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Medialer Terror? Zum Verhältnis von Terrorismus, Kommunikation und Massenmedien

Título: Medialer Terror? Zum Verhältnis von Terrorismus, Kommunikation und Massenmedien

Trabajo de Seminario , 2021 , 44 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Alex Ehler (Autor)

Medios / Comunicación - Medios masivos
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Diese Seminararbeit bietet einen allgemeinen Überblick über das Verhältnis der Beziehungen zwischen Medienethik, Kommunikation und Terrorismus und bewertet Terrorismus als Phänomen aus einer medienethischen Perspektive für Journalisten.

Die Arbeit soll die wichtigsten kommunikationswissenschaftlichen Ansätze wie z. B. ein 3-Stufen-Modell oder Terrorismus als Kommunikationskonzept beschreiben. Terroristen verfolgen mit ihren Taten immer bestimmte Ziele und kommunizieren daher zwangsläufig mit der Öffentlichkeit. Der Forschungsstand in Bezug auf Terrorismus auf der einen und Journalismus auf der anderen Seite sowie der Medienethik soll wiedergegeben und anschließend kritisch diskutiert werden.

Besondere Aufmerksamkeit liegt in dieser Arbeit auf dem journalistischen Umgang mit dem Thema Terrorismus, d. h. welche Probleme ergeben sich in der Berichterstattung über Terroranschläge überhaupt und wie können Journalisten damit wiederum umgehen (gibt es Empfehlungen, Kodizes, eine Berufsethik etc.)?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Terrorismus

2.1 Definition des Begriffes „Terrorismus“

2.2 Erklärung von Terrorismus aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht

2.3 Terrorismus als Kommunikationsstrategie

2.4 Terrorismus und Medien

3 Medienethik und Terrorismus

3.1 Das deutsche Mediensystem

3.2 Qualität im Journalismus

3.3 Terrorismus und sein Nachrichtenwert

3.4 Gewaltdarstellungen in Medien

3.5 Terrorismus und Bildethik

3.6 Spannungsfelder im Journalismus

3.7 Terrorberichterstattung als medienethische Grundsatzfrage

4 Diskussion

4.1 Verhältnis von Terrorismus, Kommunikation und Medien

4.2 Probleme in der Terrorberichterstattung für Journalisten aus medienethischer Perspektive

4.3 Praktische Implikationen

4.4 Limitationen und Empfehlungen für weitere Forschung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Terrorismus, Kommunikation und Massenmedien aus kommunikationswissenschaftlicher und medienethischer Perspektive. Das primäre Ziel ist es, die Rolle der Medien bei der Verbreitung terroristischer Botschaften zu analysieren und ethische Herausforderungen für Journalisten in der Terrorberichterstattung zu identifizieren.

  • Der Zusammenhang zwischen Terrorismus und medialer Aufmerksamkeit.
  • Die Instrumentalisierung von Medien durch Terroristen und Politik.
  • Medienethische Kriterien und die Verantwortung von Journalisten.
  • Der Einfluss von Nachrichtenwerten und Gewaltdarstellungen.
  • Diskussion praktischer Implikationen für eine verantwortungsvolle Berichterstattung.

Auszug aus dem Buch

2.4 Terrorismus und Medien

Terrorismus braucht Augenzeugen, die zu Berichterstattern, kollektiven Verstärkern und Missionaren des Schreckens werden sollen (Soeffner 2007: 77)

Zwischen Terrorismus und Medien besteht laut Forschung ein Zusammenhang (vgl. Linder 2011: 67); welcher nachfolgend erklärt wird. In der deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft ist dabei vor allem die Kommunikation über Terror in publizistischen Medien von großem Interesse (vgl. Beck & Quandt 2011 :85).

Bereits in den 70er Jahren kam Sepp Binder zu der Auffassung, Terroristen bräuchten vor allem die Aufmerksamkeit (in) der Öffentlichkeit (von ihm „offene Bühne“ genannt) (vgl. Binder 1978: 55 zitiert nach Elter 2008: 11). 1975 stellte der amerikanische Terrorismusexperte Brian Jenkins in einer Studie fest, dass Terroristen mithilfe der Massenmedien der öffentlichen Kommunikation Botschaften senden und dadurch maximale Publizität erzeugen wollen (vgl. Jenkins 1975: 4ff. zitiert nach Riegler 2009: 263f.). Einige Forscher sprechen sogar von einer symbiotischen Beziehung zwischen Medien und Terrorismus (vgl. ebd.: 264 ; Glaab 2007: 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema ein, skizziert die Aktualität durch terroristische Ereignisse seit dem 11. September 2001 und definiert die Forschungsfragen sowie die methodische Herangehensweise.

2 Terrorismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff Terrorismus, beleuchtet ihn aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht und untersucht Terrorismus als Kommunikationsstrategie sowie dessen Verhältnis zu den Medien.

3 Medienethik und Terrorismus: Hier werden medienethische Grundlagen auf die Terrorberichterstattung angewandt, wobei Themen wie Nachrichtenwerte, Bildethik und die Verantwortung von Journalisten im dualen Mediensystem behandelt werden.

4 Diskussion: Das Kapitel synthetisiert die Ergebnisse des Theorievergleichs und erörtert die Rolle von Medien und Politik im Kontext des Terrorismus sowie praktische Implikationen und Forschungsbeschränkungen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, dass Terrorismus als Kommunikationsphänomen verstanden werden kann und Journalisten in der Berichterstattung komplexe ethische Abwägungen treffen müssen.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Massenmedien, Kommunikation, Medienethik, Terrorberichterstattung, Nachrichtenwerte, Gewaltdarstellung, Bildethik, Journalismus, Propaganda, Öffentlichkeit, Terrornetzwerke, Angstkommunikation, Presserat, Mediensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Terrorismus, Kommunikation und Massenmedien unter besonderer Berücksichtigung medienethischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die kommunikationswissenschaftliche Analyse terroristischer Strategien, die Rolle der Medien bei der Verbreitung dieser Inhalte und die ethischen Leitplanken für die journalistische Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen, wie Terrorismus als Kommunikationsform funktioniert und welche medienethischen Probleme sich für Journalisten in der Berichterstattung ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, die existierende Theorien und Expertenbeiträge aus der Kommunikationswissenschaft und Medienethik zusammenführt und kritisch analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung des Terrorismus, die Analyse der Beziehung zu Massenmedien und die detaillierte medienethische Diskussion der journalistischen Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Terrorismus, Medienethik, Kommunikation, Journalismus und Nachrichtenwerte.

Welche Rolle spielt die Politik im Verhältnis zwischen Terrorismus und Medien?

Die Arbeit zeigt auf, dass auch staatliche Akteure Massenmedien nutzen, um den Kampf gegen den Terror zu legitimieren, wodurch ein Teufelskreis der gegenseitigen Instrumentalisierung entsteht.

Warum ist die Bildethik bei Terroranschlägen so relevant?

Bilder von Anschlägen haben eine hohe emotionale Wirkung, dienen oft den Zielen der Terroristen und können bei Rezipienten zur Traumatisierung oder bei Nachahmungstätern zur Anstiftung führen.

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Detalles

Título
Medialer Terror? Zum Verhältnis von Terrorismus, Kommunikation und Massenmedien
Universidad
Kiel University of Applied Sciences
Calificación
1,3
Autor
Alex Ehler (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
44
No. de catálogo
V1023390
ISBN (Ebook)
9783346420107
ISBN (Libro)
9783346420114
Idioma
Alemán
Etiqueta
Medienethik Kommunikationswissenschaft Terrorismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alex Ehler (Autor), 2021, Medialer Terror? Zum Verhältnis von Terrorismus, Kommunikation und Massenmedien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023390
Leer eBook
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