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Für die Liebe braucht man weder Schuhe noch Strümpfe. Der erotische Diskurs im Film "BARFUSS"

Titel: Für die Liebe braucht man weder Schuhe noch Strümpfe. Der erotische Diskurs im Film "BARFUSS"

Hausarbeit , 2012 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anja Keller (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Liebesthematik, dem erotischen Diskurs im Film BARFUSS. Dazu werden die einzelnen, im Film vorhandenen Beziehungsmodelle unter Einbeziehung von emotionalen, sozialen und körperlichen Aspekten der Liebe ins Visier genommen und auf bedeutsame Motive und mögliche Motivationen überprüft.

Was würde man auf die Frage „Wie weit gehst Du, wenn Du verliebt bist?“ antworten? Bis ans Ende der Welt? Bis zum Mond und zurück? Oder noch viel weiter? Doch eigentlich erfragt man damit keine ernsthafte Angabe einer Entfernung, sondern viel eher, welche Hindernisse man im Namen der Liebe bereit ist zu überwinden, welche Regeln man bereit ist zu brechen für dieses romantische Gefühl von tiefer Zuneigung. Gemäß der gleichlautenden Tagline verspricht der 2005 veröffentlichte Film BARFUSS dieser Frage auf den Grund zu gehen. Denn die dort im Vordergrund stehende Geschichte erzählt von einer Reise, die nicht nur von München nach Hamburg geht, sondern auch als Reifeprozess zu verstehen ist, in dem zwei Menschen lernen sowohl ihren Platz in der Gesellschaft zu finden als auch für ihre Gefühle einzustehen. Und dass diese Reise, dieser Weg nicht einfach ist, birgt bereits die Bedeutung der titelgebenden „Barfüßigkeit“ in sich. Denn einen Weg, den man mit nackten Füßen geht, spürt man mit jedem Schritt. Vielleicht ist es eine schmerzhafte Erfahrung, aber in jedem Fall eine intensive.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - „Wie weit gehst Du, wenn Du verliebt bist?“

2. Nicks Beziehungen zu Frauen

2.1. Nick und Janine – eine gescheiterte Liebe

2.2. Nick und Sarah – eine sexuelle Begegnung ohne Verbindlichkeiten

2.3. Nick und Leila – echte Liebe?

3. Sonstige Beziehungen

3.1. Nicks Mutter und Heinrich – eine Ehe, die funktioniert

3.2. Janine und Viktor – ein frisch getrautes Paar

4. Fazit: „Ich brauche Dich!“ (Bfs, TC 1:17:42)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den erotischen Diskurs im Film BARFUSS, wobei die Analyse von verschiedenen Beziehungsmodellen im Zentrum steht. Ziel ist es, die filmische Rede über die Liebe sowie die Einbeziehung des Zuschauers zu entschlüsseln, indem Nicks Beziehungen zu Frauen und weitere Paar-Konstellationen auf ihre emotionalen, sozialen und körperlichen Aspekte hin überprüft werden.

  • Analyse der Beziehungsdynamik zwischen Nick und seinen verschiedenen Partnerinnen.
  • Untersuchung der Bedeutung von gesellschaftlichen Konventionen versus individueller emotionaler Freiheit.
  • Definition von Nick Keller als zentrale Identifikationsfigur für den Zuschauer.
  • Deutung von Motiven wie Körperlichkeit, Fürsorge und Verletzlichkeit im Beziehungsgefüge.
  • Vergleich von funktionalen Partnerschaften mit einer auf Vertrauen basierenden emotionalen Liebe.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung - „Wie weit gehst Du, wenn Du verliebt bist?“

Was würde man auf die Frage „Wie weit gehst Du, wenn Du verliebt bist?“ antworten? Bis ans Ende der Welt? Bis zum Mond und zurück? Oder noch viel weiter? Doch eigentlich erfragt man damit keine ernsthafte Angabe einer Entfernung, sondern viel eher, welche Hindernisse man im Namen der Liebe bereit ist zu überwinden, welche Regeln man bereit ist zu brechen für dieses romantische Gefühl von tiefer Zuneigung. Gemäß der gleichlautenden Tagline verspricht der 2005 veröffentlichte Film BARFUSS dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Denn die dort im Vordergrund stehende Geschichte erzählt von einer Reise, die nicht nur von München nach Hamburg geht, sondern auch als Reifeprozess zu verstehen ist, in dem zwei Menschen lernen sowohl ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, als auch für ihre Gefühle einzustehen. Und dass diese Reise, dieser Weg nicht einfach ist, birgt bereits die Bedeutung der titelgebenden „Barfüßigkeit“ in sich. Einen Weg, den man mit nackten Füßen geht, spürt man mit jedem Schritt. Vielleicht ist es eine schmerzhafte Erfahrung, aber in jedem Fall eine intensive.

Und es schwingt auch ein bisschen Freiheit mit, spätestens wenn die Figur Leila ihre unkonventionelle Barfüßigkeit mit „Ich will nicht, dass meine Füße eingesperrt sind“ (Bfs, TC 27:09) verteidigt. Vor allem sollen sich diese Bereitschaft zur Verletzbarkeit und das Überwinden von gesellschaftlichen Erwartungen lohnen um am Ende in der Liebe sein Glück zu finden. Diese Hoffnung vermittelt die Tagline des Films und zwar so, dass sich der Zuschauer durch eine direkte Ansprache selbst angesprochen fühlt. Nicht nur die Protagonisten erwartet dieser emotionale Gewinn, sondern auch 'Dich', “wenn Du verliebt bist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - „Wie weit gehst Du, wenn Du verliebt bist?“: Das Kapitel führt in die filmische Thematik ein und definiert Nick Keller als Identifikationsfigur für die Analyse des erotischen Diskurses.

2. Nicks Beziehungen zu Frauen: Hier werden chronologisch die verschiedenen Liebesbeziehungen von Nick analysiert, wobei besonders der Wandel von unverbindlichen Kontakten zu einer tiefen emotionalen Bindung hervorgehoben wird.

3. Sonstige Beziehungen: Dieses Kapitel betrachtet die Ehe von Nicks Mutter mit Heinrich sowie die Beziehung von Janine und Viktor als Kontrastmodelle, die durch soziale Konventionen und Funktionalität geprägt sind.

4. Fazit: „Ich brauche Dich!“ (Bfs, TC 1:17:42): Das Fazit fasst die verschiedenen Beziehungsmodelle zusammen und stellt heraus, dass für den Film eine auf Vertrauen basierende Fürsorge als essentielles Element gelungener Partnerschaft gilt.

Schlüsselwörter

Film BARFUSS, erotischer Diskurs, Liebesbeziehungen, Nick Keller, Leila, Partnerschaft, emotionale Nähe, Gesellschaftskonventionen, Identifikationsfigur, Fürsorge, Verletzlichkeit, Beziehungsmodelle, Inszenierung der Liebe, Filmanalyse, soziale Randposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmischen Darstellung und Verhandlung von Liebe und Erotik im Film BARFUSS aus dem Jahr 2005.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die verschiedenen Modelle von Partnerschaft, der Kontrast zwischen emotionaler Nähe und funktionaler Zweckbeziehung sowie das Überwinden gesellschaftlicher Erwartungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie der Film „erotischen Diskurs“ – also die „filminterne Rede über die Liebe“ – konstruiert und welche Bedeutung emotionale und soziale Aspekte dabei einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine filmwissenschaftliche Analyse der Beziehungsmodelle durch Szeneninterpretation und die Untersuchung von Motiven (wie der Barfüßigkeit oder der Sitzordnung beim Hochzeitsessen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Nicks Ex-Beziehung zu Janine, seine kurzzeitigen sexuellen Kontakte wie zu Sarah sowie die zentrale, sich entwickelnde Beziehung zur Protagonistin Leila.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem emotionaler Diskurs, Identifikationsfigur, soziale Randposition, Partnerschaftsdynamik und die Bedeutung von Vertrauen und Fürsorge.

Welche Bedeutung hat das Motiv der „Barfüßigkeit“?

Leilas Barfüßigkeit steht metaphorisch für ihre Verletzlichkeit und ihren Wunsch nach Freiheit sowie für ihre Unfähigkeit oder Unwilligkeit, sich den „einsperrenden“ gesellschaftlichen Normen anzupassen.

Wie unterscheidet sich die Beziehung Nick/Leila von den anderen Paaren?

Im Gegensatz zu den funktionalen, teils dekorativen Ehen der Familie Keller basiert die Beziehung zwischen Nick und Leila auf emotionalem Wachstum, gegenseitigem Vertrauen und der gemeinsamen Position als Außenseiter.

Welche Rolle spielt die Sitzordnung beim Hochzeitsessen für die Analyse?

Die Szene dient als visuelle Zusammenfassung der Beziehungsmodelle: Sie verdeutlicht die Kontraste zwischen funktionalen, gesellschaftlich orientierten Paaren und der emotionalen Bindung zwischen den Protagonisten.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Für die Liebe braucht man weder Schuhe noch Strümpfe. Der erotische Diskurs im Film "BARFUSS"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Roadmovie
Note
1,3
Autor
Anja Keller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V1023177
ISBN (eBook)
9783346419934
ISBN (Buch)
9783346419941
Sprache
Deutsch
Schlagworte
RomCom Roadmovie Deutscher Film Barfuss Liebeskomödie Liebe Beziehung Romantik Liebesgeschichte erotischer Diskurs Film
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Keller (Autor:in), 2012, Für die Liebe braucht man weder Schuhe noch Strümpfe. Der erotische Diskurs im Film "BARFUSS", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023177
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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