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Komorbidität von Posttraumatischen Belastungsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen. Implikationen für die Soziale Arbeit

Titel: Komorbidität von Posttraumatischen Belastungsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen. Implikationen für die Soziale Arbeit

Bachelorarbeit , 2021 , 81 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, welche Zusammenhänge zwischen Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und Abhängigkeitserkrankungen bestehen und welche Rolle die Soziale Arbeit bei der Unterstützung von Betroffenen einnehmen kann. Die folgende Ausführung beginnt mit einer Auseinandersetzung mit der substanzbezogenen Abhängigkeit und PTBS als eigenständige Erkrankungen.

Einleitend sollen dazu allgemeine Informationen und Hintergründe der beiden Erkrankungen geklärt werden. Daraufhin wird in einem vierten Teil auf die Komorbidität eingegangen. Das fünfte Kapitel stellt dann verschiedene Behandlungsansätze vor. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem sechsten Kapitel, in dem die Herausforderungen und Anforderungen an die Soziale Arbeit herausgestellt werden.

Die Tatsache, dass Abhängigkeitserkrankungen häufig mit komorbiden psychischen Störungen auftreten, ist unumstritten. Klient*innen der Suchtberatung haben oftmals eine Vergangenheit, in der sie Traumatisches erleben mussten. Bei einer Befragung in ambulanten Einrichtungen der Suchttherapie oder -rehabilitation gaben die Therapeut*innen an, dass bei durchschnittlich einem Drittel ihrer Patient*innen eine zurückliegende Traumatisierung mitverantwortlich für die Entstehung und/oder Aufrechterhaltung der Suchtproblematik sei.

Unter den Einrichtungen, die ausschließlich Drogenabhängige behandelten, lag dieser Anteil sogar bei 50 %. Der Zusammenhang, zwischen PTBS und Abhängigkeitserkrankungen scheint dabei zwar offensichtlich, doch ist bisher im deutschsprachigen Raum noch wenig erforscht.

Die Soziale Arbeit wird nicht selten mit dieser Problematik konfrontiert, da insbesondere Suchtberatungsstellen für viele der Betroffenen die erste Anlaufstelle sind. Aufgrund des niedrigschwelligen Zugangs ist eine Inanspruchnahme von Hilfe auf diesem Weg für Jede*n möglich. Aber auch in anderen Bereichen, wie der klinischen Sozialarbeit oder im Rahmen von traumapädagogischen Interventionen, treffen Sozialarbeiter*innen auf die Doppelproblematik PTBS und Abhängigkeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SUBSTANZBEZOGENE ABHÄNGIGKEIT

2.1 DEFINITION UND DIAGNOSE

2.2 ÄTIOLOGIE

3 POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNG

3.1 DEFINITION

3.2 TRAUMA

3.3 DIAGNOSE

4 KOMORBIDITÄT ABHÄNGIGKEIT UND PTBS

4.1 DEFINITION

4.2 DIAGNOSE

4.3 EPIDEMIOLOGIE

4.4 ZUSAMMENHÄNGE

4.5 NEUROBIOLOGISCHER KONTEXT

4.6 WIRKUNG VON SUCHTMITTELN AUF DIE PTBS

5 BEHANDLUNGSANSÄTZE

5.1 BEHANDLUNGSMODELLE

5.2 TRAUMAPÄDAGOGIK

5.3 KOGNITIVE VERHALTENSTHERAPIE

5.4 EMDR-METHODE

5.5 CONCURRENT TREATMENT OF PTSD AND SUBSTANCE USE DISORDERS USING PROLONGED EXPOSURE

5.6 PROGRAMM „SEEKING SAFTEY“

5.7 PHARMAKOTHERAPIE

5.8 ZWISCHENBILANZ

6 HERAUSFORDERUNGEN UND ANFORDERUNGEN AN DIE SOZIALE ARBEIT

6.1 BIOPSYCHOSOZIALE PERSPEKTIVE

6.2 WEITERBILDUNGSMAßNAHMEN

6.3 SYSTEMEBENE

6.4 PSYCHOEDUKATION UND EINBINDUNG DER FAMILIE

6.5 KOMPETENZEN DES/DER SOZIALARBEITER*IN

6.6 PRÄVENTION

6.7 ANKNÜPFUNGSPUNKTE UND PSYCHOSOZIALE INTERVENTIONSFORMEN

6.8 GENDERPERSPEKTIVE

6.9 BEDEUTUNG FÜR DIE PRAXIS

7 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und Abhängigkeitserkrankungen, um daraus Implikationen für die Soziale Arbeit abzuleiten und effektive Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Klienten zu identifizieren.

  • Neurobiologische und psychologische Zusammenhänge der Doppeldiagnose.
  • Wirksamkeit verschiedener integrierter Behandlungsansätze.
  • Rolle und Anforderungen an die Soziale Arbeit in der Praxis.
  • Genderspezifische Aspekte bei Traumatisierung und Sucht.
  • Systemische Herausforderungen in der Versorgung Betroffener.

Auszug aus dem Buch

4.5 Neurobiologischer Kontext

Die Zusammenhänge von PTBS und Abhängigkeit wurde auch im neurobiologischen Kontext untersucht. Es hat sich evolutionär herausgestellt, dass unbewusst eine Reihe von Stressreaktionen nach dem Erleben eines Traumas ablaufen. Bei traumatisierten Süchtigen ist diese Reaktion allerdings an zwei Stellen im limbischen System gestört:

1. Aversive Reize signalisieren trotz überstandener Gefahr weiterhin ständig Gefahr und lösen damit ein Gefühl von Bedrohung und Todesangst aus. Die traumatisierende Situation wird durch äußere Reize (Trigger) wieder hervorgerufen und tritt in Form von Symptomen, wie Intrusionen oder Flashbacks, erneut auf.

2. Die Suchtentwicklung nimmt im intrazerebralen Belohnungssystem ihren Anfang. Durch dieses werden alle Tätigkeiten, die dem eignen Wohlbefinden und dem Zusammenhalt im sozialen Kontext dienen, gefördert. Stimuli des Systems sind Nahrung, Flüssigkeit, Sexualität, Lachen, soziale Nähe, Musik hören etc. Drogen setzen genau an diesem Punkt an und sind problematisch, da sie das Belohnungssystem erheblich stärker aktivieren als die natürlichen Stimuli.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Motivation für die Arbeit durch ein Praktikum, Problemstellung der Komorbidität und Forschungsfragen zur Rolle der Sozialen Arbeit.

2 SUBSTANZBEZOGENE ABHÄNGIGKEIT: Definition, Diagnose nach ICD-10/DSM-V und Ätiologie unter Berücksichtigung des biopsychosozialen Modells.

3 POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNG: Grundlagen der PTBS, Definition, Symptomatik, Trauma-Verständnis und diagnostische Einordnung.

4 KOMORBIDITÄT ABHÄNGIGKEIT UND PTBS: Definition von Doppeldiagnosen, epidemiologische Daten, Hypothesen zur Entstehung und neurobiologische Hintergründe.

5 BEHANDLUNGSANSÄTZE: Überblick über integrierte und sequenzielle Behandlungsmodelle, spezifische Therapieverfahren wie EMDR, COPE und Seeking Safety sowie Pharmakotherapie.

6 HERAUSFORDERUNGEN UND ANFORDERUNGEN AN DIE SOZIALE ARBEIT: Diskussion der Anforderungen an Fachkräfte, Systemebene, Prävention, Psychoedukation, Genderaspekte und Bedeutung für die Praxis.

7 FAZIT: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit integrierter Versorgungsstrukturen.

Schlüsselwörter

PTBS, Abhängigkeitserkrankung, Komorbidität, Doppeldiagnose, Soziale Arbeit, Sucht, Trauma, Selbstmedikationshypothese, Neurobiologie, Suchtgedächtnis, Integrative Behandlung, Traumapädagogik, Rückfallprävention, Versorgungsmodelle, Gendersensibilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das gleichzeitige Auftreten von Abhängigkeitserkrankungen und Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) sowie deren Auswirkungen auf die betroffenen Menschen und das Versorgungssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Diagnostik, den Ursachen (Ätiologie), verschiedenen therapeutischen Modellen sowie den konkreten Anforderungen an die professionelle Soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Zusammenhänge dieser Doppeldiagnose zu ergründen und aufzuzeigen, wie Sozialarbeiter Betroffene effektiver unterstützen und in das Hilfesystem integrieren können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Forschungsergebnisse, klinische Studien und fachwissenschaftliche Theorien zusammenführt und auf den Kontext der Sozialen Arbeit bezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der beiden Störungsbilder, die detaillierte Analyse der Komorbidität, eine Vorstellung gängiger Behandlungsansätze und die Diskussion spezifischer Herausforderungen für die Praxis der Sozialen Arbeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind PTBS, Abhängigkeit, Komorbidität, Doppeldiagnose und Soziale Arbeit.

Warum ist das sogenannte „Teufelskreismodell“ für diese Arbeit bedeutsam?

Das Modell verdeutlicht anschaulich, wie sich Suchtmittelkonsum und PTBS-Symptome gegenseitig verstärken, was zum einen die Aufrechterhaltung der Sucht erklärt und zum anderen die Notwendigkeit integrierter Behandlungsansätze unterstreicht.

Welche Rolle spielt die „Selbstmedikationshypothese“ in der Arbeit?

Sie dient als einer der wichtigsten Erklärungsansätze, warum Betroffene Suchtmittel konsumieren: Sie nutzen Substanzen unbewusst, um die als belastend empfundenen Symptome der PTBS, wie Flashbacks oder Erregungszustände, zu dämpfen.

Warum wird eine „gendersensible Praxis“ in der Arbeit gefordert?

Da Frauen und Männer unterschiedliche traumatische Erfahrungen machen und verschiedene Bewältigungsstrategien (Coping) nutzen, ist ein geschlechtsspezifisches Vorgehen in Diagnostik und Behandlung für den Therapieerfolg essenziell.

Welche Forderung stellt die Arbeit an die Ausbildung von Sozialarbeitern?

Die Autorin fordert eine verstärkte Sensibilisierung und Weiterbildung von Sozialarbeitern hinsichtlich komorbider Störungsbilder, um diese nicht zu übersehen und eine ganzheitliche Hilfe zu gewährleisten.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Komorbidität von Posttraumatischen Belastungsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen. Implikationen für die Soziale Arbeit
Hochschule
Fachhochschule Kiel
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
81
Katalognummer
V1023848
ISBN (eBook)
9783346422460
ISBN (Buch)
9783346422477
Sprache
Deutsch
Schlagworte
PTBS Sucht Abhängigkeit Komorbidität Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Komorbidität von Posttraumatischen Belastungsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen. Implikationen für die Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023848
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Leseprobe aus  81  Seiten
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