). Men­schen sollen - auf der Grundlage der bestmöglichen Beweise - eine adäquate pfle­gerische Versorgung erhalten. Nach Rycroft-Malone et al. (2004, S. 82ff.) ist dies­bezüglich eine gewissenhafte und explizite Verwendung der aktuell besten Er­kenntnisse für die Versorgung von Individuen die Voraussetzung.

3. Entwicklung der Pflege

Die Krankenpflege im 19. Jahrhundert charakterisiert sich durch verschiedenste Einflussgrößen, welche eng mit dem gesellschaftlichen Wandel verbunden sind und das heutige Berufsbild zum Teil noch immer prägen. Zunächst führten die mit der Industrialisierung einhergehenden Prozesse zur steigenden Nachfrage von Kran­kenpflegepersonal. Die Landflucht und das daraus resultierende Bevölkerungs­wachstum in den Städten sowie die damaligen Kriege und die Versorgung der Ver­wundeten verursachten einen enormen Bedarf an Pflegenden. Große öffentliche als auch kirchliche Krankenanstalten wurden gegründet, die Ordenskrankenpflege und das Lohnwartsystem wurden abgelöst. Die Übernahme christlich-kirchlicher Wer­torientierungen hatte besonderen Einfluss auf die Krankenpflege. Demut, Unterord­nung und das selbstlose Dienen waren eng mit dem damaligen Verständnis einer Krankenpflege verknüpft und führten zu einem Selbstverständnis, dass die Pflege am Kranken stets aus religiöser Motivierung geschieht. Erst im 20. Jahrhundert ge­lang die Säkularisierung (Bischoff-Wanner 2002, S. 15ff.).

Gleichermaßen prägend für das 19. Jahrhundert war die Übertragung der bürgerli­chen Frauenrolle auf die Krankenpflege. Nach Bischoff (1982, S. 21) war ein be­deutsamer Grund, dass bestimmte Merkmale der damaligen Frauenrolle, wie die Forderung nach Entsagung und die Selbstlosigkeit, vollkommen mit dem Idealbild einer Krankenschwester übereinstimmten. Weitere Einflussgrößen waren die Un­terordnung der Krankenpflege unter der Medizin und die Organisation der Pflege durch die Interessen der Träger und Verbände. Durch diese Einflüsse war es der damaligen Krankenpflege lange Zeit nicht möglich, sich selbstbestimmt und eigen­ständig weiterzuentwickeln (Bischoff-Wanner 2002, S. 15ff.).

Das Ende des 19. Jahrhundert markierte die Strukturierung und öffentliche Aner­kennung der „freien Pflege“ sowie die Entwicklung der pflegeberuflichen Bildung (Bollinger/Grewe 2002, S. 45). Im Jahr 1906 beschloss der Bundesrat die erste staatliche Ordnung durch die „Vorschriften über die staatliche Prüfung von Kran­kenpflegepersonen“. Das erste amtliche Krankenpflegelehrbuch, welches von Ärz­ten verfasst worden ist, erschien drei Jahre später im Jahr 1909 (Wittneben 2003, S. 22). Die 1938/1939 entstandenen reichseinheitlichen Ausbildungsbestimmungen regelten die Krankenpflegeausbildung in Deutschland bis zur ersten bundeseinheitlichen Regelung zur Ausübung der Krankenpflege im Jahre 1957. Ge­setzlich geschützt wurde die Ausübung der Krankenpflege jedoch weiterhin nicht. Der Beruf sollte für untere Bildungsschichten attraktiv sein, wodurch das Zulas­sungsniveau niedrig gehalten wurde. Ein Abschluss der Volksschule war für die weiterhin überwiegend praktisch ausgelegte Ausbildung Voraussetzung. Die Fest­legung der Lehrgangsdauer auf drei Jahre mit mindestens 1200 Stunden und einem Realschulabschluss als Zugangsvoraussetzung wurde im Jahr 1966 in einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung festgelegt. Der Versuch, die Krankenpfle­geausbildung in eine berufliche Ausbildung umzusetzen, blieb in den 1950er- und 1960er Jahren jedoch erfolglos. Die Ausbildung in der Krankenpflege unterlag nicht dem Berufsbildungsgesetz und war zudem nicht im Rahmen des dualen Sys­tems der Berufsausbildung eingebettet. Ebenso hatten Krankenpflegeschulen einen Sonderstatus inne und Unterrichtskräfte mussten keinen Lehramtsbezug nachwei­sen (Moses 2015, S. 14ff.). Das Folgegesetz von 1985 (KrPfG) beinhaltete zwar erstmals ein Ausbildungsziel für die Krankenpflege sowie für die Krankenpflege­hilfe, jedoch war die professionelle Pflege nicht verbindlich definiert. Zudem konnte weder ein Berufsbild, noch eine berufliche Fachrichtung aus den Zielen ab­geleitet werden (Mischo-Kelling 1995, S. 207ff.). Seit dem zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1980er Jahre gab es insgesamt fünf Versuche, die Krankenpflege in den tertiären Bildungsbereich einzubringen (z.B. Weiterbildungsstudiengang) (Grau- han 1989, S. 9ff).

Die Forderungen nach einer Akademisierung der Pflege sind bereits ab 1980 wahr­zunehmen, die Debatte um den „Pflegenotstand“ Ende der 1980er Jahre verstärkt jedoch das öffentliche und politische Interesse und führt zu weiteren Entwicklun­gen, um das pflegerische Tätigkeitsspektrum zu akademisieren (Kälble 2013, S. 1129). Um eine Akademisierung stärker zu forcieren, war ebenfalls eine organi­sierte und strukturierte Pflegeforschung vonnöten. Wegweisend waren in diesem Bereich die Agnes-Karll Stiftung, die Veröffentlichungen erster Forschungsergeb­nisse in der „Deutschen Krankenpflegezeitschrift“ sowie der Deutsche Verein zur Förderung der Pflegewissenschaft und -forschung (DV Pflegewissenschaft).

Weiterhin förderlich für die Pflegeforschung war ein finanziertes Forschungsvor­haben - unter der Leitung von Monika Krohwinkel - vom Bundesministerium für Jugend, Frauen, Familie und Gesundheit von 1988 bis 1991 (Moses 2015, S. 47ff.). Neben dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) setzt sich auch die Robert-Bosch-Stiftung für eine akademische Ausbildung ein, um das Qualitätsni­veau der Pflege langfristig anheben und gleichzeitig sichern zu können und somit im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Denkschrift „Pflege braucht Eliten“, veröffentlicht im Jahr 1992 auf einem Symposium in Bonn, ver­leiht den Diskussionen um die Akademisierung und Professionalisierung der Pflege in Deutschland neuen Antrieb und führt zu weiteren Auseinandersetzungen rund um das Thema akademisch qualifizierter Pflege (ebd., S. 85f). Bis 1999 entstanden rund 50 strukturierte heterogene Studiengänge an Fachhochschulen und Universi­täten (Kälble 2013, S. 1129). Der erste Regelstudiengang der Pflegewissenschaft wurde 1991 an der Fachhochschule Osnabrück eingeführt (Bartholomeyczik 2013, S. 65).

Die durch den demographischen Wandel einhergehenden epidemiologischen Ver­änderungen, die Ansprüche an die Qualität der Versorgung und die Fortschritte der Medizin, welche die Komplexität des Versorgungsauftrages erhöhen, sind ebenso Auslöser für die im gesundheitsbezogenen Bildungsdiskurs geführten Debatten, um die Anhebung der Ausbildung auf Hochschulniveau und die damit verbundene wis­senschaftliche Fundierung des Berufsbildes. Weiterhin sind der bestehende Fach­kräftemangel, die begrenzten finanziellen Ressourcen und der Anspruch an eine effiziente und effektive Gesundheitsversorgung als Gründe für Veränderungsbe- darfe in den Gesundheitsberufen zu benennen (Kälble 2013, S. 1127). Diese Ent­wicklungsdynamiken führen zu neuen und veränderten Handlungs- und Aufgaben­feldern in der Pflege und erfordern besonders in Bereichen der Gesundheitsförde­rung, Rehabilitation und der Beratung pflegerische Dienstleistungen. Als Konse­quenz zeigt sich ein erhöhter Bedarf an professionellen Pflegeleistungen, ein erwei­tertes Kompetenzprofil der Pflege und das Erfordern eines hohen Qualitätsstan­dards der Ausbildung (Görres 2008, S. 447ff.).

Bis ins Jahr 2019 differenziert sich die dreijährige Ausbildung in den Pflegefach­berufen in die Gesundheits-und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie in die Altenpflege. Geregelt werden diese nicht durch das Berufsbildungsgesetz (BBiG), sondern durch das Kranken- und Altenpflegege­setz sowie die dazu erlassenen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen. 2100 Theo­rie- und 2500 Praxisstunden sind in der Ausbildung zu leisten und werden überwie­gend in Theorie- und Praxisblöcken abwechselnd erteilt. Eine staatliche Prüfung schließt die Ausbildung ab, wodurch den Auszubildenden die Erlaubnis zur Füh­rung der Berufsbezeichnung erteilt wird. Welche Tätigkeiten mit den jeweiligen Berufsabschlüssen verbunden sind, ist in Deutschland nicht geschützt, wodurch keine Tätigkeiten einzig der Pflege vorbehalten sind (Kälble/Pundt 2016, S. 39f). Durch das im Juli 2017 verabschiedete und am 1. Januar 2020 in Kraft getretene Pflegeberufegesetz (PflBG) werden die bisher differenzierten Ausbildungen in ei­ner generalistischen Ausbildung zusammengefasst: „Die zukünftigen Pflegefach- frauen/-männer sollen in der Lage sein, die Pflege von Menschen aller Altersstufen selbstständig, umfassend und prozessorientiert zu übernehmen, die vorbehaltenen Tätigkeiten souverän beherrschen und als wichtigen Schritt der Professionalisie- rung in ihr berufliches Selbstverständnis integrieren. “ (Hatziliadis 2019, S.158). Wird von den Auszubildenden der Schwerpunkt auf die Versorgung von Kindern und Jugendlichen oder auf die Pflege alter Menschen gelegt, können sie einen ge­sonderten Abschluss in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder der Alten­pflege erwerben. Anzumerken ist, dass erstmals dem Pflegebereich vorbehaltene berufliche Tätigkeiten im Gesetz geregelt sind und die neue generalistische Pflege­ausbildung automatisch in anderen EU-Mitgliedsstaaten anerkannt wird (Bundes­gesundheitsministerium 2018, PfBG). Weiterhin wird im Pflegeberufegesetz erst­malig ein primärqualifizierendes Studium geregelt, welches als Zugang zum Beruf der Pflegefachperson dient. Die hochschulische Ausbildung beinhaltet einen zu­sätzlichen Kompetenzerwerb, welcher beispielsweise die Qualifikation zur Wis­sensvermittlung, die pflegewissenschaftliche Begründung pflegerischen Handelns, das Erschließen und Anwenden von empirisch gesichertem Wissen und eine wis­senschaftsmethodische Fundierung vorsieht (Korporal et al. 2020, S. 50ff.). Durch die Wissenschaftlichkeit der hochschulischen Ausbildung soll eine empirische Handlungssicherheit erlangt werden, welche „die Rezeption und Implementation von Ergebnissen der Forschung (...) wie auch die alltagsnahe Beurteilung ihrer Wirkungen im Pflegeprozess“ (ebd., S. 53) beinhaltet.

Aus der anfänglichen Konzentration der Pflegestudiengänge auf Bereiche der Pä­dagogik, des Managements oder der Wissenschaft, sind mittlerweile zahlreiche Stu­diengänge mit Pflegebezug an verschiedenen Studienstandorten - sowohl an Fach­hochschulen als auch Universitäten - entstanden (Heitmann/Reuter 2019, S. 59). Im Wintersemester 2019/2020 gab es in Deutschland 144 pflegebezogene Studien­gänge an insgesamt 63 Hochschulen und an drei Fernhochschulen. Neben den Pri­märqualifizierenden Studiengängen, in welchen die Studierenden für eine unmittel­bare Tätigkeit am Patienten ausgebildet werden, existieren ausbildungsintegrierte Studiengänge sowie die Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Pfle­gewissenschaft, Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflege. Das Angebot an Bachelorstudiengängen ist im Vergleich zu den Masterstudiengängen dabei erheb­lich höher (ebd., S. 59ff.). Nationale Evaluationsstudien haben belegt, dass eine hochschulische Erstausbildung die wissenschaftsorientierten Kompetenzen der Studierenden verstärkt (Darmann-Finck/Reuschenbach 2018, S. 163). Die sinn­volle Implementierung von hochschulisch qualifizierten Pflegefachpersonen befin­det sich in Deutschland hingegen noch am Anfang (ebd., S. 167).

Bildungspolitisch unumstritten ist die Notwendigkeit einer akademischen Qualifi­zierung für Lehrende in der Aus-, Fort- und Weiterbildung und die wissenschaftli­che Fundierung der Lehrerausbildung. Das neue Pflegeberufegesetz legt fest, dass im Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze fachlich und pädagogisch qualifi­zierte Lehrende „mit entsprechender, insbesondere pflegepädagogischer, abge­schlossener Hochschulausbildung auf Master- oder vergleichbarem Niveau für die Durchführung des theoretischen Unterrichts sowie mit entsprechender, insbeson­dere pflegepädagogischer, abgeschlossener Hochschulausbildung für die Durch­führung des praktischen Unterrichts“ (Bundesgesundheitsministerium 2018, PfBG) zu stellen sind.

4. Gesetzliche Grundlagen

Die Implementierung von forschungsbasiertem Wissen folgt nicht nur, dem Wunsch nach einer auf wissenschaftlich Erkenntnissen beruhenden Pflegepraxis, sondern auch gesetzlichen Regelungen. Im Folgenden werden diese kurz wieder­gegeben.

4.1 Sozialgesetzbuch

Im fünften Buch des Sozialgesetzbuches sind die Verpflichtungen der Gesetzlichen Krankenversicherung zu finden. Dort heißt es: „Die Leistungserbringer sind zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistun­gen verpflichtet. Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftli­chen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden. “ (SGB V, § 135a Verpflichtung der Leistungserbringer zur Qualitätssiche­rung).

Dieser kurze Auszug macht deutlich, dass Krankenhäuser einer gesetzlichen Pflicht unterliegen, die Qualität ihrer Leistungen auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterzuentwickeln. Da die Versorgungspraxis sowie die Pflege­handlungen in einer fachlichen Qualität erbracht werden sollen, müssen die Leis­tungserbringer die nötigen Voraussetzungen hierfür schaffen.

4.2 Pflegeberufegesetz

Das neue Pflegeberufegesetz, welches am 01.01.2020 in Kraft getreten ist, definiert innerhalb des Ausbildungsziels für die berufliche Pflegeausbildung folgendes: „Le­benslanges Lernen wird dabei als ein Prozess der eigenen beruflichen Biographie verstanden und die fortlaufende persönliche und fachliche Weiterentwicklung als notwendig anerkannt.“ (Pflegeberufegesetz §5, S. 2583).

Das erweiterte Ausbildungsziel für die hochschulische Ausbildung zur Pflegefach­frau oder zum Pflegefachmann soll dazu befähigen, „sich Forschungsgebiete der professionellen Pflege auf dem neuesten Stand der gesicherten Erkenntnisse er­schließen und forschungsgestützte Problemlösungen wie auch neue Technologien in das berufliche Handeln übertragen zu können sowie berufsbezogene Fort- und Weiterbildungsbedarfe zu erkennen“. (ebd., § 37, S. 2593f). Weiterhin sollen sich die Auszubildenden kritisch-reflexiv und analytisch mit dem Wissen auseinandersetzen, um innovative Lösungsansätze auf wissenschaftlicher Basis entwickeln und implementieren zu können (ebd.).

5. Die Anwendung von Forschung

Das Identifizieren von Einflussfaktoren stellt nur einen Teil des Implementierungs­vorhaben dar. Für einen Überblick wird nachfolgend der Implementierungsprozess als Ganzes dargestellt. Weiterhin wird auf die Rolle der Pflegenden in der For­schung Bezug genommen.

5.1 Forschungsanwendung als Prozess

Damit Forschungsergebnisse Eingang in die pflegerische Versorgungspraxis finden und zur Qualität des pflegerischen Handelns beitragen können, müssen sie zunächst veröffentlicht werden. Dieser erste Schritt der „Dissemination“ von Forschungser­gebnissen liegt in der Pflicht und Verantwortung der ForscherInnen, denn nur wenn die Ergebnisse publiziert und zugänglich gemacht werden, haben Pflegende die Möglichkeit, dieses Wissen in ihre pflegerische Praxis zu integrieren. Jedoch führt das Vorliegen von Ergebnissen aus der Pflegeforschung nicht zur automatischen Umsetzung dieser in die tägliche Praxis, sondern bedarf einer systematischen Pla­nung und effektiven Strategien (Mayer 2014, S. 193f.).

Um einen adäquaten Überblick über den Prozess der Forschungsanwendung zu er­langen, lässt sich dieser in fünf Phasen einteilen. Am Anfang steht die Identifikation des Problems sowie die daraus resultierende klinische Frage (Phase 1), wenn Pfle­gende zum Beispiel bei ihrer Arbeit auf ein Problem stoßen und nach einer geeig­neten Lösung suchen. Der Prozess der Forschungsanwendung kann jedoch ebenso beginnen, wenn Pflegende auf interessante Forschungsergebnisse aufmerksam wer­den, welche sie anschließend in die Praxis integrieren wollen. Die zweite Phase beinhaltet die ausführliche Recherche und kritische Analyse der Ergebnisse. Be­sonders die wissenschaftliche Qualität der Forschungsarbeiten und die klinische Relevanz der Ergebnisse sind hierbei von Bedeutung. In der Planungsphase (Phase 3) wird zunächst das Implementationspotenzial der Studienergebnisse betrachtet. Hierbei werden mögliche Barrieren für die Implementierung ermittelt, die allge­meine Übertragbarkeit der Ergebnisse diskutiert und das Kosten-Nutzen-Verhältnis abgewogen. Folgend wird in der vierten Phase die Neuerung im Praxisfeld erprobt und anschließend überprüft ob die gewünschten Ziele erreicht worden sind. Bei der Evaluation von Vor-und Nachteilen muss die Sichtweise der Patienten berücksich­tigt werden. Die fünfte Phase stellt die letztliche Einführung der Neuerung in die Praxis dar. Es gilt nun, Strategien zur Erhaltung zu entwickeln, damit sich die In­novation im Pflegealltag durchsetzen kann. Der Prozess der Forschungsanwendung kann dann von neuem beginnen (ebd., S. 194ff.; Mayer 2015, S. 389ff.).

5.2 Die Rolle von Pflegenden in der Forschung

Pflegende nehmen im Pflegeforschungsprozess eine wichtige Rolle ein. Sie können an unterschiedlichen Ebenen der Pflegeforschung beteiligt sein und somit verschie­dene Ziele verfolgen.

Die Durchführung von Forschung, die Mitarbeit an Forschungsprojekten oder die Leitung und Koordinierung von Forschungsstellen und Forschungsarbeiten bedarf einer umfassenden wissenschaftlichen Ausbildung. Nach Bartolomeyczik und Mül­ler (1997, S. 5) sollte diese nur von einem kleinen Teil der Pflegenden betrieben werden. Die Rolle und Aufgabe der Pflegenden sieht Mayer (2014, S. 50ff.) eben­falls nicht vorwiegend in der Forschung, sondern in der Nutzung von Forschungs­ergebnissen für die eigene Tätigkeit. Für die Forschungsanwendung benötigen Pfle­gende ein fundiertes Grundlagenwissen, um Pflegeforschung als einen integralen Teil ihrer Praxis zu verstehen (Mayer 2015, S.55ff.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten

Details

Titel
Implementierung von forschungsbasiertem Wissen in die Pflegepraxis
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
52
Katalognummer
V1023174
ISBN (eBook)
9783346420275
ISBN (Buch)
9783346420282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hinderliche Faktoren, Förderliche Faktoren, PARIHS Framework
Arbeit zitieren
Laura Dinklage (Autor), 2020, Implementierung von forschungsbasiertem Wissen in die Pflegepraxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023174

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