Diese Arbeit untersucht, inwieweit sich Comics als Anschauungsgegenstand im Deutschunterricht eignen. Die Welt der Literatur hat sich im Laufe der Zeit maßgeblich verändert. Besonders in den letzten Jahrzehnten durch die fortlaufende Digitalisierung, die unter anderem auch zur Entstehung von neuen Medien, Genres und Lesegewohnheiten führte, kristallisierte sich eine neue Vorstellung von Literatur heraus.
Auch der Deutschunterricht sollte diesen Entwicklungen folgen und sich zunehmend den Medien und Interessensgegenständen einer neuen Generation widmen. Eine Literaturgattung, die zu den neueren Medien gehört, ist der Comic, der zu einer der populärsten Medienformen der Gegenwart zählt. Dieser besteht grundsätzlich aus einer Kombination von Textanteilen und Bildmaterial. Der Comic kann deshalb auch als ein Intermedium bezeichnet werden, da er verschiedene Arten von Medien in einem kombiniert.
Inhaltsverzeichnis
1. Portfolio Teil 1: Seminarreflexion
Zielsetzung & Themen
Das Portfolio setzt sich mit der didaktischen Relevanz von Comics im Deutschunterricht auseinander, wobei der Schwerpunkt auf Literaturadaptionen liegt, um Motivation zu steigern und Medienkompetenz zu fördern.
- Charakteristika und Definition des Mediums Comic
- Transformation literarischer Stoffe in Comic-Form
- Vergleich zwischen Comic-Adaptionen und Literaturverfilmungen
- Didaktische Ansätze zur Arbeit mit Comics am Beispiel von "Emil und die Detektive"
- Förderung von Imagination, Lese- und Medienkompetenz
Auszug aus dem Buch
Portfolio Teil 1: Seminarreflexion
Die Welt der Literatur hat sich im Laufe der Zeit maßgeblich verändert. Besonders in den letzten Jahrzehnten durch die fortlaufende Digitalisierung, die unter anderem auch zur Entstehung von neuen Medien, Genres und Lesegewohnheiten führte, kristallisierte sich eine neue Vorstellung von Literatur heraus. Auch der Deutschunterricht sollte diesen Entwicklungen folgen und sich zunehmend den Medien und Interessensgegenständen einer neuen Generation widmen. Eine Literaturgattung, die zu den neueren Medien gehört, ist der Comic, der zu einer der populärsten Medienformen der Gegenwart zählt. Dieser besteht grundsätzlich aus einer Kombination von Textanteilen und Bildmaterial. Der Comic kann deshalb auch als ein Intermedium bezeichnet werden, da er verschiedene Arten von Medien in einem kombiniert. Zunächst „steht er aber im Zeichen der Entgrenzung von Text und Bild: Textelemente gewinnen … eine bedeutungsrelevante visuelle Qualität.“
Ein entscheidender ästhetischer Bestandteil von Comics ist das narrative oder auch erzählende Bild. Das heißt, „das Motiv des Bildes erschöpft sich nicht in seiner Darstellung, sondern … verweist auf einen Prozess.“ Dazu gehören auch Charakteristika, wie der häufige Einsatz des Textes – vor allem im Dialog – in Form von Sprechblasen, meist auffälliger Farbgestaltung und der Sequenzialität, die dafür steht, dass die Produkte dieses Mediums typischerweise Einzelbilder zu Sequenzen anordnen. Die Leser/-innen werden gewissermaßen aufgefordert mit ihrer Imagination zu arbeiten und die verschiedenen Codes des Comics zu einem schlüssigen Ganzen gedanklich zusammenzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
Portfolio Teil 1: Seminarreflexion: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Comics als Medium, analysiert seine Struktur sowie die Besonderheiten bei Literaturadaptionen und deren didaktischen Nutzen für den Deutschunterricht.
Schlüsselwörter
Comic, Literaturadaption, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Graphic Novel, Imagination, Literaturunterricht, Emil und die Detektive, Bildgeschichte, Intermedium, Text-Bild-Kombination, Didaktik, Lesemotivation, Literaturverfilmung, Erzählendes Bild
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Portfolio grundsätzlich?
Es geht um die didaktische Einbindung des Mediums Comic in den Deutschunterricht sowie um dessen Potenzial als Form der Literaturadaption.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die mediale Struktur des Comics, die Transformation von literarischen Vorlagen in Bildgeschichten und deren Anwendung im schulischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Comics durch ihre spezifische Form die Lesemotivation steigern und verschiedene Kompetenzen, wie Medien- und Ausdrucksfähigkeit, fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche und mediendidaktische Reflexion durchgeführt, die durch die Analyse von Fachliteratur und ein praktisches Unterrichtsbeispiel gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die ästhetischen Eigenschaften von Comics, vergleicht diese mit anderen Medien und entwickelt Unterrichtssequenzen anhand des Beispiels „Emil und die Detektive“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Comic, Literaturadaption, Medienkompetenz, Imagination und didaktische Anwendung.
Welche Rolle spielt der Vergleich mit Literaturverfilmungen?
Der Vergleich dient dazu, die Besonderheiten der Comic-Adaption – insbesondere im Hinblick auf Zeitfaktor und eigene Imagination beim Lesen – gegenüber audiovisuellen Medien wie Filmen hervorzuheben.
Warum wird „Emil und die Detektive“ als Beispiel gewählt?
Das Werk dient als praxisnahes Beispiel, um zu zeigen, wie Schüler durch den Vergleich zwischen literarischer Vorlage und Comic-Adaption die Gestaltung und Interpretation von Literatur erlernen können.
Welchen Stellenwert räumt der Autor der Imagination im Unterricht ein?
Die Imagination gilt als essenzielle Voraussetzung für das Lesen und die moralische Entwicklung, die durch Comics gezielt gefördert werden kann.
- Citation du texte
- Niklas Volpert (Auteur), Comics im Deutschunterricht. Literaturgattung neuere Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023462